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RuedigerK

NF Mitglied
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Obwohl ich mich seit ca. 40 Jahren (gelegentlich) mit Fotografie beschäftige und auch schon einen Fotokurs für Azubis geschrieben habe, sehe ich mich immer noch als blutigen Anfänger.
Jetzt will ich mich an Food-Fotografie heranwagen - wie ich inzwischen erfahren habe, ein schwieriges Gebiet und für Anfänger ungeeignet. Aber ich habe eine Zusage gegeben und das Ganze wird noch dadurch erschwert, daß nichts gestylt werden kann - es passiert während des Events direkt in und vor der Küche.
Soll ich meine Zusage lieber zurückziehen?
 
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Frag mal unseren FrankF hier, der ist ein absoluter Spezialist im Metier Food-Fotografie.....
 
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Das Problem hätte jeder, der dort live fotografieren soll. Spricht mit den Auftraggebern über das Problem, erläutere ihnen die Tricks, die bei Stills angewandt werden, und frage sie, ob sie bei dem Wunsch/Angebot bleiben. Kommunikation hilft hier mehr als eine Enttäuschung oder Ärger hinterher.
 
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Liegt der Schwerpunkt auf dem Event oder auf dem Food? Da ist ein erheblicher Unterschied.
Ausserdem denke ich, dass man heute per EBV vieles korrigieren kann, was beim analogen Fotografieren aufwendiger Vorbereitung bedurfte.
 
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Das Ereignis ist eigentlich die Molekulargastronomie an dem Abend, da gibt Olivenölbonbons etc. zu fotografieren. Das ganze übrigens nicht digital, mit Berabeitung ist da nicht so viel zu machen, weil mein eigenes Labor schon viele Jahre nicht mehr existiert.
 
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oh weia. ich glaube da hast du Dir was aufgehalst, das an die quadratur des kreises grenzt...

was molekulargastronomie ist, weiss ich zwar nicht, vermute aber irgend so nen lifestylekram dahinter. Du könntest es also mit der style-variante versuchen:

1. Negativfilme mit push2 belichten, das ergibt eine schön steile und unwirkliche gradation. Das Problem mit den möglicherweise unapetitlichen Farben deines Foods geht damit in allgemeinen Falschfarben unter.

2. dadurch entstehende hohe Filmempfindlichkeit bis an den Rand ausnutzen und so wenig blitzen wie möglich. eigentlich garnicht. allenfalls bei verlängerer synchrosnzeit auf den letzten Vorhang synchronisiert.

3. kurze Brennweiten und extrem nah rangehen. die überzogene Perspektive lenkt bei entsprechender Formensprache vom eigentlichen Motiv ab- obwohl du alles zeigst.

Das ganze ist allerdings ziemlich experimentell. es kann sein (und ist ziemlich wahrscheinlich),, dein Auftraggeber stellt sich was ganz anderes vor...
 
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@ Arno: http://de.wikipedia.org/wiki/Molekulargastronomie
Mit life style hat das nichts zu tun, auch wenn die life styler das kurz über lang für sich entdecken werden.
Der Food-Fotograf stylt etwas, was man aber nicht essen kann. Er wird kaum etwas fotografieren, was aus der Küche kommt und essbar ist.
Ich fotografiere aber das, was aus der Küche kommt und was man essen kann. Zum stylen ist da keine Zeit. Und auch kein Platz für Softbox und ähnliches. Einziges Werkzeug die Kamera (Film!) und Metz-Blitz der gehobenen Klasse. "Molekular" ist nur insofern wichtig, daß auf dem Teller z. B. Olivenölbonbons und Rote-Bete-Eis liegt statt Schnitzel und sowas alles.
 
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Da ich der Meinung bin "Geht nicht gibts nicht", war ich entschlossen, die Sache durchzuziehen. Da aber der Koch auch der Meinung ist, daß es nicht geht, und nicht den Spaß an der Sache sieht, werde ich es bleiben lassen. Denn so macht es keinen Spaß.
Euch vielen Dank für die Pros und Contras.
 
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