Komponenten und Merkmale der Bildkritik

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Ich verfolge die Diskussion die sich hier entwickelt hat mit grossem Interesse und kann mir dabei ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Ich bin einer der von der Fotografie keine Ahnung hat und nur rumknipst und hier findet sich jede Menge Kompetenz die mir zeigen kann wie es richtig geht ,aber meiner Meinung nach sollte der Fotograf/Knipser der das Bild zur Bewertung einstellt den Kritikern vorgeben dürfen was er genau beurteilt haben möchte .

Ich kann von dem Kritiker nicht erwarten das er z.B. weiss was ich mit dem Bild ausdrücken möchte oder was mich bewegt hat dieses Foto zu machen.

Auf jeden Betrtachter wird es anders wirken.

Ich habe hier schon viele Kritiken gelesen, manche waren sehr weit von Sachlichkeit entfernt und diese würde ich zumindest von einem Kritiker erwarten .

Meiner Ansicht nach ist wohl nur wichtig den technischen Aspekt beurteilen zu lassen den ich vorgeben möchte .
Wenn ich wissen möchte ob eine Botschaft die ich mit dem Bild vermitteln möchte ankommt so kann man fragen ob diese angekommen ist und wenn nicht warum etc.

Also faire sachlicher Kritik ist das A und O und was bedeutet das nichts beschönigt wird weil der eine den anderen kennt oder der andere immer super Bilder macht und die deshalb immer gut sein müssen auch da findet man Bilder die man nach eigener Ansicht vielleicht eher der Entsorgung zuführen möchte aber dies so nie äussern würde.

Also lasst den Einsteller entscheiden was er beurteilt haben möchte und gut ist.
 
Kommentar
Anzeigen

Damit hat Sven wohl auf den Punkt gebracht ,-was wir in knapp 100 posts zu ergründen versucht haben.
Ich weiß nicht von wem das Zitat stammt "Kritik wird erst durch verstehen möglich"
Weiter vorne schrieb ich schon, ich war in Arles bei einem Mappenreview.
Hatte meine paarhunderteuroteure Hauck Portfolio Mappe unterm Arm, mir auch ein paar theoretische Gedanken zu meinen Bildern gemacht...
Nach dem ersten kurzen reinschauen im mein Portfolio, kam die Bemerkung "Fotografier doch mal mit Natürlichem Licht" meine Fotos waren zu 100% Studioarbeiten . Kann man jetzt ohne die Fotos zu kennen schlecht sagen, aber "Studio" war ein teil des Konzeptes....
Kritik bringt mir nur etwas wenn ich weiß das derjenige der Kritik übt auch versteht um was es geht.
Deshalb ist Kritik in Foren für mich immer so, wie wenn ich in meine Eckkneipe gehe und über Musik reden will.
Als Punk habe ich da schlechte Karten , Klassiker finde ich da auch selten und Jazz ist, wenn überhaupt, für die meisten Dixieland...

charly

...
 
Kommentar
Ja, hattest Du. Warum eigentlich? Ist nämlich off topic!

Sorry, aber ich versuche hier Erkenntnisse für unsere mögliche Vorgehensweise zu gewinnen und möchte mich nicht am Ende durch 200 Spassbeiträge wuseln müssen.

Mach zu Sams Katze doch einen neuen Thread auf.

Hatte ich nicht etwas über Sam´s Katze geschrieben?
 
Kommentar
Also ich hatte den Thread nicht mit einem Beispielsbild stören wollen ... ich fand es nur für mich praktischer meine Gedanken zum Thema an einem Beispiel zu erklären ...

Mir ist noch ein Aspekt in den Sinn gekommen, den ich nicht vergessen möchte. Das gesellschaftliche und kulturelle Verständnis.

