Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Sonderfall Stuttgart

In Stuttgart sind bereits 62 Dosen je 100 Einwohner verimpft (62%).
Quelle: https://interaktiv.tagesspiegel.de/...sen-so-viel-schneller-geimpft-als-in-anderen/

Laut https://coronavirus.stuttgart.de/item/show/701525 sind sogar
313k erst-, davon 136k zweitgeimpft (49%, davon 21%), das sind 71 Dosen je 100 Einwohner.

~50% der Stuttgarter sind also mindestens einmal geimpft! Man sieht dies am Pandemieverlauf aber nicht: Die 7-Tage Inzidenz liegt bei hohen 214/100k. Das dürfte eigentlich nicht sein, man müsste einen Effekt der Impfungen sehen.

Weiss hier jemand mehr?

Warum ist die Impfquote in Stuttgart so hoch, der Effekt bisher so niedrig? Kommt hier jemand aus der Gegend und kann aufklären?
 
C
Christian B. kommentierte
Ich arbeite in Kiel im 11. Stock eines Gebäudes, welches im 4. Stock eines der größten Impfzentren des Landes Schleswig-Holstein beherbergt, nämlich in der Abfertigungshalle der Fähre nach Göteburg. Mein Hausarzt ist 5 min. entfernt in der Kieler Innenstadt. Ich wohne allerdings 20 Autominuten außerhalb von Kiel im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die Impfzentren dieses Kreises sind von meinem Wohnort ca. 45 Autominuten entfernt. Selbstverständich werde ich mich, wenn ich dran bin, in Kiel impfen lassen. Und das wird vielen aus dem Großraum Kiel so gehen, auch solchen aus dem Kreis Plön.
 
P
pulsedriver kommentierte
Ich weiss dazu auch nicht mehr Details, aber hab auch eine Frage dazu: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Geimpftes nach Kontakt mit dem Virus so gut geschützt ist, dass auch der Test negativ ist? Selbst zu ansteckend oder nicht gibt es ja noch Studien mit unterschiedlichen Aussagen, und ein positiver PCR test ist nochmal weniger als ansteckend sein, oder? Der Test reagiert doch auch auf sehr, sehr kleine Virenlast.
 
falconeye kommentierte

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit
Zwischen 0 und 100%

Im Ernst, die Frage kann dir z.Zt. niemand quantitativ beantworten. Ich spekuliere mal: die ersten 2 Monate nach der Impfung hast Du noch so viele IgA-Antikörper, dass ein PCR-Test negativ bleibt. Zwischen 2 und 6 Monaten bleibst Du asymptomatisch, aber die IgA-Antikörper verhindern nicht vollständig eine kurzzeitige Infektion der Schleimhäute, d.h., eine PCR wird ggfs. kurz positiv, vielleicht für 1 Tag. Allerdings reicht es nicht, infektiös zu werden. Nach 6 Monaten (das ist die willkürliche Grenze, auf die man sich geeinigt hat) sind auch die IgG-Antikörper weit genug abgesunken, dass eine geringe Chance entsteht, andere zu infizieren - ein PCR-Test wird vermutlich kurz positiv. Aber die Krankheit, wenn überhaupt symptomatisch, verläuft harmlos, da auch die T-Zell Immunantwort das Virus abwehrt - nur nicht ganz so zackig.

Das ist aber trotzdem akademisch. Mit Impfung wird es jemandem auch auf Jahre kaum gelingen, ein ganzes Cluster anzustecken. Und da SARS-CoV-2 ohne Clusterevents ein R<1 hat, wird das Virus die Durchimpfung einer Population kaum überleben. In 10 Jahren lachen wir über solche '21er Sorgen
 
Wuxi kommentierte

Wird das Phänomen lokal diskutiert? 50% Impfquote in Deutschland! Wow ...

Hallo Falk,
Stuttgart ist als Stadt je klein hat aber viele Einwohner im Umland.

Die beiden großen Impfzentren RBK und Klinikum sind wirklich groß (im Klinikum/ Liederhalle wurden am Freitag laut einer Ordnerin die ich fragte über 3500 Impfungen gemacht.)
Die Impfzentren in den umliegenden Landkreisen (LB, ES, BB) sind kleiner kriegen nach meiner Schätzung unter 1000 Dosen am Tag.

Die Wahl des Impfzentrums ist in BW völlig frei.

Also nehmen die Impfwilligen 1) was sie kriegen können und 2) wo man gut anfahren kann.

Bei der bundesweit schlechtesten Inzidenz von immer noch über 200/100k kann ich mir nicht vorstellen dass die Quote der Stuttgarter so hoch ist.
 
falconeye kommentierte

Die Wahl des Impfzentrums ist in BW völlig frei.
Danke, das hatte ich nicht bedacht - in Bayern zählt der Wohnort im Perso.

Und wenn es dann noch Apps gibt, wo das nä. Impfzentrum mit Stoff ist, wird es vollends willkürlich. D.h., in BW sehen wir keine Impfquoten, sondern nur Lieferungen. D.h., die ganze Landkreiskarte in BW ist Unsinn, es zählt nur die Gesamtquote für BW.Danke für die Aufklärung.
 
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Statusbericht 1. Mai 2021

Germany
New Cases 30.04.2021: 14326
Weekly average: 18356
Tipp:

Wer diese Statuszahlen täglich verfolgen möchte, auch für andere Länder oder auch Bundesländer in D, dem sei der folgende Google-Suchtext empfohlen:
Code:
coronavirus deutschland stats

Meine Zahl vom Samstag (18356 für "Weekly average") erscheint dort unter "7-Tage Mittelwert" mit gleichem Datum (der New Cases meines Berichts - 30.04.2021). Dies liegt daran, dass Google ebenfalls JHU und nicht das RKI als Quelle verwendet.

Auf die Inizidenz (155) kommt man, indem man den "7-Tage Mittelwert" durch 118,6 dividiert ~(/100 - 15%). So kann man "meine" Werte täglich verfolgen, sofern man möchte. Heute aktuell sind z.B. 152, während das RKI 147 meldet.

Eine weitere Quelle mit gleichen Zahlen ist
-> Our World in Data (Link bereits aufbereitet gemäß meiner Darstellung)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Wenn ich die Zahlen addiere, die das BAG in der Schweiz pro Tag meldet, dann komme ich vom letzten Dienstag bis heute Montag auf 12130.
Die Woche davor auf 14518. 16% weniger also in der letzten Woche als in der vorletzten.
Das ist insofern interessant, weil vor genau 2 Wochen gross geöffnet wurde und die häufigsten Inkubationszeiten im Bereich 5 bis 7 Tage sind, d.h. die Öffnungen hätten eigentlich schon durchschlagen müssen.

