Frage Blitzen mit (sehr) kurzen Zeiten - Frage an die Tekkies

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PeterTaylor

NF-Platin Mitglied
Platin
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Hi Leute,

nachdem ich schon ein schlechtes Gewissen habe, weil ich den Fuji GFX Thread ein wenig gekapert habe, wollte ich hier mal das Thema HSS (High Speed Sync) und Hyper- oder Supersync näher diskutieren.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Varianten? Nun, bei High Speed Sync sendet der Blitz ein nahezu permanentes Licht durch die Aneinanderreihnung vieler extrem schneller Einzelblitze - er imitiert sozusagen eine Dauerlichtquelle und das Fotografieren mit Zeiten kürzer der Synchronzeit wird möglich. Nachteil: Durch das Abfeuern vieler, schneller "kleiner" Blitze sinkt die Leistung rapide und die Blitzröhre wird deutlich stärker belastet. Mit Systemblitzen ist ein Anstinken gegen die Sonne nahezu unmöglich.
Hypersync, Supersync oder wie man es auch immer nennen mag, bedient sich einer anderen Methode. Hier werden bewusst lange Abbrennzeiten eines Blitzes genutzt, um EINEN langen Lichtimpuls zu erzeugen. Mit dem richtigen Timing wird dann versucht, die Kamera auf den Blitz so einzurichten, dass möglichst viel Lichtenergie des einen Impulses zur Belichtung genutzt wird. Da der Blitz trotzdem ein Impuls mit einem parabelförmigen Verlauf ist, verschenkt man eine Menge Blitzenergie und die, die auf dem Bild ankommt, ist in der Regel sehr ungleichmäßig über das Bild verteilt, meist oben heller und unten dunkler, weil die Blitzenergie dann zum Ende der Belichtung schon wieder abnimmt.

Worum geht es mir denn jetzt?

Ich fotografiere Menschen und ab und zu bewegen die sich auch mal recht schnell. Ich fotografiere sowohl im Studio (für die Frage irrelevant) und Outdoor. Ich liebe offene Blenden und die damit verbundene Freistellung sowie Schärfe- / Unschärfeverteilung. Zudem mag ich den Look, wenn die Umgebung leicht unterbelichtet und das Motiv korrekt belichtet ist.

Das bringt einige Probleme mit sich, die im Wesentlichen mit der Synchronzeit der Kamera zusammen hägen. Das Blitzen mit Zeiten, bei denen der Verschluss der Kamera nicht zumindest zu einem Zeitpunkt vollständig geöffnet ist, erfordert kreative Lösungen

Bei Aufnahmen im Gegenlicht bei hellem Sonnenschein (blauer Himmel und Sonne im Bild!) bei ISO100 und 1/250sek benötige ich etwa Blende 11-16 für die Grundbelichtung. Da ist die Schärfe vor und hinter dem Motiv einfach zu groß. Und wenn ich die Blende öffne, komme ich unter die Synchronzeit der Kamera. Also muss eine andere Lösung her (Aufsteckblitze im HSS Modus sind einfach zu schwach und für Hypersync zu schnell).

Wenn ich bei 1/250sek fotografieren muss, dann kann ich einen ND1,2 Gaufilter und Blende 2,8 nehmen oder ich brauche bei gleicher Blende eine Kamera mit ISO 6

Variante 1 nutze ich heute überwiegend, aber das Sucherbild ist dann verdammt duster . Zudem kann bei sehr schnellen Bewegungen auch das Motiv durch das Umgebungslicht leichte Unschärfen aufweisen.

Mir wäre die Nutzung von HighSpeedSync am Liebsten, aber aktuell beherrscht das Verfahren wohl nur der Profoto B1 - und ich habe ein komplettes Hensel System. Ungern möchte ich wegen diesem Anwendungsfall nun eine Profoto Lösung anschaffen. Daher die Frage, ob es probate workarounds gibt. Ich erwische mich schon bei dem Gedanken, mir eine Mittelformatkamera mit Zentralverschluss und Synchronzeiten bis 1/2000sek zu kaufen, das wäre auch fürs Studio eine Qualitätssteigerung. Aber wenn ich ehrlich bin, ist diese Überlegung natürlich Unfug, schließlich ist es bei aller Liebe noch immer ein Hobby. Da wäre sogar die Anschaffung eines Profoto B1 noch die deutlich günstigere Lösung...

