Nikon will spiegellose Kameras bringen?

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Ich fahre mein Auto nun seit 10 Jahren, habe es als Gebrauchtwagen aus Baujahr 2004 erworben. Es bringt mich immer noch problemlos von A nach B. Es gibt kleinere, leichtere, sparsamere, schnellere, schickere und günstigere Autos. Ich denke aber nicht jeden Monat neu darüber nach, mir ein neues Auto zuzulegen, weil ein anderes vermeintlich alles besser kann.

Nikon wird eine oder wahrscheinlich mehrere Spiegellose Kameras (wahrscheinlich sogar mit zwei unterschiedlichen Bajonetten und Sensorformaten) bauen. Dann schaue ich mir das an und kaufe einen neuen Body oder wechsele dann die Marke, wenn das Angebot völlig daneben ist.

Meiner Meinung nach sind jetzige Käufe von Fuji, Sony etc. dem „Haben-Wollen-Gen“ oder einer unverständlichen Panik geschuldet.

Jeder so, wie er will. Aber diese angeblichen Killerargumente pro DSLM oder DSLR sind für mich nur vorgeschoben. Ich habe kein Problem damit, glaube aber, dass sich so mancher die Argumente für einen Kauf zurechtbiegt.


Viele Grüße,
Peter
 
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Hallo,
Ich habe ebenfalls ein altes Auto, ich kaufe auch kein Neues. Aber trotzdem hinkt der Vergleich, denn ich muss mein Auto nicht tragen.

Meiner Meinung nach sind jetzige Käufe von Fuji, Sony etc. dem „Haben-Wollen-Gen“ oder einer unverständlichen Panik geschuldet.
Panik? #kicher.
Ich habe nach etwas kompaktem und leichtem, mit etwas grösserem Sensor und guter Bildqualität gesucht und genau das habe ich bei der Fuji gefunden. Und ganz besonders der Faktor Grösse macht das fotografieren, für mich, wenn ich unterwegs bin, zu etwas anderem. Als Sahnehäubchen obendrauf das völlig geräuschlose auslösen.

Ich habe kein Problem damit, glaube aber, dass sich so mancher die Argumente für einen Kauf zurechtbiegt.
Jeder soll nutzen was er mag, aber zu unterstellen das sich mancher die Argumente zurechtbiegt halte ich für übertrieben.

grüße,
Jürgen
 
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Das mit alten Autos ist kein Argument, sicher fahren die, aber zu welchem Preis, ich bin nicht Stolz auf meine 20 Jahre alte Dreckschleuder und wenn ich könnte hätte ich ein umweltfreundlicheres Auto.
So ist es mit Kameras auch, wer kann kauft sich woran er Spass hat, wer sparen muss kauft was er braucht.

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Jeder soll nutzen was er mag, aber zu unterstellen das sich mancher die Argumente zurechtbiegt halte ich für übertrieben.

Und selbst wenn man sich das zurechtbiegt oder schönredet, bei Anschaffungen für's Hobby ist das doch irgendwie immanent. Und dabei kann dann auch mal eine langjährig geschätzte Firma für einen persönlich hinten runterfallen. Aber das kann ja glücklicherweise jeder mit sich ausmachen .
 
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Und was genau hat das mit dem Erwerb einer neuen Kamera, welcher Art auch immer, zu tun?

Es wäre was ganz anderes, wenn du geschrieben hättest, dass du seit 10 Jahren die gleiche Kamera benutzen würdest, die immer noch problemlos Bilder von A und B macht, obwohl es modernere, schnellere, leistungsfähigere Kameras, welcher Art auch immer, gibt, die vermeintlich alles besser können
 
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Meiner Meinung nach sind jetzige Käufe von Fuji, Sony etc. dem „Haben-Wollen-Gen“ oder einer unverständlichen Panik geschuldet.

Oder weil man mit einer (Nikon-)DSLR einen bestimmten Kompromiss eingehen musste, der dann nicht mehr notwendig ist.


Für mich ist weder die Frage ob Nikon eine DX/FX-DSLM bringen will oder bringen muss sondern nur mehr ob Nikon das überhaupt kann.
 
