Der abstrakte Blick von Torsten Andreas Hoffman, erschienen im dpunkt.verlag bekommt von mir eine klare Empfehlung. Fünf Sterne mit Zusatz!
http://www.dpunkt.de/buecher/5395/der-abstrakte-blick.html
Mir ist das in diesem Jahr erschienene Buch vor einer Woche im Buchladen begegnet und ich war sofort begeistert von der erfrischend anderen Art sich der Fotografie zu widmen. Das Buch wendet sich laut Verlag an Amateurfotografen, Berufsfotografen und Kunstfotografen.
Für den Anfänger, der sich vorwiegend mit Blende, Zeit und Brennweite beschäftigt ist es sicher nicht geschrieben.
Trotzdem kann es auch für andere Zielgruppen sehr interessant sein. Denn mir erschließt sich nach dem Lesen ein neuer Zugang zu abstrakter Kunst und zur Wirkung von Bildaufbau in gegenständlichen Abbildungen. Das gilt sowohl für die Malerei als auch für die Fotografie. Das macht dieses Buch aus meiner Sicht so einzigartig. Für mich ist es wie ein kleines Kunststudium.
Vielleicht hat dieses Buch das Potential ein Standardwerk zu werden. Ich kenne mich da in der Literatur der Kunstpädagogik jedoch zu wenig aus. Jedenfalls liest sich das Buch sehr verständlich und ist absolut übersichtlich aufgebaut, so dass es sich als Arbeitsbuch in Form eines Lexikons der Formensprache benutzen lässt. Für mich, der ich weder Architektur, Kunstpädagogik oder Fotografie studiert habe ist dieses Buch über die Fotografie hinaus eine Heranführung an ein universelles Handwerk der bildenden Künste.
Der Autor führt zunächst sehr klar in die Formensprache von Bildern ein und zitiert immer wieder sehr passend berühmte Persönlichkeiten zum jeweiligen Thema.
Punkte, Linien, Kreise, Dreiecke, Rechtecke Quadrate; welche Wirkung erzielen sie in welcher Verteilung? Welchen Rhythmus, welche Spannung erzeugen sie? Was lässt ein Bild kippen? Was trägt zum Gelingen bei?
Diese und weitere Themen zur Formensprache, wie die Lenkung des Blickes durch ein Bild, erschließen sich mir nach dem lesen bewusster als zuvor.
Im zweiten Teil des Buches setzt sich das Buch genau so intensiv mit der Gestaltung und Wirkung von Farben und Kontrasten auseinander, um dann im dritten Teil zur Praxis des abstrakten Sehens im fotografischen Alltag überzugehen.
Die Wirkung des Abstrakten in Stadtansichten, Streetfotografie, Industriebildern, Landschaftsfotografie etc. werden behandelt. Im weiteren Verlauf des Buches werden die Beispiele dann immer abstrakter um im vierten Teil nur noch mit Formen, Farben, Unschärfe und Kontrasten eindrucksvolle Bilder zu erstellen. Dabei sind die Bildbeispiele im gesamten Buch sehr gut gewählt.
Das Autor will nach eigenem Bekunden dazu anregen sich in der abstrakten Fotografie auszuprobieren. Das Buch macht auch Lust auf diese Art der Fotografie. Das große Verdienst des Buches, ist aber für mich, die Formensprache sowie die Farb- und Kontrastwirkung in Bildern verstehen und analysieren zu lernen. So macht dieses Buch auch Lust die Schwarz-Weiß- Fotografie neu zu entdecken. Es macht Lust nach Formen und Strukturen Ausschau zu halten und sie in die eigene Bildsprache umzusetzen.
Es ist eine der besten Fotoschulen die ich seit Jahren gelesen habe.
Von mir bekommt es eine uneingeschränkte Empfehlung.
Gruß
Jörg
Die Daten
Torsten Andreas Hoffmann. Der abstrakte Blick: Kompositionsschule für eine künstlerische Fotografie erschien am 21. Juli 2016 im dpunkt.verlag. 310 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband. Auch als E-Book erhältlich.
