Kalte Einsamkeit

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Tja - sehr minimalistisch; nicht direkt mein Fall.
Aber ich habe auf dem Monitor links neben und über der Bank helle Streifen. Sind die im Original auch drin? Und was ist das?
 
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nmm diese Streifen habe ich auch. Entweder sind das Reflexionen des Wassers, oder aber Nebel, oder aber Farbstufen. D.h. es wurde der Kontrast von nem 8Bit jpeg erhöht ( hier eher unwahrscheinlich).

Kann es sein, dass das Bild leicht verwackelt ist (horizontal)?
Zudem würde ich den Weißabgleich ein wenig verändern. Ist einfach zu blau noch für meinen Geschmack
 
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Das Bild ist mir auch in deinem Thread aufgefallen, den du hier ja auch erwähnt hast. Es hat mir am besten gefallen!

Den Bildaufbau finde ich sehr gut. Sehr schönes ruhiges Bild. Weiter so!

Viele Grüsse
Martin
 
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Die Streifen sind mir auch aufgefallen und ich könnte mir vorstellen, dass das kleine Wellen sind. In dem Fall würde mir das Bild besser gefallen, wenn die Wellen besser zu erkennen wären (Kontrast erhöhen?) und quasi sichtbar von der Bank wegliefen. So stellt das für mich nur irgendeine Bank vor einer undefinierbar grauen (bzw. bläulichen) Suppe da. Da bleibt weder der Blick irgendwo hängen, noch stellen sich irgendwelche Assoziationen ein.
 
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Danke für Eure Feedbacks - bin sehr froh wenn Ihr schlechte Sachen bemängelt, so kann ich lernen


Meint Ihr dieses leichte "Scheinen" am linken Rand der Bank? Ich habe bei diesem Bild im PS die Dimensionen zugeschnitten und glaube ich etwas am Kontrast und der Schärfe geschraubt. Dass das Bild etwas verwackelt ist, kann gut sein, habe es "von Hand" gemacht - hatte zwar ein Stativ dabei, aber das war mir irgend wie zu mühsam das Teil umher zu tragen Wie macht Ihr das mit dem Stativ? Fotografiert Ihr von Hand oder mit Stativ, welches Ihr dann bei verschiedenen Motiven umhertragt?



Im PS habe ich mal probiert hier etwas zu drehen mit dem Kontrast, ist mir jedoch nicht gelungen - gibt es hier Tipps oder Möglichkeiten?

Betreffend einer Assoziation - das waren meine ersten Bilder draussen und fotografiere erst seit Anfang Jahr. Primär lag das Ziel des Ausfluges darin, mal etwas mit den verschiedenen Einstellungen zu experimentieren. Habe schon einige Fotodiskussionen von Euch gelesen und würde gerne ein "Gefühl" entwickeln für ein Motive mit Gefühl oder was den Fotograf bewegte das Motiv zu knippsen (hoffe Ihr versteht was ich meine )....


Den Bildaufbau finde ich sehr gut. Sehr schönes ruhiges Bild. Weiter so!

Danke MaGeKo - was macht einen guten Bildaufbau aus? Ich orientiere mich irgend wie etwas am goldenen Schnitt, so dass das Motiv etwas versetzt und nicht in der Mitte des Bildest steht.... Stimmt das? Und gibt es noch weitere Kriterien dazu?

Grüsse Stefan
 
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Das lässt sich so direkt nicht beantworten. Es kommt darauf an, was ich will und was geht. Wenn ich gezielt Landschaft fotografieren gehe und die Möglichkeit habe, ein Stativ mitzunehmen, dann tue ich das auch. Ein Stativ ist mMn nicht nur nötig, wenn das Licht zu schlecht ist, um aus der Hand zu fotografieren, sondern hilft mir vielmehr auch mich gezielter mit dem Motiv und der Komposition auseinanderzusetzen. Mit Stativ knippst man nicht (womit ich nicht sage, dass man ohne Stativ automatisch nur knippst - nur die Gefahr ist größer, dass man das tut). Guck mal hier - ganz interessant zu dem Thema.


Es muss ja einen Grund geben, warum du gerade in der Situation gedacht hast: "jetzt nehme ich meine Kamera und nehme diese Bank vor diesem Hintergrund auf". Irgendwas hat dir dieses Motiv doch interessant oder besonders genug gemacht, dass du es abbilden wolltest. Dein "Aufgabe" als Fotograf ist es nun, dieses auf ein Bild zu bannen, so dass der Betrachter im optimalen Fall gleiche oder ähnliche Assoziationen oder Gefühle hat, wenn er das Bild sieht.
Bei deinem konkreten Bild könnte ich mir vorstellen, dass dir die einsame Bank mit den Blick in die (unendliche) Weite gefallen hat. Auf deinem Foto sieht man aber leider nur die Bank vor einer undefinierbaren grau-blauen Suppe. Hier wäre jetzt ein Hilfsmittel, das Bild so zu gestalten, dass der Blick des Betrachters von der Bank in die Weite gezogen wird. Das kann z.B. durch Linien geschehen, an denen sich das Auge orientiert und die es leiten.
 
