Der Viehstall auf dem Haslimoos liegt ruhig am Waldrand, eingerahmt von der grossen Wiese, im Hintergrund die Stockhornkette.
Das Drohnenfoto entstand an einem klaren Sommermorgen, bei meinem zweiten Flugversuch mit dem neuen Aufnahmegerät.
Es fasziniert mich, Strukturen aus der Luft zu entdecken. Eine ungemähte Wiese drängt sich wie ein grüner Keil ins genutzte Grasland. Die Anordnung erinnert an einen Berg. Ein weiteres Experiment mit meiner neuen DJI Mini 3.
Der Regen hat sich verzogen, doch auf den Blättern glitzern noch einzelne Tropfen. Sie ruhen wie kleine Diamanten im Unterholz.
Noch sind die Brombeeren grün und fest. Sie haschen nach Sonnenlicht, um zu reifen. In wenigen Wochen färben sie sich dunkel und bieten den Vögeln ums Haslimoos wertvolle Nahrung.
Ein Rostfarbiger Dickkopffalter labt sich am Nektar einer Blüte – wahrscheinlich einer Distel. Diese tagaktive Art ist flink unterwegs, doch dieser Falter verweilt sie für eine kurze Mahlzeit.
Die Bienenhäuser am Waldrand des Haslimoos wirken verlassen. Vielleicht ist es der viele Regen, der die Flugbienen zurückhält.
Zumindest sind Erdhummeln im Haslimoos unterwegs. Die rosa-violetten Blüten der Klettdisteln locken. Die Hummel sammelt Nektar und Pollen. Dabei bestäubt sie die Blüten, was für die Vermehrung der Distel essenziell ist.
Der Rotklee blüht im Haslimoos. Zwischen sattem Grün setzen die rosa Blüten leuchtende Akzente. Aus dem Gras heraus höre ich das Summen der Insekten – Sommer auf Augenhöhe.
In der Nacht hat es geregnet. Am Morgen liegt noch der feuchte Duft in der Luft. In einer Pfütze auf dem Weg ums Haslimoos spiegelt sich die Stockhornkette.
S1R II, S 35mm
Nach dem Regen steigt Nebel aus dem Wald beim Haslimoos. Die feuchten Schwaden erinnern an einen Regenwald. Im Hintergrund ragt der Niesen über den Horizont.
DJI Mini 3
Eine ruhige Morgenszene im Haslimoos. Die letzten Regenwolken ziehen über die Stockhornkette hinweg. Kühe ruhen auf der Weide, wiederkäuen oder schlafen. Eine hat Durst und macht sich gemächlich auf den Weg zum Stall.
DJI Mini 3
Einen schönen Sonntag und sommerliche Grüsse
Beat-Markus
Auf der Haslimooswiese steht diese alte Scheune seit vielen Jahrzehnten. Das Dach wurde irgendwann erneuert, die Wände aber tragen die Spuren unzähliger Jahre. Sonne, Regen, Wind und Schnee haben das Holz gezeichnet. Die Strukturen faszinieren mich.
S1R II, S 20-60mm
Ein schönes Wochenende und beste Grüsse
Beat-Markus
Fein, dass du hier beständig weitermachst. Ich freue mich immer über deine Haslimoos-Eindrücke.
Und: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag! Alles Liebe und Gute!
Die Berge rund um das Haslimoos zeigen sich geheimnisvoll im Nebel. Nach einem Regentag steigen die Schwaden auf und verdecken die Gipfel. Zwischen den Wolken ist die Landschaft in ständiger Verwandlung.
Der Rehbock kommt neugierig näher, äugt. Neugier und Vorsicht wechseln sich in seinem Blick ab. Einen Moment lang bleibt er stehen. Mit einigen Sätzen verschwindet er im wieder im Wald. Ich bin so gar nicht ein Wildlife-Fotograf, darum freut mich dieser Schappschuss.
Unterwegs im Wald beim Haslimoos. Es regnet leicht, Tropfen fallen durch die Bäume. Nasse Blätter glänzen im wechselnden Licht, der Wald wirkt frisch und lebendig. Ein Moment voller Natur.
S1R II, S 35mm
Einen schönen Sonntag und beste Grüsse
Beat-Markus
Im Wald beim Haslimoos liegen die Äste vom winterlichen Holzschlag in ordentlichen Haufen. Sie bieten kleinen Waldbewohnern Schutz und Lebensraum. Solche Strukturen gehören zur Pflege des Waldes und fördern seine Vielfalt.Im Wald beim Haslimoos liegen die Äste vom winterlichen Holzschlag in ordentlichen Haufen. Sie bieten kleinen Waldbewohnern Schutz und Lebensraum. Solche Strukturen gehören zur Pflege des Waldes und fördern seine Vielfalt.
Sternförmig entfalten sich die filigranen Wedel des Wurmfarns (Dryopteris filix-mas). Das regennasse Grün hebt sich klar vom Waldboden ab.
Mit meiner DJI Mini 3 habe ich an diesem Morgen die Rinder auf der Haslimoos-Wiese fotografiert. Die Luft war klar, die Sonne stand noch tief und zeichnete langen Schatten der Tiere über das taunasse Gras. Ich hielt die Drohne bewusst auf über 30 Metern, damit die Rinder nicht erschreckt werden und in Ruhe grasen können. Sie sind vom April bis Ende Oktober hier draussen. Im Hintergrund sorgt die Stockhornkette für eine eindrucksvolle Kulisse.
