Objektive erweitern / Beratung

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Cehpunkt

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Hallo miteinander,

jetzt fotografiere ich schon ein paar Monate und möchte mich nun langsam Objektive-mäßig etwas erweitern.

Ich habe eine Nikon D3300 mit einem Nikon AF-S Nikkor DX 18-55mm 1:3,5-5,6G VR II (Kitobjektiv). Grundsätzlich finde ich das Objektiv nicht schlecht und für einen Einsteiger wie mich macht es wirklich ordentliche Bilder.

Ich fühle mich jedoch manchmal in meinen "kreativen Möglichkeiten" etwas eingeschränkt. Zum einen, hat mir das Teil oftmals zu wenig Brennweite. Gerade im Park, um z.B. Wasservögel oder Eichhörnchen zu fotografieren, kann ich mit dem Teil so ziemlich vergessen.

Es soll daher zunächst ein Objektiv mit mehr Brennweite her, welches einen vernünftigen Autofokus hat. Da das ganze ein Hobby ist, ist das Budget hier auch begrenzt. Dennoch fallen für mich nach langer Recherche die üblichen Zoom / Makro Kombilinsen von Tamron und Sigma im Bereich der 100-150 Euro weg, da hier oftmals der laute und langsame Autofokus kritisiert wird.

Momentan tendiere ich daher zum nächst größeren Nikkor-Objektiv, welches jetzt auch vom Preis her allerdings in ähnlich günstigem Rahmen liegt: https://www.amazon.de/dp/B00RUBK53Y/?tag=netzwfotognik-21

Hat hier jemand vielleicht andere Vorschläge? Ich bin auch offen dafür, mein 18-55 zu mit einem Objektiv zu ersetzen, dass insgesamt einen größere Brennweitenbereich hat (dann muss ich schon nicht so oft wechseln). Allerdings liebäugle ich auch mit einer 35mm Festbrennweite von Nikon (1/1.8). Man hört ja nur gutes davon und dass das in Sachen Schärfe und Qualität noch mal ein ganz anderes Level ist, als das Kit, welches ich jetzt drauf habe. Da ich mit dem Kit eh meistens im unteren Bereich bleibe, könnte ich mir auch vorstellen, dass Kit mit der Festbrennweite zu ersetzen und ein Zoomobjektiv ab ca. 50mm als Ergänzung zu nehmen. Damit sollte ich bis auf weiteres meine bisherigen Interessen ausschöpfen können (leichter WW, Pflanzen und Hund & andere Dinge in Nahaufnahme (nicht unbedingt Makro) mit schönen Bokeh und Tiere (Park, Zoo) mit einem Zoom.

Was würdet ihr mir empfehlen? Viele haben ja ein 35mm als immerdrauf, scheint also für die meisten Aufnahmesituationen völlig ausreichend zu sein

Danke
Sascha
 
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das neue(!) 55-200 ist ein ordentliches teil, ich fürchte nur bei wasservögeln und eichhörnchen noch deutlich zu kurz, selbst das 55-300 ist da schon etwas knapp, wäre aber noch halbwegs preiswert und ein großer schritt in die richtige richtung.

wenn die wildtierfotografie ein ernsthafter schwerpunkt sein soll, wirst du mittelfristig nicht um die 500/600 mm herumkommen, z. b. mit einem tamron oder sigma 150-600.

eine lichtstarke normal-festbrennweite ist immer eine gute anschaffung, das 35/1.8dx sein geld auf jeden fall wert. ich würde es aber nur als ergänzung, nicht als ersatz für das 18-55 sehen, sonst hast du ja gar keinen weitwinkel mehr.
 
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[MENTION=7024]Hanner B.[/MENTION]: Danke schon mal für die Antwort.

Was meinst du mit neu? Das, was ich verlinkt habe? oder gibt es schon ein neueres?