ISBN: 978-3-86490-338-0
Preis: Buch EUR 39,90 | E-Book EUR 31,99
Bewertung:
http://www.dpunkt.de/buecher/5395/der-abstrakte-blick.html
Mir ist das in diesem Jahr erschienene Buch vor einer Woche im Buchladen begegnet und ich war sofort begeistert von der erfrischend anderen Art sich der Fotografie zu widmen. Das Buch wendet sich laut Verlag an Amateurfotografen, Berufsfotografen und Kunstfotografen.
Für den Anfänger, der sich vorwiegend mit Blende, Zeit und Brennweite beschäftigt ist es sicher nicht geschrieben.
Trotzdem kann es auch für andere Zielgruppen sehr interessant sein. Denn mir erschließt sich nach dem Lesen ein neuer Zugang zu abstrakter Kunst und zur Wirkung von Bildaufbau in gegenständlichen Abbildungen. Das gilt sowohl für die Malerei als auch für die Fotografie. Das macht dieses Buch aus meiner Sicht so einzigartig. Für mich ist es wie ein kleines Kunststudium.
Vielleicht hat dieses Buch das Potential ein Standardwerk zu werden. Ich kenne mich da in der Literatur der Kunstpädagogik jedoch zu wenig aus. Jedenfalls liest sich das Buch sehr verständlich und ist absolut übersichtlich aufgebaut, so dass es sich als Arbeitsbuch in Form eines Lexikons der Formensprache benutzen lässt. Für mich, der ich weder Architektur, Kunstpädagogik oder Fotografie studiert habe ist dieses Buch über die Fotografie hinaus eine Heranführung an ein universelles Handwerk der bildenden Künste.
Der Autor führt zunächst sehr klar in die Formensprache von Bildern ein und zitiert immer wieder sehr passend berühmte Persönlichkeiten zum jeweiligen Thema.
Punkte, Linien, Kreise, Dreiecke, Rechtecke Quadrate; welche Wirkung erzielen sie in welcher Verteilung? Welchen Rhythmus, welche Spannung erzeugen sie? Was lässt ein Bild kippen? Was trägt zum Gelingen bei?
Diese und weitere Themen zur Formensprache, wie die Lenkung des Blickes durch ein Bild, erschließen sich mir nach dem lesen bewusster als zuvor.
Im zweiten Teil des Buches setzt sich das Buch genau so intensiv mit der Gestaltung und Wirkung von Farben und Kontrasten auseinander, um dann im dritten Teil zur Praxis des abstrakten Sehens im fotografischen Alltag überzugehen.
Die Wirkung des Abstrakten in Stadtansichten, Streetfotografie, Industriebildern, Landschaftsfotografie etc. werden behandelt. Im weiteren Verlauf des Buches werden die Beispiele dann immer abstrakter um im vierten Teil nur noch mit Formen, Farben, Unschärfe und Kontrasten eindrucksvolle Bilder zu erstellen. Dabei sind die Bildbeispiele im gesamten Buch sehr gut gewählt.
Das Autor will nach eigenem Bekunden dazu anregen sich in der abstrakten Fotografie auszuprobieren. Das Buch macht auch Lust auf diese Art der Fotografie. Das große Verdienst des Buches, ist aber für mich, die Formensprache sowie die Farb- und Kontrastwirkung in Bildern verstehen und analysieren zu lernen. So macht dieses Buch auch Lust die Schwarz-Weiß- Fotografie neu zu entdecken. Es macht Lust nach Formen und Strukturen Ausschau zu halten und sie in die eigene Bildsprache umzusetzen.
Es ist eine der besten Fotoschulen die ich seit Jahren gelesen habe.
Von mir bekommt es eine uneingeschränkte Empfehlung.
Gruß
Jörg
Die Daten
Torsten Andreas Hoffmann. Der abstrakte Blick: Kompositionsschule für eine künstlerische Fotografie erschien am 21. Juli 2016 im dpunkt.verlag. 310 Seiten, komplett in Farbe, Festeinband. Auch als E-Book erhältlich.
ISBN: 978-3-86490-338-0
Preis: Buch EUR 39,90 | E-Book EUR 31,99
Bewertung:
| ISBN: 3864903386 |