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28. Mai 2024

Lexar Professional Gold CFexpress Type B​



Heute möchte ich einmal eine „schnelle“ CFexprss-Speicherkarte vorstellen. Seit Anfang des Jahres benutze ich die Lexar Professional Gold CFexpress Type B - 1750MB/s - 256GB CFexpress Type B flash-Speicherkarte mit einer Kapazität von 256 GB im „Tagesbetrieb“ mit verschiedenen Kameras. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird mit zu bis zu 1750MB/s beim Lesen und bis zu 1500MB/s beim Schreiben angegeben. Ich konnte die Speicherkarte bisher bei folgenden Kameras ausprobieren: Nikon Z 8, Z 6/7 und Z 6ll Lumix GH6 und der neuen Fuji GFX 100 ll. Die Lexar-Speicherkarte funktionierte in allen Fällen einwandfrei und ohne Probleme!

Die Karte ist für CFexpress 2.0 optimiert und bietet hohe Schreib-/Leseraten sowie hohe Speicherkapazität. Sie eignet sich daher zum einen optimal für Foto-Kameras mit hoher Performance, aber auch andererseits hervorragend für Kameras mit nur einem Kartenslot wie z.B. die Nikon Z 6/7 Modelle. Darüber hinaus ist im Videobetrieb für 4K-RAW-Aufzeichnungen die hohe Schreibrate obligatorisch!

Die Basis für hohe Packungsdichten und hohe Übertragungsraten ist der Controller auf der Speicherkarte. Man sollte aber wissen, dass die hohen Schreib- und Leseraten nur bei entsprechender Hardware erreichbar sind. Dass dabei unbedingt auch immer die aktuellste Firmware (Kameras) bzw. Treiber verwendet werden sollten, versteht sich von selbst! Als Nadelöhr in der Hardware-Kette erweist sich immer wieder das Überspielen der Daten von der Kamera oder Speicherkarte auf den Computer. Aktuell verfügen die meisten Kameras, aber auch die meisten Kartenleser, über einen USB-C-Ausgang. Allerdings bedeutet USB-C nicht gleich USB-C, daher hier eine kleine Übersicht der theoretisch möglichen Übertragungsraten:

SchnittstelleUSB 2.0 USB 3.0 (Gen 1)USB 3.1 (Gen 2)USB 3.2 (Gen 2x2)
Transferrate
(theoretisch)
480 MBit/s5 GBit/s10 GBit/s20 GBit/s
bis 60 MByte/sbis 600 MByte/sbis 1.200 MByte/s2 GByte/s
Transferrate
(praktisch)
ca. 30 MByte/sca. 450 MByte/sca. 800 MByte/sca. 1,6 GByte/s

Hier wird schnell deutlich, dass sowohl unbedingt der aktuellste und schnellste Kartenleser als auch ein Computer mit neuster PCI-Struktur (derzeit PCi-5.0) nötig ist, um die schnellen Übertragungsraten auszureizen! Dass es sich bei einem anstehenden Neukauf einer CFexpress-Speicherkarte dennoch lohnt auf die neuesten Technologien zu setzen, zeigt dieser kleine Vergleich mit meinem vorhandenen Equipment (Kartenleser mit USB-C und Computer mit PCi-4.0):


Ein Download mit ca. 800 Aufnahmen jeweils in RAW und JPG (28 GB) dauerte von der Lexar gerade einmal 32 Sekunden gegenüber gut 2,5 Minuten von einer SD-Karte!

Insgesamt hat sich die Lexar Professional Gold CFexpress Type B - 1750MB/s - 256GB Speicherkarte bisher sehr gut im Tagesbetrieb bewährt.

Weitere Informationen:


Workshopangebot für SW-Analog Fans!​

Liebe Fotofreund:innen,

aktuell bietet unsrer Redaktionsmitglied Dieter Doeblin einen Workshop zum Thema „Analog-SW-Film-Entwicklung und Hybridnutzung“, also SW-Filme selbst entwickeln und anschließend mittels Systemkamera digitalisieren, an! Um das Ganze realitätsnah umzusetzen, baut er ein kleines Pop-Up-Labor in seiner Küche jeweils für den Workshop extra auf. Schwerpunktmäßig wird es um die Rotations-Entwicklung gehen. Der Workshop ist kostenlos!

Der Workshop ist in zwei Teile gegliedert:

Teil 1: Filmentwicklung



Teil 2: Digitalisierung nach Absprache (nach Aushärtung der Negative!)






Für die Filmentwicklung stehen eine JOBO-Silverfast-Base (Rotationsentwicklungsmaschine) und zur Filmtrocknung eine MISTRAL 3 sowie die Jobo-SW-Chemie und das restliche Zubehör zur Verfügung. Für die Digitalisierung stehen verschiedene Copy-Systeme (einschließlich für 120er Format) bereit.
Achtung: Die Teilnehmerzahl ist pro Termin auf 3 beschränkt!

Ort: Dortmund

Termine „Entwickeln“:

01.Juni 2024 13:00 Uhr
02.Juni 2024 13:00 Uhr
09.Juni 2024 13:00 Uhr
15.Juni 2024 13:00 Uhr

Es sind noch einige Plätze frei! Wer teilnehmen möchte, kann sich ab sofort per E-Mail melden, bitte mit Namen und Kontaktdaten: info@image-trackers.de


Dirk Reinartz. Fotografieren, was ist​

LVR-LandesMuseum Bonn zeigt erstmals Werke des Fotografen Dirk Reinartz in einer großen Retrospektive



Dirk Reinartz war unbestritten einer der bedeutendsten Bildjournalisten und Reportagefotografen der späten Bundesrepublik und des wiedervereinigten Deutschlands. Unter dem Titel „Dirk Reinartz. Fotografieren, was ist“ widmet das LVR-LandesMuseum Bonn dem Ausnahmefotografen zusammen mit der Deutschen Fotothek, Dresden, und der Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, vom 16. Mai bis zum 15. September 2024 eine umfangreiche Retrospektive, die erste seit seinem frühen Tod vor zwanzig Jahren.