Also, wer hat Tipps für mich?

Schöne Grüße,
Peter
 
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Ich habe die Pocketwizard Mini TT1, AC Zone Controller und Flex TT5 ein paar Jahre lang genutzt mit meinen Elinchrom Blitzen. Dazu ein Power ST4, um meinen Elinchrom Ranger mit dem Zone Controler hoch und runter regeln zu können.
Die meisten Bilder auf meiner Homepage (mit Blitz) oder hier in meinem Hyper Sync Thread sind mit diesem Equipment entstanden.
Zunächst ein paar Gedanken zu den Pocketwizard. Funktioniert haben die Teile gut (für die Mini TT1 habe ich ein zusätzlich erhältliches Kabel erstanden, so dass ich das Teil ohne Batterie mit dem Strom aus meiner Nikon betreiben konnte), die Verarbeitung ist aber, vorsichtig formuliert suboptimal.
Beim Power ST4 hatte ich ganz schnell einen Haarriss, weil das Teil etwas zu eng war für den Elinchrom Adapter (für den es konzipiert war). Beim Zone Controller ist nach knapp 2 Jahren eine Taste herausgefallen (Entriegelung, um das Gerät auf der Mini TT1 einzurasten).
Ich habe die Teile noch hier, nutze sie aber nur noch ganz sporadisch.

Mittlerweile betreibe ich meine Elinchrom Blitze mit dem Elinchrom eigenen Skyport HS, mit dem die Kurzzeitsynchronisation ebenfalls mögich ist. Der Lichtausput ist etwas besser als mit den Pocketwizard Sendern, der Helligkeitsabfall geringer.

Zu Profoto zwei Links von rennomierten Seiten/Fotografen. Hier wird der Lichtoutput bei HSS (Profoto B1 und B2) und HighSync (Elinchrom) miteinander verglichen, sowie die Reproduzierbarkeit.

https://fstoppers.com/originals/fstoppers-compares-profoto-hss-and-elinchrom-hi-sync-102293

http://blog.michaelclarkphoto.com/?p=3886

Fazit bei beiden. Mit der HSS Technik von Profoto kommt weniger Licht auf dem Sensor an, weshalb es eher für geringere Arbeitsabstände empfohlen wird, was bei Porträts ja kein Problem sein sollte.

Der Lichtabfall bei der HyperSync Technik (oder HighSyn bzw. Supersync) hängt von der Abbrennzeit des Blitzes genauso ab wie vom Timing des Senders und vom Kameraverschluss. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Elinchrom Kombination (Ranger RX mit S Kopf, Skyport HS und D810 und insbesondere Elinchrom ELB 400 mit HS Kopf und mit Skyport HS) sehr gut funktioniert. Und das schöne ist, dass ich an diese Generatoren mehrere Köpfe anschließen kann, die sich in der Abbrennzeit unterschieden, womit ich flexibel bleibe bei relativ geringer Zusatzinvestition.

Beispiele gibt es im Blog auf meiner Homepage oder in der Galerie Sport.
 
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@ digital eye

Das der Output bei Hyper-Sync (sowas wie Hi Sync bei Elinchrom) höher ist, ist auch meine Erfahrung. Mich stört aber oft die Vignette die entsteht denn die ist nicht gleichmäßig verlaufend (hat beim Verschluß meiner D800 einen schmalen Streifen dazwischen).

VG
 
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Die Laufzeit einer Batterie wird mit 30 Stunden angegeben, (das ist
sehr optimistisch) mit zwei bis drei Batterien käme ich nicht weit. Für
unter einen Euro habe ich sie noch nicht gesehen, in regulären
Geschäften eh nicht. Mignons sind weit weniger exotisch.

Das Kabel passt nur für Nikon, die Canonversion kann das nicht.

Abgesehen von der Meinung, dass es die Priolites evtl. bald nicht
mehr gäbe, blick ich da einfach nicht durch, was die wirklich leisten
im Kurzzeitbereich im Vergleich zu den B1.

Nix. Die können nur eine weitere Kopie von Hypersync mit allen
damit verbundenen Nachteilen. Echtes HSS und TTL können die
nicht, das sind sehr viel schlichtere Geräte.

(...) aber wenn der Helligkeitsabfall akzeptabel ist (...)

Wenn man die Kamera kopfüber hält und leidensfähig ist......
 
