Wieso schafft Fotografie es eigentlich, den vorherrschenden Frust wenigstens ein wenig zu mildern?
Ich habe es aus Frust mittig gelassen! Ich musste heute die Kamera zu Hause lassen. Naja, wenigstens konnte ich in meinem wilden Gartenbereich noch irgendetwas finden.
Mein Frust:
PC kaputt, ok Sohn hat gerettet, was zu retten war, Handy in Brühe ersoffen, wieso werden gute Töpfe nach 30 Jahren undicht? und wieso lädt Frau ein Handy in der Küche ?
Alles ärgerlich und teuer, aber doch noch ertragbar, irgendwie harmlos.
Aber heute hat's dem Fass den Boden ausgeschlagen: Auto kaputt, keine Kleinigkeit, morgen entscheidet sich, 400€ oder schrottreif . Ich fahre jeden Tag hin und zurück zur Arbeit über 100 Kilometer, ich brauche ihn. Und habe nun Zwangsurlaub .
Christel, ich wünsche dir weiterhin gute Nerven beim Bewältigen deiner nervigen Baustellen und hoffe, dass die Sache mit deinem Auto noch halbwegs tragbar ausgeht.
Wie Du weißt, Christel, kenne ich das. Die große Fähigkeit, wenn nicht die wirklich sinnvolle Gegenantwort auf all das ist fotografieren ... und dein Bild ist wesentlich stärker als die Geschehnisse ....
Ja Bettina, sogar in sehr schlechten Situationen kann die Fotografie durch ihr Sein, durch das beschäftigen mit ihr, durch das in sie hineingehen die Psyche des Menschen positiv beeinflussen.
Und ja, es ist Ermunterung im alltäglichen "Kampf der Welten".
Wie sagt Sam immer so schön: es ist Entschleunigung!
Ich lese aus deinen letzten Posts häufiger ein wenig Frust heraus?
Dafür sind deine Bilder alles andere als frustig, sie gefallen mir eigentlich ausnahmslos! Lass dich nicht unterkriegen, der Herbst kommt bestimmt...
Ja, mag sein.
Tag für Tag kommt irgendetwas hinzu, meist Negatives. Wenn auch oft nichts Positives da ist, dann schafft es die Fotografie doch immer wieder, mich irgendwie aufzubauen.
Ich habe früher gemalt. Ich denke mittlerweile auch wieder darüber nach. Sich wie in der Fotografie zu versenken. Wer weiß, vielleicht kann ich dann auch Fotografie und Malerei kombinieren.
Oh Christel, deinen Frust kann ich richtig verstehen. Aber man sieht am Bild ja Positives. Das baut auf. Drück dir die Daumen, dass alles wieder schnell ins Lot kommt.
ich kann Dir sehr gut nachfühlen. Bei mir ist ein Gang durch die Gegend mit Kamera in der Hand auch immer sehr aufbauend. Wenns die Zeit nicht erlaubt groß draußen rumzugehen, öffne ich auch gern mal einfach nur so zum bummeln meine Bilddateien auf dem Laptop, auf dem Schoß. Irgendwie meditativ...
Am Ende sage ich mir meist. Einmal in die Runde geschaut (gedanklich), alles gesund? Alles gut!