Das kann man sehr schön u.a. in Musik ablesen. Kirchliche Werke, Opern Sinfonien, Sonaten usw. hatten sehr strenge Abfolgen. Insbesondere kirchliche Werken unterlagen klaren Strukturen und Vorgaben und gaben dem Komponisten ein enges Korsett vor. In der Malerei war es genau so. Nehmen wir das Beispiel des englischen Malers William Turner. So lange er seine Schiffe malte war eigentlich alles gut. Die ersten "frei gestalteten" Landschaftsbilder entsprachen nicht der Vorstellung von "Kunst" und wurden entsprechend honoriert.

Heute verlangen von Bildern als Schärfe, Kontraste und bunte Farben. Das meine ich überhaupt nicht wertend. Aber die Tendenz ist so. Entsprechend übe ich dann aufgrund meines Hintergrundes eben auch Kritik. Das sollte man nicht ausser Acht lassen.

Wie man es auch immer dreht und wendet.
[MENTION=3501]Werner[/MENTION]: die Idee mit dem Bier war ja nicht nur gut ... hat mich glatt zu einem Mittagsschlaf hingehauen ...
[MENTION=6242]Sven[/MENTION]: ja, ich finde auch, dass Du einen wichtigen Punkt geschrieben hast. Fotografische Kenntnisse helfen, auch ein Bild was nicht dem eigenen Geschmack entspricht, zumindest in dieser Hinsicht beurteilen oder bewerten zu können. Aber auch das braucht ja wieder Persönlichkeit und die Fähigkeit es auch an den Mann oder die Frau zu bringen.

Und noch zuletzt etwas: manchmal - und das sollte ja auch möglich sein, drücke ich mit einem "Lachen" oder einem "wunderbar" sehr wohl etwas aus, wenn auch nicht unbedingt fundiert. Bei Werners Bild musste ich einfach lachen, nicht mehr und nicht weniger....und ich würde mich - obwohl ich die Kritik von Jochen sehr treffend finde - hüten nur einen Satz darüber zu schreiben ...
 
Kommentar


Und eines ist mir im Laufe der Jahre immer
klarer geworden – Erfahrung, Du darfst es gern
auch Weltwissen nennen, ist unabdingbar für
jedes qualifizierte Urteil.


mit allem respekt Sven, deine ausführungen hier finde ich doch etwas übertrieben. wir befinden uns in einem fotoforum, in dem vorrangig hobbyfotografen unterwegs sind.

ich schätze wissen, noch mehr aber schätze ich klugheit und gespür. von unerfahrenen kann ich auch lernen, indem sie mir mitteilen, was sie wahrnehmen. klar sind begründungen für korrekturvorschläge von vorteil, aber >unabdingbare< voraussetzung für einen lerneffekt in meinen augen nicht.
es wäre schade, wenn sich anfänger und nichtprofis von der bildkritik ausgeschlossen fühlten. gerade unterschiedliche sichtweisen machen ein forum doch lebendig.​
 
Kommentar
Ich denke auch, man sollte nicht aus den Augen verlieren für wen die Bildkritik in erster Linie gedacht ist. Für den Lernenden/Anfänger.

Mal abgesehen davon, daß ich von dem ganzen Profi- bzw. Nicht-Profi-Gerede nicht allzuviel halte, wird ein gestandener Profi seine Bilder wohl kaum in einem Fotoforum posten, um sie kritisieren zu lassen. Im Normalfall weiß er, ob ein Bild gelungen ist, oder nicht, bzw. wo die Stärken und Schwächen sind. Und wenn er sich doch einmal wirklich nicht sicher sein sollte, dann fragt er einen Kollegen, oder jemanden mit Sachverstand, dessen Meinung ihm auch wichtig ist. Wenn ich als Profi ein Bild zur offenen Bildkritik poste, kann es eigentlich nur darum gehen möglichst viel positives Feedback zu bekommen. Das ist sicher gut für's Ego, aber so richtig weiter bringt es einen wohl kaum.