Hier z.B. die Zahlen

Offenbar ist es doch nicht so schlimm, die Restaurant Terrassen zu öffnen, ins Fitness Center (mit entsprechenden Regeln) zu gehen oder zu maximal 50 ins Kino oder Theater mit Maske immer auf während der ganzen Vorstellung. Zur Erinnerung: Das ist fast alles B1.1.7. Und trotzdem sinken die Zahlen jetzt etwas.
Die Hospitalisierungen hinken was hinterher, da erwarte ich erst 1 Woche später ähnliche Effekte, so lange sinken die Zahlen hier ja noch nicht.
 
4 Kommentare
falconeye kommentierte
Die Inzidenz in CH ist vom 22.-27.4. leicht gestiegen und fällt seitdem wieder leicht, Rt ist 0.99. Ich hatte hier am Sa. berichtet. Ich denke, nur die Fitness Center-Öffnung ist bedenklich, wenn kein Mindest-Luftumsatz in m^3/h/Pers. vorgeschrieben wurde.
 
P
pulsedriver kommentierte

Ich muss meine Frau mal fragen nach den Regeln. Ich hab nur die Regeln für Sport in der Halle gelesen. Masken auf auch beim Sport, oder 25 qm pro Person bei allen intensiven Sportarten. Ist keine hohe körperliche Anstrengung dabei, reichen 15 qm, dass die Maske runter darf. Das sind also 5m bzw 4m Abstand. Plus Führen einer Präsenzliste. Für das Contact Tracing.
Im Dezember, bevor die Fitness Center ganz zu gingen, galt zudem noch maximal 15 Personen pro Raum, ganz zum Schluss 5 Leute pro Raum. Da haben wir dann Tai Chi in der Kleingruppe gemacht.
 
falconeye kommentierte
Weiterer Kommentar:

Ich habe mir noch einmal Israel und UK angesehen. Es sieht so aus, dass bei Erreichen einer (Erst-)Impfquote von 55% die Viruspopulation kollabiert. Der R-Wert sackt da förmlich ab. UK hat diesen Punkt noch nicht ganz erreicht (51%). Bis zu diesem Punkt sieht man die positiven Effekte der Impfung, R ist unter 1. Aber jenseits der 55% passiert noch einmal etwas - das könnte die Herdenimmunität bei den in Israel aktuell üblichen Vorsichtsmaßnahmen sein. In Israel wurden am 22.3. 60% erreicht, diese Zahl ist seitdem aber nur noch auf 62% gestiegen ...

Am ~20. Mai will Israel alle Corona-Maßnahmen des öffentlichen Lebens beenden (ggfs. bis auf Reisebeschränkungen aus Immun-Escape-Gebieten). Dann wird es noch einmal spannend
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte

Das sind ja die gleichen idiotischen Regeln wie noch 2020. Im Fitnesscenter geht es (fast) nur um Aerosole. Und deren Risiko misst sich (vermutlich) in m^3/h/Pers. Luftumsatz, oder in Luftaustauschen pro h o.ä. Inzwischen gibt es recht genaue Simulationen, nach denen Indoor-Fitness zu den wahrscheinlichen Infektionsorten zählen. Ich habe Anfang März 2020 aufgrund eigener Berechnungen meine Besuche im Fitness-Center ausgesetzt und anderen 60+ dort dies ebenfalls empfohlen. Aktuell liegt die Inzidenz höher als damals ...

Mein Fitness-Studio schickt mir regelmäßig Öffnungsmails (z.B. Training auf Attest etc.). Meine Rückfragen nach dem Luftumsatz wurden nie beantwortet. Das Studio ist eines der teuersten in München (am Viktualienmarkt, leider notwendig aufgrund meines zentralen Wohnorts), da hat mich das echt enttäuscht ...
 
Ich bin mal gespannt, welche Impfquote es in der Schweiz braucht, bis es runter geht.
Man nimmt nämlich an, dass rund 1/3 schon Corona hatte:
(zahlungspflichtiger Artikel)

Natürlich spielt da noch die Frage rein, wie lange eine Immunantwort durch die Erkrankung eine erneute Ansteckung verhindert oder nur sehr mild sein lässt. Das wird das ggf. was reduzieren. Hilfreich ist hingegen, dass die brasilianische und südafrikanische Variante, die evtl auch schon Genesene befallen könnten, hier kaum vorhanden sind, hier gibt es fast nur noch B1.1.7, von dem man weniger in die Richtung hört.

Zusammen mit knapp 20%, die die Erstimpfung per 28.4. hatten, wären das jetzt über 50%. Aktuell öffnen immer mehr Kantone die Impftermine für alle ab 16 oder 18, jetzt im Mai geht die Impferei nochmal schneller voran. Ich vermute, dass Ende Mai ca. 60 bis 65% Corona htten oder zumindest eine erste Impfung bekommen haben.
Mein Kanton hat noch nicht aufgemacht, aber wenn die bald aufmachen und ich früh einen Termin bekomme, dann mache ich ggf. auch gleich einen. Grund: AZ ist hier noch gar nicht zugelassen. Kriegt man einen Termin, bevor AZ zugelassen ist, kriegt man sicher Moderna oder Biontec. Zu denen höer man bisher noch viel weniger zu schweren Nebenwirkungen,w enn überhaupt.

Ich rechne damit, dass bei höherem Impftempo als bisher bis spätestens Ende Juni soweit ist, dass die Zahlen rapide runter gehen.
 
P
pulsedriver kommentierte
Die Schweiz hatte aber höhere Inzidenzen als München. Wir hatten rund 8'000 pro Tag im Durchschnitt im letzten Herbst als Peak, und der hohe Peak war recht breit. Das ist eine 7 Tagesinzidenz von rund 650. Wir haben inzwischen rund 660'000 positive Tests über die ganze Pandemie. Deutschalnd hat pro 100'000 Einwohner erst ungefähr halb so viele positive Corona Tests gehabt wie die Schweiz.
Dazu kommen Zahlen wie: Die Positivitätsrate der Tests im Herbst, als die Fallzahlen so hoch waren, waren zwischen 25% und 30%. Was gemäss WHO ein klarer Hinweis auf eine erhöhte Dunkelziffer ist.

Hier für D, die war nur mal ganz kurz über 15%

Und hier für die Schweiz:
Da war es von Mitte Oktober bis Mitte Januar (gerundet) über 15%, bis auf einen kurzen Unterbruch kurz vor den Feiertagen - damals sind viele in die Ferien geflogen und es wurden viel mehr Tests gemacht, weil man die dafür brauchte.
 
falconeye kommentierte

Ok, dann hätte die Schweiz es aber echt verbockt. Und der Impffortschritt ist auch mau, für ein so kleines, unabhängiges und reiches Land. So viel zum Thema EU und D-Bashing ...
 
