Das Problem bei solchen Dingen ist, dass es eine wahrscheinlich zufällige Bestätigung eines augenblicklichen Gefühls (wie z.B. die Vermutung, dass der Anruf für einen selbst ist) als etwas ganz erstaunliches empfunden wird, wenn es zutrifft. Wenn es hingegen nicht zutrifft, wird es in der Regel schnell vergessen sein, wenn nicht sogar sofort.Ein besonders krasser Fall war der Folgende:
Als Student war ich mit einer Kommilitonin gut befreundet, wir sehen uns immer noch gelegentlich.
Sie war über das Wochenende nach Buxtehude gefahren, um mit ihrer Mutter deren Geburtstag zu feiern. Ich wusste das auch und es gab keinen Grund, an dem Wochenende in Kontakt zu treten.
Dann passierte irgendetwas, was ich ihr dringend mitteilen musste, ich rief also dort an.
Sie erzählte mir hinterher, dass sie in dem Moment, in dem das Telefon klingelte, wusste, dass dieser Anruf für sie war und ich dran sein würde. Das obwohl klar war, dass ich eigentlich nicht anrufen würde und zusätzlich das Telefon den ganzen Tag klingelte, von Leuten, die der Mutter gratulieren wollten.
Zufall? Telepathie?
...was wäre gewesen, wenn sie nun keine Email geschrieben hätte? Dann wäre der Gedanke zwar nett gewesen, aber nichts besonders. Wäre sie in der Email auf deinen Gedanken eingegangen, ok... aber so haben nur zwei Personen zeitnah aneinander gedacht. Das ist ja trotzdem schön für euch, aber ganz sicher keine Gedankenübertragung im Sinne einer echten Kopplung.Andererseits kenne ich auch dieses Phänomen der 'Gedankenübertragung'. Besonders schwer erklärlich: auf dem Weg zur Arbeit dachte ich einmal plötzlich an eine frühere WG-Mitbewohnerin, an die ich seit mehr als 10 Jahren nicht mehr konkret gedacht hatte. Und das war kein streifender Gedanke - ich habe versucht, mich bewußt an die Person und an die damaligen Umstände zu erinnern. Und weil ich solange nicht an sie gedacht hatte, mußte ich sogar über den Nachnamen nachgrübeln und habe ihn dann halblaut vor mich hingesprochen. Am Arbeitsplatz angekommen erwartet mich eine Email, morgens abgesendet, genau von dieser Person, in der sie mich um etwas Spezielles bittet (um meine Meinung zu einem von ihr verfassten Text), also muß sie auch sehr bewußt an mich gedacht haben.
Es ist schwer zu beobachten, besonders auf der psychologischen Schiene. Wenn da aber wirklich eine Übertragung stattfindet, wird diese eine physikalische Repräsentation haben. Für den Wissenschaftler wäre aber IMO das der Ansatzpunkt. Vereinzelte Berichte helfen da wenig, denn die sind ja gerade sehr emotional geprägt. Und überhaupt sind hier massive Zweifel erlaubt, dass wirklich ein Phänomen existiert. Ich denke, es handelt sich um Zufälle, die wir einfach sehr viel intensiver wahrnehmen, als andere.Das Problem für Wissenschaftler liegt darin, dass solche Phänomene personengebunden sind und eine gewisse Vertrautheit der Personen erfordern.
vieles habe ich im vorherigen Beitrag geschrieben. Was du aber möglicherweise verwechselst, ist Wissenschaft und Berechnung. Es ist nicht grundsätzlich erklärtes Ziel der Physik, Chemie, der Biologie usw. die Zukunft berechnen zu können. Selbst wenn man jemals soetwas wie eine Weltformel finden sollte (was ich für prinzipiell unmöglich halte: Ein system kann sich nicht aus sich selbst heraus vollkommen beschreiben), heißt es nicht sie ausrechnen zu können. Wenn man aber eine Formel hinschreiben kann und sie auch nicht ganz falsch ist, ist sie ein kompakter Ausdruck tiefen Verständnisses. Du sagst der Mensch (ich sage noch viel kleinere Dinge) sind "einfach ein viel zu komplexes System um komplett "vorausberechnet" werden zu können". Wie gesagt, berechnen ist eine Sache, die Formel zu kennen eine andere.was meint Ihr?
