Hmm, nee sorry - ist mir zu übertrieben in der Bearbeitung
Könnte ein tolles Bild sein mit weniger überzogenen Kontrasten und ich würde es beschneiden auf Hochformat: links und oben etwas und rechts ca. 1/3 weg.
Das muss ein Quadrat bleiben.
Das meint meine Jahrzehnte lang antrainierte Mittelformat 6x6 Sichtweise.
Und manchmal macht mir etwas "Übertreibung" bei der Ausarbeitung einfach Spaß.
Heutzutage wird bei jedem Objektiv Pixelpeepen betrieben und die Abbildungsleistung bis in die kleinste Ecke beschrieben.
Nun habe ich in den letzten 2 Jahren einige sehr alte LEICA Objektive gekauft und kann nicht feststellen, dass sie irgendwo im Bildergebnis "schlechter" sind als neue Rechnungen. Das gilt übrigens auch für mein altes Nikkor 2,8/28mm CRC.
Ob es nun alte LEICA, CANON, NIKON... Linsen sind, spielt keine Rolle. In meinem Fall sind es nunmal LEICA Linsen. Die anderen werden bis auf ein paar Ausnahmen genauso schön sein und ich würde genauso schwärmen.
Habe auch einige "neue" Optik-Leckerbissen. Die sind mir manchmal einfach zu groß.
An diesem Tag hatte ich auch die Z9 mit dem SIGMA ART 1,4/28mm dabei. Finde keine Unterschiede, drucke aber keine 2x2,5m aus und betrachte die Ergebnisse anschließend mit der Lupe.
Vor kurzem wurde angemeckert, dass zu Bildern keine Informationen zu den verwendeten Objektiven genannt werden. . .
Das Foto ist knackscharf und das Licht von unten lässt die Kletterin sehr schön 3D rauspoppen, obwohl das Bild eine große Tiefenschärfe hat. Wäre das auch mit anderen Objektiven möglich gewesen, ganz sicher.
Selbst gehe ich da einen anderen Weg, als @Gianty, ich habe einige moderne AF Objektive und die bilden ziemlich perfekt ab, gute Offenschärfe, schönes Bokeh und auch scharfe Ecken. Greife ich zu manuellen Objektiven, dann will ich das "perfekt Imperfekte". Die Bildanmutung (Rendering) soll sich von modernen Objektiven unterscheiden... und die Objektiv-Defizite/Besonderheiten sollte man dann bei Motiven so nutzen, dass sie zur Stärke werden.
Das Nutzen der Stärke ist so eine Sache. Wo liegen die wirklich? Mir sind viele Neurechnungen auch zu clean bis in die Ecken ( hat ja seinen Grund warum das so ist ). Mir geht es in erster Linie ja um den Spaß beim Fotografieren. Das kann heute die Z9 mit dem Noct, morgen mit dem 1,2/50mm und übermorgen die D300 sein.
Finde es halt toll, dass uralte Objektive nach wie vor gute Leistungen an aktuellen Kameras bieten.
Wir Amateure sind sowieso komplette Spaß-Junkies...
meine manuellen Objektive haben diverse Defizite (nach modernem Standard) Randunschärfen, starke Vignettierung, nur vintage Schärfe, Bokeh mit Besonderheiten, Bubbles, Zwiebelringe, etc. und häufig auch Flares, Kontrastabnahme bei Seitenlicht.
Da muss man dann nach Motiven Ausschau halten, wo genau diese Defizite zur künstlerischen Note werden. Dazu habe ich nicht jeden Tag die Muße, aber 1-2 mal im Monat lege ich dann den manuellen Tag ein. Derzeit ist es sogar eine manuelle Woche.
Das hast du sehr schön beschrieben.
So gehe ich auch vor, zumindest versuche ich es. Manchmal gelingt es mir mit genau diese Besonderheiten des Objektives zu spielen, manchmal nicht.
Das aber finde ich macht für mich das Fotografieren aus, nämlich dass es nur hin und wieder klappt da ich "nichts muss"