Langzeitbelichtung

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db305

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Hallo, ich habe gestern Abend einmal den Sternenhimmel fotografiert Fundhabe auf den zweiten Blick eine leichte Verwacklung festgestellt.

Das erste Bild ist inkl. der Daten zum Bild.
Ich habe ein Stativ und die Spiegelvorauslösung verwendet.

Was mache ich falsch oder ist das normal?

Danke für eure Hilfe. Gruß Daniel





Hier nocheinmal eine vergrößerte Ansicht
 
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Das sieht nicht verwackelt aus. Bei 105mm und 13sec Belichtung sind solche Sternenspuren durch die Erddrehung normal. Entweder kürzer belichten oder eine Nachführung verwenden.
 
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Hallo,

warum f11?
Bei Sternen würde ich auf Offenblende gehen - oder max eine Blende abblenden.

Dann schaffen es viel mehr Sterne und Nebel, sich zu zeigen.


Grüße
Thomas
 
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Hallo,

warum f11?
Bei Sternen würde ich auf Offenblende gehen - oder max eine Blende abblenden.

Dann schaffen es viel mehr Sterne und Nebel, sich zu zeigen.


Grüße
Thomas

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht
Bei nächsten mal wird alles besser...
Aber danke für eure Tips.

Gruß Daniel
 
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Ich habe auch festgestellt, das es sehr schwierig ist eine optimale Schärfe im Dunkeln einzustellen. Wie macht Ihr das?
 
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Hallo,

Ich habe auch festgestellt, das es sehr schwierig ist eine optimale Schärfe im Dunkeln einzustellen. Wie macht Ihr das?
bei Sternen ist das relativ einfach. Die sind am Anschlag bei Unendlich scharf.

Eine Nachführung ist eine Art motorisch bewegter Stativkopf, der die Erdrotation ausgleicht, so dass die Kamera immer auf einen Punkt am Himmel zeigt. Üblich in der Astronomie und in der Astrofotografie. Bei normalen Freizeitknipsern eher unüblich. Wenn Du bei den Belichtungszeiten unter 20 Sekunden bleibst, fällt die Erdbewegung normalerweise nicht auf.

Ciao
HaPe
 
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Danke, wieder etwas schlauer geworden [emoji106]


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
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Wenn Du bei den Belichtungszeiten unter 20 Sekunden bleibst, fällt die Erdbewegung normalerweise nicht auf.
Je Tele desto Strichspur. Bewährt hat sich die 600er-Regel (andere nennen einen anderen Startwert, etwa 500): 600/Brennweite=Sekunden max. Belichtungszeit.
Wo man beim Weitwinkel auch mal 25-30s nehmen kann kommt man da bei 105mm nur noch auf 6s.
Dann Fokus auf Unendlich, Blende auf, die ISO schön rauf und auf ans fröhliche Potonensammeln
 
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Ohne "klugscheißen" zu wollen, da muss ich mal widersprechen! Beide Faustregeln sind veraltet. Die geistern immer noch durchs Netz und sorgen regelmäßig für Frust.


bei Sternen ist das relativ einfach. Die sind am Anschlag bei Unendlich scharf.

Das war an analogen Objektiven der Fall, mittlerweile ist fast kein modernes Objektiv am Unendlichkeitsanschlag tatsächlich auf "Unendlich", sondern darüber hinaus. Warum das so ist, weiß ich nicht - die Hersteller sprechen von einem Vorteil bei stark schwankenden Temperaturen, ich halte es für mangelnde Fertigungskontrolle. Das 18-105 auf Unendlich liefert bei 105mm unter Garantie unscharfe Bilder.

Am besten, man fokussiert in max. Ansicht per LV.


Bewährt hat sich die 600er-Regel (andere nennen einen anderen Startwert, etwa 500): 600/Brennweite=Sekunden max. Belichtungszeit.

Diese Faustformel gilt vielleicht an niedrig auflösenden Vollformatsensoren wie der D700, jedoch nicht an DX bzw. modernen Sensoren, sofern man deren Potential ausschöpfen will.
Weiterhin spielen Himmelsrichtung, Azimuth und gewünschtes Ausgabeformat eine Rolle.

