Der Vorteil ist natürlich, dass man sich "face to face" gegenübersteht und anhand von Mimik, Gestik, Körpersprache schneller merkt, dass der Kritiker einem nicht böses will.
Das ist beim ausschließlich geschriebenen Wort und vor allem, wenn man die Schreibenden überhaupt nicht kennt, sehr viel komplizierter.
Dennoch meine ich, dass es den Horizont erweitert!
glaube ich auch nicht daran, dass die Teilnahme an einem Fotokurs jemanden zu einem guten Fotografen machen kann. Das einzige, was an positivem dabei herauskommt ist, dass man handwerklich versierter mit dem jeweiligen Medium umgehen kann. Mehr nicht!
Ich sehe bei solchen Bild Kritiken immer das Problem das "Jeder"
glaubt "Er" sei kompetent.
Der Besitz einer Kamera als kleinster gemeinsamer Nenner funktioniert halt nicht.
Wenn ein Blümschenfotograf, seine Meinung zu Gursky Fotos kund tut, oder ein Landschaftsfotograf/Ansel Adam Fanboy meine "geblitzten"BondageFotos beurteilt, kann das sehr fruchtbar sein... geht aber meistens nach hinten los.
Ich habe ein paar mal an Portfolioreviews zB. in Arles teilgenommen,- war ganz witzig aber gebracht hat mir das Null...
vielleicht könnte man ja mit Kategorien arbeiten
Kritik zu Landschaftsfotos
Kritik zu Portraits
Kritik zu Sportfotos
eigentlich schimpfe ich ja immer über Schubladen denken :O)
charly
..Ich denke, wir haben viele Mitglieder, die ein fotografisches Auge, einen fotografischen Blick haben, vielleicht noch ungeübt und nicht ausgebildet, aber als wichtige Anlage vorhanden..
Klassisches Sender-Empfänger-Problem: "Ganz nett" heißt an sich ja so viel wie "ich will es nicht direkt "eher Müll" nennen, aber so richtig gut ist es auch nicht!", auch wenn Du "ganz nett" als "ja, ist ganz hübsch" meintest. Du hast das allerdings direkt selbst mit "aber" abgewertet und daher war die Reaktion nur allzu verständlich.Ich hatte selbst vor einiger Zeit in der 'fotocommunity' die Formulierung 'Das Foto ist ja ganz nett, aber ...' gewählt, und habe mir damit den Unbill des anderen Fotografen zugezogen, der damit sein Foto abgewertet sah. Im Nachhinein verständlich, obwohl ich es überhaupt nicht negativ gemeint hatte.
Ich finde das eine sehr gute Idee und würde mich gerne beteiligen an öffentlichen Bildkritiken.
Freiheit und Kreativität gehen, nach meiner Meinung, Hand in Hand. Nicht nur bei demjenigen, der ein Foto erstellt und dieses zur Diskussion frei gibt, sondern auch bei jenen, die dazu etwas sagen möchten. Eine Kanalisierung aber, das bitte ich hierbei zu bedenken, ist das Ende jeder Freiheit.
Genauso wenig wie ich glaube, dass der Teilnehmer an einem Schreibkurs dort die Fähigkeiten erwerben kann, ein guter Autor zu werden, glaube ich auch nicht daran, dass die Teilnahme an einem Fotokurs jemanden zu einem guten Fotografen machen kann. Das einzige, was an positivem dabei herauskommt ist, dass man handwerklich versierter mit dem jeweiligen Medium umgeht. Mehr nicht! Im günstigsten Falle erleichtert dies, jene Kräfte spielerischer Nutzen zu können, die man dann braucht, um in neue Regionen vorstoßen zu können, im ungünstigsten Falle zerstört es jene Ansätze, die sonst zu einer eigenen Handschrift hätten werden können.
Meine ganz persönliche Erfahrung ist aber, dass wir über das rein technische hinaus, mehr von Vorbildern lernen als durch Kritik. Wenn mich Arbeiten faszinieren, bedeutet dies auch, dass ich einen Zugang zu dieser Sehweise habe. Ich "verstehe" denjenigen, der dies geschaffen hat, und lerne dadurch mich selbst, und auch meine eigenen Möglichkeiten kennen.
