diese feststellung geht mir nicht aus dem kopf, denn so ganz befreien kann ich mich jedenfalls selbst nicht vom feiern. tun wir das nicht alle irgendwie? damit meine ich nicht, daß wir übermässig stolz seien aber wir fröhnen in gewisser weise unserem geschmack, unserer idee von fotografie.
losgelöst von der hintergrundthematik sähe die einstellung zu den bildern vermutlich anders aus. die bilder kamen aber aufgrund dieser thematik zustande. [MENTION=63867]Wuxi[/MENTION]
Ich bin kein Freund der gestellten Pose, wie sie leider bei Jimmy Nelson zu sehen ist aber daß sich diese Völker von ihrer "besten Seite" zeigen dürfen und voller Stolz präsentieren, kann man nicht kritisieren. Meine Meinung.
...klare Definitionen von Doku und "Wissenschaft" zu finden und die dann auch zu vertreten auch ohne finanzielle Orientierung!...
Grüße,
Jan
ich bin noch am nachdenken über deinen vorigen post und schon habe ich die nächste frage. wie meinst du das und wen hast du vor augen? den fotografen? die betrachter? alle beteiligten?
Ich muss die ganze Zeit über eine Analogie nachdenken.
Helmut Newton's Nudes.
Die Kritiker würden ganz ähnlich argumentieren.
Eine "Idee" sollte man nicht "verkaufen"...das soll nicht heißen sie nicht kommerziell zu nutzen!...davon muß er ja auch leben...aber bei so einem Projekt vermisse ich die klare Linie......
Grüße,
Jan
ich verstehe, da hast du völlig recht.
"...ein Denkmal setzen..." und aus link 1 dieser kommentar:
"...widerspricht Corry zudem Nelsons Behauptung, die Bilder seien das unverrückbare ethnografische Dokument einer fast ausgestorbenen Welt. Das sei schlicht "falsch", "aus so ziemlich jedem Blickwinkel", heißt*es."
das sind die widersprüchlichkeiten, sofern das Nelson gesagt haben sollte, die sich bei mir sofort breit gemacht haben. der titel passt nicht zu den bildern und so finde ich zum projekt an sich keine beziehung.
natürlich haben wir nicht alle informationen von anbeginn des projektes, kennen die texte (?) im buch nicht. ist also teilweise rein spekulativ was ich von mir gebe und subjektiv sowieso.
Er zeigt glamouröse unbekleidete Frauen in High-Heels.
Dabei sind Frauen in Wirklichkeit berufstätig und gehen im Kostüm ins Büro.
.. Ich denke, dass sein Werk schon an dem Anspruch gemessen werden sollte, den der Fotograf stellt..
Das ist das Problem mit FOTOS. Nach einer Weile interessiert das ganze Drumherum niemanden mehr und es bleiben nur die Bilder. Und die müssen dann für sich bestehen, und zwar ohne jede Info über das Wollen, die Entstehungsgeschichte etc.
...............
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