300, allerhöchstens 400/KB-äquivalente Brennweite sind als grober Richtwert empfehlenswert, das entspricht hier ca. 2-2,7sec.
 
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Der fehlende Unendlichanschlag ist dem AF geschuldet. Der Motor würde sonst jedesmal voll gegen den Unendlichanschlag knallen. Durch die Möglichkeit weiterzudrehen ist die mechanische Belastung niedriger.
 
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Am besten, man fokussiert in max. Ansicht per LV.

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Soweit es sich um Langzeitbelichtungen bei Dunkelheit bzw. Sternenhimmel handelt und bildwichtige Motivteile im mittleren Entfernungsbereich liegen, ist bei Live View und Vergrößerungslupe auf dem verrauschten Monitorbild kaum zu erkennen, wann es scharf ist.

Da braucht es schon individuelle Erfahrungswerte der Entfernungseinstellungen des jeweiligen Objektivs, unabhängig von den aufgedruckten Entfernungswerten.

Herzliche Grüße Nic
 
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Da braucht es schon individuelle Erfahrungswerte der Entfernungseinstellungen des jeweiligen Objektivs, unabhängig von den aufgedruckten Entfernungswerten.

Das klappt mit AF-S Objektiven nicht. Selbst wenn man am Objektiv Markierungen anbringt stimmen die beim nächsten Mal nicht. Die Entfernungsanzeige (wenn vorhanden) ist nicht präzise.

Es gibt keine Alternative:
Mond, unendlich weit entfernte Strassenlampe (*) oder im Notfall eben die Sterne ansuchen. LV mit voller Lupe und dann gaaaaaanz langsam von Hand fokussieren.

Danach den Bildausschnitt einstellen. Nicht mehr zoomen!

Und das immer wieder aufs Neue, denn viele Linsen kriechen auch aus dem Fokus wenn man den Tubus in Richtung senkrecht stellt. Sowieso wenn man zoomt.




* je nach Brennweite ist eine Strassenlampe ja schon in kurzer Entfernung quasi unendlich.
 
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Mond, unendlich weit entfernte Strassenlampe (*) oder im Notfall eben die Sterne ansuchen. LV mit voller Lupe und dann gaaaaaanz langsam von Hand fokussieren.

Danach den Bildausschnitt einstellen. Nicht mehr zoomen!

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So mache ich es auch, wenn es noch hell genug ist oder auf ein selbstleuchtendes Objekt scharf gestellt werden soll.

Problematisch wird das Scharfstellen mittels Live View bei Dunkelheit bzw. Sternenhimmel aber dann, wenn das bildwichtige Motiv eben nicht beleuchtet ist und sich im mittleren Entfernungsbereich, jedenfalls aber unterhalb von "unendlich" befindet.

Das klappt mit AF-S Objektiven nicht. Selbst wenn man am Objektiv Markierungen anbringt stimmen die beim nächsten Mal nicht. Die Entfernungsanzeige (wenn vorhanden) ist nicht präzise.

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Bei AF-S Objektiven mit Festbrennweite drehe ich den Fokusring zuerst immer an den Anschlag der Naheinstellung. Dann kann ich schon wiederholgenau auf den Punkt meiner z.B. als "hyperfokal" definierten Entfernung bei gegebener Blende einstellen.

Herzliche Grüße Nic
 
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Problematisch wird das Scharfstellen mittels Live View bei Dunkelheit bzw. Sternenhimmel aber dann, wenn das bildwichtige Motiv eben nicht beleuchtet ist und sich im mittleren Entfernungsbereich, jedenfalls aber unterhalb von "unendlich" befindet.

Ja, da hast du natürlich Recht, aber im vorliegenden Fall waren ja lediglich Sterne als motivwichtige Bildbestandteile zu berücksichtigen. Außerdem bezog ich mich auf die Empfehlung, auf Unendlichkeits-Anschlag zu fokussieren, denn der stimmt definitiv nicht.
Wenn Motivanteile im Vordergrund eine Rolle spielen, leuchte ich diese mit einer hellen Lampe an oder platziere diese an Ort und Stelle und mache zur Not einen Fokusstack.

