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Stefan L.

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Nein, keine Sorge, daß soll hier kein pauschalierender Randale-Thread werden, sondern einfach ein paar Gedanken von mir zu dem Thema.

Die Spiegellos-Knipserei begann bei mir vor etwas über 6 Jahren anläßlich des 70. meines Vaters, zu dem ich mit dem Motorrad anreiste. Aus Platzgründen wollte ich keine meiner damaligen (und tlw. noch heutigen) D's mitnehmen und kaufte mir recht spontan eine der ersten spiegellosen Systemkameras überhaupt, die Olympus E-PL1 mit Kitoptik. Der kleine Sensor rauschte wie Sau, in der Sommersonne war mit dem Display nicht viel anzufangen und der gebraucht gekaufte Aufstecksucher war auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Trotzdem hatte ich die Kleine viel häufiger dabei als zuletzt meine D-SLR, die ich nur noch mitnahm, wenn ich explizit zum Fotografieren loszog.

Die kleine Oly ist schon lange wieder verkauft, dafür sammelte sich in der Zwischenzeit so einiges an spiegellosens Kameras bei mir an. Aktuell buhlen einen Panasonic µFT, zwei Sony NEX (APS-C) und zwei Sony A7 (FX) um meine Aufmerksamkeit, dazu kommt noch eine Nikon 1 und Panasonic FZ1000 mit 1" Sensoren.

Vor einigen Jahren wurde ich nicht müde den Untergang der D-SLR durch die Spiegellosen zu postulieren, inzwischen sehe ich dies -auch und besonders nach sehr anregenden Diskussionenn hier im Forum- etwas differenzierter.

Basis für diesen Thread war unser diesjähriger Sommerurlaub (Urlaub heißt wegen unseres "Privatzoos" max 4 Tage innerhalb D's). Da meine Frau nullte und ich bei den letzten Ausflügen schon gesehen hatte, das sie die Objektivwechselei an meinen großen Sonies zunehmend nervte war schnell klar, das die zu Haus bleiben würden. Die Überlegungen schwankten zwischen meiner "Allzweckwaffe" Pana FZ1000 (25-400mm Optik samt 4K Video) oder der Nex 5R mit dem 18-200..

Auf der anderen Seite hatte ich gerade erst ein Tamron 16-300 für die D5300 gekauft, warum eigentlich nicht die mitnehmen? Da unser Hotel an einem See lag sollte eh die auf IR umgebaute D300 mit dem 18-55 mit, da war es nur schlüssig mal wieder mit D-SLR loszuziehen.

Gesagt getan, zusätzlich sollte das, seit Ewigkeiten im Schrank rumstaubende, Sigma 10-20 mit, Festbrennweiten blieben (fast) komplett zu Hause. Der erste AHA-Effekt ergab sich schon beim Taschepacken. Für die D5300 wollte ich die kleinstmögliche Tasche mitnehmen, in die gerade so die Kamera mit dem Zoom, das UWW, Ersatzakkus und das Ladegerät paßten. Bisher hatte ich sie nur auf Tagesausflügen dabei, nun stand ich auf einmal vor dem Problem dieses Monsterladegerät dessen gewinkelter Stecker sich wohl nicht zerstörungsfrei lösen lßte einzupacken. Ist jemals ein Nikon-Entwickler mit der Kamera verreist? Wohl eher nicht, denn sonst hätten die so einen Mist (gleiches gilt für die J1) wohl kaum an Kunden ausgeliefert. Die Ladegeräte meiner Panas und Sonies sind kleine flache Kästchen, die man immer noch irgendwo in der Fototasche unterbringt, das Ding der D5300 mußte in die Reisetasche.

Hier gleich ein Einschub für alle, die jetzt losschimpfen: Ja man kann sich problemlos z. B. von Patona auch kleinere Ladegeräte kaufen und ja die kleinen Sonies werden frecherweise ab Werk komplett ohne Ladegerät ausgeliefert (man kann sie direkt über USB laden). Trotzdem ist mir schleierhaft was die bei Nikon sich dabei gedacht haben, die Ladegeräte für die D300/D700 zeigen doch, das sie wissen wie es geht, oder spart man durch das Weglassen des Eurokabels so viel ein?
 
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Kürzlich war ich mit meiner Familie und zwei befreundeten Familien auf einer Alm in den Bergen. Wir sind auf den Berg hinaufgestiegen und haben in der Hütte übernachtet.

Dazu habe ich meine kleinstmögliche Fotoausrüstung mitgenommen - meine spiegellose Nikon 1 J4 mit dem flachen Zoom 1Nikkor 11-27.5mm, die ich in meine Anorakseitentasche stecken konnte.

Alle anderen haben auf der Wanderung und auch abends in der Hütte mit ihren modernen Smartphones fotografiert, aber an die mit meiner kleinen spiegellosen Nikon geschossenen Fotos ist kein Smartphone-Foto herangekommen.

Das Zoom-Objektiv 1Nikkor 11-27.5mm besitzt ein Schraubgewinde, in das ich bei Tageslichtaufnahmen ein Polfilter einschrauben konnte, um z. B. den Himmel bei Sonnenschein farbkräftiger aufnehmen zu können.

Und dank des doch relativ leistungsfähigen ausklappbaren Blitzgerätes der J4 sind auch die Nachtfotos in der Hütte qualitativ wirklich gut ausgefallen - im Gegensatz zu denjenigen der Smartphones.

Wenn ich mal wieder bequem mit der Gondelbahn auf Bergeshöhen fahre, darf natürlich auch meine Df mit etwas schwererem Equipment wieder dabei sein...

