Frage Nikon Z 35 1:1.8 S vs. Nikon Z 24-70 1:4 S

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mo

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Ich habe letzthin mit einem fotografierendem Freund diskutiert.Selbst komme ich noch aus einer grauen Vorzeit, als Festbrennweiten gegenüber den Zoom-Objektiven klare Vorteile hinsichtlich Abbildungsqualität etc. hatten. Die Festbrennweite war im Prinzip das Maß der Dinge.
Heute scheint sich da einiges getan zu haben, vielleicht sind aber auch unsere Sehgewohnheiten dementsprechend angepasst worden, dass man heute diesen Unterschied wohl nur mehr für wenige Objektive in Betracht zieht.

Ich persönlich würde vermutlich das 24-70 bei irgendwelchen Reisen oder Familienfesten mitnehmen. Das 35 hätte ich vermutlich immer drauf. Oder aber, man nutzt lediglich das 35, was auch seinen Reiz und seine Berechtigung hätte.

Wie würdet Ihr zu diesen beiden an sich guten Objektiven stehen? Immer auf den "anspruchsvollen" Amateurfotografen mit guten Blick ausgelegt...
Wie steht Ihr zu dieser Diskussion, wie sind Eure Gedanken?
 
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Bei der Abbildungsqualität gibt es heute bei einem guten Standardzoom und einer 35/1.8 Festbrennweite kaum noch sichtbare Unterschiede.

Deshalb das Zoom tagsüber und die lichtstärkere Festbrennweite bei Nacht und dann wird sie auch meist bei 1.8 genutzt.
 
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Nikon Z-Zooms sind heute wirklich absolut tolle Qualität. Rüben gibts da eigentlich keine mehr. War bei F noch etwas anders. Da hatten sie wirklich Zoom's, wo sie nicht gerade stolz drauf sein können. Ebenso gabs dort viel Ausschuss und ein wirklich scharfes zu kriegen, ist da reine Lotterie. Bei Z hingegen nicht. Bei den Z nutze ich zu 70% Zooms. Ferien, grössere Ausflüge hab ich nur Zooms dabei. Gerade die teuren 2.8er S stehen FB ausser der Lichtstärke in nichts mehr nach.

Das von dir genannte ist ja ein Kit-Zoom. Ich habs nicht und kenne es nicht. Aber gemäss vielen Berichten, die ich gelesen habe, soll es absolut toll sein für den Preis. Da nur gebraucht kaufen, weil viele das im Kit kaufen und die Linse dann nicht nutzen. In der Schweiz kriegt man die um die 350. Hab ich mir auch schon überlegt, weil es so klein und leicht ist. Würde dann aber eher die Variante 24-120/4.0 anschauen. Ist qualitativ noch etwas besser und etwas schärfer, zudem noch mehr Zoom oben raus. Das kenne ich und ist super. Läuft ja gerade Diskussion heute im Forum über diese Linse. Aber wenn du Familienfeste machen willst, würde ich dann eher ein 2.8er nehmen. Kann auch das 28-85/2.8 sein. Ist für den Preis sehr gut. Wenn aber grösste Schärfe und Qualität will, führt leider kein Weg am 24-70/2.8S vorbei. Ich hab das und ist definitiv in der obersten Liga. Die Frage ist, was dein Budget ist. Ich würde das Zoom als Ergänzung zum 35er nehmen, weil du einfach viel flexibler damit bist, gerade Ferien/Ausflüge.

Ja ich habs nicht so mit dem Fuss-Zoom. Wenn es bequemer geht, nehm ich immer den bequemeren Weg und das ist eben Zoom.
 
