Das letzte Bild vom poetischen Spaziergang heute ist auch das erste.
Ich tauche ein, in Farben und Strukturen, Formen, Tiefe und Weite.
Und nur der Herbst bringt dies.
So tauche ich ein in ein Maisfeld, schaue durch und entdecke.
Die braunen und farbigen Blätter
dämpfen die Schritte auf den Wegen.
Ich schaue nach links und nach recht.
Und weiss nicht mehr
was wo es scharf und unscharf ist.
Und so stehen sie wieder da.
Diese Motive sind scharf.
Stehen plötzlich vor einem.
Im Sommer hätte ich sie nicht wahrgenommen.
Wäre achtlos an ihnen vorbei gegangen,
als würde sie nicht existieren.
Ich empfinde Unordnung und Chaos.
Blätter liegen herum, ragen hängend
und verdorrt aus dem Boden.
Dürre Äste und Halme und Zweige
stehen kreuz und quer zueinander.
Aber da, wieder ein Monument.
Es steht schon lange da,
ruhend im Sommer und
verdeckt vom Grün.
Und auf dem Feld ist es nicht anders.
Farben wechseln ab mit Kontrasten und Strukturen.
Man sieht wieder zwischen den Sträuchern durch.
Motive eröffnen sich wieder,
es ist anders.
Auch Monumente.
Im Sommer versteckt
zwischen den Feldern.
Der Mais überragt sie manchmal,
oder sonst fallen sie nicht auf.
Aber nun kommen auch die Wildschweine nicht mehr.
Der Mais ist weg, fast,
die Jäger harren ein einsames Leben
in den Monumenten.
Banale Blicke.
Sie sitzen auch im Sommer dort oben,
die Greifvögel.
Wenn der Frost kommt, dann sitzen oft dort.
Aber jetzt ragen sie heraus, diese Pfosten.
Als trotzten sie den leeren Fluren.
Ja, der Mais.
Die letzte Erhöhung auf den Feldern.
Ausser den wenigen Sträuchern,
welche bald alle kahl sind.
Ich schaue hinein
und lasse noch einmal den Sommer
Revue passieren.
Die Jahreszeit täuscht nicht.
Bald ist auch dieses Feld geräumt.
Und bald sind keine Farben mehr im Hintergrund.
Ich gehe meine Wege.
Nehme Abschied.
Und begrüsse die letzte Jahreszeit
für diese Jahr.