Melancholie

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Starker Tobak. Das Bild ist gut, aber das Thema und die Darstellung ist schon arg grenzwertig.

Grüßle Michel
 
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Melancholie ist gut, das is schon eher Depression im Endstadium.

Bild ist gut, aber an die Wand hängen würd ichs mir nicht.
 
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Hi,

kannst Du mal was zu dem Bild erzählen? Ich sehe, was Du fotografiert hast, aber ich verstehe nicht, was Du damit ausdrücken willst.

Kannst Du Dir so in etwas vorstellen, wie so ein Bild auf Menschen wirkt, die durch einen Suizid einen lieben Menschen verloren haben und die ggf. auf eine wirksame - aber möglicherweise billige Effekthascherei so gar nicht stehen?

In Erwartung Deiner Antwort
HaPe
 
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Hallo HaPe,

ich habe vor langer Zeit durch Suizid einen nahestehenden Menschen verloren. Trotzdem finde ich das Foto gut. Nicht weil es einen möglichen Suizid abbildet, sondern Aufgrund der Art wie es gemacht ist. Nur weil so etwas nicht abgebildet wird, gibt es wohl nicht einen Suizid weniger. Manchmal sollte man sich eher mit den Themen und den Menschen die gefährdet sind auseinandersetzen anstatt es "mental" verschwinden lassen zu wollen - um zu erkennen ob jemand ggf. gefährdet ist. Nur dann kann man u.U. auch helfen ...

Die Umsetzung im "Portrait-Look" finde ich allerdings auch ziemlich "progressiv" ...
 
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Hallo -aufzynden-
Das Bild an sich ist ausdruckstark,warum?Weil es den letzten,vermeintlichen Ausweg vermitteln will.Nur die Überschrift deines Bildes hat die Ewartung genährt ein, naja vielleicht junges Mädchen, in träumerischer Pose zu zeigen
und wenn man dann auf das Bild klickt,provokant und vielleicht auch ein wenig reisserisch.

Allemal ein Bild zu nachdenken,gruss Dietmar.
 
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Hallo Olli,

ich habe vor langer Zeit durch Suizid einen nahestehenden Menschen verloren. Trotzdem finde ich das Foto gut.
ich verstehe was Du meinst. Ich habe vor nicht allzulanger Zeit einen nahestehenden Menschen verloren. Er hat sich in einer Scheune erhängt und seine kleine Tochter hat ihn Stunden später gefunden. Du kannst Dir nicht vorstellen, was dieses Erlebnis das mit dem Kind gemacht hat.
Es ist auch richtig, dass man duch nicht-zeigen oder nicht-hinsehen keinen solchen Fall verhindern kann. Aber ich vermisse die Botschaft hinter diesem - technisch zweifelsfrei sehr guten Bild. Deshalb auch meine Frage. Wenn es tatsächlich nur um den Effekt geht, dann gestatte ich mir das Urteil, dass das Bild in meinen Augen unsensibel ist. Wenn es aber eine Botschaft gibt, wird uns das Stefan sicher sagen können.

Ciao
HaPe
 
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Vielleicht macht die Person ja auch nur Klimmzüge, oder hält sich am Kronleuchter fest, weil der Stuhl beim Birne auswechseln umgefallen ist, oder ein Mark III-User, nach erblicken der D3 - aber etwas Melancholisches kann ich an dem Bild nicht erkennen.

Ansonsten finde ich es klasse gemacht. :up:

Ich finde aber auch, man sollte mit solchen Szenen, doch etwas vorsichtig umgehen ... gerade in dieser Jahreszeit ... und gegenüber Leuten, die vorbelastet sind ...

Gruß Jens
 
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Naja jetzt vielleicht doch nicht zu lustig werden?
Die letzte Aussage von Schätzelein hat mich unvermittelt an H.Wehners Satz erinnert."Sie von der CDU werden noch am Grab der Demokratie Faxen machen"
Gruss Dietmar
 
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Ich finde man kann das Thema Suizid durchaus photographisch angehen. Ich glaube nicht das dies ein Tabu sein sollte. Hat man denn einem Eric Clapton ähnliches vorgeworfen, als er den Verlust seines Sohnes aufgearbeitet hat?

Allerdings finde ich, dass gerade dieses Bild dem Thema nicht gerecht wird. Dafür ist das Bild meiner Meinung nach zu direkt und die Idee der Darstellung zu platt.

Wenn ich mich alleine auf die technische Umsetzung des Bildes beschränke, dann finde ich sowohl den Hintergrund als auch den Vordergrund zu unruhig. Diese Unruhe wäre für mich OK, wenn sie irgendetwas zur Aussage des Bildes beitragen würde, das ist aber hier nicht der Fall.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Zweifellos ein gut gemachtes Bild. Ich hätte den Titel anders gewählt, vielleicht als mahnende Frage wie... "Ausweg?" "Lösung?" oder mit einer klaren prägnanten Aussage "Sinnlos!" Wie auch immer, es regt zum nachdenken an und trifft einen Nerv.
 
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Heftig!

Das Bild ist (soweit ich das beurteilen kann) technisch sehr gut umgesetzt, allein die ausgefressenen Lichter im Fersenbereich stören mich persönlich etwas.

