D700 oder D600?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

the eye of the deer

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Hallo in die FF-Fotografen-Runde.

Ich weiss nicht, ob ich hier an der falschen Stelle poste...möge man dieses verschieben oder verzeihen oder Beides.

Einst sagte ich mir: "Wenn es einmal eine FX von Nikon für unter 1k gebraucht zu haben sein wird, werde ich mir eine zulegen." Nun sind die Gebrauchtpreise von der D700 ja schon bei 700€ angekommen und ich überlege mir nun, ob ich meine einstigen Gedanken in die Tat umsetze.
Als ich mir meine erste und bisher einzige Digicam zulegte, hatte ich ursprünglich die d300s im Fokus, entschied mich aber letzten Endes doch für eine 12Mpx APS-C System-Kamera, an der ich meine Ai-S Objektive adaptiere. Autofocus-Objektive nutze ich gelegentlich auch, ist aber eher selten. BQ-mässig bin ich nach wie vor sehr zufrieden, doch...

...nun nervt mich auf Dauer das ewige Umdenken des APS-C-crops...ihr wisst was ich meine. Ich nutze alle meine Objektive an der FA und an der F3 und am liebsten hätte ich das auch genau so an der Digi. Fertig.

Einst reizte mich die Df mit ihrem 16Mpx-Sensor der D4, weil ich darin für mich eine völlig ausreichende Auflösung und eine passende Arbeitsweise sehe. Da diese Preislich noch in weiter Ferne liegt, denke ich tatsächlich über den Kauf einer D700 nach, weil ich glaube, dass mir die 12Mpx ausreichen werden.
Nun liegt aber eine D600 und eine D610 im Gebrauchtpreis oft über der D700, obwohl diese doch als Einstiegs-Kamera in Nikons FX-System war/ist.

Sind es die mehr Megapixel der D600'er, die den Preis höher ansiedeln lässt als die einer D700? Wo liegen die Unterschiede im Gebrauch der beiden FX-KAMERAS mit Ai-S Objektiven, bezüglich manuell fokussieren, Suchereinblick und so? Was meint ihr? Lieber doch noch die Df2 abwarten und dann nach einer eventuell günstiger werdenden Df greifen?

Ach ja...das Pixelmonster D800 lasse ich bewusst aussen vor. Ich bin kein Pixel-Kriecher und da ich viel in S/W fotografiere ist Rauschen in höheren Iso-Gefilden für mich kein Negativ-Kriterium. Und absolute und knackige Schärfe ist für mich auch nicht immer zwingend erstrebenswert. Fotografieren tue ich so alles round abound, nix spezielles an Vorlieben und lieber minimalistisch unterwegs als mit voller Tasche. Vielleicht würde ich mir irgendwann auch mal ein AF-Zoom-Objektiv zulegen. Schreit ja geradezu danach.

Was meint ihr?
Ahoi ausm Schnee
Stephan
 
Anzeigen
Die D610 hat den besseren Sensor kann besser Hi-Iso, bietet ein 100% Sucherbild und nutzt die (deutlich sinnvolleren) SD-Karten in zwei Schächten. Ein stark gecropptes D610 Photo hat immer noch die gleiche Auflösung wie ein volles D700 Bild.

Die D700 hat den besseren AF, kann mehr Bilder pro Sekunde und hält bei Serien länger durch. ABER Nikon garantiert keine Ersatzteilverfügbarkeit für die D700 mehr. Die nächste Panne kann die letzte sein .... und sowohl die EN-EL3 Akkus wie auch CF Karten sind nicht mehr up-to-date
 
Kommentar
Nun liegt aber eine D600 und eine D610 im Gebrauchtpreis oft über der D700, obwohl diese doch als Einstiegs-Kamera in Nikons FX-System war/ist.

Sind es die mehr Megapixel der D600'er, die den Preis höher ansiedeln lässt als die einer D700?

die D600/610 sind auch ettliche Jahr jünger. So gut die gute alte D700 war und noch ist, technisch liegt sie weit hinter dem was eine 600/610 leisten kann. Ich persönlich würde mir heute keine 700er mehr zulegen wollen. Ist aber Geschmacksache. Mir wäre die Technik zu alt und das Gehäuse viel zu schwer. Profigehäuse hin oder her.
[MENTION=49919]shovelhead[/MENTION]
an der 700er ist sicherlich die verteilung der AF-Sensoren besser, aber ob der AF wirklich der bessere ist ? Ich wage dies zu bezweifeln. Auch hier liegen einige Jahre Entwicklung dazwischen.
 