Gruß
Hans
 
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Da schließe ich mich Rainer an.
Auch ich bin der "Versuchung" erlegen, öffters schon und immer, wenn es ernsthaft DAS BILD sein sollte hatte ich meist bedauert nicht "meine (die) Kamera" dabei zu haben. Auch mich interessieren andere Hersteller wenig, weil erstens sind sie nicht besser, und zweitens ist es einfach von Vorteil sein Werkzeug zu kennen und drittens fotografiere ich bereit sehr zufrieden und wertig mit Nikon seit vier Jahrzehnten und das mit exelentem Service und Verläßlichkeit. Als "Notizbuch" reicht mir auch mein Iphone.
Daher sind für mich auch Vergleiche zwischen N + C oder N + L etc. absurd, noch schlimmer wenn es um Objektive geht. Als würde man ein 50mm weil absolut super mit C. benutzen, das Macro mit L und 70-200mm mit N. Werkzeuge sind dazu da, um sie gerne in die Hand zu nehmen und gute Ergebnisse damit zu produzieren.
Letztlich spielt es auch keine Rolle, mit welchem "Werkzeug" man arbeitet, es sind immer meine Bilder die damit entstehen. Bei vielen Alternativen sind mir die Möglichkeiten aber zu eingeschränkt. Und das, obwohl ich immer weniger Ausrüstung brauche um meine Bilder zu machen. Man muss halt wissen, wie man seine Vorstellungen umsetzt.
Und je weniger ich rumschleppe, desdo leichter ist es Bilder zu machen ohne diese überbewärtete technische Hochrüstung.
Beste Beispiele ist die Fotogeschichte, in der namhafte und ausgezeichnete Fotgrafen lediglich mit minimalen Ausrüstungen beachtenswerte Bilder gemacht haben.
Heute schlagen viele sich eher damit herum, die sog. Neuerungen und Automatiken auszutricksen... Da ist mach einer, der das Handwerk versteht manuell sicherer und auch schneller

Aber gerne lass ich den technikverliebten ihren "Spielplatz"... So kann alles nebeneinander sicher gut bestehen und fördert den Umsatz und den Erhalt von Herstellern.
 
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Viel Lust zu tippen habe ich grad nicht, ein paar kurze Worte.

DSLR hab ich zwei, nutze ich nicht (mehr), aber hauptsächlich deshalb, weil es DXe sind und ich mein Altglas so nutzen möchte wie ich es von F3 und Co. gewohnt bin.

Dafür ist die A7 gekommen, Vollformat und Fokuspeaking, Adapter dran, fertig.
Was mich stört ist, dass mit dem 2.8/135 und eher dem 4/200 bei wirklich hellen oder wirklich dunklen Motiven das Fokussieren nicht soooo toll geht, wenn wenig Kontrast da ist.

Fazit: Müsste ich fotografieren, dann gäbe es eine D750 oder mehr, mit entsprechend modernem AF-S Glas.
Da ich Fotografieren zum Spaß mache und eh fast nur Altglas nutze ist die Sony schon ganz okay.
Was mir nicht in den Kopf gehen will ist, dass der Verschluss bei ausgeschalteter Kamer offen ist und der Staub völlig ungehindert den Weg auf den Sensor findet. Ich hatte bei den Spiegelreflexen fast nie Ärger mit auffälligem Staub, die Sony nervt damit alle 4-5 "Einsätze"...

Edit:
So ne Leica oder auch mehr als eine, das hätte was.
Vielleicht...
 
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ja,
den Sensor bei der Sony habe ich öfters gereinigt als bei den Nikons.
 
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Da kann ich ja heilfroh sein das ich nicht ernsthaft sondern nur so zum Spaß fotografieren darf

Man muss halt für sich und die eigene Fotografie die Nach- oder (..ja, soll es wirklich geben..) Vorteile eines spiegellosen Systems entdecken. Dazu muss man sich aber aus meiner Sicht schon mit den Systemen befassen. Aber hey, wir sind hier ja auch in einem Nikon DSLR-Forum und so eine A7 RII ist ja auch nur eine bessere Hosentaschenknipse
 
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Als "Immer-dabei-Kamera" habe ich die CoolPix AW 130. Für die habe ich sogar eine Gürteltasche. Sie passt aber auch in jede Jacken- , Hosen-, Hemdentasche, kann einen Regenschauer genauso ab, wie ein Glas Rotwein und wenn sie fällt, hebe ich sie auf und fotografiere weiter.
Meine Df ist zur Reparatur, weil sie nicht mehr fokussierte. Angeblich reicht bei angesetztem Objektiv ein mittelprächtiger Stoß aus, um das gute Stück funktionsunfähig zu machen.
"Für gut" nehme ich bei DX jetzt die neu erworbene D 500 mit. Morgen geht es (mal wieder) auf nach Malle!
 
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Ich würde Rainers Aussagen auch unterschreiben, denn seine Aussage war ja im Kern, dass klassische DSLR die universelleren Allrounder sind. Er hat dies unter anderem mit der Sportfotografie begründet.

Beim Blitzen sehe ich das so, zwar arbeiten Sony und Fuji derzeit an einem Ausbau ihres Blitzsystems, sind aber bei weitem nicht so vielseitig wie Nikon und Canon. Dort habe ich z.B. neben den Herstellerblitzen sogar Studioblitze mit TTL und HSS (z.B. Profoto).

Sport, Landschaft, Makro, Wildlife, Studio ... alles geht mir einer DSLR und entsprechendem Zubehör, das es bei Nikon und Canon ja zuhauf gibt.

Die Akkulaufzeit wurde ja auch wiederholt genannt. Klar ist die nicht für jeden relevant, für mich war sie das im letzten Jahr (Island, Nepal, Neuseeland) aber auf jeden Fall und gehört auch zu den Merkmalen einer guten Allroundkamera.