Hinter der TCM stecken durchaus komplexe Modelle, es wäre auch interessant, das mit unserer Medizin, Physik, Chemie und Biologie zusammenzubringen.
...
Sorry... copy-paste FehlerHallo Wocket,
Könntest du bitte dass Zitat über die Vertrautheit der Personen dem korrekten Verfasser zuordnen, ist nicht von mir, danke.
Ein bißchen Esoterik ist ja auch nicht so schlimm. Wer sich wirklich einen Erdstrahlenblocker kauft, ist selber Schuld. Was anderes ist eben schon der Missbrauch von Notlagen, wo jeder Strohalm zählt... wurde ja schon erwähnt.Findige Geschäftemacher (oder/und auch Machtbesessene [auch wenn es "nur" der Medizinmann ist]) haben diesen Drang schon seit Jahrtausenden für sich ausgenutzt und natürlich auch immer wieder geschürt.
Es gibt nichts übernatürliches,
vieles habe ich im vorherigen Beitrag geschrieben. Was du aber möglicherweise verwechselst, ist Wissenschaft und Berechnung. Es ist nicht grundsätzlich erklärtes Ziel der Physik, Chemie, der Biologie usw. die Zukunft berechnen zu können. Selbst wenn man jemals soetwas wie eine Weltformel finden sollte (was ich für prinzipiell unmöglich halte: Ein system kann sich nicht aus sich selbst heraus vollkommen beschreiben), heißt es nicht sie ausrechnen zu können. Wenn man aber eine Formel hinschreiben kann und sie auch nicht ganz falsch ist, ist sie ein kompakter Ausdruck tiefen Verständnisses. Du sagst der Mensch (ich sage noch viel kleinere Dinge) sind "einfach ein viel zu komplexes System um komplett "vorausberechnet" werden zu können". Wie gesagt, berechnen ist eine Sache, die Formel zu kennen eine andere.
Warum werden immer zwei Welten aufgerissen. Ich sagte: "Unseriös ist es aber auch zu fordern, daran zu glauben. Das was die (Natur-)Wissenschaft auszeichnet ist, dass sie auch bei allen funktioniert, die nicht daran glauben."
Dein "Aber", riegwe, kam daraufhin mit "allerdings gibt es dann auch wieder Fälle wie "Operation gelunden - Patient tot" und auf der "anderen Seite" so Sachen wie "Spontanheilung", "TCM Traditionelle Chinesische Medizin", "Plazebos" usw."
Warum ist das was anderes? Warum sollen das Grenzen der Wissenschaft sein? Interessant ist, so zumindest mein Eindruck, dass man sich hier im Westen z.B. marktorientiert so gewisse Aspekte der chinesischen Medizin zu eigen macht, aber nicht im ganzen. Hinter der TCM stecken durchaus komplexe Modelle, es wäre auch interessant, das mit unserer Medizin, Physik, Chemie und Biologie zusammenzubringen. Aber halten wir mal fest: Auch TCM hat Misserfolge (und ich behaupte nicht zu knapp), so wie unsere "Schulmedizin". Wenn wir es also wissenschaftlich angehen wollen, müssen wir uns dem öffnen, aber auch bereit sein, auf beiden Seiten zu wiederlegen und auch die sicher sehr ästhetischen chinesischen Modelle in Frage zu stellen, sowie die eigenen oder zu prüfen, ob sie nicht in Wahrheit das gleiche beschreiben.
