Nachtrag:
Im Grunde ist die Diskussion hier witzlos.
Ausgangslage war der Wunsch, mit einem SB 800 Personen bei Veranstaltungen etwas 'natürlicher' und 'weicher' zu belichten und deswegen tauchte die Frage nach einer Softbox auf.
Nützliche Links folgten, denn Softboxen mit deutlich mehr als ca. 30x30 machen auf einem Systemblitz auf der Cam wenig Sinn.
Allerdings sollte man, wie ich erwähnte, von den Softboxen nicht zuuu viel erwarten; sicher eine Verbesserung, aber wirklich weiches Licht wird schwierig, zumal ich irgendwie herausgelesen hatte bzw. vor meinem geistigen Auge Personen
gruppen gesehen haben, also deutlich mehr als nur Porträts.
Sicher geht dies alles mit dem SB800 und man darf auch in der Kombination mit allen möglichen und unmöglichen Lichtformen dank der ausgreiften iTTl-Messung hervorragende Ergebnisse erwarten, sofern, und jetzt kommt leider die Beschränkung, sofern eben Nikons 'Kampfzerg' genug Photonen liefern kann.
Erstaunlich, was man Nikon aus 4-5 AA-Akkus an Leistung herauskitzelt, aber ebenso erstaunt ist man oft, wie schnell eine Leitzahl von 38 irgendwo im nirgendwo verpufft. Habt ihr schon mal versucht, bei 5 Meter hohen Decken indirekt zu blitzen?
Ebenso kostet die WW-Streuscheibe erstaunlich viel Licht, in Verbindung mit dem Bouncer kommt man dann auf eine Leit(d)zahl von deutlich unter 20 - und dies bei voller Leistung.
Zusammen mit einer Blende von 5,6 (sofern keine hochwertige Optik zur Hand) und ISO um 400 wird man bald recht lange auf das rote Bereitschaftslämpchen warten dürfen.
Daher 1. mein Hinweis, nach Möglichkeit das Umgebungslicht durch eine längere Belichtungszeit (Langzeitsynchronisation auf den 2. Verschlussvorhang = Rear) von sagen wir z.B. 1/15 - 1/2 s mit einzubeziehen. Inwieweit hier Weißabgleich- bzw. Filterfolien auf dem Blitz notwendig werden, sieht man dann.
Dadurch werden die Schlagschatten des Blitzes weicher, auch wirkt das Bild durch die leichte Verwacklungsunschärfe im Hintergrund oft sympathischer - und nicht so, als ob jemand bei einer Party plötzlich das Licht anknipst.
Dieser Hinweis war offensichtlich etwas zu kompliziert ausgedrückt.
Deswegen 2. mein Hinweis, ggfs. einen zweiten SB800/600 miteinzusetzen. Damit es keine häßlichen Doppelschatten gibt, sollten die Reflektoren so dicht beiéinander stehen wie möglich. Dieserr Profitipp (?) ist eingentlich völlig logisch und nicht erst seit Dave Blacks Beschreibung (tolle Side!) bekannt; welche zusetzlichen Aspekte sich durch die Lichtführung aus zwei oder gar drei Lichtquellen ergeben, lasse ich hier unkommentiert, weil ich mich offensichtlich eh schon unklar genug ausdrücke...
3. Früher hatte ich für solche Situationen zwei Metz 50-MZ5, die sind 4 x so sperrig, doppelt so teuer, aber doppelt so stark. Nun gut, nach dem digitalen Wiedereinstieg setzte ich voll auf Nikons SBs 600 + 800. Ein bisschen so wie McDonalds: Sieht sehr appettlich aus. Von einem Burger wird man nicht satt, beim zweiten will man mehr und ab dem dritten wird einem schlecht.
Soll heißen: Burger wie SB600 und 800 sind in Maßen nett, sozusagen für kleinere Snacks zwischendurch, aber zur Ernährung größerer Gruppen auf Dauer meiner bescheinen Meinung nach nicht unbedingt geeignet.
Allerdings muss ich zugeben, dass bei meiner Investition in Nikonssystem ein Gutteil Blauäugigkeit dabei war, weil sie leider für meine Outdoorreportagen zu schwach und zu anfällig sind - und ich dies eigentlich hätte wissen sollen.
Auf
www.strobist.com kann man nett verfolgen, wie ein (böse Zungen sagen gesponsorter) Profi die Schwächen des 800ers überwindet.
Schade, dass Nikon bislang die wahren Möglichkeiten moderner, drahtloser Blitztechnik ungenutzt verstreichen lässt. Nice try, wie gesagt.
Wenn irgendwann mal ein SB-10000 kommt, werde ich ihn mir jedenfalls genau ansehen, bis dahin halte anderen, bewährten Dingen die Treue. Weitwinkel, ISO 200-400 und f=5,6 können verdammt viel Licht kosten.
Kann es übrigens sein, dass man mich gezielt missverstehen wollte...?
Ach ja: Metz 50 ist fast? doppelt so stark wie ein SB800; deswegen feuert er in gleicher Situation auch nur mit halber Kraft, was auch die schnellere zulässige und tatsächlich erreichte Blitzfolgezeit erklärt.