Eigentlich sollte unser Urlaub nach England gehen, da wir uns aber nicht einigen konnten, welches Auto wir auf der falschen Straßenseite kaputt fahren,
haben wir uns kurzerhand für die gegenüberliegende französische Küste entschieden und sind in die Bretagne gefahren.
Dafür dann aber auch direkt ans Ende der Welt: ins Finistère, lat. finis terrae, weil die Römer dachten, von da aus geht's nicht mehr weiter...
Dort haben wir die erste Woche in Kerdreux verbracht, einem kleinen, denkmalgeschützten Dörfchen auf der Halbinsel Crozon.
Wir hatten gerade mal die Koffer ins Ferienhaus geworfen, da sind wir schon losgezogen
zu unserem 500m entfernten und 2km langen "Privatstrand", um das letzte Licht einzufangen...
Tag 1.. Aufgabe: Gegend erkunden. Als ersten haben wir den Reiseführer, den wir schon wochenlang hatten, auch mal aufgemacht und reingeschaut. Ah! hier gibt es wohl Küste. Na, dann fahren wir da mal hin.
Pointe de Dinan: Blick in die andere Richtung, zur "Kappe mit Ziege".
So jedenfalls stand es auf der Seite für Ferienhäuser. Der Franzose nennt es aber Cap de la Chèvre.
Das Kap hat allerdings überhaupt nichts mit Ziegen zu tun, sondern der Sage nach mit dem bösen Riesen Kawr, der dort in grauer Vorzeit lebte.
Mir gefällt das Bild viel besser als Rhein II !
Wenn ihr es genauso teuer verkaufen könntet, könnte es euch zukünftig egal sein, welches Auto ihr im Linksverkehr zu Schrott fahrt
Vom Strand ist es dann auch nicht mehr weit zum Pointe de Penhir, DEM Ausflugsziel auf Crozon.
Bei dem vorhandenen Wetter bzw. Licht wirkt das ganze aber leider nicht sonderlich spannend. Dazu steht natürlich auch, wie könnte es anders sein, ein Tourist im Bild um einem das Foto zu versauen.
Ganz renitente klettern sogar die Felsen runter um einem das Bild zu versauen
Wir sind am Meer, da ist mindestens ein Pflichtbötchen zu knipsen.
Bei den Überresten aus dem letzten Krieg wird einem wieder mal klar warum ein geeinigtes und friedliches Europa wichtig ist.
Das Pflichtbötchen passt auch ganz gut zu den überall üppig blühenden Strandnelken
Und wie war das mit den im Bild rumstehenden Touris, Herr Wuschler?
Am Abend zog es uns dann wieder zu unserem "Privatstrand"
(privat übrigens deshalb, weil wir in sieben Tagen auf den 2km Strand nur sechs andere Menschen und einen Hund gesehen haben)
Die Sonne stand verheißungsvoll rotgülden über dem Horizont...
... aber - schwupps! - war sie weg... versteckt hinter einer heimtückisch auftauchenden Wolkenbank!
Das Lichtspiel am Strand war trotzdem ganz hübsch