Klar kann man an Spiegellosen wunderbar alte Optiken adaptieren und sie dann auch recht schnell und präzise manuell fokussieren. Fakt ist aber eben auch, dass bei Nikon und Canon das größte Angebot ganz unterschiedlicher AF Optiken vom Fisheye bis zum Supertele verfügbar ist. Auch das macht das System vielseitiger (zumindest für Leute, denen der Af wichtig ist).

Und schließlich noch etwas persönliches. Für mich ist der Blick durch den DSLR Sucher irgendwie schöner, weil analoger, was mir mehr Spaß macht. Selbst sehr gute digitale Sucher wie bei den neuen Sonys bzw. Fuji wirken auf mich eher wie kleine Computer und vermitteln mir weniger Spaß. Hinzu kommt, dass sie beim Blitzen (was ich häufig mache) auch in Sachen Belichtungsvorschau keine Hilfe sind (das ist der optische Sucher natürlich auch nicht, aber sein Bild ist klarer).

Andere Dinge (die sich allerdings langsam auswachsen) waren zumindest in den letzten Jahren ein Nachteil der Spiegellosen, und zwar bezogen auf die Nachbearbeiten. Hier meine ich den nicht optimalen Support der XTrans Sensoren durch Lightroom Photoshop und Co, oder aber den Fakt, dass die Sonys lang kein unkomprimiertes RAW mit 14bit verfügbar hatten.

Wenn ich mit leichtem Gepäck unterwegs sein will, dann nehme ich meine D600 mit AF 2,8/24mm, AIS 50mm und AIS 2,5/105mm mit. Dann ist die Fotografie aber auch etwas entschleunigt. Ansonsten kommen dann die AF Optiken mit. Bezogen auf die spiegellosen Vollformat Sonys sind meine Optiken aber nicht größer als die jeweiligen Sony Äquivalente.
 
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...ich wüsste keine Disziplin, wo spiegellos besser wäre...

...ich möchte mich gar nicht damit befassen, weil ich nicht mit Sony und Co befassen möchte, weil es nichts gibt, das die Sonys und Co besser könnten, als meine Nikons

Ich denke, das darf etwas differenzierter betrachtet werden?
Für mich als Makro- und Landschaftsfan ist das spiegellose Prinzip eigentlich das Bessere und den DSLR überlegen. Warum?

1. Den AF brauche ich nicht oder nur sehr selten, viel wichtiger wäre mir die Funktion einer Sucherlupe. Wenn ich mit manuellen Objektiven (aber auch AF-gestützten) auf dem Boden liegend den Schärfepunkt einer Makroaufnahme exakt treffen möchte, muss ich die D800 irgendwie fixieren (auflegen, Bohnensack, Stativ), den LV aktivieren, ins Bild zoomen, Schärfe festlegen, wieder rauszoomen, Bildausschnitt korrigieren, abdrücken. Viele Spiegellose können einen 100%-Ausschnitt klein im Eck einblenden, das vereinfacht die Sache erheblich.
2. Die Belichtung entspricht bei Spiegellosen dem, was ich im Sucher sehe - die Messung der DSLR wird zwar immer besser, aber woher soll deren Computer auch wissen, dass ich nun genau z.B. auf die Lichter und damit erheblich unterbelichten möchte? Sicher, man kann die Belichtungskorrektur verwenden, aber auch das bleibt meist ein Ratespiel. Die Belichtungsvorschau im LV ist z.B. an der D800 nur in gewissen Grenzen treffend und gerade bei wenig Licht null aussagekräftig.
3. Das Sucherbild der Spiegellosen ist in der Dunkelheit (Nachtaufnahmen) meist deutlich besser, heller, man erkennt überhaupt irgendetwas, wenn auch verrauscht. Mit DSLR bleibt der Sucher pechschwarz und eigentlich nur die Methode der Testaufnahmen, warten, neu ausrichten, probieren...
4. Manche Spiegellose bieten viele nette Gimmicks wie Live Composite, bei der sich das Bild während Langzeitbelichtungen am Bildschirm aufbaut. Gerade während Dämmerphasen oder Verwendung von Graufiltern, wenn sich die Helligkeit und damit berechnete Belichtungszeit schnell ändern, aber auch dem Fotografieren von Lichtspuren, ist das Gold wert. Einfach BULB wählen, auslösen und abbrechen, wenn die gewünschte Bildhelligkeit erreicht ist.

Gerade Punkt 4, aber auch 2 und 3, könnten im Liveview der DSLR genauso gut implementiert werden - scheinbar weigert sich Nikon jedoch hartnäckig, gute Ideen zu übernehmen, nachvollziehen kann ich das nicht.

Ich persönlich liebäugele immer mal wieder mit dem spiegellosen System, da ich jedoch Kleinbild bevorzuge und Sony zu teuer/unsympathisch ist, bleibe ich bei Nikon. Wenn die jedoch eine spiegellose VF auf den Markt bringen, werde ich wohl umsteigen.
 
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Für mich bleibt als einziger echter Vorteil das lautlose Auslösen, das für einige Anwendungsgebiete schon gut wäre: Hochzeiten, Theater, Klassische Konzerte...

Das könnte man aber auch in DSLRs implementieren, allerdings müsste speziell Nikon dazu endlich den Liveview-AF verbessern, was auch beim Filmen hilfreich wäre. Canon ist da engagierter.
 
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Hm, spannende Richtung, in die der Thread geht. Ich möchte ein paar der bisher genannten Punkte ienfach mal aufgreifen:


Das Beste oder Nichts


Den Ansatz habe ich auch lange verfolgt. Allerdings mit einem etwas anderen Hintergrund. In inzwischen fast 5 Lebenssjahrzehnten habe ich zum Glück eine durchaus realistische Selbsteinschätzungsfähigkeit entwickelt. Ich weiß, das ich kein großer Fotograf bin und auch nicht mehr werde, versuchte mir dies früher einfach dadurch zu beweisen, das ich das -so weit möglich- beste Material kaufte. Die schlechten Bilder konnte ich dann nur noch auf meine eigene Unzulänglichkeit zurückführen, das Equipment konnte es nicht sein. So schleppte ich auch lange D300/D700 mit den BG's samt diverser 2.8er Zooms und FB im gut 15 kg schweren Phototrecker durch die Gegend. Nachdem mein Motorrad und ich etwas stark unterscheidlicher Meinung über die Fahrtrichtung waren was u. A. in einer lädierten Schulter endete wollte ich da etwas erleichtern.