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Ich habe die Pocketwizard Mini TT1, AC Zone Controller und Flex TT5 ein paar Jahre lang genutzt

Hi auch!

Ich darf mich mal anhängen und mal etwas fragen. Die besagten PocketWizards habe ich seit einigen Jahren. Ich mische damit Nikon-Blitze und meinen "Cutie" (Profoto AcuteB 600). Da ich eine D800 habe mit der ich quasi ISO50 habe, komme ich eigentlich gut mit den Synczeiten hin.

Jetzt interessiert mich aber erstmals das Hypersync-Zeugs für den "Cutie". Nur: Wo fange ich an?

Was ich verstanden habe: Weiße Wand, Blitz auf volle Leistung und dann? Hat irgendjemand einen Link zu einer Anleitung? Beispielhafte Fragen:
- Blende auf Zielblende?
- Muss die Wand richtig belichtet werden? (Das würde schwer!)

Danke!
 
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Jetzt interessiert mich aber erstmals das Hypersync-Zeugs für den "Cutie".
Nur: Wo fange ich an?

Zuerst mal musst Du die Verzögerung einstellen, für den Cutie
würde ich mit Werten zwischen 7 und 9 anfangen. Eher 9 als 7.

Stell den Cutie auf Vollgas. Fotografiere eine Graukarte möglichst
formatfüllend an der Stelle wo sich später Dein Motiv befinden wird.
Muss nicht scharf sein, ganz im Gegenteil. Unscharf geht besser.

Fang mit 1/000 sec an.

Mit ISO, Zeit und Blende spielst Du so lange bis das Histogramm
des Graukartenbildes eine Säule genau in der Mitte des Bildes zeigt.

Hypersync und HSS kann man allerdingsnicht besonders gut mischen.
 
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Hi Michael!

Danke für die Hinweise. Vorweg: Ich will nicht Hypersync und HSS mischen. Bei letzterem ist der Lichtverlust so hoch, dass Lichtformer kaum noch Sinn machen. Es geht da nur um Cutie und Beautydish.

Ich mache viele Portraits. Das heißt, meine Motive sind 1 - 3 m entfernt. So eine große Graukarte habe ich nicht. Doch die Wand auf mittleres Grau belichten?

Visualpursuit schrieb:
Mit ISO, Zeit und Blende spielst Du so lange bis das Histogramm des Graukartenbildes eine Säule genau in der Mitte des Bildes zeigt.

Das verstehe ich nicht. Von der Tendenz her will ich ja offenblendig (f1.8 bis sagen wir mal 5.6) fotografieren. Die ISO dürfe doch keinen Einfluss auf den "Verlauf" des Bildes haben. Und bei längeren Zeiten ( < als Abbrennzeit t.5) dürften die Bilder doch alle nichts mehr werden, oder?
 
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Ich will nicht Hypersync und HSS mischen. Bei letzterem ist der
Lichtverlust so hoch, dass Lichtformer kaum noch Sinn machen.

Uh-oh....... das solltest Du noch mal genauer durchdenken.

Bei beiden Verfahren ist die Verschlusszeit kürzer als die X-Sync,
und der Blitz wird de facto als Dauerlicht verwendet.
Weil der Verschluss dabei als Schlitz über das Bildfeld wandert,
ballert man bei beiden Verfahren gleichermassen das meiste
Licht auf die Verschlussvorhänge und eben nicht auf den Sensor.

Deswegen nimmt man ja Geräte mit 600/1200 Ws (Cutie und Co)
weil die 60Ws eines SB910 nicht ausreichen.

Ich mache viele Portraits. Das heißt, meine Motive sind 1 - 3 m entfernt.

Guck mal nach unten. Was Du da siehst nennt man "Füße".
Diese Dinger sind ideal geeignet um Dich so nah ran zu bringen
daß es für eine formatfüllende Abbildung reicht.

Doch die Wand auf mittleres Grau belichten?

Wenn die Wand mittelgrau ist, und Dein Model an die Wand gestellt wird - ja.

Sonst nein.

Das verstehe ich nicht. Von der Tendenz her will ich ja offenblendig
(f1.8 bis sagen wir mal 5.6) fotografieren. Die ISO dürfe doch keinen
Einfluss auf den "Verlauf" des Bildes haben.

Nee, aber auf die Helligkeit. Je kürzer Du die Verschlusszeit wählst
und je weiter Dein Motiv weg ist, umso eher musst Du die Empfindlichkeit
aufdrehen um ein richtig belichtetes Bild zu bekommen.