Die Samen gehören zur Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense). Sie wächst an den Wegrändern im Haslimoos. Die Samen bilden im Spätsommer federleichte Schirmchen, die vom Wind weit getragen werden. Die feinen Strukturen sind faszinierend – sichtbare Wunderwerke der Natur.
Lumix S1R II und S 70-300 (oben), S 20-60mm (unten)
Am Waldrand des Haslimoos grast eine Herde Holstein-Friesen, die bekannteste Milchrasse der Welt. Ihre typische Schwarz-Weiss-Zeichnung ist unverwechselbar. Sie tragen Glocken und verbringen Tag und Nacht auf der Weide. Geduldig lassen sie die vielen Fliegen um sich gewähren, besonders um die Augen, wo die Haut feucht ist. Beim Fotografieren kamen die Kühe neugierig näher. Ich zog mich schliesslich hinter den Zaun zurück.
Im Wald beim Haslimoos setzen die roten Beeren der Eberesche (Sorbus aucuparia) leuchtende Farbtupfer ins dunkle Unterholz. Die Pflanze ist ein wichtiger Nahrungsspender für Vögel, besonders im Herbst und Winter, wenn andere Früchte rar sind. Für den Menschen sind die rohen Beeren zwar leicht giftig, gekocht oder zu Gelee verarbeitet aber geniessbar. So verbinden sich hier dekorative Schönheit und ökologischer Nutzen.
Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) ist einer der häufigsten Farne im Wald ums Haslimoos. Seine zierlichen, mehrfach gefiederten Blätter entfalten eine fast grafische Schönheit. Ein leichter Windhauch lässt die feinen Wedel zittern, das weiche Bokeh im Hintergrund gibt dem Bild Ruhe und Tiefe. Farne gehören zu den ältesten Pflanzenformen der Erde, sie besitzen keine Blüten und Samen, sondern vermehren sich über Sporen – ein Hinweis auf ihre urzeitliche Herkunft.
Früh am Morgen im Haslimoos: Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, doch der Himmel zeigt bereits ein zartes Rot. Die Wiese liegt triefend nass vom Tau, meine Trekkingschuhe halten dem nicht mehr stand – nasse Socken inklusive. Am Waldrand stehen vier Rehe, ruhig und wachsam, bevor sie im Schutz des Unterholzes verschwinden.
Lumix S1R II mit S 70-300mm
Die Nächte werden kühl, es ist noch 4 °C, auch wenn der erste Frost noch ausbleibt. Der Herbst kündigt sich an: erste Blätter verfärben sich, unter dem Baum liegt schon Laub. Das Licht am Waldrand ist weich, die Kontraste aber stark – zu stark für einen modernen Sensor. Ich habe mich der HDR-Technik mit drei Bildern bedient.
Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) zeigt im Gegenlicht seine ganze Eleganz. Die zarten Fiederblättchen beginnen zu leuchten und zeichnen sich scharf vor dem dunklen Hintergrund ab. So wird die feine Struktur sichtbar, die diesem Farn seit Millionen von Jahren seine Form gibt. Er gehört zu den ältesten Pflanzen der Erde und vermehrt sich nicht durch Samen, sondern durch Sporen.
Am Waldrand des Haslimoos spannt eine Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus) ihr feines Netz. Typisch ist das helle Kreuzmuster auf dem Hinterleib. Diese Spinnen überstehen den Winter nicht als ausgewachsene Tiere – sie sterben im Herbst, nachdem sie ihre Eier in einem Kokon abgelegt haben. Darin überdauern die Jungspinnen die kalte Jahreszeit und schlüpfen im Frühling. Für dieses Foto habe ich mich auf den Boden gelegt, um das Netz mit passendem Licht im Hintergrund einzufangen.
Angesichts der zahlreichen beeindruckenden Aufnahmen, die bei Deinen Haslimoos-Besuchen entstanden sind, möchte ich dieses Thema nun endlich auch in unsere Highlghts aufnehmen und bin gespannt, was Du uns noch zeigen wirst
Herzlichen Dank Anja, für deine wertschätzenden und motivierenden Worte – und für die Ehre, mit meinem Haslimoos-Jahresprojekt in den Highlights zu sein. Jetzt kommt die farbige Jahreszeit. Ich hoffe, auch einige Herbstbilder vom Haslimoos zu zeigen zu können.
Am Horizont schichten sich die Berge in verschiedenen Blautönen übereinander. Vorne zeichnen sich die dunklen Silhouetten der Bäume des Haslimoos scharf ab, dahinter verschwimmen die Konturen zunehmend im dunstigen Morgenlicht. Es wirkt fast wie ein Scherenschnitt, eine grafische Darstellung der Landschaft.
Der Haslimoos-Wald im September: Die ersten Zeichen des nahenden Herbstes erscheinen. Die Farbpalette wechselt Schritt für Schritt von Sommergrün zu roten und gelben Tönen. Das Licht wirkt weicher, ein leiser Übergang in die dritte Jahreszeit.
Lumix S1R II mit S 70-300mm
Ein schönes Wochenende und
herbstliche Grüsse, Beat-Markus
Und: Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag! Alles Liebe und Gute!