Um Nikons iTTL zu nutzen müssen Kamera, Transceiver und Blitz iTTL unterstützen. Das ist bei deinem Setup nicht gegeben, aber auch nicht unbedingt notwendig, denn beim entfesselten blitzen stellt man die Blitzstärke meist direkt am Gerät ein. Wie sollte die Kamera sontst auch zB den Lichtanteil eines 2m vom Motiv entfernten Blitzes, der zur Decke hin strahlt, ausrechnen? Es wird ja keine Information über Raumhöhe oder Reflektionsgrad der Oberfläche gegeben oder gespeichert.
Ein Messblitz gibt natürlich Antwort zur Frage der Lichtmenge. Wenn die Kamera dann via iTTL diese herunterfährt, würden ALLE im iTTL-Verbund angesteuerten Blitze weniger Leistung abgeben. Woher soll die Kamera wissen, dass du nur den Sidefill oder den Hintergrund ändern willst? Ausserdem sind Messblitze und Slave-Betrieb nicht kompatibel. Der Slave feuert, wenn seine Messzelle einen anderen Blitz registriert - zB. einen Messblitz.
Manuell! Immer! Und dafür ist das Yonhgnuo 603er System auch perfekt geeignet. Es hat einen guten Ruf als "dummer" Funküberträger und kann, sofern auf dem Kamerablitzschuh ein Sender und direkt darauf ein Systemblitz sitzt, alle Daten zwischen Kamera und Blitz durchschleifen, diese aber nicht auf der Funkstrecke übertragen. Muss auch nicht. Ausserdem kann der 603 auch einige Yongnuo Blitze direkt fernzünden. Verschiedene Modelle des Herstellers haben einen Funkempfänger auf der Frequenz des 603 direkt eingebaut.
Wenn du mehr willst - zB. auch die Übertragung von iTTL Daten über die Funkstrecke oder (sehr geil) die Leistung der verschiedenen intelligenten Blitze direkt von einem Master-Controller an der Kamera aus individuell regeln (damit du nicht immer von Blitz zu Blitz rennen musst, um mehr oder weniger Dampf einzustellen) oder HSS mit regelbarer Leistung, ist das Yongnuo 622N System deutlich besser geeignet. Dazu kommt in der Ausbauphase dann auch noch der grosse 622N TX Sender. Damit wird das arbeiten an modernen (+/- nach 2005) Blitzen wirklich sehr angenehm. Allerdings ist die Investition auch eine andere: zwei 622N kosten etwa 60.- Euro und ein eventuell noch dazu kommender 622N TX will auch nochmal mit 35.- Euro bezahlt werden. Du musst also gleich zu Anfang 30.- Euro mehr rauswerfen, um ein zum 603er vergleichbares Set zu kaufen.
In meinen Augen lohnt das unbedingt! Zukunftssicherheit zum Preis von einer Kiste Bier ...