Blitzen im Freien

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nordlaender

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Hallo,

ich stehe vor folgendem Problem / folgender Herausforderung.

Ich soll Bilder bei einer Nachtwanderung (Ende November) machen und stelle mir die Frage wie ich meine Einstellungen beim SB600 und D80 wählen soll und ob es besondere Fallstricke gibt die ich dabei zu beachten habe.
Wie hoch sollte man mit der iso gehen ? Hatte so an 640 maximal 800 gedacht.
Später im Lokal sehe ich kein Problem aber halt bei der etwa 1,5 stündigen Wanderung, da ich bisher keine Erfahrung mit Außenaufnahmen mit Blitz habe.
Die Wanderung geht an einem See entlang, teilweise mit Buschwerk und Bäumen aber ohne Straßenlaternen oder sonstige verwendbare Beleuchtung. Wahrscheinlich (werde ich erst vor Ort sehen) werden die Leute (ca. 20) teilweise kleine Laternen oder Fackeln / Taschenlampen dabei haben.

Ich bin mir auch noch einwenig unsicher welche Obejektive (siehe Signatur) ich draußen dann idealerweise einsetzen soll. Mitnehmen kann man ja alle vier in Frage kommenden, aber welches würdet ihr bevorzugt einsetzen ? Im Moment tendiere ich vorallem zum 28-105. Kann mir abner auch gut vorstellen das 50/1,8 zu nutzen. (Leider kein D)

Werde bis dahin, des Nächtens, noch einwenig ausprobieren, bin aber für jeden Tip dankbar.
 
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Hallo Ulli,
Nachtwanderung ist keine leichte Aufgabe. In der Nacht bei sehr wenig Licht wirst du selbst mit hohen ISO Werten und großer Blende nur einen tiefschwarzen Hintergrund bekommen und dich deshalb auf den vom Blitz ausgeleuchteten Vordergrund beschränken müssen. Um die Reichweite des SB-600 möglichst groß zu halten, würde ich mich auf den Einsatz des 50/1.8 konzentrieren. Das wird dir wahrscheinlich den größten Erfolg bringen. Nur leicht abblenden, um mit etwas Glück vielleicht doch noch etwas Umgebungslicht einzufangen. Mit der ISO nicht zu arg hoch gehen (nicht viel weiter als 400), sonst bekommst du, durch die schlechten Lichtverhältnisse verstärkt, zu viel Rauschen ins Bild.
 
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Ich weiss ja nicht. Denke die Leute werden Dir das Blitzen damit danken, dass sie geblendet vor die Bäume rennen, oder in den See fallen.

Solche Bilder, wo hell erleuchtete Personen, vor einem dunklen Hintergrund stehen, haben für mich eher keinen Wert. Das Licht der Laternen und sonstiger Beleuchtung, wird mit dem Blitzen völlig zerstört. Ohne Blitz versuchen, oder sein lassen - oder halt nachher im Lokal fotografieren.

Gruß Jens
 
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Die Leute sehen halt immer angeblitzt aus, manchmal auch kreidebleich wie ein Gespenst, je nach Lichtmessung. Und - das wurde schon gesagt - niemand ist erfreut, wenn man ihn nachts, bei hoch geöffneter Pupille in die Augen blitzt. Da ist der Fotografierte dann anschließend für einige Minuten fast blind.

Nik
 
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Hallo,
Liegt das Schwergewicht beim Einfangen der Stimmung oder sollten vor allem die einzelnen Personen gut erkennbar sein?
Markus
 
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Na ja, ich wollte auch gar nicht, als die auf die Idee mit der kleinen Wanderung kamen. Konnte es den Leutchen auch nicht ausreden.
Wenn denen der Blitz, nach dem Dritten oder Vierten Mal, auf die Nerven geht kann ich ja immernoch aufhören.

Werde mich mal des Nächtens nach draussen begeben und einwenig herumprobieren. Mal schauen wie es so klappt und was dabei herauskommt.

BlueMammut schrieb:
Liegt das Schwergewicht beim Einfangen der Stimmung oder sollten vor allem die einzelnen Personen gut erkennbar sein?
Markus

Ich persönlicch fände ersteres am schönsten, denen reicht erfahrungsgemääß die Erkennbarkeit der Personen.
 