Dirk Reinartz – 1947 in Aachen geboren – hat die Reportagefotografie und fotografische Dokumentation in Deutschland geprägt wie wenige vor und nach ihm. Drei Jahre nach der Übergabe des Nachlasses an die Deutsche Fotothek und die Stiftung F.C. Gundlach würdigt das LVR- LandesMuseum Bonn das einzigartige Werk des 2004 verstorbenen Fotografen und gibt erstmals Einblicke in alle Schaffensphasen. Die überwiegend in Schwarzweiß gehaltenen Fotografien von Dirk Reinartz zeichnen sich durch eine unverkennbar präzise Bildsprache mit teils subtilem Humor aus, wodurch es ihm gelang, gesellschaftspolitische Entwicklungen seiner Zeit und konkrete Lebenssituationen von Menschen in pointierten, feinsinnigen fotografischen Erzählungen festzuhalten.

Rund 350 fotografische Arbeiten sowie zahlreiche bislang unveröffentlichte Archivdokumente bezeugen das herausragende bildjournalistische und fotografische Wirken von Dirk Reinartz. Von ersten Studienarbeiten von der Folkwangschule für Gestaltung in Essen über frühe Fotoreportagen und Auslandsreisen etwa für den Stern, die Magazine der ZEIT und der Süddeutschen Zeitung und die Kunstzeitschrift art wird der Bogen gespannt bis zu seinen zahlreichen freien Bildserien und Publikationen, darunter „Kein schöner Land“ (1989) und „Besonderes Kennzeichen: Deutsch“ (1990). Präsentiert wird das fotografische Lebenswerk entlang fünf thematischer Spannungsfelder, die Dirk Reinartz zeit seines Lebens beschäftigt haben: Nähe – Ferne, Macht – Ohnmacht, Geschichte – Gegenwart, deutsch – deutsch, Amerika – America. Ergänzt werden die Themenbereiche um zwei Exkurse: das Projekt totenstill (1994), das auf eindringliche Weise architektonische Relikte ehemaliger nationalsozialistischer Konzentrationslager in den Blick nimmt, sowie Bildserien zu den Skulpturen des amerikanischen Bildhauers Richard Serra, mit dem Reinartz eine langjährige Freundschaft verband.

Menschen, Absurditäten und die Suche nach einer deutschen Identität
Dirk Reinartz war ein aufmerksamer Beobachter seiner Zeit. Er suchte im Vertrauten das Fremde und im Fremden das Vertraute. So schilderte er etwa in einer Bildserie die Zerrissenheit einer Gastarbeiterfamilie, die aus Deutschland in ihre türkische Heimat zurückkehrt, oder setzte sich in Dokumentationen und Publikationen wie in seinem Fotobuch Deutschland durch die Bank (1997) mit der Veränderung sozialer Lebenswelten im wiedervereinten Deutschland auseinander. Dem Thema Macht und Ohnmacht widmete Reinartz zahlreiche Reportagen vom Personenkult um den Diktator Nicolae Ceauşescu bis zur Einsamkeit von Menschen in anonymen Hochhaussiedlungen. Reinartz war stets auf der Suche nach Motiven, in denen sich eine deutsche Identität zu erkennen gibt, mit all ihren Widersprüchen und historischen Verankerungen. So lotete er in Publikationen wie Bismarck. Vom Verrat der Denkmäler (1991) oder totenstill (1994) die Dimensionen deutscher Erinnerungskultur und das Fortdauern der Vergangenheit im Gegenwärtigen aus. Mit feinem Humor entlarvte er in seinem Fotobuch Deutschland durch die Bank (1997) die Absurditäten urbaner Stadtraummöblierung. Auch während seiner Reisen in die USA in den 1970er Jahren nahm er das Leben der Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick. Eine herausragende Arbeit aus dieser Zeit ist die farbintensive Bildstrecke Action Theater, die in der Anmutung eines Roadmovies neben skurrilen Alltagssituationen die Tristesse des urbanen Lebens zeigt.

Die aus einem gewaltigen und teils noch unveröffentlichten Archivbestand entwickelte Ausstellung präsentiert mit Dirk Reinartz einen Fotografen, dem ein Platz in der ersten Reihe der großen deutschen Reportage- und Dokumentarfotografen des 20. Jahrhunderts gebührt.

Die Ausstellung geht hervor aus der langjährigen Kooperation des LVR-LandesMuseums Bonn mit der Deutschen Fotothek in Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach in Hamburg.

Ein umfangreicher Katalog mit 320 Seiten und ca. 250 Abbildungen ist im Steidl-Verlag erhältlich (ISBN 978-3-96999-333-0). Preis im Museum 34,90 €, im Buchhandel 38 €.

LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14 – 16
53115 Bonn

Öffnungszeiten Museum
Di - So 11-18 Uhr

Mehr Infos hier:
https://landesmuseum-bonn.lvr.de/de/index.html

© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Hersteller/Veranstalter l Fotos: D. Doeblin, LVR-Bonn, Jobo
 
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