Problem mit Soft-Proof

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Stephanie78

Sehr aktives NF Mitglied
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Ich möchte demnächst ein Fotobuch erstellen, die passende Soft-Proof-Datei
habe ich mir runtergeladen und in Photoshop eingerichtet.

Nun habe ich folgendes Problem:

Wenn ich das Bild mit aktiviertem Soft-Proof betrachte, sieht es flauer aus
und hat Farbstiche.
Das Flaue geht mit einer Kontraststeigerung via Tonwertkorrektur weg, den
Farbstich jedoch bekomme ich nicht korrigiert, auch nicht mit dem Befehl
"Entsättigen" (es ist ein s/w-Bild).

Desweiteren bleibt das Histogramm dasselbe, so das mir hier der nötige
Orientierungspunkt fehlt.

Hier mal ein Beispiel (beim Original mit aktiviertem Soft-Proof ist das Histo-
gramm nur anders als beim Original, weil ich die Dateien als Sreenshot ab-
gespeichert habe, in Photoshop sehen beide Histogramme gleich aus):

#Original


#Soft-Proof-Einstellungen


#Original mit aktiviertem Soft-Proof


Wie muss ich was machen/einstellen, damit ich bei der Bearbeitung alles
richtig korregiere?

Das Fotobuch ist teuer und deshalb will ich alles richtig machen.
 
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Hast du deinen Monitor mit einem vernünftigen Colorimeter kalibriert? Falls nicht, brauchst du mit Softproofen erst gar nicht anzufangen....
 
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Nein, habe ich nicht.

Aber es ist ein s/w-Bild und Helligkeit und Kontrast sind bei mir
am Monitor korrekt eingestellt.

Was die Farbdarstellung angeht - Farbtemeratur ist 6500 K und hier
hat sich noch keiner über extreme Farbstiche in meinen Fotos beschwert.

Ausserdem orientiere ich mich bei der Bildbearbeitung immer an
dem jeweiligen Histogramm.
 
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Hallo, ohne kalibrierten Monitor bringt dir der ganze Aufwand mit dem Sooftproof nichts. Denn beim Kalibrieren wird auch die Tonwertverteilung angepasst.
Ist das Bild im RGB-Modus gespeichert oder im Graustufenmodus?
 
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Es ist zwar ein SW Bild, aber kein Graustufenbild (sondern ein RGB Bild), d.h. du hast Farbinformation (sonst gäb's auch keinen Farbstich). -

Ich habe mir die Bilder mal runtergeladen, nebeneinander in CS 2 geöffnet, und dann mit dem Befehl "Bild - Anpassen - gleiche Farbe" den Proof angeglichen (Original als Quelle auswählen). Anschließend noch etwas Tonwertkorrektur, dann passt es ungefähr. Vielleicht anschließend noch etwas Gelbsättigung erhöhen & Tonwertkorrektur - mehr ist ohne Kalbrierung sinnlos.

 
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Es ist zwar ein SW Bild, aber kein Graustufenbild (sondern ein RGB Bild), d.h. du hast Farbinformation (sonst gäb's auch keinen Farbstich). -

Hallo Jan, nein das stimmt nicht ganz. Wenn der Monitor falsch kalibriert oder defekt ist, kann der Farbstich auch daher kommen.
 
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Der Softproof eines Graustufenbildes (mit entsprechendem ICC Profil) sollte auch auf einem unkalibrierten Monitor keinen Farbstich verursachen, da es mangels Farbinformation im Bild zu keiner Farbverschiebung kommen kann. Das einzige was sich durch den Softproof mit einem Ausbelichterprofil möglicherweise ändert ist das Gamma. D.h. die Helligkeitsverteilung kann anders sein als im Original, nicht aber nicht vorhandene Farben.
 
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Die Endbilder müssen aber im RGB vorliegen - bringt es denn was, wenn ich
die Bilder in Graustufen umwandel und nach der Bearbeitung mit aktiviertem
Soft-Proof wieder in RGB-Modus setze?

Habe ich vielleicht bei den Soft-Proof Einstellungen was falsch gemacht?
 
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Natürlich RGB - niemand hat was von Umwandeln in Graustufen gesagt...

1. Bild öffnen und als Kopie in neuer Datei speichern.
2. Original neu öffen, beide Bilder mit Ansicht "nebeneinander" anzeigen.
3. Softproof für die Kopie (deine Einstellungen sind richtig)
4. Befehl "Bild - Anpassen - Gleiche Farbe" wählen
5. Unter Quelle das Orignal auswählen
6. Mit den Schieberegeln anpassen. Fertig.
7. Evtl. weitere Korrektur mit Gelbsättigung erhöhen, Tonwertkorrektur. That's it.
 
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Die Endbilder müssen aber im RGB vorliegen - bringt es denn was, wenn ich die Bilder in Graustufen umwandel und nach der Bearbeitung mit aktiviertem Soft-Proof wieder in RGB-Modus setze?

Grau ist nicht Grau und im Print kann sich der Grauwert schon alleine wegen der Farbe des Papiers gehörig verschieben. Auch der Soft-Proof kann da nur eine gewisse ähnliche Vorschau liefern, die zudem auf dem Monitor und dessen Farbraum um- bzw. hochgerechnet werden muß.

Du solltest auch bedenken, daß Dein Dienstleister das von Dir eingebettete Profil eventuell nicht auswerten kann bzw. vielleicht auch nicht möchte und somit alles außer reinem RGB als Input mehr zusätzliche Probleme aufwirft als nötig. Aus Erfahrung hilft da leider oft nur ein Durchlauf mit einem Probedruck, um den kompletten Workflow zu testen.

So richtig erklären kann ich mir allerdings nicht, wie die Farbverläufe an der unteren Wange des Jungen zustande kommen, aber aus meiner persönlichen Erfahrung sind da eher miserable bzw. inkompatible ICC-Profile der Schuldige. Ich vermute deshalb auch, daß im endgültigen Druck derartige Farbprobleme nicht mehr vorhanden sind.

Für den ersten Auftrag würde ich Dir empfehlen auf "Nummer sicher" zu gehen und alles im normalen RGB abzuliefern, natürlich mit den besten Ergebnis im Soft-Proof auf Deinem Rechner.
 
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