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Su unterschiedlich sind halt die Geschmäcker / Anforderungen. Mein Hauptauto wird alle 3 Jahre neu angeschafft.Mit so viel Sicherheits / Komfortfeatures wie nur irgend möglich. Der aktuelle ist groß, schwer hat Leistung im Überfluß und allen Schicki-Micki den man sich nur denken kann. Der wird aber auch in den 3 Jahren gut 200.ooo km abgespult haben und ich kann es mir schlicht nicht leisten einen wichtigen Termin zu versäumen weil die alte Karre den Dienst quittiert und zudem auf Komfort zu verzichten, bei den vielen Stunden im Jahr, die ich drin hocke.

Wäre ich beruflich von einer Kamera abhängig, die im Jahr 50-60.ooo Auslösungen klaglos wegsteckt würde ich wohl auch eine D5 / 1dx mein eigen nennen.

Am WE nutze ich aber viel lieber meine Cabrios, die sind alt, laut, leicht und tierisch unbequem, machen aber viel mehr Spaß, wenn man nur ein paar km damit fährt. Im Winter bleiben die auch brav in der Halle.

So ist auch die Fotografie frü mich nur Zeitvertreib und da nutze ich auch gern Sachen, die mir einfach Spaß machen und das heißt für mich derzeit zwingend klein leicht spiegellos. Ich ertappe mich seit Erwerb der A6500 immer öfter dabei, das ich selbst die A7er zu Hause lasse, um mich nicht zusehr zu "beschweren"


Keine Ahnung wie viele es von so Heinis wie mir gibt, aber für mich gibts im derzeitigen Nikon-Programm so rein gar nichts das einen Kaufanreiz auslöst und im Gegensatz zu Canon, die mit den M-Modellen wenigstens eine APS-C Alternative zu Fuji / Sony im Programm haben muß man -bei meinen Grundanforderungen- von Nikon abwandern.


Wir können auch mal wieder einen Blick auf die CIPA-Statistiken werfen. nehmen wir mal den Monat September 2017 und vor 5 Jahren also 2012

In 09 / 12 wurden

1,501,924 D-SLR und
259,037 mirorrless gebaut

In 09 / 17 lag das Verhältnis bei

683,115 zu 404,235

In Summe immer noch ein ziemlicher Niedergang, der aber nur durch die D-SLR zustande kam.


Nur am Rande erwähnt, das selbst die Kompaktkameras im Vorjahresverglecih in + zu verbuchen haben, einzig die D-SLR haben ein -. Da helfen wohl nur so Dinger, wie aktuell beim MM, das eine 1300d als Kit keine 300,- kostet.
 
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Also zur A7 kann ich nur sagen, dass ich nach knapp 30 Jahren davon die Nase restlos voll habe. Dabei ist es mir völlig wumpe ob mit einem großen und schweren Schikimiki-Schlitten oder mit einem alten, lauten und spaßigen Cabrio ...

.... und wenn Nikon dann irgendwann eine Kamera mit Fernseh-Sucher herausgebracht hat, dann werde ich sie mir anschauen und gut finden und kaufen oder eben nicht. Das "ob" überlasse ich den Damen und Herren in der Chefetage von Nikon und der Rest wird sich finden.
 
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Hallo, Frau Na! Haben Sie noch nie etwas von Vergleichsschlüssen gehört? Genau das wollte PeterTaylor doch sagen - genauso, wie man ein Auto 10 Jahre glücklich fahren kann, kann man es auch mit einer Kamera machen. Solche Vergleiche hinken zwar manchmal und man kann sie auch anders herum wenden (wie der geschätzte Kollege Stefan L.). Aber es ist ein völlig zulässiges Argumentationsmittel, so einen Vergleich zu ziehen.
 
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Christian, es spricht ja nix gegen Vergleiche.

Da ich aber eher nicht davon ausgehe, das Peter (und die meisten anderen Nutzer hier) eine 10 Jahre alte, gebrauchte D-SLR nutzt wäre eine Vergleichsbasis zum Auto eher etwas in Richtung:

Ich fahre immer noch einen Verbrenner und fnde E-Autos doof

Passend gewesen, zudem das bei den dann auftretenden Grabenkriegen auch prima in diesen Thread passen würde.
 