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Hi,

um diese Aufgabe halbwegs sinnhaft zu lösen, fällt mit nur die Verwendung eines Arri 32K ein. Ansonsten würde ich mir die Jungs und Mädel in kleinen Gruppen vor einen Hintergrund, wie z.B. Gebüsch, und dann mit 2 Blitzen arbeiten.

LG
Frank
 
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BlueMammut schrieb:
...ob das dann noch als Nachtwanderung durchgeht?...

Ich denke mal nicht
Das wäre wohl zuviel des Guten.

Dann kömmte ich auch den Stromerzeuger von der Freiw. Feuerwehr und 4x1000 Watt in Form von Strahlern auf nem Bollerwagen mitnehmen.
 
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Wenn es hauptsächlich um die Stimmung geht würde ich das Blitzen ganz bleiben lassen. Wenn die Leutchen genug Laternen bei sich haben kann man mit dem 50/1.8 und ISO bei 800-1600 versuchen die Stimmung einzufangen.

Grüßle Michel
 
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CALYPTRA schrieb:
Es wäre dann allerdings empfehlenswert, noch einen zweiten Akku mitzunehmen. Man kann ja nie wissen.

Genau, den kannst Du auch ganz prima auf dem MB truck ablegen mit dem Du den Arri und das 200KW Aggregat befördert hast

LG
Frank
 
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MichelRT schrieb:
Wenn es hauptsächlich um die Stimmung geht würde ich das Blitzen ganz bleiben lassen. Wenn die Leutchen genug Laternen bei sich haben kann man mit dem 50/1.8 und ISO bei 800-1600 versuchen die Stimmung einzufangen.

Grüßle Michel

Das finde ich ne prima Idee! Entweder Laternen, Taschenlampen oder vielleicht sogar Kerzen. Die Gruppe kann sich ja für ein paar Bilder zusammenfinden und das ganze kann dann etwas arrangiert werden. Dann bleibt die "Nachtstimmung" erhalten und man kann vielleicht sogar etwas mit der Szenerie experimentieren. Wenn die Leute da mit eingebunden werden, haben sie unter Umständen auch Spaß daran. Du brauchst dann halt noch ein 3-Bein.

Viele Grüße,

Jochen
 
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Also wenn ich meinen Emotionen mal freien Lauf lassen darf:
Arme Sau!
Hatte vor genau zwei Wochen das selbe Problem. War zwei keine Nachtwanderung, sondern ein Laternenlauf, aber die Problematik ist die selbe.
"gut..." hab ich mir gedacht "schauen wir mal was wir so haben und was am meisten Lichtstärke hat - na klasse... ein 70-200 mit 2.8, alles andere 3,5 aufwärts. Ein SB-800..." Zeitgleich kam mir dann exakt die selbe Idee mit dem Arri 32KW Scheinwerfer.
"Blendenautomatik ist Mist, Belichtungautomatik ebenfalls... also Manuell. Blitz auf Automatik, solla halt machen was er will... ändern kann ich´s immer noch. Belichtungszeit... 1/25... zu wenig... da geht doch noch was mit VR... 1/10... könnt man noch still halten. ISO... probieren wir mal 400..." dort angekommen... "Ächtz... viel zu voll hier... Tele weg und 18-50 drauf... das war´s dann mit VR. 1/20 muss es schon sein damit die Bilder noch was werden, zum Glück ist es noch nicht ganz dunkel." Dann diverse Bilder mit der kurzen Brennweite gemacht, Blitz hat sich immer optimal angepasst. Iso zwischenzeitlich bis 800 rauf damit der Hintergrund nicht ganz absäuft. Als es dann los ging "Dunkelheit ist der Feind eines jeden Fotografen... also die kurze wieder weg und das Tele druff mit 2.8." Größtenteils bin ich dann vor dem Umzug her gelaufen... (hatte keine Lust mich durch die ~1000 Menschen zu quälen, hab aber an bestimmten Stellen den Zug auch mal ein bisschen an mir vorbei ziehen lassen) Anfangs hatte ich noch Glück, da es noch nicht komplett dunkel war. Ich war mit ISO400-1600 (größtenteils mit 800) unterwegs. Bei sowas kann man eigentlich nur ausprobieren.
Wenn du Lichtstärke hast (und die hast du mit deinem 50er), dann nutze sie auch. Je mehr Lichtstärke du hast, umso besser. Automatik würde ich bei solchen Sachen grundsätzlich rausschmeissen, die hat eh keine Chance. Deine Bilder kannst du dann hinterher noch bisschen aufhellen und dann passt das.
Ich stell dir hier gleich mal welche als Beispielbilder rein mit den Werten.
 
