Bildtagebuch einer Krankheit ...

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Nächste Woche starten wir in Phase 3. Es scheint dies die "harmloseste" Phase zu sein. Aber wir warten ab...

Intensiv beschäftigt uns, was nachher? Wie teilen wir die Arbeit auf, wie gestalten wir unseren Alltag neu ...

Eine Krankheit ist fertig, wenn sie fertig ist, das Leben aber verändert sich. Und je intensiver man diesen Prozess durchmacht, desto mehr überlässt man das Leben nicht einfach dem Zufall ...

Der langsam wach werdende Frühling hilft, die warme Sonne und das Gezwitscher der Vögel auch ...

Und helfen tut auch fotografieren, fokussieren und sich beschäftigen mit Musik. Vor Jahren haben wir eine Burg in der Nähe besucht und dort stand diese Klavier...

Und es hat mich gestern Abend, als ich Mozart hörte, wieder daran erinnert ...


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Musik ist Rückzug, sich in eine andere Zeit begeben ebenfalls. Das ist das eine. Und das andere ist die stille Auseinandersetzung mit sich selbst. Themen hineintragen ins Hier und Jetzt, parallelen suchen ...

Krankheit bedeutet dasselbe, für Betroffene wie für Angehörige. Und oft findet man keine Antworten, nur weitere Fragen. Und beim Fotografieren ist es auch so: das Motiv wirft oft Fragen auf, die ich genau so oft unbeantwortet lasse ...

Und so stelle ich mir manchmal vor, ich sässe als Gast auf der Burg, und höre Mozart zu, wie er zusammen mit seiner Frau am Hammerklavier seine Kompositionen probt ...


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das Leben aber verändert sich. Und je intensiver man diesen Prozess durchmacht, desto mehr überlässt man das Leben nicht einfach dem Zufall ..

Ja es ist ein tiefgreifender Einschnitt in euern Leben.
Es ist wie ein großer Knall. Plötzlich ist alles anders. Die Prioritäten verschieben sich, Lebensansichten verändern sich. Was gestern noch ganz, ganz wichtig war ist plötzlich völlig unwichtig. Man streitet sich nicht mehr über irgend welchen Alltagskram, man kommt sich dabei nämlich lächerlich vor. Man hat ganz andere Sorgen.
Vieles erlebt man jetzt bewusster, man lebt bewusster.

Sam ich wünsche ich euch alles, alles Gute und drücke euch weiterhin ganz fest die Daumen.
 
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Danke Otto für die lieben Worte. Du hast es sehr auf den Punkt gebracht. Wir lesen kaum mehr Zeitung, fernsehen tun wir schon lange nicht mehr. Es ist nicht so, dass uns das Weltgeschehen egal ist. Aber die Situation relativiert vieles ....

Und ja, die kleinen "Aufregen" des Alltages sind so was von egal, und wir merken, dass es auch ohne diese wunderbar geht ...

Gestern haben wir die vage Entscheidung getroffen, im Frühjahr eine Woche in die Vogesen zu gehen. In jene Gegend, welche wir kennen und schon lange nicht mehr waren ...

Wir würden uns wieder sehr freuen darüber ...


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....ich mag heute etwas Tagebuch schreiben ...

Die neu angelegten Teiche für die Geburtshelferkrtöen füllen sich nun langsam mit Wasser ...

Aber vorerst ist kein Leben drin, nur Steine und Wasser ... symbolisch aber schon: die Leere in mir weicht ganz langsam ...


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Von einer Nachwuchsband wurde ich gefragt, ob ich ihr Konzert fotografieren würde ... Sie taufen ihre erste CD ...

Ich mache das gern. Junge, tolle Musiker ...

Vorerst ziehe ich mich noch etwas zurück mit Cosi fan tutte ... eben, so macht man es ...

Krankheit ist auch Leben ...


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Hallo Claudia, hallo Sam,

Heute habe ich unseren allerersten Märzenbecher in diesem Jahr entdeckt.
Diese Blume ist meine Lieblingsblume, ich denke da immer an Elfen, Trolle, Märchen...

Vielleicht steht dieses zauberhafte Blümchen nun auch für das Neue, das Schöne, das Sorglose, dass nun wieder bei euch einziehen darf?

Ich wünsche es euch von Herzen.

 
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Die Bilder sind wichtig hier ... und danke einmal mehr dafür ...

Manchmal zieht man sich zurück, man mag nicht mehr. Ich weiche Menschen aus, verkrieche mich. Und um so wichtiger ist, dass das Umfeld einen gleich langen Atem hat, wie Betroffene selbst.

Eine Erkenntnis, die ich aus dieser Zeit ziehe. Der farbige Stein ist unser Umfeld ...


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Hallo Sam,
Ich war eine lange Zeit nicht mehr hier, ich lese mich wieder ein und bin über deinen sehr offenen und ehrlichen Thread gestolpert. Er erinnert mich an den November 2009, als meine Frau morgens im Badezimmer umfiel und mit einem Knall unser Leben nicht mehr das war, was es einmal war. Sie hat sich bis heute nicht vollständig davon erholt und kämpft immer noch mit den Folgen. Aber wir haben auch diese schwere Phase durchgestanden, auch wenn sie uns viel abverlangt hat. Wir sind heute glücklich, immer noch.

Um euch Kraft zu wünschen, sende ich euch ein Bild, das verdeutlichen soll das auch hinter scheinbar verschlossenen Toren, immer wieder die Sonne aufgeht.Obwohl ich dieses Bild Jahre später gemacht habe, drückt es für mich vieles von unserem Weg aus.

 
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