Inkompatibles Sony-System vs. Hochkompatibles Nikon-System?

Ich legte mir also zusätzlich eine D5100 mit ein paar weitern DX-Zooms zu. Plan war mit der D700 und FB und der D5100 mit den Zooms loszuziehen. Doch im Gegensatz zu D300/D700 brauchte ich bei D5100/D700 auf einmal alles doppelt: Inkompatible Akkus, somit auch zwei Ladegeräte, verschiedene Speicherkarten. Meine AF-D Linsen konnten an der D5100 nicht mehr focussieren. Bei den AiS verweigerte die Kleine sogar die Belichtungsmessung. Die Kompatibilität beschränkte sich nur noch auf die wenigen AF-S FX Linsen.

Auf die Art landete ich dann irgendwann auch bei der ersten Sony. Wenn ich eh zwei relativ inkompatible System habe (eine 1er war auch im Haus, aber die war noch inkompatibler als die D5100) kann ich doch die Miniaturisierung auf die Spitze treiben -> NEX 5. Klar kann man nun trefflich argumentieren, daß man ja schließlich nicht die Topmodelle mit den gleichen Komponenten wie die Entry-Levels bestücken kann. Doch dann kam die A7 auf den Markt, gleiche Akkus und Speicherkarten wie bei der "Billig-NEX" ich schien also dem Plan: möglichst kompatibel FB mit VF und DX mit Zooms zu kombinieren ein gutes Stück näher gekommen. Das klappte auch so gut, das ich trotz des horrend hohen Preises, der mit Sicherheit bald fallen würde auch noch eine A7R II samt AF-Adapter auf Minolta kaufte. Auch das neue Top-Notch Modell nutze die bereits reichlich vorhandenen Akkus und Speicherkarten. Der AF-Adpater funktionert wunderbar mit alten Minolta Stangenoptiken und auch das nicht nur an der dicken R sondern auch an der kleinen NEX. Selbst die adaptierten AiS Linsen funktionieren an den Sonies (Belichtungsmessxung in A) besser als an den kleinen Nikons.

Sorry Rainer, wenn ich hier Dein Halbwissen korrigieren muß, aber Nikon ist der König der rein der Marketing-Kastarationen geschuldeten Inkompatibiltäten, Sony ist das genaue Gegenteil davon und überwiegend damit hat mich Nikon nach 1/4 Jhrd. direkt in die Arme von Sony getrieben.

Ja die Akku-Laufzeit ist bei dem Strommonster RII grausam schlecht, allerdings habe ich zig der superbilligen Akkus für die Sonies und wenn alle Stricke reissen kann ich sie dank USB-Ladefunktion auch im Auto nachladen. Ich mache keine Sportaktion-Dauerfeuersachen und in aktuell 5 Jahren Sony-Mini-Akku-Nutzung hatte ich noch nie das Problem mit leeren Akkus nicht mehr weiterfotografieren zu können.

Weniger ist mehr
Ja durchaus ich ziehe auch gern mal nur mit der RII und dem Summicron 50 los. Dabei gehts bei mir allerdings weniger um Kunst, da habe ich zugegeben keine Ahnung von und 99% der als überragend geltenden Fotografien der Weltgeschichte würde ich sofort in die Tonne kloppen. Ich versuche dabei eher mein "zoomversautes" Auge wieder etwas mehr zu schulen. Da bin ich aber mit der RII und dem Cron dtl. kleiner und leichter unterwegs, als mit einer D750 (die einzige jüngere Nikon die mich irgendwie gereizt hätte) und einem 50er

EVF ist schlechter
Dies möchte ich so nicht stehen lassen, OVF EVF sind anders, welches besser oder schlechter ist muß jeder für sich selbst entscheiden. Blicke ich durch den Sucher der D700 mit dem AF-S 1.4 davor ist das Bild ohne Zweifel klarer und natürlicher als adaptiere ich die gleiche Linse an die RII. Ähnlich verhält es sich auch beim AiS 50 1.8, aber für mich ist das Objektiv an der D700 nahezu nutzlos, da ich es nicht focussieren kann, was mit der RII problemlos und schnell gelingt. Mit dem Focus-Peaking grob vorstellen, Focuslupe rein und schwupp ists scharf. Mit dem AF-S stelle ich auf die Art sogar präziser scharf als die D700 mit dem AF.

