D3 - Zeitstempel stimmt nicht mit Auslösezeitpunkt überein

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pcfuzzy

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Ich habe am vergangenen Wochenende beim Pferderennen den Start als Sequenz aufgenommen. 17 Bilder in Folge. Beim Sichten und Auswerten fiel mir folgendes auf.

1. Zeitstempel 16:34.55.95
2. 56.00 50 mS
3. 56.16 160 mS
4. 56.24 80 mS
5. 56.41 170 mS
6. 56.49 80 mS Focus nachgeführt
7. 56.59 10 mS
8. 56.76 170 mS
9. 56.84 80 mS Focus nachgeführt
10. 57.00 160 mS Focus nachgeführt
11. 57.08 80 mS
12. 57.18 100 mS Focus nachgeführt
13. 57.35 170 mS Focus nachgeführt
14. 57.43 80 mS Focus nachgeführt
15. 57.60 170 mS Focus nachgeführt
16. 57.65 50 mS Focus nachgeführt
17. 57.82 170 mS Focus nachgeführt

Die mS angaben zeigen die Differenz zum vorhergehenden Foto, und sollten doch wohl 111 mS ( 1 Sekunde geteilt durch 9 = 111,1 mS) betragen. Der Zeitstempel ist durch Auf- und Abrunden natürlich etwas ungenau. + - 5 mS.

Man erkennt das einmal schnell (50 mS) und einmal langsam (170 mS) gestempelt wurde. Das 3D-Tracking geht nicht in die Zeit mit ein.

Mechanisch kann die D3 11 Bilder pro Sek. bei DX Einstellung.

Wird hier per Software runtergebremst?
Sind theoretisch bei 50 - 60 mS 16 Bilder möglich?

Woher kommt diese Ungenauigkeit?

Bin auf Eure Meinung gespannt.

Mir ist klar das ein Zeitstempel im hunderstel Bereich nicht relevant ist. Kann mir aber Anwendungen vorstellen wo es für Dokumentationen auf genaue Zeiten ankommt.


Gruß hary
 
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Hallo,

Mir ist klar das ein Zeitstempel im hunderstel Bereich nicht relevant ist. Kann mir aber Anwendungen vorstellen wo es für Dokumentationen auf genaue Zeiten ankommt.
es ist völlig unklar, durch welche Mechanismen der Zeitstempel generiert wird. Im embedden Bereich ist man da sehr kreativ. Zwar mag die Kamera einen Uhrenchip haben, aber das heißt noch lange nicht, dass dessen Informationen ungefiltert als Zeitstempel übernommen werden. Gerade in "heisen" Phasen der Arbeit (= Aufnahme) sind einfache Controller gerne mal am Limit ihrer Leistungsfähigkeit und höher priore Aufgaben verdrängen dann niederpriore Aufgaben gerne mal mehre 100 ms wenn es ganz schlimm kommt.

Wenn eine solche (ja nun wirklich untergeordnete) Funktion der Kamera für mehr oder weniger wichtige Dokumentationen verwendet soll, wird man nicht umhin kommen sich gewisse Eigenschaften vom Hersteller zusichern zu lassen. Der Umstand, dass eine solche Zeitinformationen - womöglich noch mit 5 Stellen hinter dem Komma - vorhanden ist, bedeutet noch lange nicht, dass die Daten bereits an der ersten Stelle hinter dem Komma noch richtig sind.

Ciao
HaPe
 
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Hallo HaPe,


da stimme ich dir zu :up:

.....sind einfache Controller gerne mal am Limit ihrer Leistungsfähigkeit und höher priore Aufgaben verdrängen dann niederpriore Aufgaben....

Welche Aufgaben? Es ändert sich doch nichts im Programmablauf. Das Tracking geht nicht in die Zeit ein. Blende und Verschluß werden auch nicht verändert.

Schau dir mal die Zeit von Bild 2 und Bild 10 an. Dazwischen wird doch gedehnt und gequescht bis das 9. Bild genau auf die volle Sekunde kommt.

gruss hary
 
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Ich hatte meine D3 unter der Hochgeschwindigkeitskamera unserer Firma.
Anhand des Filmes konnte ich die exakten Zeitabstände zwischen dem Verschlussablauf messen. Es stimmt exakt mit den vom Hersteller angegebenen 9 und auch 11 Bildern pro Sekunde überein.
Mich interessierte dies, weil in irgendeiner Zeitung stand das die D3 effektiv fast 14 Bilder schafft. Meine schafft das definitiv nicht.
Als Uhrmachermeister weiß ich, das eine Quartzuhr im PC als auch in solch einer Kamera alles andere als genau sein kann. Bei so vielen Stellen hinter dem Komma kann nichts mehr stimmen.

Gruß Norbert
 
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Hallo Norbert,

danke für deinen Versuch einer Erklärung.

Mich interessierte dies, weil in irgendeiner Zeitung stand das die D3 effektiv fast 14 Bilder schafft. Meine schafft das definitiv nicht.

Diesen Artikel würde ich gerne lesen. Kannst du sagen welche Zeitung, wann oder hast du einen Link dahin?

Als Uhrmachermeister weiß ich, das eine Quartzuhr im PC als auch in solch einer Kamera alles andere als genau sein kann. Bei so vielen Stellen hinter dem Komma kann nichts mehr stimmen.

