Es get doch auch nicht darum irgend jemandem seine Optik schlecht zu reden, sondern darum daß in dem verlinkten Artikel einfach Unfug steht.
Nun, es wird immer genug Leute geben, die in einem Forum gelesen haben, dass die Mikrokontraste wichtig sind...der Rest ist schlichtes Marketing......dann frage ich mich aber, weshalb Zeiss bei seinem neuen Porträtobjektiv Milvus 1.4/85 insbesondere die guten Mikrokontraste hervorhebt.
Ganz ehrlich, ich habe noch nicht mal ansatzweise Ahnung was Mikrokontraste sein sollen ...
"Aber was heißt denn eigentlich ‚Kontrastwiedergabe’? Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier immer über Mikro-Kontrast sprechen, wenn wir einfach ‚Kontrast’ sagen, also über Strukturen, die wir z.B. in einem Dia gerade noch oder gerade nicht mehr mit bloßem Auge sehen können."
Quelle: Zeiss „Wie liest man MTF-Kurven“, Teil I, Seite 16
Download: http://blogs.zeiss.com/photo/de/?p=5280
"Wenn wir aber z.B. ein Schachbrett formatfüllend fotografieren, dann hat der Kontrast zwischen den schwarzen und weißen Feldern damit ... [Pesch: mit diesen winzigen Strukturen in der Sensor-/Filmebene, um die es beim Mikro-Kontrast geht] ... nichts zu tun. MTF-Messungen sagen nichts über diesen Makro-Kontrast. Sie beurteilen nur die Korrektion des Objektivs, also die kleinen Abweichungen der Lichtstrahlen, während der Makro-Kontrast vom Falschlichtverhalten des Objektivs abhängt, also von den großen Abweichungen, bei denen das Licht sehr weit entfernt von seinem ursprünglichen Ziel in der Bildebene ankommt. Diese entstehen durch unerwünschte Reflexionen zwischen den optischen Flächen und durch die Lichtstreuung an inneren Fassungsteilen. Alle diese Eigenschaften werden oft miteinander vermischt in dem Begriff ‚Brillanz des Bildes’."
Quelle: Zeiss „Wie liest man MTF-Kurven“, Teil I, Seite 16
Download: http://blogs.zeiss.com/photo/de/?p=5280
bei diesem Thema möchte ich zu bedenken geben, das eine "plastische Wirkung" im engeren Sinne per Definition von einem Objektiv, wie wir es kennen, nicht zu leisten ist. Jedwede Art von plastischer (also "räumlicher") Wahrnehmung passiert erst bei uns im Kopf ... als Summe einer Vielzahl von Eingangsgrößen und deren Interpretation, die sich im Laufe unserer Evolution als zielführend für uns gezeigt haben. Das bekannteste ist wohl das stereoskopische Sehen (funktioniert nur im Nahbereich bis wenige Meter Abstand), aber auch die Stellung und Fokussierung der Augen, dynamische Effekte (z. B. Relativbewegungen von Objekten in unserem Sichfeld), Erfahrung (Berge sind weiter weg), Dunstgradienten am Horizont (je weniger Kontrast, desto weiter weg), Licht- und Schattenwurf, perspektivische Effekte (stürzende Linien) und vieles, vieles mehr.In einem anderen Forum hatte jemand einen Versuch gestartet, um einen Zusammenhang zwischen Brennweite, Objektiv-Version und der plastischen Wirkung bei Portraitfotos herzustellen.
Hi,
bei diesem Thema möchte ich zu bedenken geben, das eine "plastische Wirkung" im engeren Sinne per Definition von einem Objektiv, wie wir es kennen, nicht zu leisten ist.
Das Problem ist auch, dass nicht alle diesen Effekt gleich sehen. Einige sehen dies in unterschiedlichen Bildern, einige gar nicht - daher ist es auch unmöglich eine Definition dazu festzulegen. Persönlich kann man aber diese Entscheidung für sich treffen.
Ist das nicht alles ein Haufen pseudowissentschaftlicher Rinderkot? (i.e. Bullshit)
Kommt mir vor wie dreifach mit Goldlitze abgeschirmte Lautsprecherkabel mit Ferritkern und Vollmond-Konfektionierung.
Wenn ich das Bild betrachte, hab ich das Gefühl, ich könnte mit der Hand das Blatt in der Mitte berühren und dessen geriffelte Oberfläche nachfahren.
Dieses Foto könnte mit dem pré ai Nikkor-S.C Auto 50mm 1:1.4 gemacht sein.
Nur so eine Vermutung...
Gruß
Hans
Ich bin definitiv zu doof!
Ich bin heute mal mit 4 Objektiven
Viel mehr aber nicht wirklich.
Ja da muß man schon sehr genau hinsehen, im Hintergrund ein bisschen.
Allerdings ist das nun auch wirklich kein gutes Motiv und Licht um Objektve zu vergleichen.
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