Mirrorrless-AF ist lahmer/schlechter
Jein. Ich stimme dem völlig zu, wenn wir über AF-C reden. Ich hatte ja letztes Jahr schon etwas zu meinem Frust bei einer Greifvogelshow mit der RII geschrieben. Ein paar wenige brauchbare Aufnahmen waren zwar dabei, das waren aber überwiegend Zufallstreffer.
Differenzieren möchte ich dies beim AF-S. Die alte NEX ist da durchaus gemächlich zugange, dafür aber sehr präzise. Die RII locker auf dem Niveau zumindest meiner D-SLR. Eine D4s oder D5 kann das bestimmt auch nochmals besser, aber mit der RII habe ich noch nie etwas wegen zu lahmen AF nicht fotografieren können. Ähnlich fühlte es sich beim fotografieren mit der D5300 durch den Sucher an. Das Bild drehte sich aber komplett als ich in LV ging. Zuerst schob ich das Verhalten auf die a... dunkle Crypta im Dom in Verbindung mit dem Dunkelzoom, aber es setzte sich im gut beleuchteten Technik-Museum in Speyer so fort. Der Kontrast-AF der D5300 braucht nicht nur Ewigkeiten zum Focussieren nein er verweigert -etwas überspitzt formuliert- auch die Arbeit, wenn nicht im AF-Feld 100% weiß und 100% schwarz durch eine exakt gerade Linie getrennt sind. Ja das ist bewußt überspitzt formuliert, aber dieses Verhalten zog sich so durch. Abends im Hotel auf der Aussenterasse war alles voller frisch an Land gekletterter Minifröschchen. dunkle Frösche auf weissen Fliesen. Alles völlig easy, aber ich habe praktisch kein Froschfoto hinbekommen, denn bis die Kleine mal einen still da hockenden Frosch focussiert hatte war der längst woanders hingehüpft. Klar kommen jetzt wieder ein paar Spezialisten, die sich selbstverständlich hinschmeissen und mit dem Auge am Sucher über die Fliesen robben würden, aber aus dem Alter bin ich definitiv raus, zudem es mit einer passenden Kamera auch komplett überflüssig ist.

Ich komme beim Thema AF zu einem völlig anderen Ergebnis als ein Sport-oder Action-Fotograf. Für mich ist der der mir bekannten Nikon D-SLR (aktuellstes von mir darauf getestetes Modell war die D750) für meine Art zu fotografieren (Kontrast-AF im LV) nahezu unbrauchbar.

Nur so am Rande: Bei einem Spaziergang im Wald hoppelte mir ein Feldhase vor die Linse, also schnell auf 300mm gezoomt Kamera ans Auge und Klick. Durchaus brauchbares Foto. Bis ich allerdings im Menü auf AF-C geschaltet hatte war er 0,5m an mir vorbeigehoppelt, ohne die Chance auf ein weiteres Foto.

Mirrorrless FF-Linsen zu schwer und zu teuer

Der einzige Punkt, wo ich uneingeschränkt zustimme. Was Sony an Preisen für die neuen 2.8er Zooms aufruft ist schlicht und ergreifend unverschämt. Ich habe daher auch kein einziges Sony FE Objektiv und das Einzige welches ich kaufen werde ist das Video-Objektiv 18-135 F4 (Focus bleibt beim Zoomen konstant). Zu Gute halten muß ich ihnen aber den relativ günstigen Adapter, der die alten Minolta-Linsen ohne jede Funktionseinschränkung nutzbar macht. Zudem muß man ja nicht unbedingt Sony kaufen, es gibt die innovativen Batis-Linsen mit der elektronsichen Schärfentiefenskala, zusätzlich noch die manuellen Loxia ebenfalls von Zeiss und die neuen Voigtländer. Alles native FE Linsen, dazu noch so einiges aus China. Ein Pendant zu meinem 50 0,95 FE gibt es für Nikon nirgends.
Dazu gibt es ja auch noch diverse AF-Adapter für Canon, Nikon, Sigma. Auch wenn die alle noch weit von der Perfektion entfernt sind ist es mit den neuen Sonys (A7 II, A6300) möglich die besten Optiken aus allen Systemen an den gleichen Bodies betreiben zu können.

Ich weiß noch wie viele vor der Vorstellung des 70-200 F4 sehnsüchtig ein Pendant zum 70-200 4L herbeisehnten, oder die Canon-Jungs, die das 14-24 2.8 adaptierten, weil es bei C nichts dazu vergleichbares gab (oder gibt, da bin ich nicht im Thema). Mit den neuesten Sonies ist nahezu wurscht, für welches Kamerabajonett es Top-Linsen gibt. Einen passenden Adapter dran und schon kann man die besten Optiken an ein und demselben Body nutzen. Ja diese Adapter stecken noch in den Kinderschuhen und haben -bs auf die Youtube-Promovideos- teils grauslige AF-Geschwindigkeiten, aber prinzipeill geht es und für jemanden wie mich, wo es nicht auf max. AF-Speed ankommt reichts allemal.

Ich z. B. kämpfe schon eine Weile mit mir, ob ich das sauteure sauschwere Sony 135 1.8 (den Adapter habe ich ja schon) oder das kleinere leichtere Canon 135 2.0 samt Metabones-Adapter kaufe. Das würde dann auch den Weg zum EF 11-24 öffnen.

Auf 1-2kg mehr kommts doch nicht an

Sehe ich komplett anders. Die Schulter-Tasche, die ich mithatte habe ich heute früh extra nochmals gewogen: 2,5kg. Das ist das Maximum was ich länger zu schleppen bereit bin, wie geschrieben habe ich sie zum Teil am Gürtel befestigt, bzw die Kamera herausgenommen, da es mir zu schwer wurde. Die D5300 mit dem 16-300 (welches fast das selbe wiegt wie das 18-200 VR II) und der Handschlaufe wiegt allein 1200gr und ist damit fas 500gr schwerer als die NEX 5 mit dem 18-200.
Die NEX mit dem 16-50 wiegt 370gr. Paßt in jede Jackentasche und ist allen mir bekannten 1" Systemen und natürlich auch den Smartphones in der Bildqualität um Welten überlegen.

Scheuklappiger Sony-Fanboy!!!

Nicht wirklich, ich halte deren Fernseher, Stereo-Anlagen und Laptops für hoffnungslos überteuret, aber manchmal hauen sie dann doch etwas besonders raus. Eine Playstation kaufte ich damals weil es schlicht die einzige Konsole war mit einer halbwegs realistischen Nordschleife, das das Gerät von Sony war spielte dabei keine Rolle. Ähnlich kam ich zu meinem Z3 Compact. Schlicht das einzige kleine Handy mit Powerhardware, schlicht und ergreiefnd völlig alternativlos. Ähnlich geht es mir derzeit mit dem Fotozeugs. Für mich (Randbemerkung: Ich blitze NIE) das derezti einzige System, bei dem von winzig klein bis zum absoluten Pixelmonster alles miteinander harmoniert ist Sony.