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Hi,

versuche, mit dem Blitz Gegenlicht Aufnahmen machen, entfesselt, hinter der Gruppe. Alles andere lass bleiben, sieht popelig aus. Wenn Du Dir eine schöne Waldlichtung suchst, bekommst Du noch einen Tunneleffekt.

Nach dem Prinzip hier, einmal tiefstehende Sonne, einmal Blitz:




Der Blitz sollte idealerweise von einer Person abgedeckt sein.

Viele Grüße
Christoph

P.S. Nicht vergessen, iso 100 einzustellen
 
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Hallo !

Ich würde beim Blitzen auf den zweiten Verschlussvorhang synchronisieren bzw. Langzeitsynchronisation wählen (am besten ausprobieren, gemachtes Bild mit der Lupenfunktion auf Unschärfe überprüfen und mit anderer Einstellung wiederholen).
Damit wird beim Blitzen auch mehr vom Hintergrund mit eingefangen, allerdings führt eine derartige Synchronisation auch eher zu Bewegungsunschärfe.

Um im Freien keinen allzu "harten" Blitz zu erzeugen, verwendet man einen sog. Diffusor. Dabei handelt es sich um eine milchig-trübe Kunststoff-Kappe, die vor den Blitzreflektor gesteckt wird. Diese streut das Blitzlicht und macht es deutlich weicher. Für's SB 600 gibt es einen solchen Diffusor ab ca. 12 Euro.



Bezüglich Objektiv: Das 50 mm 1,8 wäre für eine normale Kleinbildkamera ideal, beim DX-Format entspricht dies aber ja schon ca. 75 mm, was für Aufnahmen von größeren Gruppen aus näherer Distanz eher ungeeignet ist. Gehst Du weiter weg, leuchtet der Blitz nicht mehr alles aus. Zudem wird ohne "D" auch der Blitz nicht unbedingt richtig dosiert, wobei man das zur Not bei ähnlichen Lichtverhältnissen auch noch manuell einstellen könnte.
Insofern würde ich vermutlich in Deiner Lage auch eher das 28-105er nehmen.

Alle Bilder, die > ISO 400 aufgenommen worden sind, würde ich nachträglich durch die Software "Noise Ninja" (www.picturecode.com) laufen lassen - damit kann man das Rauschen noch einmal deutlich reduzieren, ohne Details zu verlieren.

Viel Spaß bei der Nachtwanderung,
Marc
 
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Wenn es einen Weg gibt, um bei Dunkelheit mit Sicherheit öde Standardbilder zu bekommen, dann mit dieser Methode.

Das Fotografieren bei Dunkelheit ist keine Strafe oder so, es ist eine Chance! Du hast alles in der Hand, Du kannst jedes Objekt mit Blitzlicht herausarbeiten, oder es verschwinden lassen. Diese Macht hast Du am Tag nicht. Aber zünde die Blitze um Himmels Willen entfesselt, und zwar dort, wo die Action ist, und nicht auf der Cam.

OK, noch ein Tipp, den ich mir patentieren lassen sollte:

Gut mitlesen

Nehm einen Blitz, packe ihn in eine Laterne rein, Funkauslöser dazu. Evtl. noch eine Filterfolie drauf, die das Licht etwas aufwärmt. Such Dir 3 oder mehr Freiwillige, die eine solche Laterne zusätzlich rumtragen. Bzw. geb die präparierten Laternen reihum. Dann hast Du eine hammergeile Beleuchtung, mit 2 Blitzen pro Laterne sogar radial, und jeder ist mal drauf. Da kannst Du alles mit ausbrennen. Z.B. die Gruppe um eine Solche Laterne versammeln und dann: *FLASH!"

Aber bitte, vergess den Quatsch mit dem Aufsteckblitz auf der Kamera und Bouncer und ISO hoch.

Ich sag ja schon immer, man kann jedes Bild mit ISO100 machen.

Viele Grüße
Christoph

Edit: Ihr denkt bei sowas immer zuerst an lichtstarke Objektive für ein paartausend Euros und dann an das pushen der ISO Zahl oder gleich an die D3. Mensch, seid doch mal kreativ!
 
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