Und bei längeren Zeiten ( < als Abbrennzeit t.5) dürften die Bilder
doch alle nichts mehr werden, oder?

Die Leuchtzeiten sind bei fast allen modernen Geräten kürzer als
der Verschluss läuft. Deswegen gibt es ja so gern die Verläufe über
das Bildfenster von unten (hell) nach oben (dunkel). Oder eben quer
wenn Hochformat.
 
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Ich habe mal auf alten Festplatten gekramt und zwei Beispielbilder angehangen. Das obere Bild ist 1/1000 Sek. normal synchronisiert (ohne Hypersync), das untere mit Hypersync. Das zeigt den Unterschied und die Vignettierung eigentlich ganz gut.



Ich habe dafür im wesentlichen einen Bron Gernerator benutzt der über einen großen Regelbereich fast konstante Abbrennzeiten liefert (über 4 Blenden zwischen 1/200 sek. und 1/300 sek.). Das hatte für mich den Vorteil, daß ich neben den anderen Parametern bei Bedarf auch die Leistung am Generator verändern konnte, ohne das ich die Einstellungen am PocketWizard verändern mußte. Mir ging es auch im wesentlichen um ganz bestimmte Synchronzeiten die ich erreichen wollte (1/1600 sek.). Ich denke auch das Werte zwischen 7 und 9 ganz gute Ergebnisse bringen sollten, aber man muß das tatsächlich für jedes Blitzgerät und ggf. auch für jede Leistungseinstellung austesten.

VG
 
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Deswegen nimmt man ja Geräte mit 600/1200 Ws (Cutie und Co) weil die 60Ws eines SB910 nicht ausreichen.

Eben! Daher meine Frage!

Guck mal nach unten. Was Du da siehst nennt man "Füße". Diese Dinger sind ideal geeignet um Dich so nah ran zu bringen
daß es für eine formatfüllende Abbildung reicht.

Wie gut, dass ich keinen "Spiegeleierbauch" habe. Füße also entdeckt.

Wenn die Wand mittelgrau ist, und Dein Model an die Wand gestellt wird - ja. Sonst nein.

Kann es sein, dass wir von unterschiedlichen Ausgangslagen ausgehen? Du scheinst auf ein Shooting in der Praxis abzuzielen. Mir ging es um die "Vorarbeit" daheim: Ich möchte zunächst herausfinden, was der beste Ausgangspunkt ist. Wie kann ich also einen guten Ausgangspunkt herausfinden?


Die Leuchtzeiten sind bei fast allen modernen Geräten kürzer als der Verschluss läuft. Deswegen gibt es ja so gern die Verläufe über
das Bildfenster von unten (hell) nach oben (dunkel). Oder eben quer
wenn Hochformat.

Mein Blitz brennt übrigens längstens mit 1/1000 sec bei voller Leistung ab. Schnell ist Cutie also nicht.


Kannst Du mir einmal genau sagen, wie Du vorgegangen bist? Deine Wand war weiß, nehme ich an. Und dann? Bitte einmal genau, weil dass ist das, was ich suche.
 
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Eben! Daher meine Frage!

Die Antwort bleibt gleich. Hypersync und HSS vernichten beide
gleich viel Energie weil sie auf den Verschluss braten.

Kann es sein, dass wir von unterschiedlichen Ausgangslagen
ausgehen? Du scheinst auf ein Shooting in der Praxis abzuzielen.
Mir ging es um die "Vorarbeit" daheim: (...)

In beiden Fällen ermittelt man die Belichtung auf die gleiche
Art und Weise.

Wie kann ich also einen guten Ausgangspunkt herausfinden?

Siehe oben - die Anleitung funktioniert.

Mein Blitz brennt übrigens längstens mit 1/1000 sec bei
voller Leistung ab. Schnell ist Cutie also nicht.

Das dürfte die t0,5 Angabe sein, t0,1 ist eher drei mal so lang.
Der Verschluss läuft aber während einer 1/200 sec über das
Bildfeld (kann man aus der X-Sync entnehmen), das ist in jedem
Fall länger als der Cutie leuchtet.

Und ja, auch der Schlitz der für 1/8000 sec gebildet wird läuft
in einer 1/200sec über das Bildfeld.

Kannst Du mir einmal genau sagen, wie Du vorgegangen bist?