Als Nikon-Fanboy tut es mir besonders weh, das die Firma, die mal sehr kundenorientiert Produkte auf den Markt gebracht, Leute wie mich durch dumme Produktpolitik zu anderen Herstellern treibt.

Wenn es sowas wie das Sony System von Canon, Fuji, Pentax, Sigma, usw. gegeben hätte wäres mir auch recht gewesen, da ich meine Lieblingsmarke eh verlassen mußte war ich da offen für alles.
 
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Ich fotografiere ja mit so ziemlich allen was in in die Haende bekomme
z.Z sind im Einsatz: Fuji X70, Rolleiflex, Nikon FG & Nikon D750.
Ich will keine von denen missen. Jede Kamera hat ihr Einsatzgebiet, ihre Staerken und Schwaechen.
Die Fuji und die FG sind die Immerdabeis. Je nachdem auf was ich Lust habe, Analog oder Digital, kommen sie in die Tasche. Fuer die 750er wird auch je nach Thema Glas eingepackt. Ist Action angesagt, kommt das 70-200er mit und sonst nix, das normale Besteck ist 20/35/50 oder 85. je nach dem.

Ich bin ja wahrscheinlich nicht der Normalfall, aber bei mir gibt's kein "versus" sondern nur ein Miteinander der unterschiedlichsten Systeme.

lg redy
 
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Boah, schreibt Ihr alle viel.
Ich will nur mal zwei Akspekte beleuchten, die ich für wesentlich halte.

Formfaktor
Hier finde ich, dass die Spiegellosen sich gar nicht sooo dramatisch von den DSLR's absetzen. Sie sind nur ein bisschen kleiner aber nicht dramatisch.
Was aber für mich dramatisch mit der Größe nach unten geht ist die Usability: Haptik, Bedienung, Sucher, etc.

Daher meine Strategie ähnlich wie bei Rainer M.:
- wenn ganz leichtes Gepäck, dann iPhone.
- wenn leichtes Gepäck, dann D610+50er (die meisten Systemknipsen sind nicht viel kleiner)


Solid State Device
Spiegel, Sucher und Verschluss sind schon sehr sehr aufwändige Bauteile. Ja, im Lauf der Jahrzehnte extrem perfektioniert, aber dennoch anfällig und teuer.
Wenn es gelingt, e-Sucher und AF nun wirklich fast in die Qualität zu bringen wie bei DSLR - und das ist jetzt kein so weiter Weg mehr - dann glaube ich, dass die Endzeit der DSLR gekommen ist.
Eben nicht wegen dem Formfaktor, sondern weil eine Systemkamera robuster sein kann und man das an der Feinmechanik gesparte Geld für was anderes einsetzen kann.
 
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Betrachten wir doch mal unvoreingenommen die Bedienung, ich habe der D5300 im Laufe der paar Tage einen analogen Charakter zugewiesen. Was das schon wieder heissen soll?

Nun ich hatte noch eine KB in des Wortes tiefster Bedeutung dabei. Eine kürzlich erworbene Canon AV-1 (für diejenigen, für die ein Tellerand etwas unüberwindliches ist: Das ist die EM von Canon). Sie ist die Kamera, die verhindert hat, das ich mit dem fotografieren frühzeitig wieder aufhörte. Endlich kein blöder Belichtungsmesser mehr und umständliches Ablesen von komischen Skalen, einfach die Blende einstellen, den Rest machte der Zeitautomat. Dazu dann auch die ersten Zooms, endlich nicht mehr rumrennen, oder seltsame Schnitte. Allerdings war das Blende einstellen und Hüh bei Ihr auch ein Muß, denn außer der ISO und der Blende kann man nichts einstellen, es gibt noch eine Gegelichttaste, die 1,5 Belichtungsstufen korrigiert und Thats it. Sie hat mich auch so geprägt das ich auch heute zu 99% auf A fotografiere.

Was das nun mit der D5300 zu tun hat? Nun ich war es recht schnell leid ständig mal die Menü-Taste und mal die Info-Taste drücken zu müssen, um irgendetwas einzustellen, eine Logik wo was verstellt wird erschloß sich mir nicht. Ich habe dann die ISO auf die FN-Taste gelegt und ansonsten die Menüs Menüs sein lassen.

"Dank" des winzigen Suchers den ich ab da wieder fast ausschließlich nutzte kam auch da wieder das "Analogfelling" auf, wie bei der AV auch mußte ich die Brille abnhemen und zwischen den Lippen halten, wenn ich fotografieren wollte. Immerhin in einem Punkt ist die kleine D besser als die 35 Jahre alte Analgoge: Sie hat einen Dioptrienausgleich im Sucher.

Den Bedienungskomfort meiner RII (an die auch eine D610/D750 nicht mal ansatzweise rankommt) habe ich aber schon vermißt.Da habe ich alle wesentlichen Funktionen (Blende, Zeit, ISO, Belichtungskorrektur) auf Drehrädern, die sich alle ohne zusätzliche Knöpfe zu drücken und vor allem ohne den Finger vom Auslöser nehmen zu müssen einstellen lassen. Dazu kommen dann noch 5 frei belegbare Funktionstasten, wo ich die für mich wichtigen Dinge wie z. B. Focuslupe, AF-S - AF-C Umschaltung usw drauf liegen habe. Für mich ist sie damit in der Bedienung jeder Nikon D-SLR weit überlegen insbesonder den großen Bodies, wo man oft die Linke unter dem Objektiv wegnehmen muß, um einen linken Knopp drücken zu müssen.

