Ersatzobjektiv

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

turnfloh6

Aktives NF Mitglied
Registriert
Hallo,
ich habe seit ein paar Jahren die Nikon D3100. Ich möchte gerne auf die D7100 umsteigen, aber das muss geldtechnisch noch ein bisschen warten.

Jetzt brauche ich erstmal ein anderes Objektiv. Ich habe 18-55 und 70-300 beide von Nikon. Mit dem Tele mache ich Sportaufnahmen, mit denen ich super zufrieden bin. Im Normalgebrauch habe ich das 18-55 und das reicht oft nicht, also muss ich oft umstecken und das nervt.

Habt ihr Erfahrung mit der D3100 und 18-105? 18-200? 18-250? von Nikon oder evtl. auch die günstigeren Varianten von Sigma oder Tamron? Gut wäre, wenn das natürlich dann auch auf der D7100 passen würde

Ich will nichts spezielles damit fotografieren - einfach so für den Alltag. Mal Architektur, mal ein Schnellschuss von einem Jubiläum, Urlaubsbilder usw.

Für Tipps wäre ich dankbar:up:
 
Anzeigen
Das "Umstecken" ist der große Vorteil einer DSLR. Dadurch muß man nicht die standardmäßigen Murksobjektive nutzen, die uns die Hersteller sonst als eierlegende Wollmilchsau an den Sensor pappen. Aber genau das möchtest Du offenbar haben. Wäre da nicht eine Bridgekamera mit KB-äquivalent 24-1000mm besser gewesen? Daß solche Objektive (wie auch die von Dir genannten) den großen Brennweitenbereich mit erheblichen Einbußen in der Bildqualität (starke Vignettierung, starke Verzeichnung, schwache Auflösung außerhalb der Bildmitte und insgesamt schwache Kontraste und Farbbrillianz) erkaufen, hat man Dir noch nicht erzählt? Wenn es "oft nicht reicht", kannst Du ein 16-85 oder das billigere 18-105 nehmen. Die sind beide in der Bildqualität ganz OK (vergleichbar mit Deinem 18-55) und decken einen etwas größeren Bereich ab. Für Teleaufnahmen sollte man allerdings auch ein Teleobjektiv nehmen. So oft muß man ja nicht "umstecken".
 
Kommentar

Unter diesen Voraussetzungen würde ich keine Kamera mit Wechselobjektiven empfehlen.
 
Kommentar
Ich glaube, ihr habt da was falsch verstanden. Ich fotografiere gerne mit meinen Objektiven (ich habe noch ein Weitwinkel...) und stecke auch um, um gute Bilder zu bekommen - in den Turnhallen geht nur 300 mm oder mehr... Aber es gibt Situationen z.B. Wanderung ins Steinerne Meer, wo ich nicht unbedingt 2 oder mehr Objektive mit raufschleppen will. Und da hat mir das 18-55 einfach nicht ausgereicht. Aus diesem Grund habe ich gefragt. Das mit dem "Ich will nichts besonderes fotografieren" ist nur auf das neue Objektiv bezogen, das z.B. für "normale" Urlaubsschnappschüsse reichen sollte. Oft wird ja gefragt, was willst du damit machen...
 
Kommentar
Hallo,

da du bisher das 18-55mm nutzt dürftest du dich mit den meisten Objektiven verbessern und wenn es nur ein mehr an Brennweite ist.
Wenn du keine Lichtstärkeren Objektive benötigst/möchtest kannst bedenkenlos zu Objektiven mit mehr Brennweite wie dem 18-105mm oder einen 18-200mm greifen.

Ferner kannst du alle DX-Objektive (also für DX-Sensoren gerechnete) selbstverständlich an jeder Kamera mit DX-Sensor nutzen. die D7100 ist z.Z. hier das Top-Modell. Lediglich an FX-Kameras machen diese Objektive keinen Sinn.

Gruß

Patrick
 
Kommentar
Aber es gibt Situationen z.B. Wanderung ins Steinerne Meer, wo ich nicht unbedingt 2 oder mehr Objektive mit raufschleppen will.

Ich hatte zu DX Zeiten das 18-200 VR. In punkto Vielseitigkeit ist es unerreicht (unter den Nikon Objektiven). Ich hatte viel Spass damit.
 
Kommentar
Ich habe das 18-105 am 16 MP Sensor und bin damit ziemlich zufrieden.

Der Zoombereich ist wirklich praktisch und die Abbildungsleistung ist ordentlich. Bei rund 200 Euro immer eine gute Wahl.

