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15. August 2025

Airport Navigator V2​


Der Think Tank Airport Navigator V2 ist eine sehr gut durchdachte Fototasche auf Rollen, bei der der Grundsatz „Form Follows Function“ in ansehnlicher Form gelungen ist! Das Fassungsvermögen von 22 Litern hält sie kompakt und bietet dennoch genug Raum, um eine Fotoausrüstung aufzunehmen. Die Tasche bietet Platz für zwei spiegellose Kameras mit angebrachten Objektiven sowie zusätzliche Objektive oder Blitzgeräte. Eine Tasche für „alles immer dabei“ ist sie allerdings nicht. Ich hatte jetzt Gelegenheit, den thinkTANK Airport Navigator V2 in der Praxis auszuprobieren.

Die Tasche​



Aus der Beschreibung des Herstellers:
Hauptmerkmale
Doppelte Zugänglichkeit: Die Tasche verfügt über eine Öffnung an der Oberseite und an der Vorderseite, sodass Sie schnell auf Ihre Ausrüstung zugreifen können, ohne alles durchsuchen zu müssen.
Gepolsterter Schutz: Der Innenraum ist mit gepolsterten Trennwänden ausgekleidet, die Ihnen helfen, Ihre Ausrüstung zu organisieren und sicherzustellen, dass während des Transports alles sicher bleibt.
Tech-Aufbewahrung: Ein spezielles Fach für die Aufbewahrung eines 12,9-Zoll-iPad Pro oder eines 16-Zoll-MacBook Pro macht die Tasche zu einer vielseitigen Option für alle, die unterwegs arbeiten müssen.

Design und Verarbeitungsqualität
Die Konstruktion des Think Tank Airport Navigator V2 ist robust und so konzipiert, dass sie den Strapazen des Reisens standhält. Das Äußere besteht aus hochwertigen, wasserabweisenden Materialien, die zusätzlichen Schutz vor Witterungseinflüssen bieten. Das Äußere besteht aus ballistischem Nylongewebe, das abriebfest ist. Es werden durchgehend YKK-Reißverschlüsse verwendet, die dafür sorgen, dass Ihre Ausrüstung sicher und vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Ergonomie und Komfort
Die Tasche wurde unter ergonomischen Gesichtspunkten entwickelt. Der obere Tragegriff liegt bequem in der Hand und der gepolsterte Schultergurt kann für zusätzliche Flexibilität abgenommen werden. So können Fotografen wählen, wie sie ihre Ausrüstung transportieren möchten, ob sie sie durch den Flughafen rollen oder über die Schulter hängen, um schnell darauf zugreifen zu können.
Eines der herausragenden Merkmale der Think Tank Airport Navigator V2 ist ihr Innenausstattungssystem. Die gepolsterten Trennwände sind anpassbar, sodass Benutzer den Platz an ihre spezifische Ausrüstung anpassen können.
Die Trennwände können neu positioniert werden, um Fächer zu schaffen, in denen Ihre Objektive und Kameras sicher Platz finden. Elastische Gurte halten die Gegenstände an ihrem Platz und sorgen dafür, dass Ihre Ausrüstung während des Transports nicht verrutscht.

Spezifikationen:
Außenmaße: 40,6 × 40,6 × 25,4 cm
Innenmaße: 38,1 × 33 × 17,3 cm
Laptopfach: 3,6 × 28 × 3,8 cm
Gewicht: 4,2–4,5 kg je nach verwendeten Zubehörteilen

Der Test​



Praktischerweise habe ich gerade ein Tamron 150-500mm Objektiv zum Testen bekommen, das ich spontan für den ersten Beladungsversuch verwenden konnte. Wie man rechts sehen kann, passt das rund 21 cm lange Tamron sowohl ohne als auch mit angeflanschter Kamera in die Tasche. Das trifft auch für die Kombination mit einem 2.8/70-200mm zu. Ohne angesetzte Kamera sollte auch z.B. ein Nikon 180-600mm passen. Man muss sich aber schon vor der Exkursion überlegen, was man mitnehmen will/muss. Aber auch zwei Kameras mit angeflanschten Objektiven finden ihren Platz(rechts). Für die Mitnahme eines Stativs gibt es auf der Oberseite zwei Spanngurte (Mitte).

