Weshalb nicht?… mit Infrarot beleuchtet und mit Nachtsichtgeräten gearbeitet, was keine Farbaufnahmen ermöglichte.
Ich denke, er hat verinnerlicht, dass eine RAW-Datei ihrem Wesen nach nur Luminanzwerte speichert, also als Grauwertdatei betrachtet werden kann. Ich glaube, frühe Erklärungen des RAW-Dateiformats hatten diese Darstellung präferiert. Farben entstünden demnach irgendwie erst nachgeschaltet und könnten als bis zu einem gewissen Grade als beliebig betrachtet werden.
Adobe White Paper
Understanding Digital Raw Capture
"A key point is that raw files from color filter array cameras are grayscale.
…
The role of the color filter array is to create color images from the raw grayscale capture."
Quelle (Seite 1, 4. Absatz): http://wwwimages.adobe.com/www.adob...shop/pdfs/understanding_digitalrawcapture.pdf
The common factor in all color filter array cameras is that, no matter what color filter arrangement is used, each element in the sensor captures only one color. The red-filtered elements produce a grayscale value proportional to the amount of red light reaching the sensor, the green-filtered elements produce a grayscale value proportional to the amount of green light reaching the sensor, and the blue-filtered elements produce a grayscale value proportional to the amount of blue light reaching the sensor.
…
In addition to the grayscale values for each pixel, most raw formats include a "decoder ring" in metadata that conveys the arrangement of the color filters on the sensor, so it tells raw converters which color each pixel represents.
Alles klar, insbesondere: »Willst Du "Farb-IR"-Aufnahmen haben, darfst Du den Bereich <700nm nicht aussperren, sondern musst das Spektrum des Aufnahmemediums eben >700 erweitern.«
Ich sehe kein Bild. Im Übrigen kannst Du irgendwelche Farbflächen über jedes s/w-Bild drüberlegen, das ist ja keine Kunst. Das ist aber nicht Gegenstand der Diskussion.Alles klar, insbesondere: »Willst Du "Farb-IR"-Aufnahmen haben, darfst Du den Bereich <700nm nicht aussperren, sondern musst das Spektrum des Aufnahmemediums eben >700 erweitern.« Mit zwei Handgriffen habe ich das Bild im Adobe Konverter geändert:
Du hast sie vermutlich flächig handcoloriert. Kann man auch mit einer s/w-Postkarte machen. Da male ich Dein Gesicht blau und die Blätter gelb. So what?Woher kommen die Farben? Aufgenommen sind sie nicht, sie sind ganz richtig durch das IR-Filter gesperrt. Andere Farbmischung? Nee, geht auch nicht. Mischen kann man nur, was vorhanden ist.
Du hast Dir vermutlich nicht die vorstehenden Beiträge durchgelesen, in denen die im Netz zu RAW-Aufnahmen kursierenden, missinterpretierbaren Erläuterungen seziert werden. Ich erkläre es jetzt ein letztes Mal: der Sensor nimmt Helligkeiten nach Grundfarben (R, G, B) separiert auf, speichert diese in Farbkanälen ab und setzt das dann in der Software wieder nach dem additiven Farbmodell zusammen. Die Farbe war nie weg, sie ist nur im separierten Einzelbild nicht direkt sichtbar (="Farbkanal"). Ich weiss aber, zu welcher Grundfarbe die Helligkeitsverteilung gehört.Weil Farben nicht aufgenommen, sondern aus den Helligkeitsdifferenzen, die auf Grund der Filter des Bayer-Mosaik-Filters entstehen, berechnet werden?
Auch keinen Link?!?Ich sehe kein Bild.