Siehe oben, die Anleitung funktioniert.

Warum sollte ich eine weisse Wand nehmen wenn alle
Belichtungsmesser auf mittleres Grau justiert sind?
 
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@ Lesezeichen

Ich bin ganz systematisch vorgegangen. In der Regel haben die meisten Geräte bei höchster Leistung die langsamste Abbrennzeit. Also den Generator auf volle Leistung gestellt und dann die verschiedenen Korrekturwerte des PW Geräts durchprobiert (1 bis 10). Also z.B. bei der PocketWizard Einstellung 1 alle Zeiten von 1/250 Sekunde bis zur 1/8000 duchprobiert. Das ist relativ langwierig, denn die Änderungen am PocketWizard-Gerät muß man ja über USB-Kabel mit der Software vornehmen. Glücklicherweise konnte ich bei vier TT5 Geräten gleichzeitig verschiedene Hypersync-Werte einstellen und brauchte dann nur noch die Funkauslöser austauschen, statt sie jedesmal wieder an den Computer anzuschließen und umzuprogrammieren.. Außerdem habe ich recht schnell gemerkt das bei niedrigen Werten der Verschlußvorhang schneller im Bild erscheint, als bei höheren und es erübrigen sich dadurch einige Versuche. Wenn z.B. der Verschlußvorhang schon bei 1/2500 Sek. im Bild erscheint (wie in dem unteren Beispiel), dann brauche ich kürzere Zeiten gar nicht erst probieren, denn die werden dann auch mehr Verschlußvorhang zeigen. Und das gleiche kann man dann auch noch bei verschiedenen Leistungseinstellungen am Blitzgerät durchexzerzieren.

Ich habe auch ein Meßgerät mit dem ich die Torzeiten der Blitzgeräte (bei t 0.1) messen kann. Das erleichtert das arbeiten auch nochmal, denn man weiß auch ohne rumprobieren genau wie lange der Blitz bei einer bestimmten Leistungseinstellung leuchtet. Am besten eignen sich natürlich Geräte die eine möglichst lange Leuchtzeit haben.

Hier nochmal ein Beispiel einer 'kleinen' Belichtungszeitenreihe. Die Leistung am Blitzgerät war immer identisch, genauso wie die Einstellung am PocketwWzard. Das was sich verändert ist nur die Verschlußzeit (und logischerweise die Blende, damit man halbwegs ähnlich belichtete Motive hat). Das oberste Bild ist mit 1/1000 sek. aufgenommen, das zweite mit 1/1600 sek. und das unterste mit 1/2500 sek. Bei der untersten Aufnahme sieht man auch schon den Verschluß im Bild (schwarzer Balken unten).



Wenn Du Dir also nicht unnötig viel arbeit machen möchtest, fängst Du zu Anfang mit voller Leistung am Blitzgerät an und schaust erstmal welche Zeiten Du blitzen kannst, wenn Dein PocketWizard bei einer Einstellung von 7 steht. Es kann aber auch sein, daß bei Deinem Gerät andere Werte besser sind.

VG
 
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Glücklicherweise konnte ich bei vier TT5 Geräten gleichzeitig verschiedene Hypersync-Werte einstellen und brauchte dann nur noch die Funkauslöser austauschen, statt sie jedesmal wieder an den Computer anzuschließen und umzuprogrammieren..

Wenn man dann noch C1 und C2 unterschiedlich belegt kann man
prinzipiell mit 4 Stück alles austesten.
 
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Ich habe mich zu Pocketwizard Zeiten an deren Wiki Seite gehalten, auf der die Möglichkeiten damals gut erklären. Ich weiß nicht, wie aktuell die ihre Infos halten, hier mal der Link.

http://wiki.pocketwizard.com/index.php?title=Main_Page

Und zur unterschiedlichen Lichtmenge, die bei HSS (wie es auch der Profoto B1 beherrscht und Hypersnyc (andere Blitzhersteller, z.B. Elinchrom) gibt es einen interessanten Vergleich

https://fstoppers.com/originals/fstoppers-compares-profoto-hss-and-elinchrom-hi-sync-102293

Ergebnis dort ist, dass bei HyperSync (Highsync ...) mehr Licht auf dem Sensor ankommt bei ultrakurzen Zeiten, dass HSS (Profoto) aber einfacher zu handhaben ist. So empfehlen die Profoto eher für Porträts und Objekte, die relativ nahe an der Kamera liegen. Hypersync eher für Sportfotografie bzw. größere Distanzen zwischen Blitz und Objekt.