riegwe, du nennst die Wirtschaftswissenschaften. Ja, ich gebe dir recht, dass dort sehr viel Forschung betrieben wird, die nicht den wissenschaftlichen Idealen entspricht. Verglichen mit den klassischen Naturwissenschaften fehlt dort aber auch eine gewisse Tradition. Die ausgefeilte Terminologie z.B. der Physik, Chemie ist sehr lange gewachsen und verlangt viel Arbeit. In den Wirtschaftswissenschaften gibt es aber auch sehr viele vernünftige Ansätze, aber von denen will man im täglichen Wirtschaftsleben nicht viel hören, weil sie oft anstrengend und unbequem sind... da ist es wieder. Ich denke da z.B. an den potenziellen Finanzminister(?) der CDU, der vor der letzten Bundestagswahl abgesägt wurde (auch aus den eigenen Reihen), er kam ja aus dem bösen "wissenschaftlichen Elfenbeinturm". Tja...
Nein, was mich wirklich interessiert ist, warum bekomme ich trotzdem nie eine Parkplatz, wenn das Universum sich schon die ganze Zeit ausdehnt.... vielleicht bis man herausgefunden hat, warum sich das Universum nach neuesten Erkenntnissen beschleunigt ausdehnt - DAS würde mich nämlich wirklich interessieren!
Nein, was mich wirklich interessiert ist, warum bekomme ich trotzdem nie einen Parkplatz, wenn das Universum sich schon die ganze Zeit ausdehnt.
Die paar Kilo die letzten 10 Jahre...
Ganz einfach: weil Du Dich in der gleichen Geschwindigkeit mit ausdehnst.
Wenn du mal auf deine Wortwahl achtest, sprichst du vom "Deckmantel", also einem bewußten Missbrauch. Den gibt es natürlich, immer dann wenn wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, dann ist gar nichts mehr sicher! Aber die Beispiele die du nennst, sind zum Teil auch auf Irrtümern begründet, insbesondere die medizinischen. Ein "nicht-wissenschaftlicher" Ansatz hätte da aber auch nicht geholfen.Tatsache ist leider dass auch immer wieder unter dem Deckmantel der Wissenschaft "gute Geschäfte" gemacht werden (genauso wie unter dem Titel "Esoterik" und "Spiritualität").
bis hier hin Stimme ich zu. Ich sehe in Körper und Geist auch eine Einheit. In der Wissenschaft ist der Gedanke aber auch schon seit Ewigkeiten vertreten.Tatsache ist auch dass wir eine Einheit aus Körper + Geist + Seele sind, so Sigmund Freud etc.[...]
Ein nicht ganzheitlicher Ansatz lässt (bewusst) viele Dinge unberücksichtigt.
Modelle sind nichts typisch wissenschaftliches. Menschen bilden immer Modelle, egal über was. Das entscheidende ist nicht nur die Annahmen dahinter zu kennen, sondern auch Erkenntnisse über den Gültigkeitsbereich zu gewinnen -- im Zweifel im Experiment. DAS ist wiederum ein Kriterium für wissenschaftliches Arbeiten. Dazu gehört eben auch die Falsifizierbarkeit eines Modells, einer Theorie oder Hypothese zu erhalten. Religionen oder esoterische Gedankengebäude erlauben es i.d.R. nicht. Zumindest die wenigsten Religionen erlauben Zweifel an ihrer Gottheit oder ihren Schriften.Die Wissenschaft ist aber immer durch eine streng stringente Vorgehensweise charakterisiert, und dazu ist es notwendig Abgrenzungen vorzunehmen. Jedes berechenbare (ja da ist es wieder - logisch beweisbare) Modell braucht definierte Randbedingungen, sonst funktioniert es nicht.