Lass’ die Albernheiten. Das habe ich selbstverständlich nicht getan. Du musst nicht immer wieder mit dem selben Unsinn anfangen.Im Übrigen kannst Du irgendwelche Farbflächen über jedes s/w-Bild drüberlegen, das ist ja keine Kunst. … Du hast sie vermutlich flächig handcoloriert. …
Jawoll, Herr Oberlehrer.Ich erkläre es jetzt ein letztes Mal: der Sensor nimmt Helligkeiten nach Grundfarben (R, G, B) separiert auf …
Sehr richtig. Das menschliche Auge kann diese Strahlen nicht erfassen, aber digitale Sensoren können bis etwa 1200nm (manche Quellen sprechen sogar bis 2300nm) IR registrieren und mit Helligkeitswerten ausgeben.IR ist keine sichtbare Farbe (hatten wir am Anfang schon), IR ist nur elektromagnetische Strahlung, die geeignete Rezeptoren in bestimmter Weise erfassen können …
Er hat’s, mein Gott, er hat es … Farben kann man willkürlich zuweisen, wie schon in #3 geschrieben!Ob ich den Bereich zwischen 800 und 1000 nm nun hellblau und den zwischen 1000 und 1200 nm dunkelviolett darstelle oder umgekehrt, ist völlig willkürlich. Diese Bereiche haben keine Farbe, somit wird dort eine Farbe hinterher [ ] hinzugefügt
Dass bei jeder Art von bildgebendem Verfahren – zumindest vom Grundsatz her - die Möglichkeit besteht, Bilddetails willkürlich Farbvalenzen zuzuweisen, wurde nach meinem Verständnis in keinem der bisherigen Beiträge hier bestritten.… Farben kann man willkürlich zuweisen …
Das Problem hierbei ist, dass Farbe ein subjektives Empfinden ist. Die objektiv vorliegenden Farbreize sind nur ein Teil davon. So manches, was unsere (Seh)Sinne reizt, lässt sich fotografisch, also durch reine Photonenzählerei, gar nicht erfassen, zB. Gold, Leuchtorange, schillerndes Vogelgefieder usw. usf.objektiv vorliegenden Farbreizen [...] objektiv vorliegenden Farbreizen [...] objektiv vorliegenden Farbreizen [...] objektiv vorliegenden Farbreizen
Nein, weder Link, noch Bild.Auch keinen Link?!?
Ich sehe ja nicht, was Du getan hast. Wie gesagt: flächig einfärben über einen Farbfilter kann man jedes Bild.Lass’ die Albernheiten. Das habe ich selbstverständlich nicht getan. Du musst nicht immer wieder mit dem selben Unsinn anfangen.
Wenn Blau ausgesperrt ist (der Filter also im Rot-Orange-Bereich liegt), nimmt der Film dort keine Intensität auf: das s/w-Bild wird an der Stelle dunkel bis schwarz (in der Natur hat man ja selten Reinfarben, also wird die Reflexion selten Null sein).Wenn aber die Grundfarbe blau durch das IR-Filter gesperrt ist – wie kann der Pixel mit dem blauen Filter dort etwas sehen? Und wenn er sie nicht sieht – was sollte er darstellen?
Nochmal: ein Falschfarbfilm setzt IR-Reflexionen in willkürlich zugewiesene Farben um, färbt also diese Reflexionen ein.Wie ist es möglich, dass eine IR-Aufnahme blaue Bereiche haben kann? In dem »Farbkanal« ist doch gar nichts gespeichert?
Nur durch Entfernen des IR-Sperrfilters kannst Du überhaupt digital IR-Bilder aufnehmen. Das ist ja keine Neuigkeit. Du nimmst mit dem Sensor eben die Reflexionsintensitäten der IR-Strahlung auf und die Kamera erfasst Helligkeitswerte. Ggf. weist sie willkürlich durch Überlagerungen irgendwelche Farben zu. So what?Es sei denn, diese Bereiche sind per Filter gesperrt. In meiner Kamera ist der Bereich unterhalb 700nm gesperrt, aber obenhalb der 700nm offen. Ja, in dieser Hinsicht unterscheidet sich meine Kamera von handelsüblichen Geräten.
Niemand hat je bestritten, dass man Farben willkürlich zuweisen kann. Du siehst gerade Windmühlen à la Don Quijote.Er hat’s, mein Gott, er hat es … Farben kann man willkürlich zuweisen, wie schon in #3 geschrieben!
Jetzt ist es bestimmt nur noch ein kleiner Schritt zum Verständnis, dass das nicht manuell, sondern per Rechenleistung mittels eines Kameraprofils geschieht.
Farbe gibt es nur im Kopf.
Das Problem hierbei ist, dass Farbe ein subjektives Empfinden ist.
Da schließt sich dann der Kreis:...Es können höchstens 100% des eingestrahlten Lichts reflektiert werden. Ausnahme: Fluoreszierende Farben....
