"evolution" .. wie weit geht ihr?

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sense

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Hallo,

habe vor einigen Monaten bereits einen Werbespot von Dove via mail bekommen.
Damals schon stimmte er mich nachdenklich..

Habe ihn mal hochgeladen: http://www.die-sense.de/Foren/v0431.wmv

Ist auch bei youtube etc. zu finden.

Meine Frage an euch: Wie weit geht ihr mit der EBV?

Wie weit darf man gehen, ohne jemanden zu beleidigen, verletzen oder abzuwerten?

Schönheit liegt im Auge des Betrachters.. doch Schönheit ist auch verkaufsfördernd. Und letztenendes ist es der Reiz der Perfektion, der uns alle immer weiter gehen lässt... -nicht wahr?

Wie seht ihr das ganze?


Meine unbedeutende Meinung:

Ich meine: Ausdruck verschärfen, das Bild bearbeiten, beschneiden etc.: JA, jemanden am PC perfekt machen NEIN.


Wie seht ihr die Sache?

Im Anhang mein schönstes Augenbild.
 
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sense schrieb:
Ich meine: Ausdruck verschärfen, das Bild bearbeiten, beschneiden etc.: JA, jemanden am PC perfekt machen NEIN.
Ich habe damit kein Problem. Wenn es dem Modell gefällt sowieso nicht.
 
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sense schrieb:
Wie weit darf man gehen, ohne jemanden zu beleidigen, verletzen oder abzuwerten?

Moin,

die Antwort steht in Dein Frage. Wenn Du niemanden beleidigst, nicht verletzt oder abwertest, darfst alles probieren und tun. Die Grenze des Möglichen wird durchs Einverständnis und die Zustimmung des Models sowie Dein Gewissen definiert.

Kunst ist frei.

Gut Licht

Tim
 
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Bildbearbeitung ist für mich Fortsetzung und Vollendung des fotografischen Gedanken. Manchmal braucht man Sie nicht, manchmal ist der Weg umso länger.
 
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In der Werbung geht es ja eh um die Manipulation der Konsumenten,
warum sollte man dann bei der Manipulation der Werbeaufnahmen halt
machen?

Im Journalismus gibt es ganz klare Bestimmungen dafür was erlaubt ist
und was nicht mehr.

Bei Deinen privaten Aufnahmen definierst Du Dir selber Deine Grenzen.

Persöhnlich versuche ich immer möglichst am Original zu bleiben.
Aber alleine schon durch das bestimmen des Bildausschnittes beim
photographieren manipuliert man schon das Bild.
 
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ich werfe ein entschiedenes vielleicht und ein überzeugtes sowohl als auch in den ring... es kommt immer darauf an, was ich mit dem foto erreichen will oder darauf, was das model erwartet.

dein schönstes augenbild ist übrigens ganz schön gelb...
 
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sense schrieb:
...
Meine Frage an euch: Wie weit geht ihr mit der EBV?
...
Wie weit darf man gehen, ohne jemanden zu beleidigen, verletzen oder abzuwerten?
...

Ich habe mich mit einer sehr ähnlichen Fragestellung beschäftigt und fand den Begriff Ethik irgendwie zutreffend für das Thema. Mit der Suche hatte ich keinen Erfolg, kann aber im Nachhinein nicht ausschließen, nicht richtig gesucht zu haben.

Ich habe also einen Thread eröffnet und nach der Ethik in der Photographie gefragt.

Schon die ersten Antworten eröffneten neue Perspektiven auf die Thematik und es wurde auch ein Link zu einem schon sehr umfassenden und emotional bewegten Thread gepostet. Den würde ich Dir mal ans Herz legen.

Ich habe für mich bisher eigentlich "nur" mitgenommen, dass ich mich selbst eindringlich befragen muss, ob ich mir vorstellen könnte, dass irgend jemand ein Problem mit meinem Foto und ggf. dessen Bearbeitung haben könnte. Und bei dem leisesten Zweifel müsste ich versuchen, mich zu vergewissern, um eben nicht andere in ihren Gefühlen oder (für mich dann schlimmer) in ihren Rechten zu verletzen.