Kommentar
Moin Stephan
die höheren Preise für eine D600/610 dürften primär daran liegen, das D600/610
neuer als eine D700 sind.
Die D700 kam so ca 2008 auf dem Markt die D600 so ca 2012.
Spiele auch mit dem Gedanken mir eine FX zuzulegen
bei mir wäre es auch eine D700 oder eine D3.
Kenne jetzt weder die D700 oder D600 so genau aber wenn du viel mit Ai-S Objektiven, bezüglich manuell fokussieren, Suchereinblick und so arbeitest müsste nach dem was ich so an Erfahrungsberichten gelesen habe die D700 die "bessere Wahl" sein.
Preise: wenn ich jetzt z.B. die Neupreise einer D3 D700 in Relation zu den "gebraucht-Wunschpreisen" ansehe kommen mir so manche Wunschpreise für eine D700 recht hoch vor im Vergleich zu den Preisen die für eine D3 aufgerufen werden.
 
Kommentar
.... und sowohl die EN-EL3 Akkus wie auch CF Karten sind nicht mehr up-to-date

Moin Stefan
naja beides sollte man meiner Meinung nach nicht überbewerten
Die nächsten Jahre dürfte es bei der Versorgung mit EN-EL3 Akkus oder CF Karten
keine größeren Probleme geben.
Selbst für die D1 bekommst man heute noch jede Menge Neu-Akkus angeboten.
 
Kommentar
Ich stand letzten Sommer vor der selben Entscheidung, habe mich für die D600 entschieden. Als ich zu der Zeit nach Kameras gesucht habe lagen die Preise etwa gleichauf. Habe 500 für die D600 bezahlt, da kann man nicht meckern finde ich.
 
Kommentar
Ich hatte mir Ende Oktober letzten Jahres wieder eine D700 geholt, weil ich nur noch mit FX fotografieren wollte.
Die war zwar mit knapp 700 € vom Händler mit Gewährleistung in meinem Preisrahmen, aber nach wenigen Wochen schon kaputt.
Da der Händler keine Reparatur veranlassen konnte, bekam ich mein Geld zurück und habe mir dann eine D610 geholt - von Privat und daher völlig ohne Gewährleistung, aber mit 800 € doch relativ preisgünstig.
Wenn ich sie auch Anfang der Woche zum Service gegeben habe, weil die Spiegellage und der AF justiert und Hotpixel ausgemappt gehören, was natürlich etwas kosten wird, weiß ich doch, dass ich sie in den nächsten Jahren sicher repariert bekomme, wenn mal was richtig kaputt geht.
 
Kommentar
Moin Michael
natürlich sollten/müssen solche Überlegungen bei einem Gebrauchtkauf immer mit einfließen.
Und je älter bzw. je nach Auslösungen steigt das Risiko das irgendwas Kaputt gehen kann. Wir alle wissen das Reparaturen teuer sind.
Und nur weil z.B. D700/ D3 nicht mehr im offiziellen Service sind, heißt das nicht, das Nikon sie evtl. nicht reparieren kann, da ja nicht alle Ersatzteile mit dieser Ankündigung
von heute auf morgen vom Markt verschwunden sind. Ich hatte mich mit einem Nikontechniker bei der letzten P&A in Duisburg am Kaffeestand über meine defekten D1/D1x unterhalten, er meinte das sich mit etwas Glück noch neue Verschlüsse auftreiben ließen, nur würde die Reparatur den Marktwert um einiges übersteigen.
Wäre also sinnvoller das Geld in eine "neue Gebrauchte"zu investieren
Nur ist man auch bei "neueren Gebrauchten" nicht vor defekten geschützt.
Und ob mir bei einer gebrauchten D700 z.B. für 600€ oder einer gebrauchten D600 z.B. für 700bis800€ nach einer bestimmten Zeit z.B. der Verschluss verreckt ... tippe mal
auf ca 500€ Rep-Kosten wäre es für mich in beiden Fällen ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Darum bevorzuge ich den Kauf beim Fachhändler, da er 1Jahr Garantie/Gewährleistung
geben muss. Und selbst wenn es dann keine Ersatzteile mehr geben sollte ist es seine
Sache das Problem zu lösen.
 
Kommentar
Tja, die Megapixel... Letztes Jahr habe ich unsere Gemeinschaftshalle verschönert. Die nackte Wand gefiel mir nicht und ich konnte den "Ältestenrat" zu dieser Investition überreden.
Vier Bilder im Format 4m x 2m. Wie viele Megapixel braucht man wohl dafür?








Kurz: Zwei Bilder sind mit der D700 gemacht, zwei mit der D600. Ob 2m davor oder von der Straße aus - man sieht keinen Auflösungsunterschied. Die Bilder habe ich mit PS auf die Größe gebracht und ein Profi hat's in sehr guter Qualität ausbelichtet...

Da ich (noch) beide Kameras habe: Der AF der D700 ist besser. Alleine die Anzahl und Verteilung der Messfelder der D700 ist für die Bildgestaltung richtig gut.
Die Bedienung der D700 finde ich persönlich angenehmer, aber das ist Geschmacksache. Dafür ist sie auch etwas schwerer.

Grüße
Erhard
 
Kommentar
Habe beide (D610+D700). Der Sensor der D610 liefert die klar bessere Bildqualität, insbesondere in RAW, siehe auch:

http://www.pc-magazin.de/testberich...rohdaten-lightroom-bildqualitaet-2143783.html

Von der Haptik/Bedienung macht die D700 eindeutig mehr Spaß. Ist halt der Unterschied zwischen einer Profi- und einer Amateur-Kamera. Bei Events, wenn es schnell gehen muss, nehme ich lieber die D700. Negative Aussagen über CF-Speicherkarten und zu dem Akku der D700 kann ich nicht nachvollziehen. Mehr als 1000 Auslösungen gehen immer (externer Blitz).

Hat die D700 einen besseren AF als die D610?

Mein AF 180mm 2.8 fokussiert an der D700 deutlich schneller als an der D610 (D700: Stärkerer AF-Motor?). Subjektiv ist der AF der D700 in Low Light besser als der AF der D610.

Einstellung der Ersatzeilversorgung D700/D3 Ende 2016:

Ich habe mich im Oktober 2016, nach einer Anfrage bei Nikon, gegen den Kauf einer D3 entscheiden. Da kam vielleicht meine kaufmännische Ausbildung durch. Kurt hat sicher mit seiner Aussage dazu auch recht.
 
Kommentar
Moin Stephan, für meinen digitalen Wiedereinstieg stand ich letztes Jahr vor einer ähnlichen Frage. Bei mir hieß es: D700 oder D300s? Herausgekommen war, nach guter Beratung hier im Forum, zunächst die D700. Ein paar Wochen später hab ich sie wieder verkauft zugunsten einer neuwertigen D3, und das keinen Moment bereut. Sie hat den gleichen Sensor wie die D700, aber der 100% Sucher und das Feeling, eine richtige Kamera in der Hand zu halten, sind unbezahlbar. Klar schleppe ich jetzt etwas mehr Gewicht durch die Gegend, aber meine F3 mit MD-4 war schließlich auch kein Leichtgeweicht und hat trotzdem Freude gemacht. Die Bildqualität ist für mich vollkommen ausreichend! Mehr brauch ich einfach nicht. Mit ca. 24.000 Auslösungen auf der Uhr hab ich auch keine besondere Bange, dass die D3 in naher Zukunft zum Doktor muss. Die Wertigkeit ist, auch gegenüber einer D700, einfach beeindruckend. Der große Akku garantiert lange Ausdauer. Bevor du eine D700 oder 600 kaufst, nehm einfach mal (m)eine D3 in die Hand.
 
Kommentar

Moin
meine Aussage bzgl. Ersatzteile ist natürlich ohne Gewähr
Aber es kann manchmal von Vorteil sein wenn man die Jungs vom Service auf
Events trifft und man zusammen einen Kaffee trink.So manch einer weiss wo noch evtl.
das eine oder andere Teil rumliegt.... so bin ich auch an zwei neue "Gummianzüge" für
beide D1 gekommen
 
Kommentar
Schwierig sich zu den subjektiven Vorzügen einer Kamerabedienung zu äußern. Der eine mag es groß und wuchtig, der andere (auch ich) klein und kompakt. Das kann also nur der TO entscheiden, was richtig ist und was nicht.
Technisch kann aber allgemein gesagt werden. Nichts ist so alt wie alte Digitaltechnik. Sie funktioniert noch, ist aber veraltet und kann keinem kritischen Vergleich standhalten. Die D600 ist mit dem baugleichen Modell 610 noch aktuell. Auf der bald zu erwartenen Abkündigungsliste, aber bis heute voll unterstützt. Das Argument eines Reparateurs sollte nicht so einfach weggebügelt werden. Wenn eine Komponente ausfällt und keine Ersatzteile zur Verfügung stehen, ist das über einen Fachhändler eventuell abdeckt (zumindest für ein Jahr). Es gibt aber auch selbstverschuldete Schäden und dann steht der TO blöd da. Eine solche Investition ist auch nicht für nur ein Jahr angedacht, oder?

Und wenn ich lese, daß Ai Objektive hier im Spiel sind, kann ich meine Erfahrung von vor einem Jahr rekapitulieren und feststellen: so einfach ist das leider nicht.
Ich hatte meine MF Nikkore an diversen Kameras, um festzustellen, daß ich mit der manuellen Fokussierung an einem digitalen Nikon Body nicht glücklich werde.
Deshalb mein Ratschlag zur weiteren Vorgehensweise:
Besuche den Händler Deines Vertrauens MIT Deinen Nikkoren (gerne auch Weitwinkel) und versuche kontrolliert manuell Details im Laden zu fokussieren.
Als Bodies empfehle ich die D600/D610 und Sony A7 oder andere A7 Versionen, wenn das Budget ausreichend ist. Die Sensoren sind bei beiden Kameras von gleicher Qualität. Die Bildqualität mit beiden Bodies wird sich also nicht unterscheiden.
Es geht nur um den Aspekt Ergonomie. Dann wirst Du leicht herausfinden, welches Vorgehensweise zur kontrollierten Fotografie besser zu DIR paßt. Vom Preis sind die vorgeschlagenen Lösungen sehr ähnlich. Die herausholbare Bildqualität und vor allem Reserven sind beeindruckend und von einer D700 nicht zu erreichen. Damit meine ich den hervorragenden Dynamikumfang. Den nutze ich jeden Tag, wenn es darum geht dunkle Passagen aufzuhellen oder Zeichnung in die hellen Bereiche zu bekommen. Das sind die Früchte des digitalen Fortschrittes. Für weniger als 1000€ im Vollformat mit aktuellen Modellen. Oder noch preiswerter gebraucht. Inklusive Servicemöglichkeit für die nächsten Jahre.
 
Kommentar
Ich hatte meine MF Nikkore an diversen Kameras, um festzustellen, daß ich mit der manuellen Fokussierung an einem digitalen Nikon Body nicht glücklich werde.

Seit ich an meiner D700 die Einstellscheibe gegen eine mit Schnittbildindikator getauscht habe, bin ich sehr zufrieden. Ich kann dies jedem, der gerne mit manuellen Objektiven fotografiert, nur anraten. Auch mit den AF-Objektiven finde ich das nun angenehmer.
 
Kommentar

Von welcher Firma war die Einstellscheibe und wie war das mit dem einbauen.

Gruss Wolfgang
 
Kommentar
Der entscheidene Unterschied ist:
Du hast wahrscheinlich Deine D700 in einer Zeit beschafft, in der meine o.g. Argumente nicht gültig hatten. Die Zeit geht aber weiter und die heutigen - aus Sensorsicht viel besseren - Modelle, sind inzwischen auch deutlich unter 1000€.
Warum sollte man sich dann heutzutage einen nicht mehr vollständig zu reparierenden Oltimer zulegen? Ich beschreibe damit auch nicht, welche Vorgehensweise richtig oder falsch ist, sondern führe nur Aspekte an, die für mich relevant waren. Diejenigen, die Ihre Ausrüstung nach Größe (= Professionalität) zusammenstellen, haben auch Ihre berechtigten Motive.
 
Kommentar
Diejenigen, die Ihre Ausrüstung nach Größe (= Professionalität) zusammenstellen, haben auch Ihre berechtigten Motive.

Wobei den Profi ausmacht, dass er für ein Bild eine Rechnung stellt UND diese Rechnung bezahlt bekommt. Findet zum Beispiel Letzteres nicht regelmässig statt, handelt es sich schnell um einen Ex-Profi. Die Grösse einer Kamera oder die Anzahl der Objektive hat mit "Profi" eigentlich wenig zu tun.
 
Kommentar


Ich hatte mich vorsichtig ausgedrückt, da ich niemanden mit seiner Entscheidung für ein bestimmtes Kameramodell zu Nahe treten möchte. Das die Profigehäuse gerne auch von Amateuren genommen werden lesen wir hier. Was ich für richtig halte, habe ich klar ausgedrückt. Und da sehe ich hauptsächlich technische Gründe für eine Entscheidungsgrundlage. Welche Gefühle ein jeder beim Verwenden seiner Lieblingsbodies empfindet, kann ich nicht kommentieren. Aber meine Aussage steht: bevor ich veraltete und gebrauchte Profitechnik kaufe, kaufe ich lieber aktuelle Amateurtechnik. Ich behandle mein Equipment anständig und die erzielbare Bildqualität steht für mich im Vordergrund. Die Sony/Nikon Vollformat Sensoren mit 24Mpx sind so unglaublich gut, daß es einfach völlig egal ist, wo irgendein Knopf an der Kamera sich befindet. Daran kann man sich gewöhnen. Mangelnde Qualität eines Sensors läßt sich mit nichts mehr Korrigieren oder Kompensieren. Halt doch: mit dem Kauf des Nachfolgers, irgendwann, wenn das Geld wieder zusammen ist.
 
Kommentar
-Anzeige-