Das neue 18-140 hat ein Metallbajonett und etwas mehr Brennweite ist aber nach allem was ich bisher gelesen habe gegenueber dem 18-105 eher Evolution als Revolution. Mir war es den Aufpreis nicht wert.

Das Sigma 2.8-4/17-70 wird hier auch oft empfohlen, kenne ich persoenlich aber nicht.

Gruss

Martin
 
Kommentar
hab mir auch das 17-70 geleistet und kann es nur empfehlen

falls dir die 70mm nicht reichen kannst du aber auch bedenkenlos zum 18-105 oder 18-200 greifen
optisch zwar nicht so gut wie das 17-70 aber bei weiten keine schlechten objektive
und gerade beim wandern hab ich gerne die kombi 18-200 + makro mitgenommen
 
Kommentar
Im Normalgebrauch habe ich das 18-55 und das reicht oft nicht, also muss ich oft umstecken und das nervt.

Hi,

das kann ich gut verstehen, das war auch mein Start, und ich habe es schnell gegen das 18-105 getauscht. Wie schon geschrieben ist die Qualität vergleichbar, aber der Brennweitenbereich deutlich tauglicher.

Ich hatte zwischenzeitlich auch mal das 17-70 von Sigma und meine, dass es einen Ticken schärfer ist und feinere Mikrokontraste zeigt. Aber ... die 70 mm waren mir dann doch wieder zu kurz, so dass ich beim 18-105 geblieben bin.
Das oft genannte 16-85 finde ich persönlich überbewertet. Ich habe gegenüber meinem 18-105 keine spannenden Vorteile gefunden, auch optisch. Dafür ist es deutlich teurer.
Meine Empfehlung also auch 18-105, der Preis-Leistungs-Sieger.
Das 18-200 (hatte ich nicht) soll ähnlich gut sein, ist aber halt auch viel teurer.
 
Kommentar
Das legt sich nach einiger Zeit.
Sobald die erste Begeisterung verflogen ist und man nicht mehr alles knipst, was nicht bei drei auf'm Baum ist, fängt das planvolle fotografieren an.
Es kommt ja eher selten vor, dass einem plötzlich und unverhofft der Eiffelturm ins Bild springt, wenn man gerade die Oma in Paris fotografieren will, so dass man blitzschnell von Tele auf Ultraweit und wieder zurück zoomen muß, so dass man mit zwei Objektiven gar keine Chance hätte.

Also erst das eine, dann das andere
 
Kommentar
Hallo, ich kenne mich wie ihr schon merkt noch nicht wirklich gut aus, bin aber dran zu lernen. Könnt ihr mir Anfängerfragen beantworten

Für welche Art von Aufnahmen brauche ich ein Objektiv 50/1.8 ?
Wann brauche ich ein lichtstarkes Objektiv?

Ich sollte gestern in einem Kraftraum Fotos für ein Cover machen. Dunkel, Spiegel, viele Geräte. Danach in einer Turnhalle einen springenden Basketballer vor dem Korb, danach im Aerobicraum - sehr viel Licht von einer Seite, Spiegel 2 trainierende Personen.

Für die Bilder im Kraftraum habe ich versucht, mit Iso (400 - ich habe gelesen, ab 800 gibt es Bildrauschen=), Blende 5,6 und Zeit hinzukommen - mit meinem 18-55. Zusatzblitz habe ich (noch) nicht. Ist einigermaßen gelungen, aber richtig zufrieden bin ich mit dem Ergebnis von der Helligkeit nicht und leider sind sie auch nicht ganz scharf, was am Focus lag , aber darauf werde ich nächstes Mal achten. Ich habe jetzt mit Photoshop das beste rausgeholt, aber wäre das Ergebnis mit dem oben genannten Objektiv besser geworden - also lichtstärker? oder hilft hier nur der Zusatzblitz ?
 
Kommentar
Wie sollte man das wissen können, wenn man die Bedingungen nicht selbst sieht? Welche Verschlußzeit hast Du denn hinbekommen? Bei welcher Brennweite (18, 55 oder irgend wo dazwischen?)? Das kann man so pauschal einfach nicht sagen.

Du mußt erst mal lernen, in welchem Zusammenhang Blende, Verschlußzeit, ISO und Brennweite stehen.