Eine schöne Erklärung der Hypersync Funktionsweise gibt es auf der Homepage von Elinchrom. Dort zwar auf die Kombination mit dem hauseigenen Sender zielend, das Prinzip ist aber das gleiche wie bei Pocketwizard.

http://www.elinchrom.com/learn/hss-hs.html
 
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Ich habe mich zu Pocketwizard Zeiten an deren Wiki Seite gehalten,
auf der die Möglichkeiten damals gut erklären. Ich weiß nicht, wie
aktuell die ihre Infos halten, (...)

Sie sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, haben vor
zwei (drei?) Jahren mehr als die Hälfte ihres Personals
und die Marketingagentur gefeuert.

Das hat Einfluss sowohl auf die Entwicklung (aktuelle Canons
zünden nicht) als auch auf Support und Website.

Und zur unterschiedlichen Lichtmenge, die bei HSS (wie es auch
der Profoto B1 beherrscht und Hypersnyc (andere Blitzhersteller,
z.B. Elinchrom) gibt es einen interessanten Vergleich
(...)
Ergebnis dort ist, (....)

Das hängt extrem davon ab welche Geräte mit welchen Einstellungen
wie kombiniert werden. Hypersync ist extrem timingkritisch.

Das Fazit dieses Artikels ist keineswegs allgemeingültig.
 
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Ich habe mich zu Pocketwizard Zeiten an deren Wiki Seite gehalten, auf der die Möglichkeiten damals gut erklären. Ich weiß nicht, wie aktuell die ihre Infos halten, hier mal der Link.

Ja, den kenne ich. Allerdings geben die keinen Hinweis, wie man sich der Einstellung nähert. Daher die Frage.

Eine schöne Erklärung der Hypersync Funktionsweise gibt es auf der Homepage von Elinchrom. Dort zwar auf die Kombination mit dem hauseigenen Sender zielend, das Prinzip ist aber das gleiche wie bei Pocketwizard.

Schaue ich mir mal an. Danke!
 
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Zu viel Konkurrenz aus China. Ich weiß nicht, wie es um Canon steht. Aber für Nikon gibt es seit August eine neue Beta: http://wiki.pocketwizard.com/images/6/60/MiniFlex_Nikon_3.8XX_beta.pdf wobei ich die noch nicht probiert habe.

Ich bin Beta-Tester bei mehreren Software-Programmen. Das deckt meinen Basteltrieb schon so....

 
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Allerdings geben die keinen Hinweis, wie man sich der Einstellung nähert.

Weil sie das selbst nicht genau wissen.

Das Verfahren ist ja keineswegs problemfrei, und wie gesagt sehr timingkritisch.
Je nach Blitzgerät funktioniert es ggf auch nur auf genau einer Leistungseinstellung
und schon eine halbe Blende weiter gar nicht mehr.

Als die noch einen vollen Support hatten habe ich längere Zeit mit
denen Mails ausgetauscht. Nicht sehr ergiebig.

Wie ich schon sagte, fang mit ISO 100, 1/1000 sec und Einstellungen
zwischen 7 und 9 an, Blitz auf Vollgas. Und von da ab systematisch
immer nur eine Einstellung ändern und aufschreiben was rauskommt.
 
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Zu viel Konkurrenz aus China.

Nicht zuviel - zu gut. In Zeiten in denen jeder andere Anbieter ein
Display für die Einstellungen hat ist man mit einem Gerät das keine
brauchbare Statusanzeige hat und für jede Änderung an den Laptop
muss nicht gut aufgestellt. Und dann kämpfen sie noch mit veralteten Frequenzbereichen und sehr eingeschränkter Kompatibilität die
keineswegs systemweit funktioniert.

Ich weiß nicht, wie es um Canon steht.

Aktuell zünden sie auf allen Canonkameras ab 80D und später nicht (mehr).
Fremdblitze (Pixel Mago, Pixel X800C Pro, Nissin i40, Metz 54MZ3,
Yongnuo YN500EX) zünden sie auch an älteren Kameras nicht.

Freudloses Geschäft.
 
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Michael, Du hast doch auch Pixel King. Kann man bei den Pixel King Pro auch Timings einstellen? Weißt Du das?


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