Im übrigen bewahrt einen der 'Profi-Status' auch nicht davor schlechte Fotos zu machen, genauso wie mancher Amateur (und ich meine das im positiven Sinne - als Liebhaber) schönere Fotos machen kann, wie so mancher Profi.

Auch werden die Bedingungen nie für alle gleich sein. Mancher Edelamateur steckt vierstellige Beträge in sein Equipment. Bei der Beurteilung eines Bildes kann es eigentlich nicht darum gehen, wie erfahren der Fotograf ist, oder welches Equipment er benutzt hat. Auch wenn man diesbezüglich vielleicht gewisse Erwartungen und Vorstellungen hat.

Ich kann immer nur für mich sprechen. Aber wenn ich mich an meine Anfänge zurück erinnere, waren es die Bilder der großen Fotografen die mich motiviert und inspiriert hatten. Ich wollte genauso fotografieren wie XY und genauso gut Printen können. Und auch wenn zu Analogzeiten alles noch ein wenig anders war, trifft das sicher auch heute noch auf viele zu. Es geht um's besser werden. Es gab damals natürlich kein Internet in dem man Bilder veröffentlichen konnte. Ich mußte selber hinschauen und war selber mein größter Kritiker. Nur so ging's dann langsam vorwärts.

Und genau das sollte man, meiner Ansicht nach, Anfängern beibringen. Das Hinschauen. Und die selbstkritische Reflektion... vielleicht hilft ein Fragenkatalog ja eher dem Bildersteller als dem Kritiker

VG
 
Kommentar

Da ich ja wohl gemeint bin, möchte ich hier die Wortwahl noch etwas genauer bezeichnen......

"strenger" ist es vielleicht, wenn ich es emotional so sehe oder verstehe....es ist aber nicht strenger..."tiefer"..."genauer" trifft es besser,
wobei der Umkehrschluss für andere Bilder nicht stimmt!.....andere Bilder werden ja nicht ungenauer betrachtet!

Man muß irgenwo anfangen und irgenwo aufhören.......sowas ist wie eine Treppe!....daher ergeben sich verschiedene "Stufen"....


...die aber nichts mit verschiedenem Maß zu tun hat!!.....Alle Bilder beurteile ich mit dem selben Maß!

Grüße,
Jan
 
Kommentar
...Alle Bilder beurteile ich mit dem selben Maß!
...

Kann ich mir nicht vorstellen, Jan
Wenn Dir Deine Mutter/Schwägerin/Kumpel etc. Urlaubsbilder zeigen, dann wirst Du die doch sicher nicht nach formalen und technischen Gesichtspunkten beurteilen, oder? So geht es zumindest mir.
Und genau das sind die Leute, die überwiegend hier ihre Fotos zeigen.
 
Kommentar

Die Fragen auch nicht nach einer nach einer Bildkritik, sondern wollen Ihre Erlebnisse teilen Wenn jemand ambitioniert und bewußt fotografieren geht und dann nach einer Meinung fragt, sollte die schon halbwegs ehrlich sein. Deshalb muß man einen x-beliebigen Urlaubsschnappschuß aber nicht gleich auseinander nehmen.

VG
 
Kommentar
Da kommt schon öfter mal die Frage "was sagst Du als Profi denn zu dem oder dem Bild..."

Und dann sagst Du Ihnen sie sollen schnellstmöglichst einen Galeristen aufsuchen, denn es handele sich um große Kunst? Ist doch klar, daß man seinen Liebsten nicht vor den Kopf stößt.

Für mich ist die Frage auch nicht eine ernsthafte Aufforderung zu einer ausführlichen Bildkritik. Da geht es eher darum ein paar Höflichkeiten auszutauschen, als nach dem Wunsch die Wahrheit zu hören. Wenn dich im vorbeigehen eine flüchtige Bekanntschaft nach Deinem befinden fragt, schüttest Du ihr auch nicht gleich Dein Herz aus...

