1925 begannen die Kraftwerke Oberhasli mit den Bauarbeiten am Grimsel, seit den 30er Jahren liefern die Anlagen Energie. Und seit fast 30 Jahren schon diskutiert man über einen weiteren Ausbau. Ende der 1980er-Jahre plante die KWO mit dem Projekt «Grimsel West» das Speichervolumen des Grimselsees mit einer neuen Staumauer nahezu zu verfünffachen. Stichwort: Pumpspeicherkraftwerk. Das Projekt stieß bei Umweltschützern und Einheimischen auf breiten Widerstand. Der See wäre so groß geworden, dass ein Teil der Grimsel-Passstraße hätte verlegt werden müssen. Nach vielen Auseinandersetzungen ließ die KWO das Projekt fallen und entwickelte das alternative, deutlich kleinere Projekt «KWO plus».
Vorgesehen ist nun eine geringere Erhöhung der Staumauer, die jedoch ebenso auf Widerstand bei den Umweltschutzverbänden und beim lokal verankerten Grimselverein stößt. Die Argumentation der Gegner beruht darauf, dass durch den Höherstau das unter Naturschutz stehende Hochmoor tangiert und ein Teil der "Sunnig Aar" unwiederbringlich zerstört würde. Die Gerichtsverhandlungen sind noch nicht beendet.