Es zählt, so glaube ich, eine sinnvolle Anwendung des viel beschworenen gesunden Menschenverstandes.

Insofern habe ich z.B. grundsätzlich keine Probleme damit, einer Bildaussage sinnvoll auf die Sprünge zu helfen, wie in meinem Bild vom ausgewichenen Baseball-Batter, der sonst den Ball, der nicht auf's Bild kam, auf die Kauleisten gekriegt hätte.
 
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Das Problem an der Sache ist, dass man ganz normalen Frauen ein Idealbild vorsetzt, das zu erreichen fast unmöglich ist. Stichwort "Hungermodells". Wenn man dann auch noch durch Manipulationen Traumfrauen im wahrsten Sinne des Wortes, weil nicht real, der Offentlichkeit vorsetzt, dann sind Tragödien, Stichwort anorexia nervosa und Bulimie, vorgezeichnet.
Ich finde daher die Dove Kampagnie für beispielhaft.
Wobei der Fotograf der letzte in der Nahrungskette ist. Der setzt nur um was der Auftraggeber sehen möchte.
Ich habe nie verstanden, warum Modells wie lebende Skelette aussehen müssen. Schön ist was anderes, abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt.
Ich finde alles für unethisch, was ein verzerrtes Bild der Frau zeichnet, mit allen sozialen, psychologischen und gesundheitlichen Konsequenzen.
 
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Medicus schrieb:
Ich finde alles für unethisch, was ein verzerrtes Bild der Frau zeichnet, mit allen sozialen, psychologischen und gesundheitlichen Konsequenzen.

Genau, Wimpertusche, Lippenstift, PushUps, Absätze, Strumpfhosen, Blondierung und der ganze Scheiß gehören auch verboten...

Aber nicht wundern wenn Frauen demnächst alle so aussehen:

licensed under Creative Commons Attribution 2.0 License
This image was originally posted to Flickr by babasteve at http://www.flickr.com/photos/babasteve/20088031/


Bleibt nur noch das Problem wie man das den Frauen erklärt
 
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Also Deine Ergüße sind mir schon von einem anderem Nikonforum bekannt! Ich finde es gelinde gesagt als Frechheit das Leid der Frauen im talibanbeherrschten Afganistan für zynische, irreführende und irrelevante Argumentationen zu missbrauchen. Und Du weisst ganz genau wo der Unterschied ist. Oder falls Du es nicht weisst, erkläre ich es Dir gerne:
Jede Frau will sich schön machen, aber nicht von einer durch irreale Ansprüche der Umwelt zu gesundheitschädlichen Radikalkuren und OPs verleiten lassen. Und genauso solche Männer, die wie Du denken tragen ihr Schärflein bei.
 
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Jetzt reduziert die Bildbearbeitung mal nicht auf eine Frauenfrage. Wenn ich mir einge Bilder auf denen ich drauf bin so anschaue, dann wäre ich verdammt froh wenn die mal jemand bearbeiten würde: Bauch weg, Doppelkinn übergepinselt, Falten gnädig gespachtelt - ich fänd's toll!
Und wenn wir über Reportage, Doku oder Natur reden ist das ganze eine komplett andere Baustelle!

Gruß
Dirk
 
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sorry... auch pfotoschopp hat, wenn auch weit gefasste, grenzen...

* und schnell wegflitz *
 
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Hallo,

würde man *dich* denn noch wiedererkennen, wenn du auf einem Bild 20kg abgenommen, 15 Jahre jünger bist und ausschaust, wie nach einer 100.000€-Schönheits-OP?

Ich meine.. jeder wird mal Unglücklich getroffen, aber man sollte sich selbst irgendwo treu bleiben...