Bei uns im Park sind die Vögel und Eichhörnchen zwar nicht zahm, aber auch nicht so, dass sie sofort "die Fliege" machen, wenn sie einen Menschen sehen. Auch im Zoo sind die Ausweichmöglichkeiten eher begrenzt . In einem Vogelschutzgebiet hatte ich auch schon oft einen Vogel in ein paar Meter Abstand vor mir auf einem Baum. Dennoch kam ich mit 55mm halt nicht so nah ran als dass man ein schönes Bild hätte machen können (mehr Baum als Vogel )

Ich glaube für viel mehr, würde ich es auch nicht verwenden. Ich würde mich (von meinem Balkon aus mal abgesehen) jetzt auch nicht auf die Lauer legen und das ganze so intensiv betreiben, dass sich eine so große Brennweite und damit wuchtiges Objektiv (zum jetzigen Zeitpunkt) lohnen würde. Aber manchmal ärgert man sich halt, dass 55mm einfach nicht ausreichen. Über das 55-300 könnte ich allerdings sogar ernsthaft nachdenken (du meinst sicherlich dieses hier: https://www.amazon.de/dp/B003ZSHNCC/?tag=netzwfotognik-21)

Beim 18-55 würde ich ja dann sehen, wie oft ich es noch nutze. Sollte es das 55-300 werden, ist meine Budgetlimit eh erstmal ziemlich erreicht und die Festbrennweite müsste noch etwas warten
 
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ja, das 55-200vrII ist "das neue", ich wollte nur sicher gehen, dass dir nicht ein "altes" unterkommt. beim 55-300 gibts bislang nur das eine. eine alternative wäre noch das tamron 70-300vc.
 
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Ich glaub da würde mir spontan (zwischen den beiden) die Nikon-Linse besser zusagen. Leichter, kompakter und zudem wäre das Nikon noch etwas günstiger zu haben
 
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Das Tamron mit "VC USD" im Titel kann ich klar empfehlen, eine super Linse für den Preis, aufpassen es gibt auch eine ältere Variante, da fehlen "VC" und "USD".
Das Nikkor 55-300 kenne ich persönlich nicht, habe aber nichts schlechtes darüber gehört. Im Gegenteil.
 
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Hi,

die 35 mm Festbrennweite empfehle ich eher, um mit der Schärfentiefe zu spielen. Nicht wegen der Schärfe. Für ersteren Anwendungsfall ist sie ein feines Objektiv. Bezüglich der Schärfe spielen auch die Kitlinsen auf einem guten Niveau.
Oder mein 35 ist so schlecht, oder meine 18-105 und 18-140 sind so gut.
Signifikant besser ist *in meiner Beobachtung* lediglich das neue Sigma 18-35 f1.8.

Also rate ich eher dazu, dich im längeren Brennweitenfeld umzusehen, wie es dir hier bereits empfohlen wurde. Damit erweiterst du deinen Spielraum in deinem Sinne.
Vielleicht leiht dir auch mal jemand das 35 auf einem Fotowalk, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.
 
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Hallo Michael,

Danke für den Hinweis. Das bestätigt meinen unprofessionellen Eindruck, dass das Kit ganz gute Leistung bringt.

Die 35er wird viel gelobt, deswegen war mein Gedanke hier doch noch mal einen Qualitätssprung zu machen. Wenn ich das aber richtig verstehe, ist dieser dann eher im Bereich der Offenblende (freistellen)zu erreichen, was bei Landschaftsaufnahmen keinen Vorteil bringt?

Da ich prinzipiell auch gerne mit der Unschärfe Spiele, ist das dennoch ein reizvolles Objektiv, hat aber bei mit tatsächlich momentan die geringere Priorität.

Danke
Sascha
 
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Hallo Michael,

Danke für den Hinweis. Das bestätigt meinen unprofessionellen Eindruck, dass das Kit ganz gute Leistung bringt.

Hi,

ich finde, für einen persönlichen Eindruck ist es völlig unerheblich, wie man zur Fotografie steht. Lange, kurz, professionell, zum Spaß. Wenn sich mehr Leute eine eigene Meinung zutrauen würden ... das wäre schon was.
 
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[MENTION=4084]hanne[/MENTION]r: danke für den Hinweis. Ich werde mich erst mal mit den 3 Möglichkeiten beschäftigen und dann für eines davon entscheiden.
[MENTION=861]Michael[/MENTION]: Schön gesprochen
 
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Einen ganz grossen Unterschied machen lichtstarke Objektive beim Blick durch den Sucher. Wenn du mal ein 1.8er an der Kamera hattest, und danach wieder ein vergleichsweise dunkles Kitzoom davorklemmst, hast du das Gefühl, die Fenster müssten ganz dringend wieder geputzt werden.