Ich bestreite nicht das die D3 9 bzw. 11 Bilder in der Sekunde schafft. Es geht um die falsche Stempelzeit. Nicht um die interne Uhr. Es gibt keine Quartzuhr die 9mal in einer Sekunde um ca. 50% vor und nach geht.

Ein Uhrenquartz schwingt im Megahertz bereich, wie du als Uhrmacher bestätigen kannst.

Es ist meiner Meinung ein Softwareproblem.

gruß hary
 
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Hallo,

Es ist meiner Meinung ein Softwareproblem.
Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit die Software ... aber es nur dann ein Problem, wenn man eines herum konstruiert. Du möchtest ein Instument für eine Messung verwenden, für die es nicht geeignet ist. Das wird wahrscheinlich auch nicht anders werden, wenn wir uns ganz schrecklich über diese ungenaue Uhr ärgern.

Warum fotografierst Du nicht mal eine laufende Stoppuhr?

Ciao
HaPe
 
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hallo HaPe,

bleib mal sachlich :taetschel: alles wird gut.


ich konstruiere kein Problem. Ich zeige vieleicht eins. So fern es eins ist.
Auch ärgere ich mich nicht über die Uhr.
Im Gegenteil, wenn mich einer nach der Uhrzeit fragt, gehe ich sofort ins Menue meiner D3 und schaue nach. Armbanduhr nutze ich nicht mehr.
Ich kann auch gerne für dich ein Foto von einer laufenden Stopuhr machen. Soll die auf mich zu laufen oder soll ich hinterher laufen.
Poste doch mal wie du es gerne hättest.

Spass beiseite.

Lese doch bitte noch mal #1. Vieleicht hast du etwas falsch verstanden. Das ist dann aber mein Fehler. Falsch formuliert. Mea maxima Culpa

Ich versuche es mal anders.

1.) Wenn laut Zeitstempel ein Bild in 50 ms im Buffer (interner Ringspeicher der Kamera) ist warum braucht das nächste Bild 170 ms? Bei einem Mittel von 70 ms pro Bild kämme man auf 14 Bildern.
Wie in #4 geschrieben wurde, soll es doch einen Zeitungsbericht geben über 14 Bilder pro Sek. Hat sich der Schreiber ähnliche Gedanken gemacht?

Vieleicht kennt einer der Mitleser den Zeitungsbericht und kann mir (uns) da weiter helfen.

2.) Wenn ich eine schweineteure Kamera habe die laut Werbung das Nonplusultra ist (ist sie wirklich), kann man dann nicht erwarten das der Zeitstempel stimmt. Es ist doch nur das Auslesen des Uhrenregisters.

gruss hary
 
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Hallo Hary

bleib mal sachlich :taetschel: [...] Soll die auf mich zu laufen oder soll ich hinterher laufen.
ja, würde ich begrüßen, wenn wir uns darauf einigen könnten. Bist Du dabei? Unter einer "laufenden Stoppuhr" verstehe ich ein Messinstrument, auf dessen Anzeige eine aktuelle und hinreichend präzise Zeitinformation im Subsekundenbereich ausgegeben wird. Analoge Stoppuhren dürften da einen gewissen Vorteil haben. "laufend" bedeutet in diesem Zusammenhang keine Ortveränderung des Messinstumentes.

Ich meine das wirklich ernst. Wenn Du verlässliche Zeitinformationen haben möchtest, musst Du ein entsprechendes Messinstrument verwenden. Der Zeitstempel einer Kamera ist das nicht. Eine Stoppuhr zu fotografieren fände ich wesentlich zielführender als eine Uhr zu verwenden, deren Präzision unbekannt ist. Es ist mir keine vom Hersteller zugesicherte Information bekannt, die das Maß der Genauigkeit der Nikon D3 Kamera bescheinigt. Für die meisten User wird wohl plusminus eine Minute okay sein, für die Hardcore-Dokumentierer werden Sekundeninformationen noch interessant sein, aber von allem was darunter ist sollte man reellerweise nichts weiter erwarten - selbst dann wenn diese Informationen (unglücklicherweise) ausgegeben werden.

Viele Grüße
HaPe
 
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1.) Wenn laut Zeitstempel ein Bild in 50 ms im Buffer (interner Ringspeicher der Kamera) ist warum braucht das nächste Bild 170 ms?

HaPe hat das Problem bei deiner Analyse schon beschrieben: diese Uhrzeiten sind bei weitem nicht so genau, wie du glaubst.
Vertrau mal HaPe, der kennt sich in dieser Firmwareprogrammierung aus.
 
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Was auch noch eine Unbekannte ist: Wann wird genau der Zeitstempel gesetzt? Die Daten landen doch nach dem Auslesen des Sensors erst mal im Pufferspeicher, werden hier zum Bild verarbeitet, in eine Datei verwandelt und werden dann auf die Karte geschrieben. Wird der Zeitstempel im Moment des Auslösens, oder direkt nach dem Auslesen des Sensors, oder beim schreiben auf die Karte definiert? Ich vermute mal beim letzteren, dass bei Dateisystemen übliche Speicherdatum. Hier könnte es z. B. bei der Bildverarbeitung pro Bild im Pufferspeicher zu den kleinen Differenzen kommen.
 
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