Du mußt erst mal die Verwackelungsgefahr (Kamerabewegung durch den Fotografen) und die Bewegungsunschärfegefahr (sich bewegendes Hauptmotiv vor einem meist statischen Hintergrund) in den Griff bekommen. Je nach dem, wie schnell die zu fotografierenden Bewegungen sind, muß die Verschlußzeit entsprechend kurz gewählt werden. Sprich, gegen Verwackelung reicht meist eine Verschlußzeit im Reziprokewert der KB-äquivalenten Brennweite. Beispiel: Du hast eine D3100, also DX-Format-Sensor = Faktor 1,5 zu der oben genannten Regel. Bei 18mm Brennweite mal Faktor 1,5 = 27mm äquivalente Brennweite genügt eine 1/30 Sekunde Verschlußzeit, um die Unschärfe aus möglicher Kameraverwackelung zu vermeiden (wenn Du keinen Tatterich hast). Für sich bewegende Personen halbiere ich diese Verschlußzeit meist (also in diesem Beispiel 1/60 sek). Bei 55mm Brennweite (mal 1,5 = 83mm KB-äquivalent) ergäben sich 1/90 sek gegen Verwackelung und 1/180 sek gegen Unschärfe sich normal bewegender Personen. Bei 300mm Brennweite und schnellen Sportlern (Basketball, Handball etc.) bräuchtest Du schon 1/1000 sek, damit die Ergebnisse einigermaßen scharf sind. Daher hast Du je nach Objektiv gar keine andere Wahl, als die ISO-Einstellung weiter nach oben zu drehen, damit Dir nicht die Bewegungsunschärfe unbrauchbare Bilder liefert. Das dadurch entstehende Farbrauschen ist da das kleinere Übel.

Das 50 f1.8 ist sicher keine schlechte Wahl, wenn Du Personen und Gesichter aus kurzer Entfernung fotografieren möchtest aber in der Halle wird es nicht viel bringen. Da erhältst Du nur einen Ausschnitt des Spielfeldes mit einigen Spielern drauf. Weder das gesamte Spielfeld samt Zuschauern, noch einzelne Spieler und den Ball. Und eine so große Blende verkleinert den Bereich der Schärfentiefe gewaltig. Die Augen des zu Fotografierenden sind noch scharf, seine Nasenspitze und seine Ohren aber nicht mehr. Dieser Effekt hängt auch sehr von der Brennweite ab. Bei 300mm und Blende 5.6 ist die Schärfentiefe ebenfalls sehr gering, bei Brennweite 12mm und Blende 2.8 aber wieder größer.

Blende, Verschlußzeit und ISO werden in vorgegebenen Schritten verstellt, die zu einander in einem festen Verhältnis stehen. Blende 4 zu Blende 2.8 bedeuten eine Verdoppelung der Öffnungsgröße der Blende, was zu einer Halbierung der Verschlußzeit (z.B. 1/60 sek statt 1/30 sek) führt oder, bei gleicher Verschlußzeit, die ISO-Empfindlichkeit halbiert werden kann (ISO400 statt ISO800). Die ISO kannst Du bis etwa 6400 sinnvoll nutzen. Darüber wird es schwieriger, das Rauschen in den Griff zu bekommen. Durch Verringerung der Auflösung (10Megapixel, statt 24MP) reduziert sich das Rauschen deutlich. Auch hat die Kamera eine eingebaute und einstellbare Rauschunterdrückung, die im Ergebnis aber auch die Details und die Auflösung verringert, obgleich die Bilder nominal noch die volle Größe und Auflösung haben.

Auch gibt es im Menü eine ISO-Empfindlichkeitseinstellung mit Automatik, die die Verschlußzeit abhängig von der eingestellten Brennweite des Objektivs anpaßt, um Unschärfen zu vermeiden (auf Automatik einstellen, max ISO auf 6400, min ISO auf 100).

Auch der Weißabgleich muß angepaßt werden. In künstlicher Beleuchtung werden die Farben in's grünliche verschoben, Kerzenlicht macht gelbliche bis rötliche Fotos und grelles Tageslicht am Mittag ist auch nicht so einfach, wie man vielleicht denkt.

Du solltest mit unterschiedlichen Einstellungen in realen Bedingungen probieren und austesten, bevor Du tatsächlich Fotos schießen möchtest, die ein Dritter anschauen soll.

Profis fotografieren in solchen Situationen mit sündhaft teuren Objektiven (4.000,-€ aufwärts), die eine große Blende bieten (200 f2, 300 f2.8, 400 f2.8). Das heißt aber nicht, daß man mit einem 70-300 f4.5-5.6 nicht ebenfalls zu brauchbaren Ergebnissen käme.

Wenn Dich die Einstellungen völlig überfordern, dann nimm das Sportprogramm und stelle die ISO-Auto so ein, wie oben beschrieben. Den Autofokus vorzugsweise auf das mittlere AF-Feld reduzieren und mit diesem einen AF-Feld das Hauptmotiv anvisieren. Probier's mal.
 