Die Aussage in Verbindung mit dem eher harmlosen Titel ist sehr dramatisch, was ich aber nicht schlimm finde. Wie weit kann eine Melancholie sich zur ausgewachsenen Depression entwickeln? Gerade jetzt um diese Zeit (und die nächsten vier Wochen) werden wir wieder zunehmend mit solchen Nachrichten überhäuft werden. Ändern wir deswegen unser Verhalten?

Wie oft sehen wir Menschen, die mit einem eingefrorenen Lächeln durch den Tag gehen? Welche Gefühle stehen dahinter?

Ich kenne solche Bilder aus Klinik und Rettungsdienst und stelle mir jedesmal die Frage, was passiert sein muss, dass ein Mensch diesen letzten "Ausweg" wählt. Ich weiss, dass hinter jedem Einzelschicksal auch noch andere Menschen stehen. Nächstes Jahr fange ich mit der KIT-Ausbildung an (Krisenintervention) und werde dann wohl häufiger mit den Angehörigen zu tun haben. Das macht mir ein wenig Angst... Aber vielleicht kann ich dadurch den einen oder anderen Suizid auch abwenden!

Für mich persönlich ist die Grundaussage: Wacht auf! Lasst uns mit offenen Augen durch den Tag gehen und auch auf die Stimmung unserer Mitmenschen achten! Das richtige Wort zur rechten Zeit kann so etwas verhindern helfen, und diese Verantwortung haben wir alle zu jeder Zeit, jedem Menschen gegenüber!

Danke für den Hinweis!

Herzliche Grüße

Alfons
 
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Das Bild ist auf jeden Fall sehr gut! Es ist ausdrucksstark,
und ich kann nichts entdecken, was Gefühle Dritter verletzen könnte.
Wer damit nicht umgehen kann, sollte es sich dann nicht weiter
ansehen.

Die ganze Diskussion über soll man oder soll man nicht sehe ich so:
Der Tod gehört nun mal zum Leben, egal in welcher Form er eintritt.
Mir gefallen solche Bilder auf jeden Fall mehr als Bilder von Unfällen,
Katastrophen oder Kriegen. Und ich weiß, wovon ich rede:
- mit 21 hat sich eine Freudin von mir das Leben genommen
- mein Stiefvater ist an Darmkrebs gestorben, eine schwere Zeit
- meine Mutter ist an Lungenkrebs gestorben, eine noch schwerere Zeit
besonders wenn man die aus dem Leben scheidenden bis zum Schluß
"begleitet".

Vielleicht bin ich aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen etwas abgebrüht,
und vielleicht kann nicht jeder damit umgehen, wie ich mit dem Thema
inzwischen umgehe:

Gespräch einer Systemverwalterin mit mir nach dem Versuch einen Server
aufzusetzen, sie:
Ich verstehe das nicht, dann hängt der sich immer auf!
Darauf ich:
Machen sie nichts draus, das ist Standard hier, wir hatten mal einen
Geschäftsführer, der hat sich auch aufgehangen...

Roland
 
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ich finde das Foto sehr gut. Da muss halt jeder damit klarkommen, was er darin sieht. Ist ein bischen schwieriger, als Blümchen-Fotos. Fotografie darf keine Tabu-Themen aussparen.

Gruss Saffetti
 
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Also ich finde die Idee und natürlich auch die Umsetzung dieses Bildes echt sehr gut. Wie schon bereits erwähnt hätte ich vielleicht den Titel anders gewählt. Mit Melancholie verbinde ich irgendwie das Gefühl von Heimweh od. Liebeskummer. Aber keinen Suizid.

Sei´s wie´s sei........ Ich mag Bilder die zum Denken anregen und da hast Du zweifelsfrei den Nagel auf den Kopf getroffen.:up:
 
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Moin,

nun finde ich etwas Zeit euch zu antworten, möchte mich aber zunächst bei allen bisherigen Postern bedanken für die faire und konstruktive Umgehensweise mit Bild und Miteinander.

Zum Titel: ich verbinde mit "Melancholie" durchaus etwas morbides bis selbstzerstörerisches, aber da habe ich vielleicht eine etwas eingeschränkte Sichtweise.

Warum ich das Bild gemacht habe? Sicherlich nicht um irgendjemanden in seinen Gefühlen zu verletzen. Das liegt mir fern und da entschuldige ich mich auch ausdrücklich für. Mein Umgang mit dem Thema Tod ist da vielleicht etwas "undeutsch". Ich bin da mehr auf Seiten den schwarzen Humors. Das alles hat mich aber nicht zu diesem Bild bewegt, sondern zwei Dinge waren ausschlaggebend.
Erstens wollte ich natürlich wissen, ob ich eine Idee, die schon seit längerem in meinem Kopf umherschwirrt auch so umsetzen kann, dass sie bei anderen - nicht involvierten - Betrachtern ankommt. Der zweite Punkt ist der simple Beweis, dass das eigentliche Bild immer erst im Kopf des Betrachters entsteht, meistens durch entsprechende Assoziationen. In diesem Fall ist das sehr drastisch umgesetzt. Besonders beim Fotografieren von Menschen haben wir eben eine besondere Verantwortung: dem "Model" gegenüber, aber auch dem Betrachter gegenüber...

Genau das ist es, was mir mittlerweile am meisten Spaß macht: ich möchte gerne Menschen fotografieren und Gefühle vermitteln oder Geschichten erzählen. Da bin ich absoluter Anfänger, aber bereit viel zu lernen, um dem Themengebiet gerecht zu werden.

Übrigens: es sind meine Füsse...

Herzliche Grüße
Stefan
 
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