Die Verschiebung des Geistigen Horizonts ist aber gerade ein wissenschaftliches Phänomen, wenn man das mal mit den definitiv eher statischen Religionen vergleicht. Es ist doch letztlich immer die Wissenschaft, die ihre Grenzen selbst erweitert.Und genau an diesen (theoretisch wohl definierten, aber niemals exakt realen) Grenzen passiert "Es" dann immer wieder - die Verschiebung unseres "geistigen Horizonts".
Mit der Aussage, dass Leben chaotisch sei, wäre ich vorsichtig. So chaotisch ist es gar nicht, wenn man mal schaut, mit welcher Stabilität es über lange Zeiträume existiert und die Evolution macht keine großen Sprünge. Unendlich? Was meinst du damit?Denn "das Leben" ist chaotisch und unendlich, damit lässt sich schlecht "wissenschaften"
Wo ist der Widerspruch zur Wissenschaft?? Ich sehe in Geist und Seele nichts unterschiedliches. Beides ist IMO das gleiche Phänomen, dass aus dem emergenten Zusammenspiel "einfacherer" Einheiten entsteht (z.B. Nervenzellen im Gehirn).(bin kein prinzipieller Gegner der Wissenschaft, im Gegenteil, aber ich denke wir brauchen beides - Geist und Seele - Yin und Yang,
Da stimme ich vollkommen zu. Das ist aber ebenfalls kein Widerspruch zur Wissenschaft... im Gegenteil. Es ist genau der Punkt, die Modelle kritisch zu betrachten. Alles auf einmal wirst du mit oder ohne Wissenschaft nicht betrachten können. Die Wissenschaft kann aber helfen den "Denkausschnitt" günstiger zu wählen.und wehe dem der einseitig, einsichtig vorgeht, der nimmt Schaden oder noch schlimmer fügt anderen Schaden zu
Genau das sind ja die Aspekte, die als "nicht-wissenschaftlich" gelten. Die Religionswissenschaften sehe ich sehr gespalten. Was die Erkenntnisse über die Welt, das Leben und die Entstehung all dessen betrifft, sehe ich sie in weiten Teilen auf dem Holzpfad.Wirtschaftswissenschaften hatten wir schon.
Und wie sieht es mit den "Religionswissenschaften" aus?
["die Erde ist eine Scheibe", "die Sonne dreht sich um die Erde", "Ketzerei", etc.]
Das müsstest du einmal genauer erklären. So wie es da steht kann ich nicht zustimmen.Selbst die logische Disziplin der Wissenschaft ist davon abhängig dass ihre Methoden "akzeptiert" werden (viele waren es lange Zeit nicht, und sind es jetzt gerade nicht, und werden es auch in Zukunft nicht sein).
Übrigens etwas was in der Wissenschaft -- als globaler evolutionärer Prozess -- schon seit der Antike bekannt ist.Es gibt eben nicht die "eine Wahrheit" - die Wahrheit wird in unseren Köpfen als "intellektueller Durchschnitt" gebildet - und der verändert sich so, wie alles andere sich ebenfalls verändert.
Es ist die Abbild der "Realität" in unserer "Vorstellungskraft".
Gar nicht unähnlich dem Vorgang wir Fotos entstehen.
Das ist auch kein Argument "gegen" Wissenschaft. Es ist vielmehr ein Produkt der Wissenschaft selber, die ihre prinzipiellen Grenzen ein Stück weit zu erkennen vermag.Selbst die Mathematik lässt sich nicht durch sich selbst beweisen wie Kurt Gödel schon gezeigt hat.
Zitat:
Das müsstest du einmal genauer erklären. So wie es da steht kann ich nicht zustimmen.riegwe schrieb:Selbst die logische Disziplin der Wissenschaft ist davon abhängig dass ihre Methoden "akzeptiert" werden (viele waren es lange Zeit nicht, und sind es jetzt gerade nicht, und werden es auch in Zukunft nicht sein).
Man sollte einfach vorsichtiger sein mit Geistern, vor allem mit Schlehengeist, Himbergeist, etc.pp.
Die paar Kilo die letzten 10 Jahre
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