Ja ich weiß das Mika für sein Sujet das völlig anders sieht weil man die Wippe bei der Sony nicht auf ausschließliche AF-Feld-Verstellung programmieren kann, wenn ich mir aber anschaue wieviele Kritikpunkte bei der Bedienung von der A7 zur A7 II behoben wurden würde mich nicht wundern, wenn die III das dann auch könnte.

Selbst eine "Kompaktknipse" wie die Pana FZ-1000 läßt sich freier konfigurieren als eine D-SLR (hier schliesse ich explizit Canon mit ein) CaNikon scheinen nach der Devise zu agieren, das sich der Nutzer an die Knipsen anpassen soll und nicht umgekehrt.

Bei der Haptik muß man auch genau hinschauen welche Modelle man vergleichen möchte. Ich habe gerade die A7 und die RII nebeneinander auf dem Schreibtisch stehen, da hat es einen Riesensprung gegeben. Die neue ist locker auf dem Niveau meiner D-SLR und bei der alten A7 ist zudem noch immer die erste Blederung drauf (was D300/D700 bei mir nicht von sich behaupten können)

Das Thema Formfaktor will sich mir auch nicht so recht erschliessen. Die AV-1 ist wegen des Films etwas breiter, genauso hoch aber viel schmaler als meine A7er. Bei der F501 die die AV ablöste sieht es ganz ähnlich aus. Ich frage mich immer was für Pranken Leute haben müssen, die einer A7/GH-4/EM-1/X-T1... unanfassbare Dimensionen unterstellen. Ja ich habe die größtmöglichen D-SLR (3-stellige D mit BG) als Vergleich trotzdem würde mich interessieren mit welchen Kameras die "Spiegellos ist viel zu klein Fraktion" früher fotografiert hat? Alle mit F4 und Monsterwinder?

Bei den Superminiaturisierten muß man schon aufpassen. Ein Freund von mir ist Zimmermann und kann zur Not ein Klo nur mit einer Pfote bedeckeln. Der würde vmtl. eine A5100 oder Pana GM-1 mit den Pranken zerdrücken, so er sie überhaupt anfassen könnte. Nimmt man aber so das Mittelfeld wie eine PEN oder A6300 hat man Kameras die die meisten Leute gut halten können und die vergleichen mit D610/D750 einen ziemlichen Größenvorteil darstellen .

Nur so am Rande -hätte eigentlich zum Thema Kompatibilität gehört- schaue man sich mal die Lage der Bedienelemente bei z. B. A6300 und A7 RII und D5500 sowie D810 an.

Natürlich ist das eine rein persönliche Betrachtung (ich hatte auch nie etwas anderes geschrieben) und für Mika, Rainer und alle anderen bei denen schnelle Bewegung im Spiel ist sind D-SLR zumindest derzeit definitiv die besser Wahl. Allerdings bin ich mal wieder etwas uneins mit Mika, der den Vorteil der mirrorless aufs lautlose Auslösen reduziert. Ist ein Goodie, das ich gern mitnehme, wer den Schepperauslöser der ersten A7er kennt wird mir da zustimmen. Für mich ist das Killerkriterium contra D-SLR der unbrauchbare Kontrast-AF. Für einen reinen Sucherfotografen mag das wieder völlig wurscht sein.

Ich hatte und werde das in Zukunft auch wieder tun, die D5300 bisher überwiegend für einfachste Dokumentations- / Produktfotos in der Firma genutzt. Entweder in aller Ruhe alles auf M vom Stativ, oder Auto-Iso mit A. Ich war dann doch etwas erschrocken wie vergleichsweise umständlich und nervig sie sich beim "richtigen" Fotografieren bedienen läßt.

Ich wechsle eigentlich ständig zwischen den Sonies und den Panas Hin und Her da ergaben sich bisher noch nie solche Bedienprobleme und Unzulänglichkeiten. Ganz offensichtlich hat man sich übrigens auch bei Nikon die A7 IIer sehr genau angesehen, man betrachte sich z.B. bei Camerasize.com mal die RII und die DL 24-500 von vorn und von oben nebeneinander

Derzeit habe ich eh mehr Kameras als ich nutzen kann, irgendwann stünde höchstens die Ablösung der kleinen NEXen an. Die Sony 5100 ist verlatet, die 6300 hat wieder kein Touchdisplay. Vielleicht überrascht uns Nikon ja doch. Die DL's sind für mich schon mal Zeichen, das sie die unsäglichen 1er einstampfen und wie alle anderen den 1" Sensor für Kompakte und Superbridges nutzen. Die DL24-500 ist für mich z. B. klarer P/L Sieger gegen die zwar noch etwas bessere aber auch viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiel teurere Sony RX 10 III. Dank des Touchdisplays würde ich sie auch jederzeit meiner FZ1000 vorziehen (leider kam sie halt etwas sehr spät auf den Markt zwei Superbridges brauche ich nun wirklich nicht und für die Pana bekäme ich gebraucht nicht so arg viel).

Die Hoffnung stirbt zuletzt, das Nikon endlich etwas in der Liga der A6300 (aber mit Touchdisplay) bringt. Ja dieses System würde auch zwingend ein neues Bajonett erfordern, aber selbst damit liesse sich eigentlich gutes Geld verdienen, so man wie Sony verschiedene Adapter anbietet, die sowohl Stangen-AF als auch AF-S Linsen in diese neue Zeit retten.

Für mich Stümperknipser (und Filmer) ist der D-SLR Zug endgültig abgefahren, das hat mir der Ausflug mit der D5300 eindrücklich gezeigt (Kurze Filmversuche habe ich ob des auch dort unbrauchbaren Kontrast-AF schnell wieder eingestellt). Denn auch die dickeren D's inkl. der D500 haben für mich die gleichen Bedienungs und AF-Unzulänglichkeiten wie die Kleine und sind somit keine Alternative. Größe und Gewicht sind hierbei -für mich selbst überraschend- inzwischen in den Hintergrund getreten. Will ichs klein und hochtransportabel nehme ich in Zukunft wieder eine der NEXen mit, wenn auch Filmen geplant ist die FZ1000.