P
pulsedriver kommentierte
Der langsame Impffortschritt, ja, das ist unser Problem. Selbst gemacht.
Wir haben natürlich nicht wie Israel gleich ein Vielfaches der benötigten Dosen bestellt. Das hätte aber geholfen, schneller an mehr zu kommen. Wie fair das Verhalten von Israel da ist, ist wieder eine ganz andere Frage.
Wir haben zudem nach wie vor erst 2 Impfstoffe zugelassen.
Und der dickste Fisch, der da noch schlummern könnte: Lonza (stellt den Wirkstoff für Moderna her) hatte der Schweiz angeblich angeboten, dass der Bund eine eigene zusätzliche Produktionslinie für Impfstoff finanziert. Die hätte natürlich nicht nur für die Schweiz produziert, aber einen gewisse Bevorzugung bei der Lieferung hätte das sicher gegeben. Nur ist die Politik nicht drauf eingegangen. So ganz klar sind Umstände noch nicht, aber wenn es die Möglichkeit gab, sowas für einen betrag zu bekommen, der verglichen mit den Pandemiekosten sicher marginal ist, dann wäre das heftig, dass es nicht gemacht wurde.

Was man auch nicht vergessen darf: Der Peak war vor Beginn der Impfungen. Als die ersten Impfungen kamen, waren die zahlen bereits nur noch halb so hoch. Die schlimmste Zeit war zweite Oktoberhälfte und erste Novemberhälfte, da war noch gar nichts mit Impfen. Naja, fast nichts: Sputnik V wurde schon verimpft in Russland.
 
falconeye kommentierte

Was man auch nicht vergessen darf: Der Peak war vor Beginn der Impfungen.
Das meinte ich mit verbockt. Das mit dem Impffortschritt stand in einem Satz mit "Und"
 
P
pulsedriver kommentierte
Ja nun, was wäre die Alternative gewesen? Wir fangen an zu impfen, obwohl die Zulassung noch nicht gegeben ist? War die letzte Testphase von Biontec Mitte Oktober eigentlich schon abgeschlossen? Weiss grade nicht mehr, ob das noch im Ende der Testphase war oder schon Anfang Zulassungsphase. Das wäre letztlich wie Russland gewesen: Los impfen, egal wie sicher der Impfstoff nun ist, Hauptsache wirksam und zumindest bei reltaiv kleienr Probandenzahl aus der Phase 2 noch keine massiven Nebenwirkungen. Bei 50% höheren Zahlen auf der Intensivstation wäre das evtl auch passiert, als letzter Notnagel, wer weiss, bevor man Triage machen muss? Aber sonst? Damals waren etwas über 500 Intensivbetten mit Covid Patienten belegt, entspricht pro Kopf etwa dem Stand jetzt in D.
Verbockt hat man es eher drei oder vier Wochen davor. Als man gedacht hat, man kann trotz schon steigender Zahlen noch Grossanlässe mit über 1000 Teilnehmern öffnen. Als die 1000er Limite noch galt, war es halbwegs unter Kontrolle, 2 Wochen nach den ersten Anlässen über 1000 ging es massiv rauf. Kann Zufall sein, muss aber nicht.
 
@falconeye : Hast Du Informationen über die Lage in Kenia? Wenn wir demnächst geimpft werden, denke ich darüber nach, alsbald dahin zu reisen. Ich hatte einerseits die Reise meiner Frau zum 20. Hochzeitstag geschenkt, und ich würde gern meine Freunde dort in der Reisebranche unterstützen.
 
falconeye kommentierte
Die 3.Welle ebbt gerade ab, die 7-Tage Inzidenz ist offiziell nur 7/100k und fällt.

Natürlich ist die Dunkelziffer hoch - die Lage in Hotspots ggfs. anders; deshalb muss man die lokale Presse konsultieren. Das habe ich nicht getan.
 
C
Christian B. kommentierte
Kay kommentierte

Auch in Quellen, die mich umwerben, wird auf die sehr durchdachten Sicherheitskonzepte hingewiesen.
Leider sind mit diesen Komplettversorgungsangeboten die Preise enorm gestiegen.
Du wirst uns würdig vertreten.
Gute Reise!
 
C
Christian B. kommentierte
Kay
Gemach, Gemach. Mohammed meinte, wir sollten noch etwas abwarten. Aber vielleicht wird es etwas Ende Oktober, Anfang November.
 
Kiboko kommentierte
Hallo Christian,
im Namibia Forum gibt es einen Kenia-Covid Thread.
Der letzte Eintrag ist zwar vom März, aber es kann für Dich eine weitere Informationsquelle sein.
Namibia Forum
Ich hoffe, dass ich im Herbst auch wieder nach Afrika komme.
Gute Reise!
 
Die 3.Welle ebbt gerade ab, die 7-Tage Inzidenz ist offiziell nur 7/100k und fällt.

Natürlich ist die Dunkelziffer hoch - die Lage in Hotspots ggfs. anders; deshalb muss man die lokale Presse konsultieren. Das habe ich nicht getan.

Die Zahlen sinken? Hui. Hat eigentlich schon jemand die Angst vor einer Rückkehr in den Alltag thematisiert? Und wie würde dafür wohl der Begriff dafür lauten?
 
5 Kommentare
AnjaC kommentierte
Die zitierte Aussage bezog sich auf Kenia. Keine Ahnung, was die da gerade thematisieren.
 
falconeye kommentierte
Thumbs Down wegen Nicht-Lesens des Kontextes meines zitierten Beitrags. Ist nicht persönlich gemeint, aber gleiches Recht für alle
 
Sans Ear kommentierte
Asche auf mein Haupt, ich hab das falsche Zitat erwischt, stimmt. Ich wollte eigentlich nur sagen: Wenn ich Wetten abschließen müsste, welches Phänomen jetzt bald thematisiert wird, dann würde ich auf obiges setzen.
 
falconeye kommentierte

Das könnte sein Rein epidemiologisch hat das RKI vor Wochen schon ein Papier zur Rückkehr zur Normalität online gestellt - erstaunlich wenig beachtet

Ich denke aber, es ist wie nach dem Urlaub … nach wenigen Tagen Alltag schon vergessen
 
Die Corona Zahlen in der Schweiz brechen aktuell grade ein.
Seit den Meldungen vom letzten Freitag zu beobachten. Freitag, Montag (beinhaltet3 Tage, BAG hat das Wochenende frei) und heute Dienstag:
Total 7442 positive Fälle gemeldet in 5 Tagen
Die gleichen Tage die Woche davor: 9561 auch in 5 Tagen.

Das sind gewaltige 22% weniger. natürlich sind das erst ganz wenige Tage, aber die Tendenz stimmt erst mal. Es ist schon lange her dass mal für 4 oder 5 Tage zumindest so eine positive Tendenz da war, ausser mit dem künstlichen Loch um Ostern. J

So geht auch der 7 Tagesschnitt hier runter:

Unter 1700 heute. Vor 7 Tagen über 2000.
 