Lichtstarke Objektive bieten ein angenehm helles Sucherbild - das macht schnell süchtig.
 
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......das sind typische Vertreter der Superzooms, mit allen bekannten Einschränkungen.


Wenn Du so etwas brauchst um "kein Objektiv mehr wechseln zu müssen" war die Entscheidung für die Spiegelreflex u.U. nicht die richtige.


.....frei zitiert: .........einer der großen Vorteile des Spiegelreflexsystems ist es, dass man die Objetive motivbezogen wechseln kann .......
 
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das ist jetzt aber nicht gerade etwas, das deinem bisher genannten anforderungsprofil entspricht, nämlich eine ergänzung des standardzooms im telebereich. diese sogenannten superzooms haben als äußerst kompromissbehaftete alternative zum standardzoom nur dann eine brechtigung, wenn man nur ein objektiv einsetzen will bzw. kann, weil mehr nicht geht (aus gewichts- bzw. packmaßgründen oder weil wegen widriger umweltbedingungen ein obejektivwechsel ausgeschlossen ist). es bedarf wohl keiner ausführlicheren darlegung, dass ein 15x-zoom für den gleichen preis wie ein 4x-zoom nicht die gleiche leistung bringen kann. was nicht heißen soll, dass es nicht unter den o. g. prämissen gute superzooms gibt. ich war z. b. vom tamron 16-300vc positiv überrascht. das ist allerdings dann auch etwas teurer (um 500 €).
 
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Hallo,

Danke für eure Einschätzung. Auch wenn ein Superzoom aus meiner Sicht schon Vorteile hat (auch auf einer DSLR, weil dadurch Body und Objektiv immer noch unabhängig voneinander getauscht werden können), habe ich schon vermutet, was Hanner B. geschrieben hat. Will man halbwegs die gleiche Qualität bei längerer Gesamtbrennweite erreichen, dann ist das Konstruktionsbedingt nicht zum gleichen Preis machbar. Wenn ich also mich zu einem dieser Objekte durchringen würde, dann hätte das auch Nachteile gegenüber der 2-Objetive-Lösung.

Ich habe zwar eingangs geschrieben, dass ich mir auch vorstellen könnte, mein KIT durch eine Linse mit größere Brennweite zu ersetzen. Allerdings glaube ich, dass ich tatsächlich mit 2 Linsen besser fahre. Nicht nur was vermutlich die Qualität im Vergleich mit den anderen Optionen angeht, sondern auch weil ich so auch mal die kleinere Linse drauf haben kann, wenn ich weiß, dass ich die längere nicht brauche (welche ja doch einiges mehr wiegen wird)
 
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And the winner ist....

Das Nikkor 55-300. Trotz der vielen positiven Berichte über das Tamron und den vielen Empfehlungen hatte ich lange überlegt, ob es das richtige für mich ist. Ich glaube, dass es mir einfach eine Spur zu "gewaltig" an meiner D3300 ist. Ich mag es da doch etwas dezenter und habe mich daher für das kompaktere und leichtere Nikkor entschieden und hoffe, dass es keine schlechte Entscheidung war. Über die Nachteile dieser Linse bin ich mir im klaren, aber es muss sich zeigen, ob ich mit leben kann . Wenn es euch interessiert, kann ich darüber berichten ^^
 
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Das 55-300 ist für viele Zwecke ausreichend. Ich habe auf Island ( an der D7000) damit sehr gelungene Aufnahmen gemacht, z.B. in der Luft stehende Seeschwalben etc. Sehr handlich, leicht und recht schneller AF.

Manko: Lichstärke, am langen Ende oft matschige Bilder. Objekte die ca. 80m und mehr weit weg sind wirken ost recht flau und kontrastarm. Bei hellem Sonnenschein wird das Ergebnis besser.

Daher habe ich das Objektiv verscherbelt und dafür das Sigma 70-200 2.8 angeschafft. Das ist natürlich viel schwerer, viel teurer. Und, das darf man nicht verschweigen, ich musste es erst zur optimalen Einstellung zusammen mit der Kamera in den Sigma Service geben. Da Gewährleistung ging das ganze ruck zuck über die Bühne und das Objektiv war danach richtig schön knackig scharf.
 
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