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Christoph Blümer kommentierte
Das 4/24-120 ist auch ein "Kit-Zoom", ebenso das 2,8/24-70 alle drei wurden als Kit mit Z6ii/Z7ii angeboten.
 
pixelschubser2006 kommentierte
Praktisch stimmt das. Allerdings schwingt beim Begriff "Kit-Zoom" stets so eine Sorge vor billiger Qualität oder Etikettenschwindel beim Preis mit. Wer die verschiedenen 35-70mm Nikon Zooms kennt, weiß auch um die historische Grundlage für dafür, bei anderen Firmen sah es in den 90ern nicht viel anders aus. Aber die Zeiten sind lange vorbei. Schon seit 20 Jahren bekommt man im Paket anständige bis sehr gute Linsen für nen Schnapper-Preis.
Beim Z24-120 war das KIT lange Zeit die einzige Möglichkeit, überhaupt an die Linse zu kommen. Darum habe ich eigentlich meine Z7II "mitgekauft". Das Preisgefüge ist noch einigermaßen real. Aktuell zahlt man im Paket rd. 25% weniger. Beim Z24-70 ist das etwas anders. Das bekommt man fürn Appel und nen Ei, während es lt. Foto Koch UPV mit utopischen 1199 Euro nur 100 Euro weniger als das Z24-120 kosten soll. Das ist ja nun ein Phantasiepreis. Dadurch wird die Linse aber nicht schlechter, nur das Preisschild stimmt einfach nicht. Ein Indikator dafür sind die Gebrauchtpreise.
 
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Wenn du mit Abbildungsqualität ausschließlich die Auflösung meinst, dann kann man mit dem 24-70/4 gut leben. Das 35/1,8 hat ein höhere Auflösung im Zentrum aber die Ränder sind ähnlich (verglichen bei 35mm und Blende 4). Die Konsequenzen der unterschiedlichen Lichtstärke sind dir als erfahrenen Fotografen ohnehin klar. Das Bokeh ist beim 35er für meinen Geschmack harmonischer.
Das 24-70 hat nur 7 Blendenlamellen, was bei Gegenlichtaufnahmen etwas eigenwillige Sonnen/Lichtsterne produziert. Und das 24-70 braucht einiges an Vignetten- und Verzeichnungskorrektur. Das geht problemlos in-cam und natürlich auch mit Programme, die über entsprechende Profile verfügen, aber manche mögen das nicht recht.
 
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Wie würdet Ihr zu diesen beiden an sich guten Objektiven stehen? Immer auf den "anspruchsvollen" Amateurfotografen mit guten Blick ausgelegt...
Wie steht Ihr zu dieser Diskussion, wie sind Eure Gedanken?
Ich habe beide (das 1,8/35 allerdings von Viltrox, was aber dennoch ein feines Objektiv ist), da sie unterschiedliche Aufgabenspektren abdecken. Brauche ich hohe Lichtstärke bzw. will ich geringe Schärfentiefe haben, kommen 1,8er-Festbrennweiten zum Einsatz. Ansonsten ist das 4/24-70 das universelle Basisobjektiv bei mir, weil es einfach gut ist. Einerseits durch Fortschritte im Objektivbau (v.a. bei den Glassorten und der rationellen Erzeugung von Asphären), andererseits auch durch softwareseitige Fehlerkorrekturen (v.a. Verzeichnung und Vignettierung) ist dieser alte "Gummilinse schlecht, Festbrennweite gut!"-Glaubenssatz schon vor etlichen Jahren durch ganz ausgezeichnete und teils nicht mal extraordinär teure Zoomobjektive auf den Müllhaufen befördert worden.
 
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HaDiDi kommentierte
Wo ist der Joke, stehe gerade aufm Schlauch? - Das Zoom bei guten Lichtverhältnissen, ich nutze allerdings das 28-75/2.8 G2 und bei weniger Licht dann die Festbrennweite, allerdings dann auch offen... ein 35/1.8 bei 5.6 nutzen ist für mich eher sinnfrei.
 
Sans Ear kommentierte
Soll tatsächlich Fotografen geben, die Blenden hinsichtlich ihrer Bildwirkung wählen. Und nachts Blende 8. Und tagsüber die Offenblende. Und Blende 5,6 an der Festbrennweite, wenn’s nötig erscheint.

Dein oben zitierter Lehrsatz „Deshalb…“ ist amüsant, ja.
 
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