"Suppenzooms", wie Objektive dieses Typs als Verballhornung von "Superzoom" gerne mal genannt werden, haben leider die Eigenschaft, Hardware gewordener Kompromiss zu sein. Soll es noch leicht sein, kann es nicht lichtstark und nicht optisch sehr gut sein. Soll es lichtstark (d.h. mit großer Blende, die auch kleine Schärfentiefe ermöglicht) sein, muss es teuer und/oder groß werden.ich stelle fest, dass mein derzeitiges Objektiv (Sigma 18-300 mm, 1:3.5 - 6.3) nicht wirklich scharf abbildet. Ich bin ein Fan von Tiefenschärfe und punktuellem Fokus, daher möchte ich mir ein neues, besseres Objektiv zulegen - am liebsten ein Nikon-Original, ist aber kein Muss.
Heißt: Sowohl Objektive für das FX-Format wie für das DX-Format sind geeignet. Nein, Brennweiten müssen nicht umgerechnet werden, 50 mm sind 50 mm, egal ob es ein FX- oder ein DX-Objektiv ist, der Bildwinkel an Deiner Kamera ist immer identisch.Meine Kamera:
- Nikon D5600
Das ist, auf den Punkt gebracht, die Quadratur des Kreises. Gründe: siehe oben. Es geht einfach nicht mit einem Objektiv. Du wirst 2 Objektive brauchen, und da dann auch nicht die günstigsten.Meine Anforderungen:
- Detailschärfe (!)
- einen möglichst großen Zoomumfang (wie mein jetziges 18-300 mm), alternativ dürfen es auch 2 Einzelobjektive sein, die diesen (oder sogar noch größeren) Zoomumfang abdecken
- möglichst leicht, da ich die Kamera beim Wandern dabei habe
Preisvorstellungen:
- 1000 bis 2000 €
Telekonverter funktionieren nicht mit Zoomobjektiven, die in den Weitwinkelbereich gehen, weil die Hinterlinse zu nah am Bajonett ist. TC fressen zudem Licht und Schärfe, sind also für Dein Anliegen kontraproduktiv. Hohe Qualität kostet Geld, Gewicht und Volumen, so ist das einfach...PS: Ganz doof nachgefragt: Kann ich bei meinen Vorstellungen (gerade, was die Schärfe angeht) mit einem Telekonverter arbeiten?
Ich nehme an, Du meinst damit, dass das Bild möglichst vom Vordergrund bis zum Hintergrund scharf ist. Die gute Nachricht: Dazu muss man abblenden und braucht keine teuren, lichtstarken Objektive mit kleinem Blendenwert. Außerdem werden die meisten Objektive bis zum Einsetzen der Beugungsunschärfe durch Abblenden besser. Wenn du bei schlechten Lichtverhältnissen weiter abgeblendet fotografieren willst, musst Du dafür länger belichten und wenn Du das ausgereizt hast, die ISO hochsetzen. Letzteres ist dann eine Frage wie gut die Kamera dann abliefert und weniger eine Frage des Objektivs.Ich bin ein Fan von Tiefenschärfe und punktuellem Fokus,
Das erfordert sehr lichtstarke Objektive, und damit scheiden die meisten Zooms schon aus, weil sie kaum die nötige Lichtstärke bieten oder dann sehr groß und schwer werden (z.B. ein 2,8/70-200). Auch ein Sigma 1,8/18-35, das im leichten bis mittleren Weitwinkelbereich eine geringe Schärfentiefe (das ist der korrekte Begriff) erzeugen kann, ist ein ziemlich schweres Teil.nee, leider meinte ich genau das Gegenteil: punktuelle Schärfe und der Rest ist unscharf. (Mir fällt ein, dass diese zweideutige Begriffsdefinition schon früher zu Diskussionen mit einem Fotografenfreund geführt haben...)