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Leute, die eine 10 Jahre alte D-SLR nutzen und wunschlos glücklich sind, gibt es, glaube ich, mehr, als den Kamera-Herstellern lieb ist. Hier im Forum, bei den Technikverliebten (mich eingeschlossen), mag das anders sein. Und so ist es auch bei vielen Autofahrern. Es gibt immer einige wenige, die stets das neueste und möglichst viele PS haben wollen, während die meisten Autofahrer bloß problemlos täglich von A nach B und wieder zurück kommen wollen. Insofern ist der Auto-Vergleich vielleicht so schlecht wieder nicht.

In Bezug auf E-Autos ist es wohl aber eher so, dass die Autonarren, die jedes Jahr das neueste und beste haben wollen, darauf mehrheitlich wohl erst einmal nicht abfahren werden.
 
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Leute, die eine 10 Jahre alte D-SLR nutzen und wunschlos glücklich sind, gibt es, glaube ich, mehr, als den Kamera-Herstellern lieb ist.


Völlig d'accord, die bringen Nikons miese Geschätszahlen aber nicht wirklich voran

Hier im Forum, bei den Technikverliebten (mich eingeschlossen), mag das anders sein. Und so ist es auch bei vielen Autofahrern. Es gibt immer einige wenige, die stets das neueste und möglichst viele PS haben wollen


Derzeit aus meiner Sicht die einzige Zielgruppe, die Nikon ernsthaft bedienen will (D5/D500/D850). Ob das aber zum Überleben ausreicht?


In Bezug auf E-Autos ist es wohl aber eher so, dass die Autonarren, die jedes Jahr das neueste und beste haben wollen, darauf mehrheitlich wohl erst einmal nicht abfahren werden.


Ja durchaus, die Frage ist halt ob und wenn ja wann es kippt und dann hat jeder Massen-Hersteller, der da nix bietet ein ernstes Problem, bzw. ihm bleibt nur die Flucht in die Nische (die ich bei Nikon ja auch derzeit sehe, jetzt noch verstärkt durch die Schliessung des chinesischen Coolpix und 1er-Werkes)
 
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Derzeit aus meiner Sicht die einzige Zielgruppe, die Nikon ernsthaft bedienen will (D5/D500/D850). Ob das aber zum Überleben ausreicht?

Sicher nicht. Immer vorausgesetzt, dass ein großer Teil der potentiellen Käufer das Neugerät nicht wirklich "braucht", also aus Gründen des Gelderwerbs bestimmte technische Eigenschaften des benutzten Geräts vorhalten muss, sollte der Anbieter schon noch andere Wünsche der Zielgruppe bedienen können. Ob und wieweit es dabei sinnvoll ist, ein Angebot zu entwickeln, das bereits am Markt existiert (nur eben von Konkurrenzunternehmen), steht auf einem anderen Blatt.

Was ich einfach nicht nachvollziehen kann ist, dass ein Hersteller wie Nikon mit einem immer noch bestehenden Ruf als Premiummarke es nicht schafft, die teilweise ja guten Ansätze neben-, unter- oder einfach außerhalb des DSLR-Segments einmal vernünftig und damit auch konsequent und langfristig zu strukturieren, sodass ein markentreuer Bestandskunde weiß, worauf er sich für die Zukunft einlässt.
 
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Was ich sagen wollte, ist recht einfach. Für diejenigen, die einen Gegenstand nicht beruflich (oder aus privater Notwendigkeit), sondern als Hobby nutzen, zählen doch häufig überhaupt nicht sachliche Zwänge für eine Kaufentscheidung. Es ist häufig der "will ich unbedingt haben" Reflex, der den Kauf auslöst. Wenn man es sich leisten kann und will, spricht da auch überhaupt nichts dagegen.

Ich nutze mein Auto (altes Cabrio) nur, um damit täglich 20 km zur Arbeit und zurück zu fahren. Im Sommer habe ich Spaß an der Frischluft. Trotzdem ist es ein Gebrauchsgegenstand für mich. Wenn ich beruflich 70.000km pro Jahr fahren würde und/oder eine Halle für mein Hobby "Auto" hätte, sähe das ganz anders aus.

Ich fotografiere mit einer D800 aus 2012, also fünf Jahre alt. Auch die habe ich mir damals nur gekauft, weil ich ab und an nebenberuflich große Vergrößerungen machen muss und die 12MP der D3 da nicht mehr ausreichend waren.

Mit den manuellen Nikkoren nehme ich immer noch am Liebsten die D3 aus 2008 (?), also eine 10 Jahre alte Kamera.

