Belichtungsunterschiede objektivabhängig?

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PeMax

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Hallo liebe Leser,

nach einem Spaziergang bei wunderschönem 1.Nov-Wetter bin ich heute beim Sichten der Ausbeute etwas verblüfft, hier Beispiele:

1. Mit dem 18-55er



2. mit dem 55-200er:


Die Kameraeinstellungen bzg. ISO (200) und Belichtungsmessung (Matrix) waren identisch, auch die äußeren Umstände - aber für mich sind die Bilder doch sehr unterschiedlich, das 2. relativ flau und eher überbelichtet, das 1. kommt mehr an meinen "Stil" hin (ich hab bei Dias immer unterbelichtet, um "knalligere" Farben zu bekommen.... Ein Unterschied noch: das 18-55er hat ein UV-Filter drauf - nein, noch was: das 2. ist manuell fokussiert, das erste durch die Automatik.

Was mich jetzt interessieren würde, ist, warum die Bilder vom "längeren" Objektiv so deutlich heller/flauer geworden sind. Kann die Belichtungsmessung so unterschiedlich auf die verschiedenen Objektive reagieren? Oder kann es sein, dass "irgendwas" am 55-200er nicht ok ist, was zum Unterschied führt? Oder etwas anderes, an das ich jetzt nicht denke?

Danke für Tipps!
 
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Stephanie78 schrieb:
Stell bitte den Link für's erste Bild mal richtig rein.

Also zwei Minuten Geduld musst Du schon haben , schon korrigiert.

edit: bei beiden Bildern -0,3 Belichtungskorrektur eingestellt (es wurde nur das Objektiv gewechselt und sonst gar nix geändert).
 
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Hast du genau auf denselben Punkt fokussiert?

Wenn nicht, kann das auch schon zum Belichtungsunterschied
beitragen.

Misst du einen hellen Punkt, hast du so gut wie keine Überbelichtung,
aber mehr Schatten.
Wird ein dunkler Punkt angemessen, können die hellen Bereiche im
Bild schnell ausfressen.

Inwiefern der UV-Filter jetzt die Belichtung beeinflusst hat, kann ich
nicht beurteilen, hab so ein Ding nicht.
Ich könnte mir aber vorstellen, das der auch etwas Licht schluckt.
 
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Aber dürfte das Matrixmessung nicht so sein?
 
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PeMax schrieb:
Die Kameraeinstellungen bzg. ISO (200) und Belichtungsmessung (Matrix) waren identisch
aber nicht das Motiv! Die Matrixmessung berücksichtigt dunkle Flächen wie auf Bild 1. Somit lässt sich das nicht vergleichen.

Mit der Spotmessung die Kirche anmessen, dann wäre die auf beiden Aufnahmen gleich belichtet. Aber nur die Kirche
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich hab mir jetzt eine ganze Weile beide Bilder angeschaut, sag mal ist das ein und die selbe Kirche? Oder habt ihr zwei davon? Irgendwie sieht zwar die Kirche gleich aus, aber das drumherum nicht....
 
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nikooner schrieb:
Ich hab mir jetzt eine ganze Weile beide Bilder angeschaut, sag mal ist das ein und die selbe Kirche? Oder habt ihr zwei davon? Irgendwie sieht zwar die Kirche gleich aus, aber das drumherum nicht....


Danke für diese Bemerkung - wiederlegt m.E. genau das, was hier so oft behauptet wird, dass es nämlich egal wäre, ob man den Ausschnitt mit Zoom oder mit Standortwechsel ändert (bzw. wie hier, dass die Kirche praktisch gleich groß abgebildet ist, aber mit verschiedenen Brennweiten von verschiedenen Standorten aus).

Ja, es ist die gleiche Kirche, aber beim ersten Bild von weiter rechts und näher mit kürzerer Brennweite fotografiert.
Programm war jedesmal "P".

Die Matrixmessung müsste doch bei vielen dunklen Flächen heller und nicht dunkler belichten, also müsste bei der Logik Bild 1 heller sein als Bild 2?

Vielleicht müsste ich mehr unter definierten Bedingungen fotografieren, um noch besser analysieren zu können. Allerdings scheinen mir auch bei anderen Bildern (ich will natürlich hier nicht Dutzende Beispiele reinstellen) die mit dem 55-200er Objektiv immer eher reichlich belichtet zu sein... Wäre auch noch die Frage, ob jemand auch beide Objektive für die D40(x) hat und ähnliche Beobachtungen gemacht hat?

Auf jeden Fall danke für alle bereits geschriebenen und noch kommenden Anmerkungen dazu...
 
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hallo pemax
also ich hab festgestellt dass ich mit meinem 17-55 anders belichten muss
wie bei meinen 80-200 oder 28-85 !
als ich das 17-55 bekam , hatte ich belichtungsmässig natürlich die selben
einstellungen wie bei meinen anderen linsen gewählt und habe festgestellt
dass die bilder dann insgesamt etwas dunkler wurden, schatten teilweise ganz abgesoffen sind ! als ich das festgestellt hatte war ich schon stark verunsichert weil ich mir das 17-55 aufgrund der sehr positiven postings und
tests angeschafft habe und natürlich zuerst mal mehr erwartet hatte !
jetzt, nachdem ich weiss wie ich damit umgehen muss macht es richtig spass.
also können die fotoergebnisse hinsichtlich hellichkeiten / kontrasten / farben bei unterschiedlichen linsen schon auch unterschiedlich sein. jedenfalls ist
das meine erfahrung dazu.
 
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Habe einst vergleichbar schlechte Erfahrungen mit der D70 und dem 18-70mm einerseits und dem 70-200mm andererseits gemacht. Die Bilder waren genau so extrem verschieden. Einen Einfluß des Motivs konnte ich ausschließen, da immer alle Aufnahmen mit dem 18-70mm eher dunkel und kontraststark und immer alle Aufnahmen mit dem 70-200mm zu hell und zu flau waren und das bei sehr stark wechselnden Aufnahmeverhältnissen (z. B. Rasensport im Herbst, tief stehende Sonne). Offensichtlich ist hier die Matrixmessung klüger als ihr gut tut. Zumindest bei der D70. Bei der D200 konnte ich das Problem nicht in diesem Ausmaß feststellen. Da lagen die Abweichungen im Bereich normaler Streuung. Normal im Sinne dessen, was einem die D200 zumutet.
 
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Ich weiß zwar nicht ob es weiterhilft, aber ich verfüge auch über ein Objektiv, das wesentlich heller belichtet als alle anderen mit denen ich fotografiere. Bei meinem 85 1,8 muss ich die Belichtungskorrektur weit mehr als bei allen anderen und auch an verschiedenen Kameras in den Minusbereich treiben. Vorteile kann das haben, wenn es richtig finster ist

Bislang nahm ich das so hin und reagierte entsprechend bei den Belichtungskorrekturen.
 
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Hallo, Namensvetter,

ich würde für den Unterschied in der Belichtung der beiden Bilder nicht als erstes das Objektiv als Ursache vermuten, sondern zunächst einmal die Matrixmessung. Wenn ich deren Funktionsprinzip richtig verstanden habe, dann teilt sie den Bildausschnitt in mehrere Zonen auf, versucht anhand gespeicherter Standardsituationen eine "Vorhersage" zu machen, um was für eine Art Motiv es sich handeln könnte und ermittelt dann evtl. unter Einbeziehung des Motivabstandes(bei G- und D-Objektiven bekannt durch die Fokussierung) die Belichtung. Also schon ein relativ komplexer Algorhitmus, bei dem es mit der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse halt manchmal schwierig sein kann.

Wenn Du das Objektiv in Verdacht hast, dann stell die Kamera am besten auf ein Stativ (Bildausschnitt reproduzierbar) stell den Isowert fest ein und vergleiche dann die beiden Objektive bei 55mm erst einmal im M-Modus bei verschiedenen Zeit-Blenden-Kombinationen um die Blendensteuerung des 55-200 zu testen. Dann wähle A,S oder P und Spot- oder Integralmessung und teste weiter. (Auch hier müsste die Belichtung identisch sein).

Wenn bis dahin keine Auffälligkeiten aufgetreten sind, wähle Matrixmessung und teste mit identischem Bildausschnitt und identischer Fokussierung weiter. (Das miese, diesige Wetter zu Zeit hilft ja wirklich, eine gleiche Motivbeleuchtung für die Testdauer zu erhalten!

gruss,

Peter
 
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Peter,
das ist ein ganz normales Verhalten.

  1. Die Bilder sind von unterschiedlichen Standorten aufgenommen, d.h. die dem Sensor (und der Belichtungsmessung) zur Verfügung stehenden Daten sind zweierlei.
  2. Es ist ein Irrtum anzunehmen, daß die Matrixmessung die Helligkeitsinformation über die ganze Bildfläche gleich hoch bewertet (Der AF-Punkt hat erhebliche Auswirkungen). Du kannst das mit einem einfachen Test selber ausprobieren. Nimm einmal den weißen Kirchturm mit dem Autofokus aufs Visier und beim zweiten Mal verändere den AF Punkt auf den Wald dahinter, ohne den Kameraauschnitt zu verändern (zBsp mit Stativ) - zwei unterschiedliche Belichtungen sind das Ergebnis.
  3. Weitwinkelobjektive tendieren dazu mehr Himmel mit aufzunehmen, das "dunkelt" das Bild meistens etwas ab. Die Kirche ist bei beiden Bildern ungefähr gleich groß, das erste Bild ist jedoch mit 19mm aufgenommen, das zweite mit 62mm, d.h. Du hast die Bilder unterschiedlich ausgeschnitten. Wie soll die Automatik hier zu gleichen Ergebnissen kommen können?

Ein paar Fragen:
  1. Warum ISO 200 bei hellichtem Tag?
  2. Verwendest Du Histogramme bei der Aufnahme?
  3. Willst Du die Kamera lieber im Vollautomatikmodus verwenden, oder auch ab und zu die Bild- und Belichtungsgestaltung direkter steuern?

LG, Andy
 
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Bettina,
das kommt öfter vor, daß Objektive bei gleicher Blende/Zeit Kombination unterschiedlich viel Licht auf den Sensor lassen.
Die Fläche der Blende nimmt bei fast allen Objektiven wie geplant logarithmisch ab (f1,4 - f2 - f2,8 - f4 - ....), aber absolut gesehen ist die Fläche zwischen Objektiven immer wieder ein klein wenig anders. Abweichungen von einer drittel Blendenstufe hab ich immer wieder feststellen können. Ist leider so.

Falls Du bei Aufnahmen auf absolut gleiche Belichtungsstärke Wert legen musst, nimm eine gleichmäßig beleuchtete Fläche (am besten in der Whg).
1) Mit dem ersten Vergleichsobjektiv nimm die Wand mit einer passenden Blende/Zeitkombination auf. Notiere die Pixelwerte der Referenzfläche in CNX.
2) Mit dem zweiten Objektiv nimm die Wand solange mit verschiedenen Belichtungskorrekturen auf, bis die Pixelwerte in CNX ident mit denen der Referenz sind.

LG, Andy
 
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nach meiner Erfahrung hat jedes Objektiv Toleranz in der Blendenübertragung. Aber das ist eine feste Grösse bei der Korrektur und hat mit dem gezeigten Matrixproblem nix zu tun!
 
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Wie schon in meinem obigen Beitrag widerspreche ich noch einmal und mit Nachdruck, den Erklärungsversuchen, dass das ein normales Verhalten sei und von der "Matrixmessung" komme. Die beiden gezeigten Bilder sind von der Belichtungssituation her völlig identisch, ein Unterschied hätte - wenn überhaupt - bestenfalls an der Wahrnehmbarkeitsgrenze liegen dürfen. Eine Automatik, deren Zweck es sein soll, in schwierigen Belichtungssituationen bessere Ergebnisse zu liefern als die biedere mittenbetonte Messung, darf nicht bei einer derartigen Wald und Wiesensituation objektivabhängig(!) Bilder versauen. Solche Abweichungen lasse ich in Situationen gelten, die eine Automatik erfordern müssen, wie extreme Lichtkontraste, wo nur der Fotograf wissen kann, welche Bildanteile wichtig sind und bevorzugt richtig zu belichten sind. Und wie schon gesagt, ich hatte die gleichen Probleme mit zwei anderen Objektiven an der D70 und ich hatte sie nicht mit genau den selben Objektiven an der D200. Für die Ursache habe ich weder eine Erklärung, noch auch nur eine halbwegs einleuchtende Theorie. Aber es ist für mich ein Fehler. Eine normal funktionierende Matrixmessung schließe ich als Ursache aus. Das ist definitiv nicht eine Lichtsituation, welche eine Matrixmessung überfordern kann.
 
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Das zweite ist mir schon klar, beim Ersten zweifle ich immer noch, da beim helleren Bild der Anteil der hellen Flächen größer ist und das Bild daher eigentlich dunkler belichtet sein müsste.


Bitte nicht zu sehr an den gezeigten Bildern aufhängen: Ich schrieb ja schon mal, die Bilder mit dem 55-200 sind grundsätzlich heller als die mit dem 18-55er, die gezeigten Bilder vermitteln nur einen Eindruck der unterschiedlichen Belichtung - dass sie nicht direkt vergleichbar sind, ist mir klar.


Ein paar Fragen:
  1. Warum ISO 200 bei hellichtem Tag?
  2. Verwendest Du Histogramme bei der Aufnahme?
  3. Willst Du die Kamera lieber im Vollautomatikmodus verwenden, oder auch ab und zu die Bild- und Belichtungsgestaltung direkter steuern?

ISO 200 (Hallo, Stephanie - die D40x kann auch 100!) war eingestellt, um "verwacklungssichere" Belichtungszeiten bei langer Brennweite und kleine Blende für möglichst viel Tiefenschärfe zu haben (mir ist auch noch kein deutlicher Qualitätsunterschied zwischen 200 und 100 Iso aufgefallen). Ich denke auch nicht, dass der Effekt etwas mit der Empfindlichkeitseinstellung zu tun hat.

Auf Histogramme schaue ich ehrlich gesagt selten (eher auf die Anzeige überbelichteter/ausgefressener Bereiche), ich will meine Kamera nicht durch ständiges Nachkontrollieren verunsichern . Sowohl mit dem 18-55 als auch mit dem 50/1,8 liefert m.E. die Automatik mit -0,3 bis -0,7 Minuskorrektur sehr gute Ergebnisse und auch der Monitor der D40x lässt schon eine recht zuverlässige Bildkontrolle zu.

Meist wird von mir die P-Einstellung genutzt mit Programmverschiebung je nach Bedarf (kürzere Belichtungszeiten bei Tele, größere Blende beim bewussten Freistellen etc), in extremen Fällen probiere ich auch schon mal mit M, bis es passt (dann schau ich auch aufs Histogramm). Wenn ich aber ständig das Histogramm kontrollieren muss, dann ist die Automatik schlecht (und das ist sie nach meinen bisherigen Erfahrungen eigentlich nicht).

Mir ging es halt in erster Linie darum, ob ein derartiger Unterschied "normal" ist oder ob es sich um eine Fehlfunktion des Objektivs handelt (nach dem Motto "hätt ich's eher gewusst wäre es auf Gewährleistung gegangen"). Und letzteres scheint nach all dem, was hier geantwortet wurde, offenbar nicht der Fall zu sein. Mich überrascht es halt insofern, als ich den Effekt von meiner EM her nicht kannte, da sehe ich auf den Dias keinen Unterschied zwischen den verwendeten Objektiven...
 
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