Hallo
Meike,
die Nr. 1 ist sicher das Beste - vor allem, weil dir hier der Bildaufbau (Linienführung, Kommunikation zwischen Vorder- und Hintergrund) schon gut gelungen ist. :up: Hochformat ist für mich bei diesem Motiv die richtige Wahl, schließlich wachsen die auch die Rebstöcke nicht quer. Dass du die vorderen Rebstöcke oben angeschnitten hast, erhöht die Bildintensität, weil man sich als Betrachter der Aufnahme inmitten des Weinbergs wähnt ("mitten drin, statt nur dabei") - sehr gut! Die Belichtung mit 1/400 Sekunde bei f5 allerdings erscheint mir nicht optimal: entweder hätte ich für mehr Tiefenschärfe weiter abgeblendet (mit einer 1/160 Sekunde bei f8 wäre das Bild sicher auch nicht verwackelt gewesen) oder - wenn schon Offenblende, was auch seinen Reiz hat - den Fokus auf den zweiten Rebstock von rechts gelegt (bzw. noch einen mehr ins Bild genommen, damit der Fokus auf dem Weinstock im Lichtspot bleibt). Dadurch, das bereits der erste Weinstock scharf ist, bleibt das Auge unten rechts in der Ecke hängen und wandert nicht ins Bild.
Nr. 2 und 3 sind Knipsebilder - da stimmt eigentlich nichts.
Tipp, falls es dich noch mal in die Weinberge zieht: steh' früher auf, dann ist das Licht deutlich besser.
Außerdem wichtig: achte auf eine klare Linienführung in deinen Bildern, damit vermeidest du so ein "Kuddelmuddel" wie auf den Bildern 2+3. Und immer nach spannenden Perspektiven suchen. Ein Schritt nach rechts, kurz in die Knie gehen oder sich auch mal flach auf den Boden legen bewirkt manchmal Wunder und reicht schon aus, um aus einem langweiligen ein interessantes Bild zu machen.
P.S.: Da es schon nach Mitternacht ist und der Board-Software hier nichts verborgen bleibt: Alles Gute zum Geburtstag! :birthday: