Es gibt nicht einfach Morgen. Jeder Morgen ist anders und für mich mit Abstand der schönste Teil des Tages. Mit meinem Hunden unterwegs ganz früh, lasse ich den Tag im Aussen und im Innen erwachen ...
Früher gab es im Radio noch jeden Tag die Rubrik "Das Wort zum neuen Tag". Zuerst wurde es ausschliesslich von Pfarrern gesprochen, dann man es für andere Personengruppen auch geöffnet, dann man es ganz abgestellt.
So mache ich halt meine Gedanken zum Tag selbst...
Es gibt nicht ein Morgen. Es gibt immer nur "der Morgen". Ich meine schon oft solche Morgen gesehen zu haben aber sie sind immer anders. Der Bodennebel liegt anders, ich nehme anders wahr als das letzte Mal am Morgen ...
Ich gehe des Weges, lasse die Nacht ausklingen, lasse sie hinter mir, denke darüber nach, warum ich schlecht geschlafen habe. Der Jägerstand ist leer und leuchtet wie ein Monument oder wie ein Denkmal...
Heil ist diese Morgenstunde. Der Morgen. Morgen ist es vielleicht anders. Aber ich denke, es ist gleich. Friedlich. Noch friedlicher, weil keiner zur Arbeit fährt. Eigentlich, so denke ich, ist es schön jeden Morgen so in den Tag zu gehen...
Und obwohl der Morgen schön farbig ist, mache ich mir die Farben auch schon mal selbst. Weil ich sie - verzeih' mir Morgen - etwas anders gesetzt hätte ...