Bei AF-S Objektiven mit Festbrennweite drehe ich den Fokusring zuerst immer an den Anschlag der Naheinstellung. Dann kann ich schon wiederholgenau auf den Punkt meiner z.B. als "hyperfokal" definierten Entfernung bei gegebener Blende einstellen.

Das habe ich in der Form noch nicht probiert, aber nach meinen bisherigen Erfahrungen ist die hyperfokale Distanz bei moderater Offenblende nur sehr sehr bedingt zu gebrauchen, soll die hohe Auflösung moderner Sensoren halbwegs ausgeschöpft werden. Ich habe mehrere Bilder versaut, da der Hintergrund unscharf wurde, obwohl er nach Hyperfokalberechnung locker in der Schärfeebene hätte liegen müssen.
Ich würde eher auf Unendlich und minimal gen Nahgrenze zurück fokussieren, aber da lasse ich mich gern eines besseren belehren.
 
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Die Methode "immer erst auf Anschlag, dann zurück" kann natürlich klappen!

Problematisch wird das Scharfstellen mittels Live View bei Dunkelheit bzw. Sternenhimmel aber dann, wenn das bildwichtige Motiv eben nicht beleuchtet ist und sich im mittleren Entfernungsbereich, jedenfalls aber unterhalb von "unendlich" befindet.

Ja, dann bist Du natürlich Toast (am. Redewendung).

Den Fall hatte ich noch nicht.
Würde dann aber auf alle Fälle eine AF-Hilfs-Taschenlampe mitnehmen.
 
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Wenn Motivanteile im Vordergrund eine Rolle spielen, leuchte ich diese mit einer hellen Lampe an oder platziere diese an Ort und Stelle und mache zur Not einen Fokusstack.
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Ja, sehe ich auch so - ohne Beleuchtungshilfe geht es wohl nicht.


Das kann im Ergebnis auf dasselbe hinauslaufen.

Beim Fisheye 10,5 z.B. (nutze ich rasiert für schnelle Panoramen an FX), drehe ich den Fokusring vom Anschlag der Naheinstellgrenze in einer durchgängigen Bewegung so lange, bis das rechte Ende der liegenden Acht des Unendlich-Symbols gegenüber der Blende 8 auf Schärfentiefenskala steht.

Faktisch ist es so, dass es Deiner obigen Einstellung entspricht.

Wegen des Spiels am Fokusring von AF-S Objektiven meine ich aber, durch den längeren Drehweg von der Naheinstellgrenze zu wiederholgenaueren Ergebnissen zu kommen. Wichtig ist es hierbei, die Drehung in einem Zug auszuführen.

Bei f:8 ist das hier meine empirisch gefundene "hyperfokale" Entfernung, unabhängig von der Formel.

Herzliche Grüße Nic
 
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Alles richtig - ich sprach aber bewusst von "moderater Offenblende", wie sie in der aktuell diskutierten Thematik verwendet wird - mit f8 wird kaum jemand hantieren?
Hinzukommt, dass ein 10.5er Fisheye auch prinzipbedingt von einer ausgesprochen große Schärfentiefe profitiert, soweit abgeblendet kann da nichts mehr schiefgehen - das ist schon etwas fies.
 
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Alles richtig - ich sprach aber bewusst von "moderater Offenblende", wie sie in der aktuell diskutierten Thematik verwendet wird - mit f8 wird kaum jemand hantieren?
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Das ist völlig richtig, umso mehr kommt es bei weiter geöffneter Blende für bildwichtige Motivteile im Vordergrund auf eine exakte Scharfeinstellung an.

Ausgangspunkt war ja die Frage, wie das bei Dunkelheit am besten geht. Ohne Beleuchtung des Motivs wird's eben auch bei Live View schwierig.

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Hinzukommt, dass ein 10.5er Fisheye auch prinzipbedingt von einer ausgesprochen große Schärfentiefe profitiert, soweit abgeblendet kann da nichts mehr schiefgehen - das ist schon etwas fies.
Das sollte nur ein Beispiel für eine Fokusmarkierung im Rahmen meines Handlings zur wiederholgenauen manuellen Fokussierung sein.

Wobei es mit der D800 selbst unter Verwendung von Fisheye-Objektiven auf eine sehr sorgfältige Fokussierung ankommt - selbst bei f:8.

Herzliche Grüße Nic
 
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