4 Kommentare
falconeye kommentierte
Die Corona Zahlen in der Schweiz brechen aktuell grade ein.
Die 7-Tagesinzidenz der Schweiz ist heute einmalig um ca. 10% zurückgegangen. Das ist schön.
Aber lass uns bitte trotzdem nicht täglich auf Fallzahlen schielen, womöglich auch noch für jedes Land getrennt. Wir haben uns hier eigentlich angewöhnt, uns die Fallzahlen im Wochenrythmus anzusehen, z.B. Samstags, dem Tag, wo die 7-Tagesinzidenz am wenigsten schwankt. Vor allem in kleinen Ländern haben auch die gleitenden 7-Tages Mittelwerte ordentliche Ausreisser.
Bitte mache da doch auch mit, sonst wird es unübersichtlich. Danke dir.
 
Zuletzt bearbeitet:
sam25 kommentierte
…und ich die erste Impfung erhalten….
 
P
pulsedriver kommentierte
Hier sind halt die letzten 3 Meldungen alle deutlich tiefer als die Meldung am gleichen Wochentag eine Woche davor. Wegen des speziellen Vorgehens des Nichtmeldens am Wochenende umfasst das sogar bereits 5 Wochentage. Ich will nicht sagen, dass das nun sicher der Beginn einer längeren sinkenden Phase ist, aber wenn so eine kommen sollte, dann würde es genau so aussehen.
Komme gerne in ca. 10 Tagen - also meinetwegen Samstag in einer Woche darauf zurück, ob sich das bewahrheitet hat. Mit 2 Wochen sinkenden Zahlen kann man dann schon eher von einer Art Trend reden, das ist mir auch klar.
Die Änderung an den Zahlen war halt jetzt schon recht deutlich, und letzten Samstag konnte die noch nicht auffallen, da ist von den 5 Tagen mit tieferen zahlen in Folge grade mal erst einer, der Freitag, bekannt gewesen.
 
D
dimetos kommentierte
Inzwischen gibt es ja auch genug Webseiten, auf denen man sich die aktuellen Zahlen jederzeit tagesaktuell und bei Bedarf auch im Ländervergleich anzeigen lassen kann. Seit Mitte März verlaufen die Zahlen für Deutschland und die Schweiz im Übrigen auffällig parallel:

 
Der Indien Stunt ...

Deutschland liefert gerade medienwirksam (durchaus auch in Indien) eine Sauerstofferzeugungsanlage nach Indien, mit 2 riesigen A400 Transportflugzeugen.

Diese Anlage ist nach 4 Tagen für Transport, Aufbau und Test betriebsbereit, durchaus im akzeptablen Rahmen. Sie produziert (füllt) offiziell täglich 40 Flaschen O2 (max. 50). Jede Flasche 50 Liter 200 bar, oder 10.000 Liter O2. Oder ~60 35L Flaschen. Täglich also 400 m^3 O2 [Quelle].

Der tägliche Bedarf Indiens an med. Sauerstoff liegt bei 16.148.400 m^3 O2 [Quelle]. Nach der großzügigen Lieferung Deutschlands also nur noch bei 16.148.000. Echt jetzt?

Selbst wenn wir einmal annehmen, Deutschland wolle nur Dehli helfen (wie kämen wir schließlich auch dazu, ganz Indien helfen zu wollen ...), so würden für die ca. 6% der Corona-Fälle 1.000.000 m^3 O2 benötigt. Oder 100.000 solche Flaschen, bzw. 140.000 35L Flaschen. Die Sauerstofferzeugungsanlage würde dann ca. 1/2500 des Bedarfs von Dehli decken. Wow. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle wurde nur 30% des Sauerstoffs benötigt, es steht also zu vermuten, dass 50% des Sauerstoffs fehlt.

Ich denke, es passiert jetzt etwas ganz anderes ...

Dividiert man die 140.000 35L Flaschen durch Dehli's Coronafälle einer Woche (170.000), so kommt man auf ca. 1 Flasche pro Fall).

Sauerstoff per Nasenkanüle verbraucht ca. 2 L/min (3 m^3/Tag, oder 1/2 Flasche) , per Hochdruckmaske 10-40 L/min (30 m^3/Tag, oder 5 Flaschen). Per künstlicher Beatmung sicher noch mehr. D.h., die wenigen Patienten mit dem höchsten Verbrauch an Sauerstoff werden einfach nicht länger versorgt.

Die deutsche Anlage kann ca. 7 Patienten, die auf eine Hochdruckmaske angewiesen sind, mit Sauerstoff versorgen. Natürlich ist jedes Leben es wert, gerettet zu werden. Aber das ist alles, was Deutschland an Hilfe bieten kann: Sauerstoff für sieben Leben?

Ich werde die Welt daran messen, welche Länder Indien nur symbolisch geholfen haben, und welche tatsächlich. Deutschland schneidet dabei aktuell schlecht ab ...


Was ich tun würde ... ?


Ich würde leere Flaschen zu 100-Tausenden nach Indien schaffen (es soll nämlich vor allem an Leergut fehlen) und Indien helfen, in grossem Stil industriellen Sauerstoff (den Indien ausreichend besitzt) abzufüllen, damit alle Patienten, die noch nicht so viel Sauerstoff benötigen, versorgt sind und der kostbare med. Sauerstoff den künstlich Beatmeten vorbehalten bleiben kann.

Und wer sich wundert ...
[Quelle]
 
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falconeye kommentierte

Wer oder was hat letztendlich dich zu Twitter überredet?
Ich hab auch schon länger einen IG mit genau einem Bild, da soll Twitter nicht nachstehen
 
D
dimetos kommentierte
Die Angaben zur Leistungsfähigkeit der Anlage sind Deiner Quelle leider nicht (oder nicht mehr) zu entnehmen. Hast Du dafür noch eine andere Quelle?
 
bernhard64 kommentierte
"Ich würde leere Flaschen zu 100-Tausenden..."
Die sind zu schwer für die A400
Aber Danke für Deine - wie immer aufschlußreichen - Hintergrundbeleuchtungen.
Ich frage mich, was macht die Bundeswehr mit so nem Ding? Feldlazarettausstattung? Für 7 Patienten? Ist das ne Armee oder ne Freiwillige Feuerwehr von einem Kuhkaff? In den 80ern hatte die BW noch 180.000 Betten in Feldlazaretten (Quelle such gerne raus).
 
falconeye kommentierte

Na ja, wenn nicht High Flow, reichts ja für 10 mal so viele Patienten, mit Bevorratung auch mehr. Ich glaub, so was ist mehr für den Krieg gedacht, wenn die Industrie nichts mehr liefern kann und es wichtige Patienten gibt … Ich hab auch mal gehört (Kekulé), dass in D grosse Kliniken sowas hinterm Haus stehen haben …
Die sind zu schwer für die A400
100.000 50L Leerflaschen sind „nur“ 4-5 Flüge für jede der 31 A400, die die BW besitzt. Man komme mir bitte nur mit „geht nicht“, wenn es tatsächlich nicht geht … - gefüllt sind es auch nur 2 Flüge mehr.

