Es gibt Filme, die erzählt werden. Und es gibt Filme, die vor allem durch ihre Bilder wirken. Hiddensee, der neue Dokumentarfilm der preisgekrönten Regisseurin Annekatrin Hendel, dürfte zur zweiten Kategorie gehören.
Lektüre am Strand (1980er Jahre). Bild: ©IT WORKS! / Peter Brune
Gestern fand ich eine Presseinformation dazu in meinem Posteingang. Das Thema hat mich fasziniert, daher jetzt eine kleine Vorstellung des Films für euch.
Hiddensee als fotografisches Porträt
Die Bildbeispiele im Pressematerial finde ich klasse. Hiddensee wurde in richtig starken Schwarz-Weiß-Bildern gedreht, die der Insel eine fast zeitlose Atmosphäre verleihen. Verantwortlich für die Kamera zeichnet Martin Farkas, gemeinsam mit Regisseurin Annekatrin Hendel.Die Heide auf Hiddensee. Bild: ©IT WORKS!
Schwarzweiß lebt davon, dass Farben keine Rolle mehr spielen. Übrig bleiben Licht, Kontraste, Strukturen und Bildkomposition. Genau darauf scheint Martin Farkas seine Kameraarbeit auszurichten. Schon die veröffentlichten Szenenbilder zeigen, wie stark die Insel allein über Formen, Himmel und Wasser wirkt.
Fotoshooting am Strand. Bild: ©IT WORKS!
Der Wechsel zwischen weiten Landschaften und sehr intimen Beobachtungen scheint den besonderen Reiz des Films auszumachen. Die Szenenbilder wechseln immer wieder zwischen Ruhe und Nähe – das macht mich neugierig auf den fertigen Film.
Pastor Konrad Glöckner mit Ilse Hübner. Bild: ©IT WORKS!
Geschichte in Bildern
Die nur rund 17 Kilometer lange Ostseeinsel dient in diesem Film nicht einfach als Kulisse. Hiddensee erzählt nicht nur von Dünen, Meer und Landschaften, sondern auch von Künstlerinnen und Künstlern, politischen Umbrüchen und Menschen, die Hiddensee über Generationen geprägt haben. Der Film spannt einen Bogen von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart.Paul Landers, Aljoscha Rompe und Christian "Flake" Lorenz der DDR Punk Band Feeling B. Bild: ©IT WORKS! / Peter Brune
Kinotour vor dem Start
Noch vor dem offiziellen Kinostart am 20. August 2026 präsentiert Annekatrin Hendel ihren Film bei zahlreichen Sondervorstellungen persönlich. Im Anschluss an die Vorführungen steht die Regisseurin für Gespräche mit dem Publikum zur Verfügung.Die Termine:
- 13.08. – Vitte (Hiddensee), Zeltkino – 20:00 Uhr
- 14.08. – Bergen auf Rügen, UC Kino – 17:30 Uhr
- 16.08. – Leipzig, Passage Kinos – 18:00 Uhr
- 17.08. – Dresden, Programmkino Ost – 18:30 Uhr
- 19.08. – Schwerin, Filmpalast – 19:30 Uhr
- 20.08. – Berlin, Filmtheater am Friedrichshain – 19:30 Uhr
- 21.08. – Berlin, Colosseum – 19:30 Uhr
- 22.08. – Bremen, City 46 – 17:30 Uhr
- 23.08. – Hamburg, Abaton – 17:00 Uhr
- 23.08. – Hamburg, Zeise – 19:00 Uhr
- 25.08. – Berlin, Kino Krokodil – 20:00 Uhr
- 26.08. – Berlin, Bundesplatzkino – 18:00 Uhr
- 01.09. – Berlin, Brotfabrik – 18:30 Uhr
Mein Eindruck
Mich hat die Pressemitteilung ehrlich gesagt wegen der Bilder neugierig gemacht. Wenn der Film die Atmosphäre der veröffentlichten Szenenbilder über knapp zwei Stunden tragen kann, dürfte Hiddensee nicht nur für Dokumentarfilm-Fans interessant sein, sondern auch für alle, die sich für Schwarzweißfotografie und dokumentarische Bildgestaltung begeistern.Mehr Informationen gibt es hier: