Tiefenschärferechner wie
www.dofmaster.com gehn beim KB Film von einem Unschärfekreis von 0.03mm aus. Alles, was schärfer ist auf dem Film gilt also als scharf.
Der Beugungskreis erreicht diese Grösse erst bei ca. f/48, also geht f/45 grade noch, wenn die Optik es nicht verschlimmert.
ABER: Ein Film kann viel, viel mehr auflösen als 0,03mm. Erfahrungswerte (u.a. von Luminous Landscape im Vergleich digital vs analog bestätigt) zeigen dass in der Praxis bei Landschaftsmotiven etwa 0,01mm machbar, bei negativfilmen vielleicht auch 0,008 bis 0,007mm.
0,01mm, das erreicht man schon mit f/16. die 0,007 mm schon bei f/11.
Das heisst für die Praxis: mit diesen Blenden hast du den Fukos Punkt deutlich schärfer als bei f/45. Allerdings: Was bei f/45 am Rand vom Schärfebereich noch grade scharf ist, ist bei f/11 total unscharf. D.h. f/45 verteilt die Schärfe gleichmässiger: Weniger gut am Fokuspunkt, besser weit jenseits vom Fukuspunkt.
Mein Rat: Bis f/16 ohne Bedebken abblenden (wenn sich die Optik für kleine Blenden eignet, einige Lichtriesen bauen leider noch viel schneller ab bei kleinen Blenden, als die Theorie es vorhersagt). Weiter abblenden, wenn die Tiefenshcärfe es verlangt. Und das dann nur so weit wie nötig. Wenn es aber nötig ist, haben auch f/32 und f/45 ihre Berechtigung - allerdings sollte man für solche Blendenwerte die Optik ganz genau aussuchen und vorher testen und gegen andere Modelle vergleichen, dann da gibt es durchaus einige, die VIEL schwammigere Bilder bringen, als es die Beugungsunschärfe erzwingen würde, offenbar kann man das mit dem "falschen" Aufbau der Optik auch noch verschlimmern.
Grüsse,
Sebastian