Ansonsten müssen wir uns bei aller Dramatik der Bilder auch klarmachen, dass die Lage in Indien als Land insgesamt - was Inzidenz und Tote auf 100.000 angeht, exakt die gleichen Zahlen hat, wie im Augenblick wir. Indien ist halt groß und schlecht organisiert - vielleicht eine gute Mahung, wie es hier aussähe, wenn die Politik wirklich versagt.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte
Interessantes Interview zur Forschung und darüber, wer geistiger Vater der Impfstoffe ist:

 
3 Kommentare
falconeye kommentierte
Na ja, sicher nicht Ingmar Hoerr. Er hat sich in einem bereits aktiven Forschungsumfeld betätigt und seine Doktorarbeit darüber geschrieben. Sein Verdienst ist, an die Idee geglaubt und CureVac gegründet zu haben. -> https://en.wikipedia.org/wiki/RNA_vaccine#History

Eine bessere Übersicht dürfte diese Quelle liefern: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1748013219301483 (Paywall! ).

Eine Person, die mir als früher Pionier aufgefallen ist und mRNA für die Menschheit möglicherweise überhaupt erst zugänglich gemacht hat, ist Katalin Karikó. Sie hat schon Mitte der 90er versucht, mRNA nutzbar zu machen, da hat Hr. Hoerr noch studiert

Katalin Karikó ist Senior Vice President bei BioNTech und gilt als mögliche Kandidatin für den Nobelpreis. Aber natürlich hören wir nichts über Sie, auch nicht viel auf der BioNTech Website. Wie war das noch einmal mit den selbstbewussten Frauen ?

Hier ihr Wikipedia-Eintrag -> https://de.wikipedia.org/wiki/Katalin_Karikó .
 
Kay kommentierte
falconeye kommentierte
Kay

Dazu gibt es verschiedene Ansichten.
Nicht, wenn Du den von dir zitierten Artikel aufmerksam liest.

Zu meiner Quelle oben habe ich übrigens jetzt eine freie Quelle gefunden:

Es wird auf über 200 Arbeiten verwiesen, 4 davon von I.Hoerr. Andere hatten einen wissenschaftlichen größeren Anteil (sofern man so etwas überhaupt sagen kann). Da befrage ich nicht das Tübinger Tagblatt zu …

Ich verweise insb. auf die Zeitleiste Figure.1 in diesem Review, mit Erwähnung von Karikó und Sahin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann lokale Ausbrüche auch ohne Lockdown eingrenzen, zumindest bei der aktuellen Impfquote. Beweis hat der Kanton Uri erbracht.

Impfquote: letzte Zahlen gut 14% vollständig geimpft, 8% einfach.

Inzidenz lag einen Monat über 400, Spitze über 500. Kann man hier nachsehen:
Dort wo die einzelnen Kantone sind mit der Inzidenz auf Details klicken

Die Nachbarkantone weisen eine Inzidenz auf, wie sie für die Schweiz in der Zeit typisch ist und nicht auch eine viel höhere. D.h. es ist trotz Pendlern nicht massiv rübergeschwappt, wenn, dann waren das kleine Effekte, d.h. ohne Pendler aus Uri wären dort die Zahlen ein bisschen tiefer gewesen, aber nicht massiv.

Und Uri hat so viel ich weiss die Öffnungen wie alle Kantone in der Schweiz zeitgleich mitgemacht. Läden sind ja schon länger wieder offen, noch bevor es im Uri wieder hoch ging.

Wie das geschafft wurde, weiss ich auch nicht. Aber ein Schluss ist daraus möglich: Auch bei eienr Inzidenz von bis über 500 ist es durchaus möglich, dass die Zahlen wieder nach ein paar Wochen stark sinken. Innert rund 2 Wochen rund halbiert! Und das bei offenen Schulen, Läden, Fitnesscentern und Aussengestronomie. Die Einschränkungen sind im wesentlichen noch: Restaurant innen zu, Masken- und Homeoffice Pflicht, private treffen nur bis 10 (draussen 15) und Sport/Fitness, Kino,... halt noch mit strengen Auflagen.
Wäre doch eine Idee, das genauer zu untersuchen, weshalb das funktioniert hat. Damit man das nächste Mal weiss, welche Alternativen es nocht gibt ausser alles zu und Ausgangssperre.
 
2 Kommentare
P
pulsedriver kommentierte
Nachtrag: Auch in grösserem Rahmen ist das hier schon mal passiert. Ohne B1.1.7 zwar, aber auch ohne Impfung. Um den Monatswechsel Oktober/November lag der 7-Tageschnitt an positiven tests bei 8000 und die 7-Tagesinzidenz damit über 600, als Anfang Dezember dann landesweit deutlich strengere Massnahmen kamen (z.B. Sperrstunde Abends in den Restaurants), waren die zahlen schon wieder halb so tief, ohne dass vorher landesweit massiv geschlossen worden wäre. Läden waren offen, Schulen sowieso, aber auch Fitness Center mit Auflagen wie kleine Anzahl Kunden gleichzeitig. Nur lokal hatten einzelne, noch stärker betroffene Kantone Restaurants und viele Läden etc ganz geschlossen, das waren aber dann Kantone, die eine 7-Tagesinzidenz über 1000 hatten! Und auch dort blieben die Schulen offen und es gan keine Ausgangssperre. Und trotzdem gingen die Zahlen runter.
 
falconeye kommentierte
Der Kanton Uri hat 36‘000 Einwohner. Maßnahmen wurden sehr wohl verschärft (der Skibetrieb z.B. beendet, vehement an die Bevölkerung appeliert, im Schulbetrieb mehr getestet, mehr geimpft etc.). In so kleinem Rahmen (Gemeindegröße, noch viel kleiner als ein LK) kommt es zu sehr großen Schwankungen und die lokale Stimmung dürfte ausschlaggebend sein. Es gibt ja auch viele weitere LK mit einschlägigen Erfahrungen - manchmal halfen Appelle, manchmal nicht (Berchtesgaden). Allgemein ableiten lässt sich daraus leider wenig.

Im kleinen Rahmen (eine Inzidenz 500 bedeutet gerade einmal 180 Fälle) kann manchmal auch noch die Ursache per Kontakt Tracing ermittelt und bekämpft werden. In meinem LK z.B. sind solche Sprünge (um ca. 100 Fälle) auch bekannt, meistens stand es mit einer Asylunterkunft in Zusammenhang. Ähnliche Kausalketten wird es auch anderswo geben.

