Nette Überraschung dann wieder ein
junger Bateleur
Der
Gaukler (
Terathopius ecaudatus) ist eine
Greifvogelart aus der Unterfamilie der
Schlangenadler (Circaetinae), die in großen Teilen
Subsahara-Afrikas vorkommt und offene oder halboffene Savannenlandschaften bewohnt. Der Gaukler ernährt sich größtenteils von kleineren bis mittelgroßen Vögeln und Säugetieren, die er erjagt, aber auch von Aas. Er fällt durch seine ausgedehnten, relativ niedrigen, „gaukelnden“ Suchflüge auf, bei denen er die Flügel in einem tiefen V hält und seitlich hin- und herschaukelt. Zudem ist die akrobatische Flugbalz recht spektakulär.
RG 454 - noch mehr schnitt, traute ich mir nicht, da es sonst unscharf wird -
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Robert Goppelt, auf Flickr
RG 455
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Robert Goppelt, auf Flickr
Der Gaukler ist ein relativ großer Greifvogel, der vom Körperbau den
Altweltgeiern ähnelt, verwandtschaftlich jedoch zu den Schlangenadlern gehört. Seine Körperlänge liegt zwischen 55 und 70 cm, wobei der Schwanz extrem kurz ist, worauf auch das
Epitheton des wissenschaftlichen Namens (
ecaudatus = schwanzlos) hinweist. Bei
adulten Vögel ragen die Füße im Flug über den Schwanz hinaus. Die Flügel, mit denen er Spannweiten von 168 bis 190 cm erreicht, sind jedoch außergewöhnlich lang und haben mit 25 Armschwingen die meisten aller Greifvögel. Die Hinterränder der Armflügel bilden einen großen Bogen, während der Handflügel relativ kurz und spitz ist. Der Kopf wirkt groß, mit langem Nackengefieder, das zu einer Kapuze aufgestellt werden kann. Das Gewicht liegt zwischen 1820 und 2950 g.
Die Geschlechter ähneln sich, lassen sich aber aufgrund der grauen Armschwingen der Weibchen relativ leicht unterscheiden. Weibchen sind zudem durchschnittlich 6 % größer als Männchen. Das Jugendkleid ist überwiegend braun. Subadulte Vögel wechseln über acht Jahre in immer dunkler werdende Kleider, bevor sie ausgefärbt sind. Es gibt eine beige Morphe, bei der der Rücken und die
Steuerfedern im Adultkleid nicht kastanienbraun, sondern cremefarben sind. Diese Morphe scheint häufig in
ariden Regionen aufzutreten. Ihr Anteil liegt aber höchstens bei 7 %.
Bei
adulten Vögeln ist der vordere Schnabel gelb mit schwarzer Spitze; Schnabelbasis und
Wachshaut sind wie eine unbefiederte Partie um das Auge rot. Die
Iris ist – wie in allen Kleidern – braun. Das Gefieder ist überwiegend schwarz. Das Schultergefieder ist grau und zeigt, wenn es frisch vermausert ist, weißliche Säume. Rücken, Bürzel, Steuerfedern und
Unterschwanzdecken sind kastanienbraun. Bei Männchen sind die Großen Armdecken und Armschwingen schwarz, bei Weibchen sind erstere dunkelbraun, letztere jedoch grau mit breiter, schwarzer Endbinde. Beine und Füße sind bei beiden Geschlechtern rot.
Vögel im Jugendkleid sind langschwänziger und überwiegend braun gefiedert mit sichtlich aufgehelltem Kopf und rötlichen Säumen auf der übrigen Oberseite. Die Wachshaut ist grünlichblau, die Füße weißlich gefärbt. In den folgenden Kleidern werden subadulte Vögel dunkler und zeigen bereits andeutungsweise die Farbpartien adulter Vögel. Gesicht, Beine und Füße färben sich zunächst orange, bevor sie allmählich die lebhaft rote Färbung wie bei adulten Vögeln annehmen.
Beim Abflug startet der Gaukler mit ungewöhnlich schnellen Flügelschlägen und fällt dann in den typisch gaukelnden 50–60 km/h schnellen Segelflug, in dem er die Flügel in einem tiefen V hält und hin- und herschaukelt. Dabei schlägt er kaum einmal mit den Flügeln, ist aber auch auf ein gewisses Maß an
Thermik angewiesen. Am frühen Morgen, am späten Nachmittag oder bei nassem und kaltem Wetter sitzen Gaukler daher meist über lange Zeit auf Bäumen. Dabei halten sie sich typischerweise sehr aufrecht.
RG 456
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RG 457
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