Ui, da hattest du heute aber Zeit
Das mit dem Wasser ist ganz einfach:
Ich nehme für jeden Tag ein Tütchen dehydriertes Wasser mit und weiche das dann vor Ort ein.
Nee nee. Aber glücklicherweise bin ich üblicherweise in Regionen unterwegs, wo mehr als reichlich Wasser rundum fließt. Ich trage also meist überhaupt kein Wasser, nur einen Becher oder eine kleine Plastikflasche, mit denen ich das Wasser vor Ort aus einem Bach schöpfe und gleich an Ort und Stelle trinke. Ich habe nicht einmal einen Filter oder so Tabletten.
In Schottland z.B. kannst du außerdem mehrmals täglich ein paar Becher aus deinen Schuhen kippen und hast daher immer genug dabei.
Fürs Camp habe ich einen 4-L-Wassersack. Den fülle ich auf, sobald mein Zelt steht. Das ist mein Vorrat für den Abend und den nächsten Morgen zum Kochen von Essen und Tee.
Nur selten stelle ich mein Zelt irgendwo auf, wo kein Wasser fließt. Dann fülle ich den Wassersack schon am letzten möglichen Bach auf und muss ihn eben bis zum Zeltplatz tragen.
Bei der Pyrenäen-Tour jetzt gab es in den Zentralpyrenäen immer genügend Bäche. Ja, da sind auch überall Kühe, Schafe, Pferde, Esel. Aber ich vermute nicht in jedem Oberlauf einen Tierkadaver, und daher bin ich da recht entspannt. Mein Magen scheint auch eine recht gute Hornhaut gegen alle möglichen Keime entwickelt zu haben. Von den Leuten, die ich unterwegs traf, hatte geschätzt die Hälfte entkeimt, die andere Hälfte nicht.
Lediglich in den ersten Tagen im Baskenland habe ich immer etwas Wasser mitgetragen, da hier deutlich weniger Bäche fließen. In jedem Ort gibt es aber einen Brunnen, wo man nachfüllen kann. Manchmal auch Viehtränken unterwegs. Ein guter Wanderführer gibt Wasserstellen am Weg an.
Man sollte aber bei tendenziell trockenen Abschnitten auf jeden Fall wissen, wo man zapfen kann, damit man nicht zu viel schleppt und trotzdem nicht austrocknet.
Viele Grüße,
Sylvia