Hinzu kommt, daß bei 360 Fällen in 14 Tagen und 20 Kontakten pro Fall bereits 20% der Bevölkerung in Quarantäne sitzt, vermutlich insbesondere der, der munter Kontakte pflegt. Das ist ja auch ein Lockdown, wenn es schon zu spät ist … (dafür spricht auch die Warnung des Kantons Uri, Kontakte auch dann nicht zu verschweigen, wenn diese bereits mehrmals in Quarantäne waren …).
 
Zuletzt bearbeitet:
Zweimal Lesestoff:

Zitat RKI:
Zum ausführlichen PDF:

Und ein interessanter Tweet von Christian Drosten:

https://twitter.com/x/status/1389169846789812230
Direkter Link zum Artikel (bisher ohne Paywall, könnte sich ändern):
 
1 Kommentar
falconeye kommentierte
Das RKI Paper enthält zwar viele interessante Hintergrund Infos. Und eine qualitative Schlußfolgerung. Aber die eigentliche Frage bleibt quantitativ unbeantwortet: Wie lautet R0 eines Geimpften nach für eine Infektion normalerweise ausreichenden Exposition mit dem Virus?

Aber das muß man auch gar nicht wissen. Nach Abschluss der Impfkampagne werden die Maßnahmen aufgehoben (langsam oder schnell) und der Rest wird sich so weit infizieren, bis Herdenimmunität der ganzen Sache ein Ende bereitet. So oder so.
 
Ich schicke voraus: Schon wieder ein Link zu einem Artikel ohne Primärquellen. Kritik in dieser Richtung geht also ins Leere; ich poste diesen Artikel absichtlich, weil der Artikel bekannte, teils historische Zusammenhänge gut zusammenfasst und auch für Laien wie mich verständlich geschrieben ist:
 
Kommentar
In der Schweiz soll die Taskforce nun einem Maulkorb gegenüber der Öffentlichkeit bekommen:


Dies nach den massiv zu negativen Modellen im Winter, als B1.1.17 kam und nun für die dritte Welle. Wenn selbst deren optimistisches Modell sich wiederholt als zu pessimistisch rausstellt, dann finde ich das auch gut so. Natürlich sind genaue Vorhersagen schwierig, deswegen macht man ja auch mehrere Modelle. Aber typischerweise sollte das optimistischtse dann nie von der Wirklichkeit überholt werden, genauso wie das pessimistischste auch, die Wirklichkeit sollte dazwischen zu liegen kommen.

Im Rückblick hat die Taskforce zwar mehrere Modelle gemacht, aber nur das pessimistische, das sehr peeeimistische und das ganz pessimistische.
Solche Zahlen taugen allenfalls, um von anderen Experten mit zu Rate gezogen zu werden, die auch den Hintergrund verstehen, aber nicht als Information an die breite Bevölkerung. Wenn die Taskforce jetzt noch mal hinsteht und sagt: In 2 Monaten haben wir wieder 10'000 Fälle pro Tag, dann glaubt denen fast keiner mehr. Weil es eben schon zweimal gesagt wurde und bei weitem nicht eintraf.

Wir hatten übrigens für Sommer 2020 schon mal das Gleiche, da weiss ich aber nicht, ob es die Taskforce oder jemand anderes war, der damals die hohen Zahlen für Juni oder Juli vorhergesagt hatte, die nicht kamen.
 
2 Kommentare
falconeye kommentierte
In der Schweiz soll die Taskforce nun einem Maulkorb gegenüber der Öffentlichkeit bekommen
Was beschäftigst Du dich auch mit der Taskforce der Schweiz?
Hier hat Du doch eine zuverlässigere Quelle, wir "wussten" hier seit 6.März, dass die grosse 3.Welle vermutlich so nicht kommen wird ...
vgl. das Posting unten
 
P
pulsedriver kommentierte
Naja, ich schaue halt abends die Tagesschau und lese was Zeitung. Und da bekommt die Bevölkerung dann eben das Modell der Taskforce serviert. Dass das so nie eintrifft, ist mir von vornherein klar. Nur schon deshalb: Die nehmen unveränderte Massnahmen an, aber wenn die Zahlen auf 10'000 oder gar 20'000 pro Tag klettern, wie sie es auch schon gezeigt haben, dann bleiben die Massnahmen nicht unverändert, dann wird wieder verschärft.

Leider sind deine Modell noch nicht einem grossen Teil der CH Bevölkerung über die üblichen Medien zugetragen worden. Ich bin mal gespannt auf deine Zahlen morgen. nachdem die Zahlen, die pro Tag gemeldet werden, im Vergleich zu 7 Tage vorher jetzt schon gut eine Woche jedes Mal deutlich tiefer sind, müsste man das auch im Modell dann sehen.
 
"Mein VoC Modell": Linksammlung

Wegen des Hinweises auf das Versagen diverser Vorhersagemodelle hier einmal eine Linksammlung meiner VoC-Modellvorhersagen:


Das Ausbleiben der großen 3. Welle habe ich auch erst ab Anfang März kommen sehen.

Es gibt vier Gründe, die ich in den Kurven klar erkennen kann:
  • Ein signifikanter saisonaler Effekt
  • Ein signifikanter Impfeffekt
  • Ein etwas schwer zu verstehender modellintrinsicher Effekt (ich hatte das hier beschrieben): B117 verbreitet sich zunächst in einer Subpopulatuon mit hohem Rt, erst später auch mit niedrigen Rt. Dies führt zu einem scheinbar höheren ∆Rt zu Begin der Ausbreitung von B117 und zu einem scheinbar niedrigeren ∆Rt später. Ich musste ∆Rt von ca. +0.35 auf +0.25 anpassen. Wenn ein Modell damit nicht rechnet ...
  • Ein Compliance-Schub in der Bevölkerung nach dem 20.3.
 
falconeye kommentierte

Stichproben hier aus dem Umfeld der Forenmitglieder sind schon relevant. Darum hatte ich dir ja geantwortet, dass es bei mir kein Bauchgefühl war, sondern eine erstaunliche Entwicklung der Zahlen zwischen dem 20. und 27.3. Das hatte ich mit dem Bauch auch nicht mitbekommen
 
Kurt Raabe kommentierte

aber nicht in NRW
Geb. 1956
Die Terminbuchung ist aufgrund Ihres Alters zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
 
falconeye kommentierte

aber nicht in NRW
ich meinte nicht die Impfzahlen - sondern die reinen Fallzahlen. Prio3 ist allgemein noch schwierig mit Impfterminen, auch hier in Bayern. Ich bin zwar jetzt vom Hausarzt geimpft, aber vom Impfzentrum habe ich auch noch kein Terminangebot (lass ich neugierdehalber nämlich mitlaufen).
 
