derzeit tendiere ich zur GM1, weil
und ich kann meine guten AiS Objektive problemlos nutzen....
...dies macht eigentlich wenig Sinn, da jedes Kitobjektiv zur Oly in Schärfe und Kontrast sichtbar besser sein werden.
Alle Verschlusszeiten kürzer als eine 1/500 werden ausschließlich über den elektronischen Verschluss gesteuert.
Ich habe die GM1. Das ist eine hervorragende Kamera, solange man sie nicht für etwas hält, was sie nicht ist. Die GM1 liefert eine sehr gute Bildqualität ab, die der meiner Olympus E-M5 sehr nahe kommt. Ich finde, dass aus der E-M5 noch mehr herauszuholen ist, es ist jedoch zum Teil sicher Geschmackssache. Ich fotografiere nur Raw, die JPEGs dieser Kamera kenne ich nicht, falls das eine Rolle spielen sollte. Die Verarbeitung ist sehr gut, das Gehäuse ist aus Magnesium und alle Bedienelemente sind so gut, wie es bei der Kompaktheit eben geht. Der Bildschirm ist groß genug, um damit ordentlich zu fotografieren.
Der Riesenvorteil dieser Kamera ist deren geringe Größe. Als Kamera, die man so nebenbei mitnimmt, ist sie einfach ideal, speziell mit den kleinen Objektiven, die es dazu gibt. Das 12-32mm ist sehr gut, ich persönlich fotografiere aber beinahe ausschließlich mit dem 20mm, wenn ich mit dieser Kamera unterwegs bin. Diese Kompaktheit ist genial, da man die Kamera überhaupt nicht spürt, wenn man gerade nicht fotografiert, dann aber eine Bildqualität hat, die hohen Ansprüchen durchaus gerecht wird. Ich habe meine ISO-Automatik auf max. 1600 ISO eingestellt und gehe maximal bis 3200 ISO. Seit ich sie habe, entstehen die meisten meiner Aufnahmen mit dieser Kamera. Ich möchte sie sicher nicht mehr missen.
Es ist eine Meisterleistung, eine Kamera derartig zu minimieren. Die Kompaktheit hat aber auch Nachteile. Es musste dafür ein eigener Verschluss entwickelt werden, weil die normalen Verschlüsse nicht in das Gehäuse passen. Der Verschluss wird mit einem Schritt-Motor gesteuert, hat eine entsprechend lange Blitzsynchronzeit von 1/50s und mechanisch maximal 1/500s zur Folge. Elektronisch geht es bis 1/16000s, aber der Auslösevorgang dauert immer ca. 1/10s und hat u.U. Rolling-Shutter-Effekt zur Folge, was bei meiner Motivwahl aber nicht vorkommt. Das alles stört mich nicht, aber es nervt manchmal, dass ich ständig aus Versehen auf den Touchscreen tappse. Er füllt eben beinahe die gesamte Rückseite aus. Ich möchte ihn jedoch nicht kleiner haben und der Touchscreen ist bei dieser Kamera meiner Meinung nach wesentlicher Teil der Bedienung und ich möchte ihn nicht missen (man kann ihn aber ausschalten). Ohne Kompromisse geht es bei der Kompaktheit eben nicht.
Wenn Du große Objektive verwenden möchtest (z.B. Deine AiS-Objektive), dann würde ich vielleicht zu einer anderen Kamera raten. Die GM1 ist perfekt, wenn es unbedingt so klein wie möglich sein soll. Wenn ich adaptieren wollte, dann würde ich zu einer etwas größeren Kamera greifen, vielleicht zu einer Olympus E-PL7. Die ist kompakt, aber nicht ganz so winzig, hat einen Griff und einen Klappmonitor und einen eingebauten Bildstabilisator. Die Kompromisse der GM1 existieren hier nicht. Es gibt aber auch Leute, die nehmen die GM1 zum Adaptieren. Ich finde, dass dann aber die Kompaktheit nicht mehr so entscheidend ist. Es kommt sicherlich auch darauf an, wie oft Du adaptieren möchtest.
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