VG
 
Kommentar

Richtig. Und genau das meinte ich damit, dass ich nicht alle Bilder mit dem gleichen Maß beurteile
 
Kommentar
Wenn wir uns aber hier auf's Forum beziehen und explizit um Postings in der Bildkritik, dann sollte es relativ egal sein wie erfahren das Mitglied ist. Trotzdem kann man seine Kritik ja so formulieren, daß sie dem Ersteller gerecht wird und ihn weiter bringt. Bei einem erfahrenen Fotografen werden das in der Regel andere Kritikpunkte sein, als bei einem Anfänger. Man muß aber nicht mit zweierlei Maß messen.

VG
 
Kommentar
Wenn wir uns aber hier auf's Forum beziehen und explizit um Postings in der Bildkritik, dann sollte es relativ egal sein wie erfahren das Mitglied ist.
VG

Das möchte ich für mich noch einmal bekräftigen. Wenn ich ein Foto zur Bildkritik einstelle, dann möchte ich (als Amateur) keinen Schonwaschgang. Ich möchte das ganze Verbesserungspotential aufgezeigt bekommen. Gerne auch unterschiedliche Richtungen (mehr Sättigung / mach doch mal SW). Aber der Anspruch, an dem ich mich messen möchte, ist das "perfekte Bild". Daß ich da nicht bin, es vielleicht auch nie erreiche, damit kann ich gut und muß ich leben.

Gruß, Lon
 
Kommentar
Aber der Anspruch, an dem ich mich messen möchte, ist das "perfekte Bild". Daß ich da nicht bin, es vielleicht auch nie erreiche, damit kann ich gut und muß ich leben.

Der gegenwärtig laufende Thread 'Keine Bildkritik erwünscht?‘ hat mich
dazu veranlasst, hier nochmals alle Beiträge zu lesen, und bin dabei
gleich über Deinen Wunsch nach dem ‚perfekten Bild‘ gestolpert.
Aber was ist das perfekte Bild? Gibt es DAS perfekte Bild überhaupt?

Vor Monaten hatte ich in der 'fotocommunity‘ ein paar Fotos einer
jungen Fotografin gesehen, die erst seit kurzer Zeit eine Kamera hatte,
und sich selbst als blutige Anfängerin bezeichnete.

Hätte man die Fotos gemäß des von Klaus angeregten
Kriterienkataloges bewertet bzw. kritisiert, wären die Fotos
allesamt durchgefallen. Die Fotos waren jenseits jeder technischen
oder gestalterischen Versiertheit.
Aber dafür wirkten die Fotos lebendig, spontan, emotional und
waren von einer solch unbekümmerten Frische, dass es eine
Freude war, die Bilder anzusehen.
Habe eben leider vergeblich versucht, die Bilder wiederzufinden.
Es waren Portraits von Freunden/innen und Motive aus dem
näheren Umfeld. Man hätte sagen können, die Genialität dieser
Fotos generierte sich aus der Summe der Unzulänglichkeiten und
der Freude am Fotografieren.

Ich wüsste gar nicht, wie man in diesem Fall eine für die Fotografin
hilfreiche Kritik hätte üben können. Hinweise wie 'achte mal auf
einen waagerechten Horizont‘, 'leg beim nächsten Portrait den Fokus
auf die Augen' oder 'den Beschnitt solltest du so und so wählen'
würden die Fotografin vermutlich in ihrer Unbekümmertheit
einschränken und den Fotos die Seele rauben.

Wahrscheinlich gibt es allgemeingültigen Regeln für eine perfekte
Kritik genauso wenig, wie es das perfekte Bild gibt.

Gruß
Heiner
 
Kommentar
Das perfekte Bild ,den perfekten Fotgrafen und die perfekte Kritik kann es nicht geben ,deswegen sehe ich es als sinnvoll an das jeder entscheidet was beurteilt werden soll.
 
Kommentar
-Anzeige-