Anschließend ging es auf Tour in den Dortmunder Hafen.



Das Handling beim Bewegen funktioniert auf glatten Böden völlig problemlos. Praktisch ist, dass man sich zwischen 4-Rollen- oder 2-Rollen-Betrieb (angekippt) je nach Situation entscheiden kann. Bei unbefestigtem Grund kommt der Airport Navigator allerdings schnell an seine Grenzen, dann hilft nur noch das Teil zu schultern. Während des Shootings kann man bequem und schnell von oben und von der Seite auf das Equipment zugreifen. Darüber hinaus kann man, wenn nötig, den oberen Deckel auch als Ablagefläche nutzen! Was mir gefehlt hat ist die Möglichkeit, die Laufrollen festzustellen. Das Abstellen auf dem Betonsockel oben im Bild, was noch bequemer gewesen wäre, war nicht möglich, da die Ebene nicht waagerecht war und der Koffer sich eigenständig bewegte.

Grundsätzlich ist das Reisen mit einer Kameraausrüstung immer eine Herausforderung, erst recht, wenn man mit der Bahn oder dem Flieger unterwegs ist. Der Think Tank Airport Navigator V2 erleichtert den Ablauf aber entscheidend: dank seiner kompakten Größe eignet er sich beim Fliegen als Handgepäck, was ein großer Vorteil ist, denn die Tasche erfüllt die meisten internationalen und nationalen Handgepäckanforderungen, was auch Kosten spart.

Insgesamt hat mich das Konzept des kombinierten Top- und Seitenladers total überzeugt. Diese Designlösung kommt meiner Arbeitsweise sehr entgegen, zumal ich als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln ja schon länger daran gewöhnt bin, mir vor einer Exkursion genau zu überlegen, was ich an Equipment für ein Shooting benötige. Natürlich ist der Airport Navigator V2 auch hervorragend für den Transport in Autos geeignet, sehr vorteilhaft, wenn diese etwas kleiner sind.

Der thinkTANK Airport Navigator V2 ist für 369,99 € erhältlich.

Mehr Infos hier:


Adobe Photoshop Generative Upscale​

Adobe baut seine AI Unterstützung für seine Werkzeuge in PS weiter konsequent aus. Eine interessante Neuerung ist das „generative Upscaling“. Generative Upscale ist die KI-gestützte Lösung von Adobe zur Erhöhung der Bildauflösung ohne die bei herkömmlichen Upscaling-Techniken übliche Qualitätsminderung. Sie geht über die einfache Pixelverdopplung hinaus, indem sie bei Bedarf neue Bilddetails generiert, um höhere Auflösungen zu unterstützen.



Das Werkzeug findet man unter „Bild“, „Bildgröße“. Nach Wahl der Vergrößerungsparameter muss man dann in dem Fenster die Option in „Generatives Hochskalieren“ öffnen wählen (oben im Bild blau) und ausführen. Um das Ergebnis hier darstellen zu können, habe ich einen Ausschnitt mit 1200x800 Pixel angefertigt

Die neue Technik ist besonders für User von Vorteil, die große Drucke vorbereiten, Kompositionen neu generieren, oder mit alten digitalen Dateien arbeiten, deren Auflösung für die heutigen Ausgabestandards nicht ausreicht. Ein gutes Beispiel ist die Tier- oder Vogelfotografie: Besonders bei kleinen Vögeln ist oft ein starker Crop nötig, um zu formatfüllenden Bildern zu kommen. Ein spezielles Problem ist dabei die detaillierte Darstellung des Gefieders. Mit AI-gestützter Technik wird das Hochskalieren deutlich genauer, wie man in speziellen externen Enhancern, die natürlich in der Regel kostenpflichtig sind, feststellen konnte. Daher gehen die Anbieter von Bildbearbeitungs-Software dazu über, diese Funktion in ihre Programme zu integrieren. Ich habe generatives Upscaling daher in PS (Beta) einmal kurz angetestet.