Kommentar
400 - ich habe gelesen, ab 800 gibt es Bildrauschen
Es gibt immer Bildrauschen, je höher die Empfindlichkeit desto stärker. Du musst für Dich herausfinden, wieviel für Dich noch akzeptabel ist.
Für welche Art von Aufnahmen brauche ich ein Objektiv 50/1.8 ?
Wann brauche ich ein lichtstarkes Objektiv?
Für bspw. solche Situationen:
Für die Bilder im Kraftraum habe ich versucht, mit Iso 400, Blende 5,6 und Zeit hinzukommen
Welche Zeit? Das musst Du schon hinschreiben, damit andere nachvollziehen können, was Du gemacht hast.
Angenommen, Du hattest bei Blende 5,6 1/60s, dann hast Du bei Blende 4 1/125s, bei Blende 2,8 1/250s und bei Blende 2 sogar 1/500s! Dafür brauchst Du lichtstarke Objektive, wie zB. das 50/1,8.
also lichtstärker? oder hilft hier nur der Zusatzblitz ?
Der Nachteil der hohen Lichtstärke ist die geringe Schärfentiefe. Im Endeffekt brauchst Du also einen Blitz, denn Photographie heisst ja auf deutsch "Malen mit Licht" => kein Licht => keine Fotografie.
 
Kommentar
Hallo, meine sportfotos mit dem 70-300 objektiv sind bislang ganz gut geworden. In der Turnhalle von den Tribünen aus. Aber um das ging's mir ja jetzt nicht. Ich sollte nahe Fotos machen, in einer kleinen Sporthalle, die Sportler haben sich nicht bewegt -also gestellte Bilder. Dafür war das70-300 zu groß und daher das 18-55.

Ich habe auf Programm m mit der kleinsten Blende 5,6, iso 400 und 1/60sec - so dass die Skala auf 0 war... fotografiert. Den Weißabgleich hätte ich machen sollen, die Bilder waren etwas zu gelb.
 
Kommentar
Wozu braucht man ein 50/1.8 und wozu Lichtstärke, fragst Du. f/1.8 ist übrigens lichtstark.

Und so nehmen wir mal Dein Beispiel:

Ich habe auf Programm m mit der kleinsten Blende 5,6, iso 400 und 1/60sec - so dass die Skala auf 0 war... fotografiert. Den Weißabgleich hätte ich machen sollen, die Bilder waren etwas zu gelb.

Mit dem 50/1.8 bei Blende 1.8 hättest Du wählen können:

ISO auf 100 und trotzdem 1/160sec. Belichtungszeit
ISO auf 400 und und 1/640sec. Belichtungszeit

Allerdings hat man bei Blende 1.8 eine geringere Schärfentiefe (Augen scharf, Nasenspitze bereits unscharf). Die nutzt man gern mal für solche Aufnahmen:

 
Kommentar
Ich habe auf Programm m mit der kleinsten Blende 5,6, iso 400 und 1/60sec - so dass die Skala auf 0 war... fotografiert.
Jetzt stellst Du statt M noch auf A, dann stellt die Kamera von selbst die 1/60s ein und Du kannst Dich um Dein Motiv kümmern. Die Kamera kann die Skala nämlich wesentlich schneller und genauer als Du auf 0 stellen.
Das schöne dabei: die Kamera stellt auch die richtige Zeit ein, wenn sich etwas am Licht oder Motiv ändert, ohne dass Du auf eine Skala achten und nachregeln musst.
 
Kommentar
super - lieben Dank für eure Antworten. Jetzt ist mir schon einiges klarer.

Das 50/1.8 ist dann für den Zweck nicht unbedingt das richtige, denn die Person/in sollten schon ganz scharf sein. Z.B. der Kopf, die Hand und der Basketballkorb, nicht nur die Nase

Ich werde die Bilder nochmal machen auf Einstellung A und vielleicht die Isozahl ein bisschen höher. Ich denke, ich muss auch die Blende kleiner stellen, denn der scharfe Bereich war auch etwas zu klein. Ich teste das und dann werde ich die "Models" nochmal zum shooting bitten
 
Kommentar

Ein 50/1.8 kann man natürlich auch abblenden, z.B. auf f/2.8. Die Schärfentiefe ist abhängig von Brennweite, Motiventfernung und Blende. So pauschal, wie sich Dein Schluß aus der Erläuterung anhört, kann man das also nicht sehen. Je weniger Licht zur Verfügung steht, desto interessanter wird eine lichtstarke Festbrennweite. Dahinter tritt dann "das Problem" mit der geringen Schärfentiefe meist zurück.
 
Kommentar
-Anzeige-