Kurt Raabe kommentierte

ups da habe ich was falsch verstanden
 
VisualPursuit kommentierte
Ich muss hier auch sehr viel seltener im Studio jemanden anpfeifen weil die Maske auf
halb acht hängt oder "vergessen" wurde, und schon in den Buchungsanfragen ist
das anders. Bis Anfang März war die Reaktion auf die vorab übermittelten Regeln
zum Infektionsschutz daß sich viele Teams "leider für ein anderes Studio entschieden"
haben. Mittlerweile jedoch höre ich eher die Dankbarkeit dafür heraus, daß wir uns
so konsequent damit durchsetzen. Die flächendeckende Verfügbarkeit von Schnelltests
und der Wechsel auf FFP2/KN95 Masken als Mindeststandard trägt dazu bei daß alle
den Ernst der Lage verstehen.

Die Schilderung eines Infektionsfalls im März 20 hilft auch enorm.
Produktion Mittwoch/Donnerstag - am Montag kam der Anruf der Fotograf
sei positiv. Hurra. Alle Türen gingen zu und die Verfolgung ging los.
Der Fotograf hatte seine beiden Assistenten angesteckt, vermutlich
im Auto bei der Anreise aus Berlin. Hier im Studio hat sich noch die
Stylistin angesteckt, vermutlich weil sie im Schminkraum die Maske
abgenommen hatte und nicht aufgepasst hat.

Niemand von unserem Team, niemand von der Agentur, niemand
vom Kunden und keins der Models hat was abbekommen.
Konsequente maskenpflicht, Abstandsregeln, einzeln verpacktes
Catering, Luftreinigung und 50% Frischluftbeimischung (hurra Heizkosten)
haben ansonsten dazu geführt daß bei uns weiterproduziert werden
konnte ohne daß es danach noch einmal zu weiteren Fällen gekommen
wäre.

Es setzt sich auch mehr und mehr durch daß Teams Schnelltests
machen bevor sie gemeinsam anreisen (bei weiteren Entfernungen),
und daß vor der Tür Schnelltests gemacht werden bevor überhaupt
das Studio betreten wird.

Zumindest in meinem Umfeld ist tatsächlich seit Mitte März eine
deutliche Verbesserung in der Compliance zu spüren.

Letzte Woche fuhren drei junge Männer praktisch gleichzeitig vor,
stiegen aus ihren Autos und liefen auf die Studiotür zu.
Alle drei ohne Maske. Meine Ansage "Ich weiss ihr seid jung und
gesund. Von der Sorte habe ich vorgestern einen beerdigt - Masken
auf, bitte" hielt den ganzen Tag. Der Todesfall war echt, Im März
stieg die Zahl der Covid-19 Toten die ich persönlich gekannt habe
fast auf das Doppelte des gesamten Vorjahres.

Ich nehme an, daß auch bei anderen Leuten der Tod näher gekommen
ist, vor allem näher an die eigene Altersklasse, und das dürfte
wesentlich zum Complianceschub beigetragen haben.

Wer das bis heute nicht mit dem Kopf versteht, der versteht es
jetzt vielleicht mit dem Bauch.
 
Was sich wieder bewährt, ist Eigeninitiative. Nächste Woche geht bei uns Prio3 los. Das ganze Büro wird zentral organisiert in der Arbeitszeit geimpft. Andere Unternehmen, ganze Schulen etc. handhaben das ebenso. Wie die Ärzte, Apotheke und Grosshändler das organisieren und handhaben, ist bewundernswert. Wie überall: Einfach die Profis ranlassen.
 
Kommentar
Ich war gestern in der Stuttgarter Liederhalle (IZ vom Klinikum Stuttgart).
war verblüfft dort eine Außenschlange von ca 400 Menschen vorzufinden. (Ist aber wohl oft so).

Geschätzt 95% unter 60.

Scheint wir hätten die Alten durch?
 
Fraenker kommentierte

wo liest Du was persönliches bzgl. Impfstoff raus ??
Ich denke/hoffe, du erinnerst dich daran, dass dieser Thread aus mehr als nur dem einen Post besteht.
Und ausserdem habe ich versucht, darzulegen, dass die von dir wahrgenommene Chaotic bei AZ eine Abfolge von
gewonnenen Erkenntnissen ist. OK, ist wohl nicht durchgedrungen.
 
falconeye kommentierte

AZ war nur ein Beispiel für meiner Meinung nach eine chaotische
Impfstrategie mehr auch nicht
Ich bin auch kein Fan der deutschen Impfstrategie. Vor allem wurde meiner Meinung nach zu spät und zu wenig aggressiv bestellt - in einer Welt, wo sich absehbar alle um die Mangelware Impfstoff prügeln.

Aber das Beispiel AZ ist schlecht gewählt. Da trifft die Verantwortlichen in Regierung und Amt (Stiko, PEI, Ministerium) tatsächlich keine Schuld - die Vorkommnisse sind allein dem Impfstoff AZ, der Phase III Studie dazu und der Lieferfähigkeit des Produzenten geschuldet.

Das Beispiel sollte uns auch vor Augen führen, welches Glück wir bisher mit dem BioNTech-Impfstoff hatten - dieser war initial als problematisch gesetzt.
 
C
Christian B. kommentierte
Ich sehe bei AZ das Problem vor allem bei der Presse. Hätte sie sachlich berichtet und aufgeklärt, statt skandalisiert, hätte die höchstmögliche Verunsicherung der Bevölkerung vermieden werden können.
 
C
Christian B. kommentierte
Die Regierung hat hier genau das gemacht, was Du sonst immer forderst: Auf die Wissenschaft gehört. Und deren Erkenntnisse haben sich mehrfach geändert. Was ja das Wesen von Wissenschaft ist: Immer neue und bessere Erkenntnisse zu gewinnen. Und bei so einer rasanten Entwicklung, wie wir sie hier bei den Impfstoffen gesehen haben, ist es doch nicht verwunderlich, dass die Ergebnisse sich wandeln. Der Fehler bestand n der Art der Kommunikation in der Presse; aber dafür kann man die Regierung nur ganz untergeordnet in die Haftung nehmen.
 
Kay kommentierte
Hamburg schafft die 10.000 ´er Marke mit Impfungen an einem Tag (Pressemitteilung).
Durch einen Systemfehler waren mehr Menschen geladen als vorgesehen. Alle geimpft - Sonnabend vor zwei Tagen.
Zur Zeit sind mind. 8.000 Impfungen pro Tag allein im Impfzentrum " normal ".
Es geht voran !!!
 
Update 8. Mai 2021

Germany
New Cases 07.05.2021: 15090
Weekly average: 16057
7 day incidence: 135,4
Rt: 0,90 (0,83 - 0,96) | 0,91 (7-day avg)
Forecast 04.06: 7382 (4203 - 12966)
Alert Value A: 1,14 very high risk


Der Rückgang der Fallzahlen ist nun auch im Trend robust, mit einem Rt=0.91 im 7-Tagesmittel.

