Moin Aristillus,
ich schalte mich mal ein mit meiner Meinung und Erfahrung aus 4 Jahrzehnte fotografischer Tätigkeit.
UV - Filter benötigt man heute nicht mehr wirklich, weil die Objektive bereits entsprechend vergütet sind. UV Filter zum Schutz nehme ich z.B. wenn ich am Meer bin gegen Salzwasser, Sandflug usw.
Poolfilter ggf. mal bei Bedarf zur Bildgestaltung der Reflexe. Immerdrauf macht wenig Sinn weil er dann nur unnötig Licht schluckt.
ND und GND-Filter sind super für Langzeitbelichtungen und den fließenden Bewegungen im Bild.
Fazit. Sollte man irgendwann alle haben und bei Bedarf einsetzen. (Beim Graufilter würde ich einen variablen vorziehen)
Anschaffung für den größten Filterdurchmesser den Du benötigst und ggf. Reduzierringe für Objektive für kleinere Filterdurchmesser.
Bei diesen Kombis passt oft die Sonnen- Streulichtblende nicht mehr, also aufpassen und ggf. mit der Hand Streulicht vermeiden auf der Vorderlinse.
Das alles sollte man für kleines Geld auch bei e-kleinanzeigen bekommen, da oft sich Leute diese Dinge anschaffen und wegen Nichtnutzung gerne wieder abgeben.
Brennweitentechnisch ist Du ja gut aufgestellt. Lediglich die Lichtstärke ist etwas mau für bestimmt Bereiche. Hier gibt es ja wie empfohlen für sehr kleines Geld 50mm Optiken und hier ist das 1,8 vom Preis-Leistungsverhältnis und der Abbildungsqualität sehr gut.
Die besten und namhaftesten Fotografen, die Fotogeschichte geschrieben haben, haben mit einer Kamera und dem Normalobjektiv oder auch 35mm gearbeitet und Bilder geschaffen, die wesentlich aussagefähiger waren, als es die heutigen mit ihrem ganzen Geraffel hinbekommen.
Leider sind heute Ansprüche und die Beschäftigung mit der "Technik" viel mehr gewichtet und nicht wie es sein sollte, die Bildinhalte.
Wesentlich ist nur, was Dir gefällt.
Das herauszufinden, was Du für welche Themen benötigst kann Dir keiner abnehmen aber einfach losziehen mit dem Normalobjektiv ohne runkramen nach anderen Optiken und einfach drauflos, weil es Freude macht und man spontan ohne viel Geschleppe auf Situationen reagieren kann - unbeschwert, macht Freude. Und man bekommt mit der Zeit ein Gefühl für die Brennweite, zu ahnen, wie es passt.
Die Bilder, die man dann gerne behält stellen sich schon ein und für alles andere gibt es ja den "Rundordner"
Allzeit gut Licht...
Natürlich weiß ich was Pixelpeeping ist. Und es hat nichts damit zu tun, dass man jedes NEF Bild besser bearbeiten kann als jedes jpg Bild.
Aber das ist eine andere Diskussion und war nicht die Frage von @Aristillus. NEF zu speichern war mein ergänzender Tipp, den man annehmen kann odet nicht.