Bei der D5600 kann man ISO auf ca. 2000 hochsetzen, ohne dass es zu einem kritischen Detailverlust kommt. Was man nicht tun sollte: Bilder bei "100%" angucken. Das entspricht angesichts der hohen Sensorauflösung etwa dem Betrachten eines auf die 1,8 x 2,5 m² projizierten Dias mit einem Betrachtungsabstand von ca. 50 cm vor der Leinwand. Ich bin mir sicher, dass Du bei der Betrachtungsart einige Enttäuschungen auch bei Deinen 100 ASA-Dias erleben wirst.ISO hochsetzen finde ich bei der D5600 nicht so berauschend. Ich komme ursprünglich aus der analogen Diafotografie und schon damals waren 50 und 100 ASA meine besten Freunde. Vielleicht habe ich deswegen diesen Tick mit Schärfe und Details.
Eine nicht zu schwere und sehr ausgewogene Kombination. Ich hatte lange Zeit den Vorgänger des 17-70 und war sehr zufrieden damit. Gefallen hat mir vor allem der erweiterte Nahbereich des Objektivs.Sigma 17-70 Contemporary und obenrum das AF-P DX 70-300VR nehmen.
„Der Sucher ist m.E. so deutlich besser, dass etwaige Vorlieben für echte Spiegelreflex-Sucher hintenanstehen.“ ???Grundsätzlich sind die genannten Objektive eine sehr gute Wahl. Das originale Nikon 16-85 würde ich allerdings nicht neu kaufen, denn der Markt gibt genug günstige Angebote gebrauchter DX-Linsen her. Vermutlich musst Du es sogar second hand kaufen, neu finde ich es beim Schnellcheck nicht mehr.
Wichtiger Aspekt: Eventuell über Systemupgrade nachdenken. Eine D5600 ist an sich eine sehr gute Kamera und in der erzielbaren Bildqualität über jeden Zweifel erhaben. Über das Bedienkonzept sehe ich mal hinweg, da bietet ja selbst Sony bei seinen Pro-Modell nix deutlich besseres - zumindest was das fehlende Schulterdisplay betritt. Aber der Sucher... der ist definitiv die Archillesferse dieser Kamera. Irgendwo muss der Preis herkommen, und am Sucher wurde halt der Rotstift angesetzt. Lange Rede, kurzer Sinn: Bevor Du 1000-2000 Euro in eine DSLR der mittleren Hobby-Liga investiert, würde ich über einen Wechsel nachdenken.
Beispielsweise zur Z50 oder der Retro-Schwester Z fc. Der Sucher ist m.E. so deutlich besser, dass etwaige Vorlieben für echte Spiegelreflex-Sucher hintenanstehen. Die Z50 kriegst Du für unter 1200 Euro entweder mit zwei Zooms oder einem 18-140mm.
Fairerweise muss gesagt werden: Das Z-System ist bei gemäßigten Telezooms noch etwas dünne. Wer mit dem 50-250mm zur Z50 gut klarkommt, macht einen super Deal. Letztlich ist es aber auch möglich, das genannte 70-300 VR per FTZ Adapter weiterzunutzen. Ich habe diesbezüglich nur beste Erfahrungen gemacht.
Auch nicht zu unterschätzen: Um Optiken über 200mm auszureizen, braucht es schon gute Wetterbedingungen. Bei vernünftigen Linsen setzen oft Dunst und Nebel das Limit, nicht die Qualität des Objektives.
Wer für normale Freistellung (ich red jetzt nicht von Studio Fotografieren etc) unbedingt ein Zoom mit 2,8 braucht, sollte sich da mal umsehen was es da noch so gibt. Gerade mit Telezooms (zb das 70-300 AF-P für FX) gelingt sehr gute und schöne Freistellung, besonders dann, wenn der Hintergrund etwas weiter weg ist. Und das bei Blende 8.Hallo Brunke,
nee, leider meinte ich genau das Gegenteil: punktuelle Schärfe und der Rest ist unscharf. (Mir fällt ein, dass diese zweideutige Begriffsdefinition schon früher zu Diskussionen mit einem Fotografenfreund geführt haben...)
ISO hochsetzen finde ich bei der D5600 nicht so berauschend. Ich komme ursprünglich aus der analogen Diafotografie und schon damals waren 50 und 100 ASA meine besten Freunde. Vielleicht habe ich deswegen diesen Tick mit Schärfe und Details.
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