Tag 12 - Finale
Und schon ist es fast wieder vorbei. Nochmal ein Full English (Frühstück) mit meinen Wanderkollegen Peter, Patrick und Willy.
Peter und Patrick gehen als Erste los, Prestatyn wäre so hässlich, dass man da noch ausreichend Zeit braucht, um ja wegzukommen,
sind auch voll im Streß, für Patrick steht auch schon die nächste Wanderung in der kommenden Woche an. Es heisst also Lebewohl zu sagen.
Nach der langen Etappe gestern, steht zum Finale eine etwas Kürzere an, aber sie hat es auch nochmal in sich insbesondere nach den vorhergehenden
Kilometern.
Zu Beginn geht es sehr gemächlich über Hügel, der Regen hatte aufgehört, aber relativ bald zog Nebel auf.
Nette kleine und grosse Landsitze. Im Hintergrund kann die irische See erahnen, die bereits seit gestern immer
wieder in den Blick kommt.
Nach etwa einer Stunde taucht von hinten Willy auf, und wir gehen die restlichen Meilen bis Prestatyn gemeinsam.
Ich lerne einiges über die Weidewirtschaft und EU Subventionen,
Willy auf der anderen grünen Insel betreibt eine Milchviehwirtschaft oder wie das heisst,
z.b. dass die Weiden extra angesäht werden im Herbst, wir sind auch über eine frisch umgepflügte und neu angesäte gelaufen,
da das natürliche Gras viel weniger närhaft ist
Willy machte von einer Luxus-Option Gebrauch, entlang des Offa's Dyke Path gibt es
Unterkünfte, die einem das Gepäck zur nächsten bringen, und Reiseveranstalter, die einem das ganze buchen.
Ist man nicht mehr so flexibel, aber wer nicht so schwer tragen mag. Ich habe meinen Rucksack erst gar nicht gewogen.
Es heißt auch Abschied nehmen von Wales' Bevölkerung, kleiner Spass, aber soviel Schafe wie ich
gezählt habe, müsste ich jetzt eigentlich 1 Jahr durchschlafen.
Nach einigem auf und ab -- und immer wieder haben die Routenplaner noch einen Aufstieg ausgemacht --
kommen wir schliesslich auf die Klippen oberhalb von Prestatyn
Das Ziel eindeutig markiert. Prestatyn liegt in einem hellen Spot, rundherum dunkel mit Schauern
und wir müssen nur noch durch den Regenbogen laufen. Magisch.
Einmal in Prestatyn geht es nur noch geradeaus, hier die High Street durch die wir gekommen sind.
Mit den üblichen englischen Häuschen noch ganz hübsch. Dann der Bahnhof und dann noch
eine Meile bis zur See. Sowas tristloses - ok ausserhalb der Saison, ich war ziemlich kaputt und
es war enorm zugig - habe ich echt selten gesehen.
Dann schliesslich der grosse Moment
Das Ziel, die irische See, ist erreicht. Zum Glück gibt es da noch ein kleines Teehaus,
und wir genehmigen uns erstmal einen warmen Tee mit Scones, Jam und ordentlich Clotted Cream.
Dann verabschiede ich mich von Willy, und nahm den Zug nach Chester. Ursprünglich, plante ich mit Liverpool oder Manchester,
von wo ich zurückgeflogen bin, aber ich bekam mehrere Empfehlungen für Chester. Ein kleines nettes Mittelaltestädtchen.
Und bis Liverpool and Manchester ist es von dort nicht weit.
Fazit zur Tour: Großartig! Sehr viel Ruhe, großartige Natur, tolle Menschen, nur ab und zu etwas
mehr Zivilisation (Monmouth, Welshpool und Prestatyn) und ich schmiede schon Pläne für das nächste Mal.
Auf der engeren Liste stehen Pembrokeshire Coast Path entlang der Küste von Süd-West Wales und
der Coast to Coast von der Irischen See zur Nordsee, ua durch den Lake District.
Dieses Jahr wollte ich eigentlich nochmal los, auch wieder im Herbst. Aber in die Planung fiel das kleine fiese Ding.
Geplant war der Coast to Coast Walk in Nord England, naja wenn nicht dieses Jahr dann nächstes