Frei formulierte Kommentare sind in diesem Sinne auch Energien, die nicht nur den Einsteller des Fotos bereichern können, sondern auch den Kommentierenden.
...
...Talente schlummern da aber gewaltig!.....es wurde nur noch nie gefördert oder abgerufen!......
Mit einfachen Mitteln lässt sich da eine Tür öffnen, wenn man zu den Talentierten gehört....
...
Ja, Jan, entschiedenes ja! Aber …
Wie sagte mir mal OP so schön:
Es reicht nicht, Talent zu haben, man muß es auch formen
und gezielt in eine künstlerische Richtung bringen.
Die Zahl hochbegabter Musiker, die mir im Laufe meines
Lebens begegnet sind, ist Legion – aber was ist aus den
allermeisten geworden … Selbst zeitweise höchstgefeierte
sind heute unter ferner liefen einzuordnen.
Es reicht einfach nicht auf Dauer, Talent zu haben, man
muß auch mit dem ganzen Drum und Dran klarkommen.
Daran sind schon viele gescheitert …
Ich hatte mal einen Bekannten, der war so gut in seinem
Hobby, daß er bei den Oberhausener Kurzfilmtagen für
einen Unterwasserfilm einen Preis gewonnen hat. Aber er
wußte schon sehr gut, warum er bei seinem Beruf blieb.
Es ist ein bißchen wie mit den Hobbyköchen – da gibt es
Genies, die fabrizieren einem Haute Cuisine vom Feinsten.
Aber Gnade Gott, sie sollen das Menü am nächsten Tag in
exakt gleicher Qualität und Konsistenz erneut präsentieren,
nun aber statt für vier für diesmal 20 Personen …
..Du gehst davon aus, dass jeder seine Talente selber erkennt und umsetzt und wer es noch nicht gemacht hat, der hat vielleicht keine Talente für ein Thema..
Jan, eher sehe ich es so, dass in verschiedenen Lebensphasen die Prioritäten variabel sind. Wenn etwas stark genug als Anlage vorhanden ist, wird es sich zum passenden Zeitpunkt durchsetzen.
Um das mehr "persönlich" zu machen: Es gab Zeiten, wo ich, obwohl schon mit dem Fotovirus infiziert, absolut kein Interesse daran hatte, irgendetwas zu dokumentieren. Nachträglich hat es mir zwar oft leid getan, dass dem so war, weil viele Lebensabschnitte in diesem Sinne sehr ergiebig hätten sein können, aber so war es nun mal!
..so ist das Leben!.....und das sollte man auch so akzeptieren..
Ja, schwierige Kiste, das eine zu fördern ohne das andere zu behindern!
...
Es reicht nicht, Talent zu haben, man muß es auch formen
und gezielt in eine künstlerische Richtung bringen.
...
Wie wäre es, wenn derjenige, der das Bild beurteilt haben möchte, bereits bei der Einstellung seines Bildes eine Info zu seinem Bild abgibt.
Also z.B.
lange Zeit gewählt, weil ich eine Wischeffekt erreichen wollte;
große Blende gewählt, weil ich wenig Schärfentiefe haben wollte;
ich wollte die Umgegend in das Bild mit einbeziehen, um das Milieu zu verdeutlichen;
usw.
Dadurch wird der Fotograf gezwungen, sich selbst mit seinem Bild auseinanderzusetzen, macht es dadurch den Kritikern einfacher und nebenbei ist der Fotograf wahrscheinlich auch offener (auch für negativere Kritiken) für Feedback
Wäre das ein gangbarer Weg? Was haltet Ihr davon?
Gruß
Wrtlbrmft
Die Angst jemanden in seinem Ausdruck zu behindern, die sehe ich hier nicht....
..da ist es sehr wichtig, den richtigen Ton zu finden um nicht die "Pflanze" zu zerstören..
Dein Einfühlungsvermögen in solchen Situationen hab ich ja schon ehrlich bewundert! Wollen wir hoffen, dass dieses etwas abfärbt auf jene, die mit dieser Gabe nicht so sehr gesegnet sind!..Im günstigsten Falle erleichtert dies, jene Kräfte spielerischer Nutzen zu können, die man dann braucht, um in neue Regionen vorstoßen zu können, im ungünstigsten Falle zerstört es jene Ansätze, die sonst zu einer eigenen Handschrift hätten werden können..
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