Die nächste Kamera wird kommen, wahrscheinlich eine Spiegellose. Ich habe aber keinen Zwang und kann warten, was Nikon bringt. Wenn es mir gefällt, wird es wieder Nikon. Wenn nicht, dann muss ich mal schauen - die D850/D860/D870 oder D5/D6/D7 könnte es dann auch werden. Natürlich fände ich Gewichtsreduktion auch toll, aber x.000 Euro auszugeben (um nicht zu sagen, zu verbrennen), um das ein oder zwei Jahre früher zu erreichen, habe ich mir abgewöhnt.

Ich bin ja lange auch jeder Neuheit hinterher gerannt, das habe ich mir aber verkniffen als ich festgestellt habe, dass meine Bilder durch neue Kameras nicht besser geworden sind. Und ich bin mal so frech und behaupte, dass das bei 99% der User hier genauso ist. Es ist aber manchmal einfach schön, ein neues Spielzeug zu haben... Das finde ich völlig legitim, halte aber die vorgeschobenen Argumente für fadenscheinig.

Nur meine persönliche Meinung!

VG,
Peter
 
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Es ist für Nikons Zukunft komplett egal warum das passiert.
*Daß* es passiert ist das Problem.

Hi Michael,

ja, das wird dann ein Problem sein, wenn keiner die spiegellosen Nikons kauft, die irgendwann heraus kommen. Es kann aber genauso gut sein, dass diese dann so gut sind, dass ganz viele zu Nikon (zurück) wechseln.

Bewerten kann man das erst, wenn es soweit ist. Und dass es kommt, hat Nikon ja schon offiziell bestätigt.

VG,
Peter
 
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Hallo,

Ich habe ebenfalls ein altes Auto, ich kaufe auch kein Neues. Aber trotzdem hinkt der Vergleich, denn ich muss mein Auto nicht tragen.

Gewicht wird ja immer wieder angeführt als Argument. Selbst wenn ich meine aktuelle Nikon Ausrüstung mit Fuji oder Sony ersetzen könnte (was nicht geht), müsste ich einen mittleren fünfstelligen Betrag auf den Tisch legen. Ist mir das 2kg Gewichtsersparnis für ein Jahr wert? Und beim Auto wäre es halt ein anderes Argument wie Verbrauch oder Komfort oder Sicherheitsfeatures.


Wieviel musstest Du neu investieren, um Kamera und Objektive von Nikon adäquat mit Fuji zu ersetzen?

Jeder soll nutzen was er mag, aber zu unterstellen das sich mancher die Argumente zurechtbiegt halte ich für übertrieben.

grüße,
Jürgen

Ist die (bestimmt nicht kleine) Investitionssumme gesundheitlich oder qualitätsmäßig notwendig gewesen? Wenn es einfach für das gute Gefühl und die Freude war, ist es ja ok, nichts Anderes habe ich gesagt.

VG,
Peter
 
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Du hast da Recht aber das ist nur eine Seite der Medaille bzw. ist Haben-Wollen nur eine Ursache. Die andere ist: Bei einem Hobby möchte ich mich auch nicht mit irgendwas rumärgern, was mir den Spaß irgendwie verdirbt. Beruflich muss der Spaßfaktor schon mal hinter dem wirtschaftlichen zurückbleiben. Die sachlichen Zwänge bestehen also in beiden Fällen nur ist die "Sache", um die es geht beim Hobby der Spaß und im Beruf der wirtschaftliche Erfolg (mittel oder unmittelbar).
 
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Wieviel musstest Du neu investieren, um Kamera und Objektive von Nikon adäquat mit Fuji zu ersetzen?
Ist die (bestimmt nicht kleine) Investitionssumme gesundheitlich oder qualitätsmäßig notwendig gewesen?

Gute Frage! Ich habe mir das jetzt mal für mich angeschaut. Im DX-Bereich bin ich auf Fuji gewechselt und das hat mich knapp 400.- gekostet, was aber auch am deutlich unterschiedlichen Alter der jeweiligen Kamera/Objektiv lag. Qualitätsmäßig war das jedenfalls ein deutlicher Zugewinn!
Im FX-Bereich würde die Bilanz wohl ganz anders aussehen weil ich da mit allem Drum und Dran erheblich hochwertiger und damit kostenintensiver aufgestellt bin.
 
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