Blende 2,8 über alles?

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wollvieh

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Hallo Zusammen!

War heute mit meinem 70-300 4,5-5,6 VR im Zoo unterwegs. (Schönes Licht, letzte Herbsttage, .........) Meistens verwende ich bei solchen Situationen die Zeitautomatik, da man ja nie weiß, was und vor allem wie schnell etwas geschehen wird. So weit so gut, - bei ca. 200mm offene Blende (5,6) fingen zwei Vielfrässe zum Kämpfen. Sah ziemlich heftig aus - ich natürlich dabei geknipst wie ein Wilder. Doch die Ergebnisse fielen leider sehr bescheiden aus.
Bessere Resultate, so glaube ich, wären nur mit einem 70-200mm 2,8 möglich gewesen. Also, Blende 2,8 über alles? - oder hab ich da generell was falsch verstanden?

Danke im Voraus!


Wolf
 
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Ich mache sehr viele Welpenfotos mit meinem 70-200 VR mit Blende 2,8 und auch da ist viel Ausschuss dabei. Du brauchst echt Verschlusszeiten von 1/1000 und kürzer, um relativ wenig Ausschuss zu produzieren. Dabei siehst Du erst einmal, wie schnell die Viecher sind.

(Dein hier gezeigtes Foto ist m.E. insgesamt verwackelt)
 
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wollvieh schrieb:
Bessere Resultate, so glaube ich, wären nur mit einem 70-200mm 2,8 möglich gewesen. Also, Blende 2,8 über alles?

In so Situationen leider ja. Das Bild wurde bei 1/80s, f/5 und ISO 200 aufgenommen. Um das Geschehen scharf zu bekommen, kann man mal locker 1/250s als Richtwert nehmen. Bei gleicher ISO wären dafür (ohne Nachrechnen) etwa f/2.8 nötig gewesen, also genau die Offenblende eines 70-200. Auf f/3.5 abgeblendet ist die doppelte Empfindlichkeit (400) nötig. Mit Blende 5 wie aufgenommen ergäbe das dann schon ISO 800, da fängt es schon zu rauschen an und man befindet sich immer noch bei Offenblende mit dem 70-300
 
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Furby schrieb:
(Dein hier gezeigtes Foto ist m.E. insgesamt verwackelt)

Dies habe ich auch gedacht, als ich mir das Bild angesehen habe, sieht wirklich verwackelt aus.
In den Exifs steht 1/80 sec. und da sich die Tiere ja bewegen nutzt dir der VR auch nichts.
 
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Danke Frank, sehe ich auch so. Was nützt es, dieses Bild in scharf zu haben....? Nicht wirklich viel.

Nicht immer muss eine Szene, die subjektiv als dramatisch und aufwühlend erlebt wird im Bild auch so wirken. Hier muss der Glaube von der Kamera als ein "drittes Auge", das die Realität so wie sie ist (besser: so, wie man sie empfindet) einfängt, verworfen werden.

Viele Grüße
Christoph


FrankF schrieb:
Das Problem an diesem Bild ist gewiss nicht das Objektiv sondern die Perspektive, das Licht, die Bildaufteilung und die nicht vorhandene Schärfe. Klarer Fall von Löschtaste.

Liebe Grüße

Frank
 
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Danke für eure Ratschläge.

Ps.:
Das dieses Bild in Sachen Kadrierung, Licht, ..... und ganz einfach generell Scheise ist, weiß ich. Es war lediglich als Beispiel für oben genanntes Problem gedacht.

mfg



Wolf
 
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Hallo,
Es macht sich immer gut Tiere auf Augenhöhe zu fotografieren, so von oben herab ist zwar bequem, wirkt aber nicht gut!
Also, ab auf den Boden, Stativ ohne Auszug, und eine schnelle d.h. kurze Verschlusszeit, dann gibts auch gute Bilder!
Gut Licht
Friedhelm
 
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Hallo Wolf,das mit den schönen Bildern ,ist immer so eine Sache.Mit deinem Objektiv, brauchst du viel Licht,sonst sind dir Grenzen gesetzt.
Von da an ,geht es in die Vollen und viele sind dann erst mit 200/2 zu frieden und so kann man die Schraube weiter drehen und kommt finanziel ins Uferlose.
Versuche bei Zoobesuchen immer gut ausgeleuchtete Motive vor die Linse zu bekommen und dann wird sich auch bei dir Zufriedenheit einstellen. Es ist leider so und nicht anders.
Gruss Ekke
 
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Mich würde interessieren ob es geholfen hätte, bei der obigen Aufnahmesituation, einen Blitz mit etwas höherer Leitzahl (z.B. SB-800) einzusetzen?
Oder ist die Blitzleistung dafür zu beschränkt?

Gruß
Daniel
 
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Hallo Daniel,es gibt für Blitzgeräte von Metz, in der Profiklasse einen Teleaufsatzschirm und der strahlt bis 50 m ab.
Nur, er ist ziemlich gross und unhandlich.
Gruss Ekke
 
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Warum wollen eigentlich alle die armen Tiere blitzdingsen ? :down:
 
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3log1 schrieb:
Warum wollen eigentlich alle die armen Tiere blitzdingsen ? :down:
Weil nicht jeder das passende Kleingeld für eine schnelle Linse übrig hat?

Nun mir ist auch schon eine Fressnellinsenvorsatz für den SB-800 über den Weg gelaufen. Allerdings wurde er erst ab 300mm Brennweite empfohlen.
Ich würde die Tiere ja auch nicht tot blitzen wollen sondern nur einen Tick aufhellen.
 
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Schon mal drüber nachgedacht, was an Tiefenschärfe bei Blende 2.8 noch übrig bleibt? Reicht sicherlich nur für die Nasenspitze von dem Tierchen.

Gruß Jens
 
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3log1 schrieb:
Ist kein Grund. So wichtig sind mir die Bilder nicht.

Also ich war im August zur Nachtwanderung im Zoo und habe mich da mit den Führern unterhalten.
Den Tieren macht es rein gar nichts aus mit Blitz fotografiert zu werden da tagtäglich hunderte mit ihren Digiknipsen draufhalten. Man hatte uns aber gebeten nicht in der Dämmerung zu blitzen. Daran habe ich mich auch gehalten und mein 50 f/1.8 eingesetzt. Allerdings waren auch mehrere Personen mit Knipse dabei und die anscheinend nicht wussten wie sie ihren Blitz ausschalten sollten.
Aber selbst das hat kein Tier erschreckt oder sonstwie sichtlich gestört.
 
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demdh schrieb:
Mich würde interessieren ob es geholfen hätte, bei der obigen Aufnahmesituation, einen Blitz mit etwas höherer Leitzahl (z.B. SB-800) einzusetzen?
Nein, vermutlich hätte das nicht geholfen bzw. hätte das dazu geführt das man vielleicht die Bewegungsunschärfe aus dem Bild bekommt, aber dafür wäre dann der Hintergrund unterbelichtet und das wäre dann auch kein schönes Photo.

3log1 schrieb:
Warum wollen eigentlich alle die armen Tiere blitzdingsen ? :down:
Amerikanische Tiere sehen das mit dem Blitzen übrigens wesentlich entspannter.

Gruß
Dirk
 
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