Ein Fotoapparat kann keine Farben erzeugen.
Ihr redet aneinander vorbei und Du tappst in dieselbe Falle wie Mulex: die Kamera erzeugt keine Farben, sondern gibt vorhandene Farben wieder. Wenn vor der Kamera ein Muster rein schwarz-weiss ist, ist es das auch im Abbild - es gibt ja keine Farbinformation, die dargestellt bzw. "berechnet" werden könnte.Das trifft nicht zu:
Die weitaus meisten der derzeit käuflich erhältlichen Fotoapparte enthalten nämlich sämtliche Glieder einer vollständigen bildgebenden Kette beginnend mit ihrem Objektiv und endend mit ihrem Farbdisplay.
Daher können die meisten der derzeit käuflich erhältlichen Fotoapparate bei den Betrachtern ihrer Displays sehr wohl eine Farbempfindung zu erzeugen.
die Kamera erzeugt keine Farben, sondern gibt vorhandene Farben wieder.
Das ist jetzt Begriffsklauberei, ob man es "Farbwiedergabe" oder "Farbreize senden" nennen möchte. Es meint beides das gleiche: elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich 400-800 nm trifft auf ein Rezeptorsystem, das diese Farben (zerlegt in die RGB-Grundfarben) erfassen kann.Gerade damit eine Kamera auf ihrem Display oder elektronischen Sucher die aus Betrachtersicht bei der Aufnahme vorhandenen Farben wiedergeben kann, muss ihr Display und/oder elektronischer Sucher Farbreize erzeugen, die sich von den bei der Aufnahme vom Motiv ausgehenden Farbreizen in aller Regel unterscheiden müssen.
Das erklär mal bitte genauer. Wie wird denn der Reiz "Weiß" dargestellt, ohne R, G und B zu gleichen Teilen zu überlagern?Denn die aufgenommenen Motive senden in aller Regel keine RGB-Farbreize in Richtung Betrachter, ...
Verstehe ich nicht. Was sind denn "andere RGB-Farbreize"? Das RGB-Modell besteht darin, die drei Grundfarben zu überlagern und daraus das vom Menschen sichtbare Farbspektrum plus Weiss und Schwarz (=völlige Auslöschung, keinerlei gesendeter "Farbreiz") zu erzeugen.Gerade für eine dem Betrachter im Idealfall als "natürlich" erscheinende Farbdarstellung auf einem RGB-Display, ist es also in aller Regel unentbehrlich, dass das jeweilige Display ganz andere (RGB-)Farbreize in Richtung Betrachter sendet, als das jeweils aufgenommene Motiv.
Das ist jetzt Begriffsklauberei, ob man es "Farbwiedergabe" oder "Farbreize senden" nennen möchte. Es meint beides das gleiche: elektromagnetische Strahlung im Wellenlängenbereich 400-800 nm trifft auf ein Rezeptorsystem, das diese Farben (zerlegt in die RGB-Grundfarben) erfassen kann.
Das kann aber nicht stimmen.Bewerkstelligt wird das, indem das RGB-Display anstatt des vom Motiv ausgehenden gelben Farbreizes, einen grünen und einen blauen Farbreiz auf den Weg zur Retina des Betrachters schickt.
Völlig richtig. Ich habe meinen Beitrag bereits entsprechend geändert. Vielen Dank dafür, dass Du auf mein Versehen aufmerksam gemacht hast.Das kann aber nicht stimmen. Bei der additiven Farbmischung im RGB-Modell entsteht Gelb aus Rot und Grün.
Das ist jetzt mit sehr viele Worten sehr elaboriert ausgedrückt, dass die einstmals vorhandenen Farbinformationen mittels RGB-Zerlegung und -Projektion auf ein Anzeigemedium übertragen werden können. Das Auge des Betrachters empfängt vom Display Farbreize einer fotografierten gelben Serviette, die es als Gelb wiedergibt.Ein aus nur roten, grünen und blauen Subpixeln bestehendes RGB-Display ist nun der Natur der Sache nach nicht dazu in der Lage eine Wellenlänge von 575 bis 580 nm abzustrahlen, da es nun einmal keine gelben Subpixel enthält. [usw.]
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