Vor langer Zeit hatte ich mal einen Auftrag, bei dem der Kunde auf 4x5" Dias bestand.
Er war nicht dabei, als ich das geschossen habe.
Also habe ich auf Kodak Ektar 25 KB in der Canon new F-1N mit FD 3,5/50mm Macro geschossen,
und danach auf Vericolor Print Film geprintet.
Der Kunde bekam 4x5" Dias und tönte selbstbewusst: So scharf wäre das in Kleinbild nie geworden!
Ich habe es ihm Jahre später erzählt. Er ist immer noch mein Kunde,
aber er redet mir nicht mehr in die Wahl meiner Werkzeuge rein.
Der dynamische Umfang der meisten aktuellen Kameras ist höher als die meisten Motive aufweisen.
Ja, es gibt Ausnahmen, aber die sind selten und weit auseinander.
Für DIN A3 bei 300 dpi reichen 14 MP, wenn es nicht größer werden soll
oder stark beschnitten wird produziert man Ballast.
Das quadratische Format von früher ist auch weg, die extrem knappe Schärfenausdehnung
geht in KB ("FX") problemlos, oft sogar einfacher als in MF.
Was man heute "Mittelformat" nennt ist im Gegensatz zu früher nicht mehr so deutlich
größer als KB, der Formatvorteil ist deutlich weniger ausgeprägt.
Was die Größe der Einzelpixel angeht die weiter oben angeführt sind:
Fuji GFX 100 3,76µm - Canon R5C 4,39µm.
Da ist das eher ein Rückschritt.
Technisch sind die Unterschiede marginal bis nicht vorhanden,
teils ist MF sogar unterlegen, je nach Verwendungszweck.
Limitiertes Objektivangebot, Packmaß, Kaufpreis, .....
In vielen professionellen Produktionen sehe ich MF aus dem
gleichen Grund aus dem Sätze wie
- 22 MP? Wir brauchen das in 300dpi! (für einspaltig Hochformat...)
- Wir arbeiten nur mit den höchsten Auflösungen
geboren werden.
Ganz viel Voodoo.
Mag sein, aber er schreibt über das was er kennt. Ist nicht alles...