Da sich fotografische Ergebnisse nicht messen lassen, gibt es auch nicht "den Besten". Die Bilder sind zweifelsohne schön, haben sicher ihre Alleinstellungsmerkmale, aber ich kann erstmal keine Eigenarten erkennen, die sich digital nicht umsetzen lassen sollten. Die Bilder rauschen z.T. auch (und nicht wenig), zeigen clippende Highlights und Tiefen -
rein technisch also keine Highlights.
Warum? Wahrscheinlich, weil er mit diesem Workflow groß geworden ist, sich damit auskennt und eine eigene Handschrift entwickelt hat.
Mich dünkt, du möchtest unbedingt einen Stil erzielen, weißt aber nicht genau, welcher das eigentlich sein soll. Und solange das nicht klar ist, kann zumindest ich dir nicht besser weiterhelfen.
Ich kann es nur noch einmal schreiben: das Bild wurde mit einem 7 Jahre alten APS-C-Sensor über 30 min. bei ISO 250 belichtet und rauscht selbst in Vollansicht kaum (das musst du mir jetzt einfach glauben, oder auch nicht). Warum sollte es bei 60 min. und ISO 125 schlechter aussehen? Oder 120 min. und ISO 65?
In den gezeigten Moontrails überstreicht der Mond geschätzt 25% des Himmels, belichtet wurde also nur wenige Stunden. Würde man die ganze Nacht belichten, müsste man ein Fisheye verwenden um beide Horizonte abzubilden, was hier nicht getan wurde.
Davon ab ist es völlig egal, ob an einem Stück belichtet oder gestackt wurde (oder auch nicht, letztere Methode ist deutlich komfortabler).
Folgendes Bild wurde über ca. 1,5h gestackt, ohne Darkframes. Rauscht es? Mangelt es an Dynamik?
Ich sehe immer noch keinen triftigen Grund, extra analog zu arbeiten, um bislang nur vage formulierte Anforderungen zu erfüllen.
Die D800 bietet mit Batteriegriff ca. 4h Akkulaufzeit - die Akkus lassen sich sogar während der Belichtung wechseln - und a priori satte 13 Blenden Dynamik. Da sie praktisch ISO-los ist, in den Schatten nochmal 5 Blenden Zusatzdynamik (was für den gezeigten Bildstil noch nichtmal nötig ist).