Ich wünschte, ich hätte meine Weste auf dem Bild vom Tageblatt ausgezogen,.. aber hey.. das bin trotzdem ich

(Und natürlich bezieht sich die Frage auf Bildern, auf denen Menschen zu sehen sind )

LG


PS: @ Augenbild -> war nur der Goldreflektor.. die Sarah ist sonst immer sehr Blaß.. dafür kommt ihr Auge so wunderbar zur Geltung.. und z.B. die kleine Narbe über ihrer Nase.. die gehört zu ihr
 
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woici schrieb:
sorry... auch pfotoschopp hat, wenn auch weit gefasste, grenzen...
:boese: :threat:

sense schrieb:
..würde man *dich* denn noch wiedererkennen, wenn du auf einem Bild 20kg abgenommen, 15 Jahre jünger bist und ausschaust, wie nach einer 100.000€-Schönheits-OP?
Vor 15 Jahren war ich 20 Kilo leichter und sah so blendend aus das jeder dachte ich hätte mehrere Schönheits-OPs hinter mir!

sense schrieb:
(Und natürlich bezieht sich die Frage auf Bildern, auf denen Menschen zu sehen sind )
Na ja, so natürlich ist das nicht. Aber was diese Bearbeitungen angeht schließe ich mich mal der 'Solange das Modell es Okay findet'-Fraktion an.

Gruß
Dirk
 
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Mag sein, dass Du meinen Burka Vergleich in den falschen Hals bekommen hast, aber was ich sagen wollte ist folgendes:

Es gehört schon immer zum Menschen (egal welches Geschlecht) sich durch Äusserlichkeiten zu unterscheiden, attraktiver zu machen und herraus zu putzen. In der Tierwelt ist das nicht anders. Man nennt das oft auch Eitelkeit.

Hier ein anderes Beispiel:


Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Karenmom5.jpg unter GNU Free Documentation License.

So hat jeder Kulturkreis seine Ideale und Wünsche.

Das ist der Grund weshalb es Kosmetik gibt, man sich gerne schick anzieht, oder zum Friseur geht. Das Gegenüber erfreut sich oft an diesen Bemühungen und weiss diese zu schätzen. Was ist also schlimm daran ein Portrait in diesem Sinne nach zu bearbeiten? Es gibt z.B. Models die darauf bestehen das nur von Ihnen freigegebene Bilder veröffentlicht werden. Das mag Eitel klingen aber das Model möchte nun mal so gesehen werden.

Anders herum funktioniert das genau so. Ich als Fotograf mache eine Aufnahme und habe ein Bild im Kopf was ich wie fotografieren möchte. Die Wirklichkeit entspricht aber nicht meinen Bild und ich passe das Bild mit EBV meinem Ideal an. Das gilt für Fotos von Frauen, Männern, unversehrten genauso wie behinderten Menschen, für Architektur, Landschaft oder alle anderen Motive. Wie gesagt mal mehr mal weniger. Ich kann daran nichts unmoralisches erkennen.
 
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noch nicht einmal ansatzweise ist da etwas unmoralisches dran... (das trifft für ausnahmslos alle sujets zu)
das wurde schon immer so gemacht und wird auch immer so gemacht werden... selbst zu zeiten als portraits noch gemalt und nicht fotografiert wurde, wurde das so gemacht...
anders ist es, wenn du dich in einem umfeld bewegst, das für sich die manipulation eines bildes (ohne erklärung der manipulation unter dem bild) über eine bestimmte grenze hinaus (zaun wegstempeln um wildlife vorzugaukel etc.) als verwerflich klassifiziert hat...
 
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@ lemonstre,

hallo, hier hätte ich lieber Deinen richtigen Vornamen eingesetzt,
hallo also Lemonstre,

verstehst Du schlicht und einfach nicht, was Medicus - man hinterfrage den Nick - gesagt hat oder willst Du Dich mit seiner Ansicht nicht auch nur ansatzweise auseinandersetzen, weil Du anderer Meinung bist als er.

Ich jedenfalls schlage mich ostentativ und ohne Einschränkung auf Medicus' Seite.

Trotzdem einen lieben Gruß - variatio delectat!

STENDEC,

Philipp
.
 
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