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prawda, die bank als motiv ist mir zu langweilig ... die idee, die bank mit der kalten einsamkeit abzulichten, ist schon besser ... dann wünsche ich mir allerdings rund um die bank mehr platz ... dann haben meine augen mehr raum um herumzufliegen und die einsamkeit kommt besser

 
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Eigentlich haben die Vorredner schon alles gesagt, aber hier nochmal mit meinen Worten:

Gefällt mir sehr gut, aber Verbesserungspotential für die Weite ist:

Bank steht vor grauer "Fläche" - ein Bild ist per Definition ja 2-dimensional; um dem Betrachter die Wahrnehmung als 3-dimensional zu ermöglichen, gibt es Möglichkeiten:
- verschiedene horizontale Linien, am besten mit unterschiedlichen farblichen Flächen (sieht man oft in der Landschaftsfotografie) hier z.B. Himmel mit abbilden
- Farbverlauf (hier von dunklem Wasser "vorne" bis helles Wasser "hinten")
- diagonale Linien
- ein Objekt welches man als viel größer als die Bank kennt (z.B. Boot), welches aber sehr klein dargestellt ist (also weit weg)

Harald
 
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Guck mal hier - ganz interessant zu dem Thema.
Danke Norden!

Ja das habe ich mir so vorgestellt nochmals Danke für den Tipp!

die idee, die bank mit der kalten einsamkeit abzulichten, ist schon besser ... dann wünsche ich mir allerdings rund um die bank mehr platz ... dann haben meine augen mehr raum um herumzufliegen und die einsamkeit kommt besser
Danke auch Dir El Chaba - das mit der Illustation ist super :up:

Super Tipps! Danke Harald! Werde ich in der Zukunft berücksichtigen...


Wow danke Euch allen grüsse und einen schönen Feierabend - prawda
 
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Hi Stefan,

da du mich direkt angesprochen hast, antworte ich dir natürlich gerne.

Zum Thema Bildaufbau gibt es eine Menge sogenannter Regeln. Es macht durchaus Sinn, sich damit zu beschäftigen und viel zu experimentieren. Die Literatur dazu ist recht umfangreich und ich habe mir neulich in einem Buchladen diverse Werke angesehen. Gekauft habe ich dann "Besser Fotografieren" von George Barr, dpunkt Verlag (EUR 36,00). Viel Stoff zum Lesen, aber so wollte ich es ja. In diesem Buch bespricht er auch einige eigene Fotos, was ich interessant finde.

Was dann noch bleibt, ist die Auswahl der passenden Instrumente zum Motiv, und da gehen die Meinungen dann wieder auseinander. Die Geschmäcker auch. Insofern ist die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema genauso wichtig, wie die praktische.

Am meisten lernt man (nach meiner Ansicht) durch die Kritik der eigenen Bilder durch andere. Dass die Kritik nicht immer mit der eigenen Meinung übereinstimmen muss, macht es nur noch spannender. Insofern wäre mein Tip, auch weiterhin hier Bilder zu zeigen oder, wenn es die Zeit zulässt, mal einen örtlichen Fotoclub aufzusuchen und zu schauen, wie die da so drauf sind.

Viel Spass weiterhin beim fotografieren.

Viele Grüsse
Martin
 
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Hey Martin,

besten Dank für Deinen Post ich finde die Möglichkeit hier Fotos zu veröffentlichen sehr guet! So kriegt man auch Feedback zu den Fotos oder wie auch hier nützliche Tipps. Wenn ich die Fotos meinen Freunden sende, dann heisst es natürlich immer "finde ich schön" o.ä

Da ich erst seit Anfang des Jahres fotografiere habe ich mir das Buch von Tom Striewisch - der grosse humboldt Fotolehrgang gekauft. Bin noch nicht ganz durch, aber ich finde es gut wie er das alles beschreibt.

Nach diesem Buch werde ich mich aber sicherlich in irgend einer Art und Form noch weiter informieren auf jedenfall werde ich weiter hier meine Bildchen veröffentlichen.... die Tipps in diesem Post sind wirklich super und auch wirklich gebrauchbar!

Besten Dank und Grüsse Stefan
 
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zum Thema Buchtipps für Bildgestaltung:

Genial finde ich
-> "Fotografische Landschaften. Lehrbuch für Bildgestaltung" von Eib Eibelshäuser
-> "Bildkomposition und Bildwirkung in der Fotografie - Edition ProfiFoto" von Gerhard Zimmert

Viel Spaß beim Lesen.

Harald
 
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