Deswegen habe ich mich von AF-S komplett verabschiedet, leider.(...)kommt es mir bald vor, dass die Lebensdauer von AF-S Objektiven tickenden Zeitbomben gleicht. (...)
Z-Objektive sind meines Wissens nach mit Linearantrieben ausgestattet, d.h. keine Röllchen wie in den Ringmotoren, da kommen wahrscheinlich andere Probleme auf uns zu.Ist dieses Schadensbild eigentlich auch bei Z-Objektiven schon mal bekannt geworden? Die erste Generation dieser Objektive wird 2025 immerhin ja auch "schon" 8 Jahre alt ...
Heutzutage reicht dazu eine entsprechende Preisvorgabe zu formulieren.Man müsste ja wirklich dem Designer einen entsprechenden Auftrag erteilen.
Im Handel gilt grundsätzlich und immer noch die Weisheit:– um Langlebigkeit geht es dann aber eben so oder so nicht mehr.
Nun ja - wenn es aber so ist?Warum dann noch hässliche Worte wie "geplante Obsoleszenz" ins Spiel bringen?
Ich frage mich nur, ob die super einfache Lösung mit Metallrollen auf Metalluntergrund hier wirklich zielführend wäre, oder man lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt hätte.Bei obigem Schaden fasse ich mir auch an den Kopf, da er konstruktiv super einfach und geringem Invest zu lösen wäre.
Interessante und plausibel klingende Hypothese. Die Schwingungen könnten auch dazu führen, dass Mikrorisse in der Oberfläche der Gleitrollen sich schneller ausweiten.Außerdem habe ich den Verdacht, dass er durch die Ultraschallschwingungen des nahe befindlichen SWM-Stators versprödet.
Habe nichts von Metallrollen erwähnt. Wenn ich das konstruieren müsste, würde ich eine andere Lösung wählen.Ich frage mich nur, ob die super einfache Lösung mit Metallrollen auf Metalluntergrund hier wirklich zielführend wäre, oder man lediglich ein Problem durch ein anderes ersetzt hätte.
ICH meinte eher, dass wegen Umstieg beim alten System die Produktion der Ersatzteile eingestampft wurde. Tut mir leid, wenn es da zum Missverständniss kam. Ich meinte hier nicht bzw. wollte nicht unterstellen, dass der "Produktionsfehler" / Materialfehlentscheidung beim SWM in der Vergangenheit zugunsten des aktuellen Z-Systems ausgelegt wurde.Dass Du über den beschriebenen Alterungsprozess verärgert bist, kann ich nachvollziehen. Dass Du Nikon Vorsatz wegen Umstieg auf Z-System unterstellst, ist allerdings hochgradig albern. Wahrscheinlich wusste bei Nikon zum Zeitpunkt der Produktion Deines Objektives noch nicht einmal, dass es mal ein Nikon Z System geben würden.
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Aber ein gutes Feindbild, vulgo ein böser Hersteller, verhindert mitunter das Erkennen einfacher Zusammenhänge.
Ein Konstrukteur ist auch ein Produktdesigner. Die Grenzen sind heutzutage fliesender als früher.
Allerdings braucht es in diesem Fall keine geplante Obsoleszenz. Es reicht schon eine nach vielen Jahren eintretende Materialermüdung, die vielleicht garnicht geplant war. Strategisch ist da schon eher die Entscheidung, dieser Entwicklung nicht mit adäquaten Ersatzteilbeständen entgegenzutreten.
Als ausgebildeter Servicetechniker habe ich großen Respekt vor Tüftlern wie Beuteltier, und bin ihm sehr dankbar, dass er die Fahne hochhält. Zumal er mir auch schon ein 2,8/80-200mm mit gebrochenem Metallteil gerettet hat. Trotzdem muss eine Firma wie Nikon auch gewisse Serviceprozesse berücksichtigen, und da ist der Tausch ganzer Baugruppen manchmal sinnvoller.
Ausserdem können wir garnicht einschätzen, wie viele solcher Sorgenfälle wirklich bei Nikon auf dem Tisch landen. Klar: Das Thema SMW ist schon lange relevant, und es dürfte durchaus eine relevante Stückzahl betreffen. Aber wieviele davon wirklich zu den Konditionen einer Nikon-Werkstatt repariert würden, können wir nicht einschätzen. Glücklich wäre ich als Betroffener natürlich nicht, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Ich würde es als Hersteller gerne anders handhaben, zumal eine günstige Reparatur stets ein sehr gutes Licht auf die Firma wirft. Sennheiser macht das seit Langem vorbildlich, da wird der Service wohl unter der Prämisse durchgeführt, die Kunden glücklich zu machen.
Natürlich darf man bei Mikrofonen, die in der aktuellen Bauform seit 40, 50 Jahren produziert werden und immer noch State of the Art sind, auch auf entsprechende Nutzungsdauer schließen. Das ist bei Objektiven garnicht grundlegend anders. Nur dass man es hier mit einem sehr hohen Reparaturaufwand zu tun hat, und keinen Ersatzteile-Versorgung mehr aus der laufenden Produktion hat.
Warum man allerdings solche Rollen nicht nachfertig, erschließt sich mir auch nicht.