Als Vorlage habe ich ein typisches Foto mit 25 MP-Vollformat verwendet (f/6.3; 1/500s; ISO 1000).

Der Vergleich​


Normaler Crop (Vergrößerung 2-fach)



Photoshop ( generatives Hochskalieren 2x)

Anscheinend hat das Tool noch Grenzen. Bei Bildern mit strukturierten Details wie Landschaften oder Architektur funktioniert es ganz gut. Bei feinen Texturen wie Haaren oder Gefieder wirkt es weit weniger überzeugend, insbesondere wenn es zum deutlichen Vergrößern eines Bildes verwendet wird. Je nach Motiv zeigen sich kleinere Artefakte oder Unstimmigkeiten in den Bereichen, in denen die KI versucht, fehlende Details zu ergänzen. Grundsätzlich gilt auch hier: je besser das Ausgangsmaterial ist, desto besser werden auch die Ergebnisse! Eine weitere Einschränkung, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, besteht in der Beschränkung auf Dateien mit einer maximalen Länge von 4.096 Pixeln.

Mehr Infos hier:


LEIPZIG 1972. Ute Eskildsen & Timm Rautert​



Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt noch bis zum 30.11.2025 rund 50 Fotografien von Ute Eskildsen und Timm Rautert. Beide durchstreiften mit ihren Kameras im Jahr 1972 die Stadt Leipzig. Alltagssituationen der Menschen in ihrer Umgebung stehen im Mittelpunkt ihrer stillen schwarz-weiß-Aufnahmen. Zur Ausstellung liegt eine Publikation vor.

Der Eintritt zur Ausstellung im GRASSI Himmel ist kostenfrei.

1972, anlässlich eines Verwandtenbesuches in Leipzig, hatten sich zwei junge Fotografen, Ute Eskildsen und Timm Rautert, vorgenommen, diese Stadt gemeinsam zu fotografieren und wenn möglich, die Serie dann als Ausstellung und Buch zu veröffentlichen. Über fünfzig Jahre hat es bis dahin gebraucht.



Beide hatten sich während ihres Studiums der Fotografie an der Folkwang Schule für Gestaltung in Essen kennengelernt. Beide sind heute für ihre Leistungen für die Fotografie in Deutschland bekannt. Ute Eskildsen baute die Fotografische Sammlung im Museum Folkwang Essen auf und führte sie zu internationaler Anerkennung, Timm Rautert übernahm eine Professur für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Für Ute Eskildsen war dies ihr erster Besuch in der Deutschen Demokratischen Republik. Timm Rautert hingegen, seine Mutter war Leipzigerin, hatte schon als Kind Schwester und Bruder seiner Mutter dort des Öfteren besucht und die Stadt lieben gelernt. Während einer Woche im Herbst 1972 ist ein sehr subjektives, stilles Bild Leipzigs entstanden. Die Filme haben die Beiden gleich bei ihrer Rückkehr entwickelt, erste Vergrößerungen waren zufriedenstellend. Das Projekt aber wurde zunächst einmal auf Eis gelegt und geriet dann in Vergessenheit. Nun aber werden die Arbeiten gezeigt und es ist ein Katalog erschienen, der ein besonderes historisches Dokument der analogen Fotografie darstellt.


Das Buch zur Ausstellung:​

Ute Eskildsen, Timm Rautert. Leipzig 1972 erscheint am 29. August 2025 im Steidl Verlag. 144 Seiten, Deutsch/Englisch
ISBN: 978-3969992739
Preis: 85 Euro

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Ausstellungsdetails​

Artist talk
So, 14.9.2025, 16 Uhr
Gespräch von Ute Eskildsen und Timm Rautert mit Prof. Dr. Steffen Siegel (Folkwang Universität der Künste, Essen)

Öffnungszeiten
Di, Do-So, Feiertage: 10–18 Uhr, Mi 10–20 Uhr montags geschlossen
Der Eintritt ist frei.

GRASSI Museum für Angewandte Kunst

Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Mehr Infos hier:

© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, Hersteller/Veranstalter.
 
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