Die 7-Tage Inzidenz ist nicht ganz auf den Forecast meines VoC-Prognosemodells (s.u.) gefallen (120-130) und liegt bei 135/100k. Das RKI meldet zwar 121.5, aber diese Zahl ist nicht ganz so belastbar, da Fälle rückdatiert werden - wir hatten das Thema ja bereits mehrfach. Die Differenz von -14 der RKI-Inzidenz ist allerdings ungewöhnlich hoch.

Mein VoC-Prognosemodell sagt für nä. Woche einen Rückgang auf Inzidenz 100 voraus und einen Rückgang unter 50 für Ende Mai (s.u.). Der Alertlevel liegt aber immer noch bei "very high risk", für Lockerungen jeglicher Art ist es in meinem Modell also noch zu früh.

Die Zahl der Toten bleibt konstant (aktuell 223 (-6) im 7-Tagesmittel). Die Zahl der Intensivpatienten fällt deutlich auf 4669 (gegenüber 5015 letzte Woche). An der demografischen Entwicklung hat sich nichts verändert, am meisten infiziert ist weiterhin die Gruppe der 15-19J. Allerdings sinkt jetzt auch in dieser Gruppe die Inzidenz deutlich.
 
4 Kommentare
falconeye kommentierte
Forecast gemäß meines VoC Prognosemodells vom 8. Mai 2021



Die Zahl der B117-Mutation breitet sich weiter langsamer als vorhergesagt aus und liegt nun bei 94% (mein korrigierter Wert der RKI-Testdatenerfassung, welcher 91.30% in KW17 betrug). Man sieht dies in der Abweichung der blauen Kurve von den Punkten im Plot oben. Entsprechend habe ich mein Modell rekalibriert und betrachte nur noch Datenpunkte seit dem Wiederanstieg der Fallzahlen.

In der oben gezeigten (orangen) Forecast-Kurve rechne ich mit 100% des saisonalen, 100% des Impf-Effektes und einem ∆Rt(B117)=+0.18 (deutlich reduziert gegenüber den Messungen im Januar - Gründe wurden diskutiert). Die Forecast-Kurve passt auch ca. 7 Wochen zurück, sollte die Zukunft der nächsten ca. 4 Wochen also abbilden können - wenn Verhalten und Maßnahmen sich nicht ändern. Rein mathematisch ist eine Eradizierung des Virus im Juli möglich - d.h., spätestens Anfang Juni wird es zu massiven Lockerungen kommen.

Die Forecasts werden zunehmend optimistisch - ein Abklingen der 3.Welle sage ich ja schon seit Anfang März voraus, aber da noch nicht in dem Tempo. Das liegt auch daran, dass sich die B117-Variante nicht mehr ganz so schnell ausbreitet bzw. ausbreiten kann. Dies liegt einerseits an einem scheinbaren Effekt, wenn das Virus sich in Subpopulationen mit unterschiedlich nativen Rts durchsetzen muss - es breitet sich dann zunächst in den Subpopulationen mit hohem Rt aus. Später hat es dann Probleme, weitere Subpopulationen zu erreichen. Ich hatte den Effekt hier schon beschrieben. Dadurch sind Modelle in der Frühphase der B117-Ausbreitung zu pessimistisch.

Aber vielleicht gibt es weitere Gründe, z.B. eine andere Verteilung der Ansteckungen (Stichwort: Kappa - Wenige stecken Viele an, Viele stecken Wenige an). Vielleicht hat B117 ein anderes Kappa. Man sollte das erforschen. Aus akademischen Gründen, für die Corona-Pandemie jetzt hier spielt es keine Rolle mehr. Jedenfalls: Ich messe mit meinem Modell, dass sich ∆Rt(B117) um mindestens den Faktor 2 halbiert hat!
 
falconeye kommentierte
Indien 8. Mai 2021

India
New Cases 07.05.2021: 401078
Weekly average: 389672
7 day incidence: 201,6
Rt: 1,03 (0,99 - 1,07) | 1,05 (7-day avg)
Forecast 04.06: 548111 (406532 - 738996)
Alert Value A: 1,59 very high risk

Die Welle in Indien nähert sich ihrem Scheitelpunkt, den sie nächste Woche durchlaufen wird. Der Alertlevel A ist schon seit 2 Wochen rückläufig. Ob es reichen wird, zumal Maßnahmen in Indien i.d.R. nicht lange durchgehalten werden können, wird man sehen müssen.

Indien hat mit 3800 Toten täglich (2.8/Mio.) den Wert wie aktuell wir auch (2.7/Mio.). Die Bilder sehen allerdings völlig anders aus. In Indien kommt es zu den dramatischen Szenen vor allem aber auch, weil es schlimme Hotspots gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
falconeye kommentierte
Ausland (Sonstiges) 8.Mai 2021

 
falconeye kommentierte

Die für nä. Wo. prognostizierte Inzidenz von knapp unter 100 wurde nun schon (am Do 13.5.) erreicht: 96.0. Das RKI liegt noch bei leicht über 100 (103.6). Die nä. Tage (Himmelfahrt) sind vermutlich verzerrt.
 
Seehofer ist mit Corona infiziert.

Als Mitglied der Regierung UND der Prio-Gruppe 2 ein erstaunliches Ding, das …
 
3 Kommentare
luckyshot kommentierte
Naja... einmal geimpft und keine Symptome...
Liegt durchaus im Bereich des Möglichen...
 
falconeye kommentierte

ok, vor 26 Tagen 1x mit BNT geimpft. Interessante Fallstudie, mich würde der ct-Wert des Tests interessieren.
 
Wuxi kommentierte
Ich habe heute morgen gerade mal schnell gegoogelt wie groß der Schutz bei Comirnaty nach der ersten Impfung ist. Zwischen 65% und 85% kann man da alles finden.
 
Interview mit Physiker Cornelius Roemer

Cornelius hat mit ähnlichen Methoden modelliert wie ich (klassisch-heuristischen Funktionen und keinen unnötig komplexen SIR-X Modellen) und kam zu ähnlichen Ergebnissen - einem (abweichend zum RKI) relativ frühen Wiederabflachen der epidemiologischen Kurve aufgrund saisonaler und Impfeffekte. Ich hatte seinen Tweed hier damals verlinkt. Nun war er beim ZDF im Fernsehen

Ab 11:43 ->
 
Zuletzt bearbeitet:
1 Kommentar
AnjaC kommentierte
Ich folge ihm seit längerem auf Twitter. Immer sehr bemerkens- und bedenkenswert.
 
Es scheint für Künstler, die durch Corona in finanzielle Not geraten sind, zumindest versicherungstechnisch eine Entspannung zu geben:
BM Heil will dafür sorgen, dass während der Pandemie die Regelungen für die Sozialversicherung über die KSK (Künstlersozialkasse) nicht so streng gehandhabt werden, wie in “normalen“ Zeiten...

Quelle: https://taz.de/Kuenstlersozialkasse-und-Corona/!5769159/
 
Kommentar
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