Ich habe seit einigen Tagen meinen neuen EIZO CS240 in Betrieb. Habe ihn mit dem voreingstellten Profil "Photography" kalibriert. Das verwendet u.a. eine Helligkeit von 100cd. Das finde ich etwas arg dunkel. Habe jetzt noch verschiedene andere Profile erstellt mit unterschiedlichen Helligkeiten. Mit 150cd kann ich leben, 100 ist z.T. so dunkel dass ich näher ran muss um etwas zu erkennen/entziffern zu können.
Was nutzt ihr denn so für Helligkeiten? Was sind empfohlene Werte die man nicht überschreiten sollte?
Ist das Dein erster kalibrierter Monitor?
Wenn man von den normalen Büromonitoren kommt, werden kalibrierte/profilierte zunächst meist als zu dunkel und zu warm (gelbstichig) empfunden. Ist aber reine Gewohnheitssache.
Auf Deinen beiden Bildern im Album sieht der Schnee wie eine anthrazitfarbene Masse aus. Das weist darauf hin, dass Du an einen extrem zu hellen Monitor gewöhnt warst. Anderen Leuten solltest Du Deine Bilder so nicht zeigen
Wenn ich mein Büro etwas abdunkle, dann sagt mein Spider, ich solle 100cd nehmen. Das bedeutet erstmal nix, denn mein Büro ist ja nicht Dein Büro.
Das ist vom Umgebungslicht abhängig, wenn dieses sehr hell und damit eigentlich zu hell ist, können auch deutlich höhere Monitorhelligkeiten notwendig werden.
Letztlich solltest Du möglichst viele Graustufen differenzieren können, ohne dabei vom Monitor geblendet zu werden.
Spätestens wenn man Drucke/Ausbelichtungen am Monitor beurteilen möchte (->Softproof), sollte die Helligkeit des Monitors genau an die Betrachtungsbedingungen (Beleuchtung) des Drucks angepasst werden.
Auf Deinen beiden Bildern im Album sieht der Schnee wie eine anthrazitfarbene Masse aus. Das weist darauf hin, dass Du an einen extrem zu hellen Monitor gewöhnt warst.
Wenn die Bearbeitung der Alben-Bilder der Monitorhelligkeit geschuldet wäre, hat er hoffentlich in der Nähe des Monitors eine Schweisser-Schutzbrille getragen.
Gib deinen Augen, besser gesagt deinem Gehirn, etwas Zeit.
Anfangs hatte ich auch die vom Spyder empfohlenen 120cd eingestellt. Nach etlichen Monaten bin ich auf 110cd runter - 150cd wären mir bzw. sind in "normaler" Umgebung zu viel des Guten.
Ähnliche Eingewöhungszeit braucht es auch beim Weisspunkt. Bin nach langer Zeit bei 5.600K angekommen (als Kompromiss zwischen D65 und D50). Allerding mit 1-2 Zwischenschritten. Anfangs war es mir zu "warm", jetzt sind mir 6.500K zu "kühl". Unser Gehirn kann sich an vieles gewöhnen.
Auf Deinen beiden Bildern im Album sieht der Schnee wie eine anthrazitfarbene Masse aus. Das weist darauf hin, dass Du an einen extrem zu hellen Monitor gewöhnt warst. Anderen Leuten solltest Du Deine Bilder so nicht zeigen
Ich weiss, die Augen müssen sich zuerst daran gewöhnen, daher dachte ich stelle jetzt mal auf 150cd und gehe dann z.B. wöchentlich runter.
Ich habe hier noch einen zweiten Monitor, der wird mit 80% Helligkeit betrieben, muss dann wohl auch diesen etwas runterfahren damit die Unterschiede nicht zu krass sind und meine Augen sich zu fest anstrengen müssen.
gerade beim Weisspunkt sollte man sich aber am Umgebungslicht orientieren und sich nicht sklavisch an der Norm orientieren - optimal ist es natürlich, wenn man auch das Umgebungslicht (bis hin zur Schreibtisch/Wandfarbe) optimiern/angleichen kann.
Spätestens wenn man Drucke/Ausbelichtungen am Monitor beurteilen möchte (->Softproof), sollte die Helligkeit des Monitors genau an die Betrachtungsbedingungen (Beleuchtung) des Drucks angepasst werden.
danke für deine Ergänzungen.
Aber genau das sind die Punkte mit denen ich hadere, seit ich versuche Farbmanagement zu verstehen. Von Galerien und Ausstellungen, die den Besuchern Fotografien wahrscheinlich immer unter den gleichen Bedingungen präsentieren, abgesehen, ändern sich z.B. in Wohn- und Büroräumen die Bedingungen doch ständig.
Kann die gewählte Helligkeit und der gewählte Weisspunkt für solche Örtlichkeiten dann nicht nur ein Kompromiss sein?
Wenn in genormter D50-Umgebung Kataloge, etc. erstellt werden und daheim bei kuscheligem Licht daraus bestellt wird, ist ein weiteres Szenario was mir zu dem Thema einfällt.
Hoffentlich jetzt nicht zu sehr OT, schließlich ging es bei der Fragestellung nur um die Helligkeit.
Ja, die Helligkeit und alles was damit zusammenhängt (Kontrast, Gamma und damit letztlich auch die Bildschärfe) stimmen nicht mehr. Sehr deutlich merkst Du das bei Ausdrucken, die dann viel zu dunkel erscheinen.
Von Galerien und Ausstellungen, die den Besuchern Fotografien wahrscheinlich immer unter den gleichen Bedingungen präsentieren, abgesehen, ändern sich z.B. in Wohn- und Büroräumen die Bedingungen doch ständig.
Also mein Zimmer, wo mein Rechner steht, ist um die Mittagszeit durchflutet vom Tageslicht, abends habe ich kein Licht an. Da muss ich dann sogar die Helligkeit des Monitors herunter regeln. Was meinst Du mit " alles andere ".
Bei der Frage ging es doch ums fertige Bild in einem Katalog, Galerie oder sonstwo.
Du machst ein Foto von einem bunten Kleid, bearbeitest das unter genormten Bedingungen an kalibrierten Geräten und druckst es aus.
Wenn Du nun das Bild und das Kleid nebeneinander hältst, siehst das gleich aus, weil es ja vom gleichen Licht beleuchtet wird, egal wo Du gerade bist. Du kannst also sagen, das Bild gibt Farben und Helligkeit korrekt wieder.
(In der Theorie zumindest. In der Praxis gibt es da noch so Sachen wie Materialbeschaffenheit, Interferenzen, Fluoreszenz und andere Gemeinheiten der Natur, die sich ja nie an die Theorie hält )