Will ich "richtig fotografieren" und bin allein unterwegs, nerve also meine Frau nicht, schleppe ich inzwischen wieder einen Rucksack (bzw. ein ziemlich geniales Kombiteil aus Rucksack und Slingshot) mit mir rum. Da machts dann keinen großen Unterschied ob da eine R II oder eine D750 samt passender Linsen drinsteckt. Mein Summicron 90 2.0 oder auch ein Batis 85 1.8 wiegt z. B. ein gutes Stück mehr als ein AF-S 85 1.8. Die 70-200 F4 oder 50 1.8 sind identisch groß und schwer.

So weit wie Sony und nur einen Universalakku für alles einzusetzen wird Nikon zwar nicht gehen, aber da ich hier eh maximal über Tagesausflüge rede sollte ich auch bei einer Nikon-Mirrorrless mit einem Ersatz-Akku auskommen, wie übrigens auch anfänglich bei der D5300. Als ich mit der nämlich noch versuchte wie gewohnt (also ausschließlich im LV) zu fotografieren leerte sie die Akkus mindestens so schnell wie die Akku-Killerin R II. Da ich aber praktisch nie mehr als 150-200 Fotos am Tag mache ists nicht weiter schlimm gewesen.

Womöglich liegt es daran, das mir auch die hier mehrfach geäußerten Verschmutzungsprobleme bei beiden 7ern (die A7 ist eine der allerersten) bisher fremd sind.
 
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Auf meinem Sportfotokurs letztes Wochenende hatte ich auch einen Teilnehmer mit einer neuen Sony A7 dabei, der hat mit der Kamera kein scharfes Aktionsfoto hinbekommen. Was soll ich mit einem System, das nicht universell einsetzbar ist ?

Das lag eher nicht an der Kamera, sondern dem Teilnehmer, mit Verlaub! Ich habe die A7 RII und nehme die z. B. mit dem EF 24-240 bei rennenden Hunden her und kann sehr wohl "scharfe Actionfotos" vorweisen. Klar gehts mit der D4 und dem 70-200 VR II mit dem mehr als doppelten Gewicht "besser", aber wenn man weiß was man tut, kann man das Sony-System sehr wohl "universell" einsetzen. Dazu kommt, dass die Spiegellosen jedes Jahr besser werden und sich im (D)SLR-Bereich praktisch nichts wirklich revolutionäres tut, wie man in ca. 50 Jahren Entwicklung feststellen kann.Wenn die Entwicklung so weiter geht, wie sich das bei Sony zeigt, kräht in ein paar Jahren kein Hahn mehr nach einer DSLR.
 
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Nicht vergessen: Bei einer Spiegellosen bewegt sich der Verschluss doppelt so oft wie bei einer DSLR.
 
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Von jetzt an....... stop


Das ist der Verschuss einer Spiegellosen. Software.

Kann man bei einigen einstellen, ist aber teils mit Einschränkungen sowie je nach Motiv mit den bekannten Problemem des elektronischen Shutters verbunden.

Ansonsten macht der Verschluss einer Spiegellosen (der ja für den EVF offen ist) erst zu, dann auf, dann fällt das Licht auf den Sensor für das Bild, dann zu, dann auf.

https://www.youtube.com/watch?v=zV0iMoT-3F8
 
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Eins ist doch wohl jedem klar, der im "Vollformat" oder FX (Nikon) oder "Kleinbild" = 24 x 36mm-Format fotografiert, dass zur Belichtung eines Sensors dieser Größe die Objektive für DSLMs -bis auf die Länge, wegen des kleineren Auflagemasses- genauso groß und damit ähnlich schwer sein müssen, wie die vergleichbaren Objektive für DSLRs. Also bleibt nur der Größen- und Gewichtsvorteil des jeweiligen Bodys. Und da man -wenn man eine DSLM universell einsetzen möchte- nicht nur mit schweren Zooms oder FB fotografiert, bleibt meist ein nicht zu unterschätzender Gewichts- und Handling-Vorteil.

Der Vergleich zwischen D810 und A 7 RII wird z. B. bei einem stundenlangen Marsch durch Venedig in jedem Fall zu Gunsten der Sony ausgehen. Denn der Sensor der Sony ist sowieso ebenso besser, als der der Nikon, wie auch die meisten FE-Objektive besser sind, als die Nikkore, also wird bei einer kundigen Hand auch eine bessere BQ herauskommen. Die Preise der guten Sony-Linsen sind zwar hoch, aber -wie Tests zeigen- die Objektive eben auch viel besser, als die vergleichbarer Objektive anderer Hersteller. Und was keine DSLR schafft: Man kann klasse MF-Linsen adaptieren, hat eine bei DSLRs nicht vorhandene (außer Pentax) Stabilisierung des Sensors und ist damit in der Lage leicht tolle Fotosemit den verschiedensten Looks zu machen und hat allein deswegen schon ein viel universelleres System, als es irgendein derzeit erhältliches DSLR-System bieten kann.

Hinzu kommen die immer besseren AF-fähgen Adapter (Commlite und Metabones), die die Möglichkeit bieten die 2,8er Nikon-Zooms und Canon-Ef-Objektive zu verwenden. Das geht heute schon gut, wie ich mit dem Commlite und dem AF-S 85mm f1,4 und dem Metabones IV und dem Sigma Art 35mm f1,4 zuletzt feststellen konnte. Diese Vielfalt gibts bei keiner DSLR. Die Adapter sind noch sehr verbesserungsfähig, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie durch dauernde Firmware-Updates mit adaptierten Objektiven so gut funktionieren wie die originären FE-Linsen. Was will man warum mehr?
 
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